Getriebe - IHC 423 Horrorfund

Fredowitsch

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94315 Straubing
Hallo miteinander, 

Ich habe heute das Getriebeöl erstmalig von meinem IHC 423 (Bj.1970) gewechselt. Ich hab den Traktor erst vor einem halben Jahr gekauft und mache nach und nach alle Flüssigkeiten und Filter.

Leider habe ich aus der hinteren Ablassschraube ein verbogenes Blechteil und zwei abgeschorene Schraubenköpfe (Schlüsselweite 19) gefischt!!!

Im Anhang Fotos davon.

Der Traktor hat sich bis jetzt normal schalten lassen...8+2 Gänge. Laut Getriebekennzahlen habe ich das Getriebe "Agriomatic mit Einfachkupplung, Km über 20", obwohl ich keinen Teleskophebel (wie wahrscheinlich üblich beim Agriomatichebel) habe, sondern nur einen kurzen Hebel für Acker- und Strassengruppe.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Woher könnten die defekten Schraubenköpfe und das Blech stammen?

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Moin,

wenn ich mich nicht stark täusche, ist das das Sicherungsblech, mit dem das Zahnrad auf dem Achstrichter, bzw dem Antriebsstrang gesichert wird. Hydraulickblock runter, gucken an welcher Seite es abgebrochen ist, die abgebrochenen Schrauben sollten leicht raus gehen...

Grüße

Martin
 
Guten Morgen,

Danke vorab schon mal....

...wie kann denn sowas eigentlich passieren?

Was oder wer könnte die Schraubenköpfe abgeschert haben?

Und, was könnte jetzt im weiteren Verlauf schlimmstenfalls passieren?

Ich vermute ja, dass das schon länger her ist, als das passiert ist....

Vielleicht weiß da wer was?!
 
Ja ich muß meinen Kollegen Rechtgeben! das sind dir Teile mit der die Steckachsenwelle gehalten/gesichert ist! Fehlt aber immer noch die Haltescheibe (Flacheisen).

Und am besten auch gleich die zweite Seite mitmachen!

Gruß

Kurti
 
Servos,mit sicherheit ,ist bei meinen 533 gleich abgesichert.Hydraulikbock nach oben und reinschauen ist einfach konstruiert.mfg
 
Hallo,

Im Schlimmsten Fall löst sich die Steckachse und verselbstständigt mitsamt Hinterrad....

Ich würde auf keinen Fall so weiter fahren und erstmal ins Getriebe gucken was da los ist.

MfG Felix 
 
Hallo,

Im Schlimmsten Fall löst sich die Steckachse und verselbstständigt mitsamt Hinterrad....

Ich würde auf keinen Fall so weiter fahren und erstmal ins Getriebe gucken was da los ist.

MfG Felix 
 
Vielen lieben Dank an euch für die nützlichen Infos !

Ich hab gestern zwei neue Haltebleche, 4 HalbZollschrauben und eine Dichtung (Getriebegehäuse-Hydraulikblock) im Netz bestellt; leider konnte ich nirgends die sogenannten Haltescheiben/Halteplatten für das Hinterachszahnrad finden (lt. Ersatzteilliste 711 194 R2). Aber wahrscheinlich finde ich die lose ja eh auf dem Getriebeboden, wenn ich den Hydraulikblock abnehme.

Hierzu noch ein paar Fragen:

- muss ich in jedem Fall das Hydrauliköl ablassen? Wenn nicht, wie verhält es sich, wenn ich die einzelnen Hydraulikleitungen abschraube? Wenn schon, wie entlüfte ich später das Ganze?

- wisst ihr das Anzugsdrehmoment der Halbzollschrauben?

Vielen Dank schon mal!!!
 
@Fredowitsch

wenn es dir möglich ist, dokumentiere die Reparatur doch bitte mit ein paar Bildern und stell diese hier ein.

Grüße, Jochen
 
Fredowitsch:

Guten Morgen,

Danke vorab schon mal....

...wie kann denn sowas eigentlich passieren?

Was oder wer könnte die Schraubenköpfe abgeschert haben?

Und, was könnte jetzt im weiteren Verlauf schlimmstenfalls passieren?

Ich vermute ja, dass das schon länger her ist, als das passiert ist....

Vielleicht weiß da wer was?!
Das ist eine krankheit bei dem Getriebe. Bei den großen reisen die Schrauben immer ab bei 7000 8000 Stunden....
 
Hallo liebe Mitglieder!

ich hab nun alles repariert und Dank eurer wertvollen Tipps (mein besonderer Dank gilt Hobbybauerrereload)

hab ich es geschafft.

Im Folgenden kann ich meine Arbeitsschritte kurz schildern und zudem diverse Fotos teilen:eup-1137614296-ea8f51b1542300f53aba7ccde40bd33b-1707940314_big.webpeup-1137614296-efedc411b9e740db7bce3824a2b28078-1707940357_big.webpeup-1137614296-4e573a7d50f9d10a514e60be9f6559c9-1707940383_big.webpeup-1137614296-31b6c436e2f887079b8310120246a05d-1707940404_big.webpeup-1137614296-eb99bd44ea8b53becac0fbfee493750e-1707940425_big.webpeup-1137614296-03a107056d7c07c7bc32a0be13396b71-1707940455_big.webpeup-1137614296-1d841af56710771136b536b7368f58e1-1707940468_big.webpeup-1137614296-92fd826b6b1e530cc500e92e384522dd-1707940480_big.webpeup-1137614296-2ad6a2aca5544438ce898d02ac1e0392-1707940493_big.webpeup-1137614296-af802b9d6c529e3a068040736daff6b2-1707940510_big.webpeup-1137614296-ba71e3fe8d75f192595cb3773e1a81de-1707940521_big.webpeup-1137614296-9a5a5eb651094eaa183601e643795ddb-1707940535_big.webpeup-1137614296-f5b43490b74721cdd328179c0cb9052a-1707940550_big.webpeup-1137614296-977b5db6f1400f5098e75d76b34b2247-1707940562_big.webpeup-1137614296-29c7c34744d53b60fc8d902adc08c9d9-1707940574_big.webpeup-1137614296-27c61c86b86f02e2f4ff2a1e864b4265-1707940593_big.webpeup-1137614296-3c1ffc49700d01bc13e8ca79c7e19694-1707940603_big.webp

- Getriebeöl abgelassen, Sitz und Batterie demontiert, Unterlenker etc. abgebaut

- Hydrauliköl abgelassen

- Hydraulikleitungen demontiert ( 1x zum Steuerblock, 1x Ansaugleitung)

- Flaschenzug mittels Eisenstange am Überrollbügel/Dach angebracht

  und den Hydraulikblock abgehoben

- Hydraulikblock auf der Werkbank bearbeitet:

 *unter dem Hydraulikblock die Korkdichtung des Wartungsdeckels erneuert, also neu abgedichtet

 *Dicht- und Stützring des Hubkolbens/-zylinders erneuert (dazu Flanschplatte mit dem Drosselventil abgebaut)

 *"neues" Ansaugsieb der Hauptansaugleitung der Hydraulik (36er Schlüsselweite) - das alte Sieb, das ich vorgefunden hab, war total verstümmelt

 *neue Dichtungen zum Steuerblock montiert

- das am Getriebeboden gefundene Flacheisen (für die Sicherung der linken Antriebsachse.....ja genau, die linke Seite war betroffen!!!) mit neuen Schrauben (SW 19) wieder montiert

- auch die rechte Steckachse überprüft und dabei neue Schrauben angebracht (Drehmoment übrigens zw. 45 und 50 NM)

- Dichtfläche zwischen Getriebe- und Hydraulikblock gereinigt und neue Dichtung samt Flüssigdichtung (Hylomar) angebracht

- Hydraulikblock mittels Flaschenzug wieder montiert

- alle Hydraulikleitungen wieder angeschraubt (das war übrigens das Verreckteste des Ganzen)

- alle Öle aufgefüllt

- Unterlenker etc montiert

- Sitz und Batterie montiert

Gestartet und (anfangs) alles TOP!!!

Allerdings nach Bewegen aller Hydraulikkomponeneten (Heckhydraulik, Frontlader, Hilfslenkung) blubberte aus der Hydraulikbelüftung, sprich Hydrauliköleinfüllstutzen, das Hydrauliköl schäumend (milchig) heraus......ich hab hier im Forum gelesen, dass es sein kann, dass das System irgendwo Luft ansaugt......hab aber diesbezüglich nichts erkennen können...hab etwas Hydrauliköl abgelassen (keine Sorge: Ölstand passt) und das Problem war erledigt.

Wie gesagt, nochmals vielen lieben Dank an alle meine Helferlein hier!!!
 
Guten Morgen Andreas,

besten Dank für die reich bebilderte Schilderung der Reparatur!

Eine Frage dazu! Die abgescherten Schrauben, hast du die einfach mit einer Zange rausdrehen können?

Eine der beiden war ja kaum zu noch zu greifen.

Grüße, Jochen
 
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