Getriebeölverlust bei IHC CASE 533

-Maje-

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13 Februar 2013
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Hallo,

mein Traktor verliert Getriebeöl. So wie es aussieht, bei der Welle zum Schalten der Zapfwellengeschwindigkeiten. Also auf der rechten Seite im Bereich Füllstandskontrolle.

Wie kann ich diese Welle abdichten? Was brauche ich dazu?

Habt ihr schon so eine Rep. durchgeführt ?

Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
 
Hallo,

im Grunde genommen ist es ganz einfach.

Spannstift an der Welle austreiben, dann die Hebelei abnehmen und beiseite hängen. Aufpassen, das die Rastkugel und die Feder nicht rausfallen, oder rausnehmen und beiseite legen, evtl. Rastplatte vom Getriebe abschrauben,

Getriebeöl ablassen, (ca. 34 Liter),

Wenn vorhanden, Mähwerksantrieb abflanschen, ansonsten Seitendeckel abnehmen,

somit hast du die Schaltgabel direkt vor Augen, diese ist mit einer Schraube teilbar,

Schraube rausdrehen, und die linke Hälfte der Schaltgabel abnehmen, drauf achten, das die kleinen Gleitsteine, welche in den Schaltring eingreifen, nicht verloren gehen, diese sind auf beiden Seiten vorhanden, also 2 Stück insgesamt,

bei einigen, aber nicht bei allen Schleppern, kann es sein, das innen an der Getriebewand noch eine etwas dickere Scheibe, auf der Schaltwelle sitzt, die mit einer kleinen Innensechskantschraube gesichert ist, um den Federdruck der Schaltrasterung, von der Schaltgabel abzufangen. Soweit ich informiert bin, fiel diese später weg,

Schaltgabel etwas nach rechts drücken, nach unten schwenken und nach links durch die Getriebeöffnung rausnehmen,

Welle und Dichtfläche am Getriebe, auf Beschädigung prüfen.

Auf der Welle sitzt ein O-Ring, der ersetzt werden muss, am besten original vom Case Händler, weil meist zöllig.

Wenn die Welle raus ist, 400er Nasschleifpapier nehmen, mit Öl benetzen und die Phasenkante, aussen am Getriebegehäuse, (keinesfalls die Bohrung selber), leicht egalisieren, dort befindet sich "nur" eine 45 Grad Ansenkung, die das reingleiten, des neuen O-Rings ermöglichen soll, dort bildet sich aber meist ein leichter Grat, der den neuen dann schon wieder beschädigen kann, und man hat die neue Undichtigkeit schon mit eingebaut,

Wenn Welle und Bohrung in Ordnung sind, reinigen, mit Öl versehen und von innen wieder reinstecken,

neuen O-Ring in die Nut der Welle legen, und ebenfalls gut einölen, schliesslich soll er gut rutschen,

am besten Durchschlag durch die Bohrung in der Welle stecken, und diese dann drehend in die Bohrung drücken, dabei drauf achten, das der O-Ring nicht beschädigt wird,

Schaltgabel, innen im Getriebe wieder einsetzen und zusammenbauen, Gleitsteine nicht vergessen, die eine Schraube, am besten mit Schraubensicherung einkleben, sicher ist sicher,

Funktion prüfen, Hebel wieder anbringen, (Rastkugel mit Feder nicht vergessen), Getriebedeckel, alternativ, Mähwerksantrieb anbringen, Getriebeöl auffüllen, evtl. erneuern, fertig,

Sende mir deine E-Mail Adresse, dann kann ich dir ein paar Bilder schicken,

gruss,   mtd@web.de
 
Hallo Hr. Kollege,

ich danke dir für deinen super Beitrag.

Die Beschreibung kann nicht besser sein. Den O-Ring hab ich mir beriets besorgt. Jetzt muss ich diesen nur mehr einbauen. Wird wahrscheinlich nächstes Wochenende sein. Wenn ich Bilder brauche werde ich mich gerne melden.

Vorerst nochmals vielen Dank.
 
Servus Kollege,

ich habe nun ein kleines Problem, die Gabel ist nicht teilbar. Wie bekomme ich jetzt die Welle raus.

Gruß -Maje-
 
Hallo,

 

ja das mit der nicht teilbaren Welle ist in der Tat ein Problem, welches ich auch schon hatte. Man bekommt nämlich nicht die Spannstifte heraus. (Zumindest habe ich nach langer Überlegung keine Idee gefunden, wie man die rausbekommen könnte im eingebauten Zustand.)

Bei mir war jedoch das Glück, dass es kein ganzes Getriebe war, sondern nur das Vorderteil (Kupplungsglocke mit Reduziergetriebe und 540/1000er Zapfwellen umschaltung.) aus einem 733, welches ich in unsern 533er einbauen wollte, aber bisher noch nicht dazukam. Dieses Getriebevorderteil musste ich eh auseinandernehmen um schadhafte Lager und Dichtungen, auch die der Umschaltung der Zapfwelle, zu wechseln.

Nachdem ich das getan habe, baute ich alles wieder zusammen. Nur stellte ich mir die Frage, wie man die Dichtung im eingebauten Zustand in einem Schlepper wechseln kann. Wie bereits geschrieben und wie du festgestellt hast, scheint das gar nicht zu gehen. Das Getriebe muss komplett getrennt werden und die Vordere Zapfwelle gezogen werden. Dazu muss auch der Motor abgebaut werden, so das man von vorne an den Seegering der Zapfwelle kommt.

Meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar, dass man die geteilte Gabel durch die nicht teilbare ersetzt hat. Ein Wechseln eines Centartikels wie den O-Ring wird dadurch zur Vierstelligen Reparaturrechnung.

Habe mir dann überlegt, bevor ich dieses Getriebe irgendwo einbaue, muß ich etwas unternehmen dass ich die DIchtung wechseln kann ohne den ganzen Schlepper auseinanderzunehmen. Habe dazu den Spannstift nicht mehr eingebaut und die Gabel mit einer Schraube auf der Schaltwelle befestigt. Bilder kann ich dir davon evtl. mal machen, da ich wie gesagt, das Getriebevorderteil bislang nicht eingebaut habe.

Mit dieser Schraubenlösung könnte man im Notfall die Welle ziehen und die Dichtung wechseln ohne größere Demontagen vornehmen zu müssen.

Aber wie gesagt, ich fürchte dies steht dir bevor. Aber frag trotzdem vorher mal einen IHC Schrauber mit mehr Erfahrung. Vielleicht gibt es ja doch noch irgendeinen Trick, auf den ich nicht gekommen bin.

Halt uns auf jeden Fall auf dem Laufenden. Falls du weitere Fragen hast, kannst dich gerne bei mir melden.

 

Bis dann

mfG Georg

 
 
Danke Georg,

werde wohl die IHC Werkstätte aufsuchen müssen.

Grüße aus Kärnten
 
eine Lösung gäbs noch, zumindest wärs einen Versuch wert, vielleicht klappts ja. Bau alles wieder zusammen bis auf den Hebel, der draussen auf die Welle kommt.

Schraubst die Platte mit der Rasterung ab und dichtest sie mit Dichtmasse gegen das Getriebegehäuse ab.

Nimm den Hebel, schau ob du eine Dreherei oder sowas in der Nähe hast, die dir die Bohrung, getriebeseitig etwas anfasen können,

Da machst du dann einen etwas dickeren O-Ring dazwischen, drückst das ganze zusammen und setzt den Spannstift wieder ein,

sollten die Bauteile so sein, wie bei meinem, könnte das funktionieren, Ring etwas ölen, damit er läuft, die Anfasung sollte den Ring auf der Welle halten.

Wie gesagt, keine Funktionsgarantie, aber ein Versuch wärs wert, bevor du alles zerlegst,

gruss
 
Servus,

danke für diesen Ratschlag. Ich werde diese Lösung in Erwägung ziehen.

Viele Grüsse
 
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