Grobhäcksler / Grobhacker

apemaster

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17 Februar 2010
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48231 Warendorf
Moin zusammen,

ich suche einen Grobhacker / Grobhäcksler, um Astmaterial (bis 10 cm Durchmesser) damit zu hacken (Länge 8-10 cm !!). Ich möchte dieses grobe Hackgut dann in meinem Holzvergaser verfeuern und somit Brennholz sparen. Und da das meiste Astmaterial in der Größe eher weniger verwendet und im Wald "entsorgt" wird, rechne ich mir in diesem Fall gute Chancen auf bleibende Ressourcen aus - und natürlich weniger Arbeit, um die Hütte warm zu bekommen.

Im Landtreff habe ich dazu bereits einen interessanten Bericht gelesen - mir stellt sich halt nur die Frage, ob es auch gebrauchte Geräte zu kaufen gibt (Schnecken- oder Trommelhacker) bzw. ob es einen Händler für dieses Grobhackgut gibt? Ich möchte vorab gerne mal das Zeug testen und probeweise verfeuern, finde allerdings keinen Anbieter in meiner Nähe.

Hat jemand von Euch Erfahrungen in diesem Bereich? Kennt jemand ein Gebrauchtgerät? Kennt jemand einen Händler für Grobhackgut?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß Micha
 
Ich kann mir nicht vorstellen das "grobe Hackschnitzel" deinem HV Kessel gut tun werden. Fraglich ist auch wie du sie trocken bekommen willst. Wenn ich in meinem das Brösel und Kleinholzkram vom spalten/sägen verheize geht die Abgastemp. massiv hoch und er fängt an zu "brüllen" (kann man wahrscheinlich durch veränderung der Primär+Sekundär Lufteinstellung in den Griff bekommen) . Auch denke ich das es schwierg ist mit dem Zeug ein ausreichendes Glutbett zu erhalten. Zum beifüttern ist es wohl ich ok aber nicht zur alleinigen Bestückung. 

 
 
Hallo Harro,

zur alleinigen Bestückung soll das Grobhackgut auch nicht gedacht sein - eher zur Unterstützung und als Alternative zum Brennholz. Vorgestellt habe ich mir einen Anteil von max. 40 % pro Ladung. Laut dem Hersteller ist der Vergaser u.a. für Grobhackgut G100 (80-100 mm Länge) ausgelegt und kann damit betrieben werden. Vorteil des G100-Hackguts: der Anteil von Kleinzeug ist fast 0%, da beim hacken sehr grob gearbeitet wird.

Das Trocknen würde ich in Netz-Bigbags durchführen - sollte klappen (gibt es auch schon Erfahrungswerte zu).
 
Das ist eine gute Frage...

Kesselfüllraum 140 Liter, davon ca. 40% sind 50 Liter pro Brennvorgang.

Das heisst, wenn ich (durchschnittlich) 1x pro Tag anfeuer, benötige ich im Jahr knappe 17-18 m³.

Das Schüttgut soll angeblich knappe 15 €/m³ kosten - aber leider finde ich ja keinen in meiner Umgebung, der mir so ein Zeug verkaufen kann.

Heißt im Umkehrschluss, das ich mit Kosten von 270,-€ pro Jahr rechnen müsste.

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Vom Aufwand her schätze ich, das dieser geringer sein wird als beim Brennholz machen und nicht so körperlich anstregend ist.

Gruss Micha
 
Ist denn der Heizwert vergleichbar mit "Festholz"? 


Bekommst du das Zeug in Netz-Bigpacks oder musst du es noch selbst reinschaufeln? 
 
Hallo Zusammen,

ich möchte Euch mal meine Erfahrung und Vorgehensweise bezüglich Hackgut mitteilen.

Ich mache seit 2011 Grobhackut und verfeuere es (so lange vorhanden) zu 100% in einem Fröling Holzvergaser.

Meine Vorgehensweise:

1. Astwerk wird mit Hacker (Bobr75) zerkleinert.       www.youtube.com/watch?v=hSzPE6U0_Z0

2. Aus dem Hacker läuft das Hackgut in ein belüfteten BigBag.

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3. BigBag werden von Februar bis September in der Scheune trocknen gelassen.

4. BigBag wird in eine selbstgebaute Box entleert, die Box wird in den Heizraum (sehr beengt) gebracht (kann mit Traktor transportiert werden).

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5. Box wird mittels selbstgebauter Schütte in den Holzvergaser gebracht.

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Wenn jemand Interesse hat sich das ganze mal anzuschauen oder auch Hackgut braucht zum Testen kann sich gerne bei mir melden.

(Nähe 67806 Rockenhausen)
 
Moin Holzbauer,

ich bin fasziniert - das ist genau der Hacker, den ich auch in Auge gefasst habe. Bisher habe ich allerdings überhaupt keinen Besitzer gefunden, der den BOBR 75 einsetzt. Bist du gut zufrieden mit dem Hacker? Könnte der auch von meinem D320 (20 Ps) betrieben werden? Wie ist die Verarbeitung? Wäre klasse, wenn du ein bisschen mehr zu dem "Schätzchen" schreiben könntest (vllt. auch den Kaufpreis?!?)...

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Zu den Big Bags interessiert mich, wo du die her hast. Ich habe jetzt Bags von Ixkes für mein Brennholz gekauft - machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck...

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Verfeuerst du das Hackgut gemischt mit Brennholz in deinem Vergaser? Ich wäre sehr interessiert an etwas Hackgut zum testen, allerdings bist du relativ weit von mir entfernt (>400 km). Kann man nix machen. Deshalb wäre es auch hier toll, wenn du etwas mehr zu deinen Erfahrungen schreiben könntest...

Vielen Dank schonmal im Vorraus

Mfg Micha
 
Hallo Apemaster,

bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Hacker (ca.40m³ gehackt). Er ist einfach aufgebaut und recht solide. Ich musste ein kleines Abweisblech noch dran schweißen, damit sich keine Holzstücke mehr auf die Riemenscheibe des Förderband setzten. Feine Teile des Hackgutes setzen sich zwischen Antriebsrolle und Förderband und werden mit durchgewalkt was aber bis heute noch kein Problem war.

Hier sind mal die technischen Daten, was Dir die eine oder andere Frage beantwortet:

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Ich habe mir an das vorhandene Anhängemaul einen Anhängeknauf gemacht, damit ich auch mal mit zwei Gitterboxen auf dem Autoanhänger rausfahren kann

und nicht immer einen zweiten Schlepper brauche.

Die Angebotspreis waren:

BOBR 75T = 2000€ inkl. Gelenkelle und Transport (Brutto)

BOBR 75 Transport = 2950€ inkl. Gelenkelle und Transport (Brutto)

Meine BigBags habe ich bis jetzt beim Kanonenhof bestellt (rote BigBags)                                      kanonen-hof.de

Eine Kleinigkeit muß ich noch zu der Trocknung in den BigBags sagen:

In der ersten Zeit habe ich das Hackgut in DB-Gitterboxen getan und darin auch trocknen gelassen. Man konnte nach der Trocknung erkennen, dass das Hackgut leichten Schimmelansatz an der Oberfläche hatte.

Letzte Saison hatten wir das Hackgut auf dem Kipper (beim Abkippen lief Wasser mit heraus), danach noch zwei Monate in der Scheune zum Trocknen und dann in geschlossene kleine BigBags (leichter Schimmelansatz).

Diese Saison ist das erste mal, dass das Hackgut direkt in die belüfteten BigBags kommt. Ich denke, dass das Trocknen recht gut funktioniert, da die BigBags rundum luftdurchlässig sind (auch der Boden/müssen natürlich unterbaut sein).

Ich verheize, solange der Vorrat recht, zu 100% das Hackgut. Musste aber auch etwas rumtüffteln bis ich den Brand so im Griff hatte das die Nachbarn nicht mehr darunter leiden mussten. Aber es kommt immer wieder vor das es mal qualmt (wenn man sich keine Zeit lässt).

D.h. Ich muß den Holzvergaser anheizen (geöffneter Füllraum) mit einer Schütte voll Hackgut, wenn die Abgastemperatur ca. 200°C hat wird der Füllraum komplett mit Hackgut befüllt. Klappt normalerweise zu 90%.

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Klasse Holzbauer und vielen Dank für den ausführlichen Bericht...

Zu den Big Bags: ich habe mir die von ixkes bestellt und bin gespannt, wie mein Brennholz darin trocknen wird. Habe bisher knapp 8 RM frisches Fichtenholz darin abgefüllt und bin sehr angetan von derer Arbeitserleichterung. Die Ixkes-Bags sehen sehr ähnlich zu den von dir verwendeten Bags aus - kosten auch fast das gleiche, sind aber weiss....

Gruss Micha
 
So, ich hab’s getan und mir gerade eben einen Grobhäcksler gekauft...

Allerdings ist es bei mir kein Schneckenhäcksler (wie z.B. der Pirana von Bystron) geworden, sondern ein Häcksler mit 2 Messertrommel eines polnischen Herstellers (ähnlich dem BOBR 75).

Da ich bei solchen Arbeiten meistens alleine bin
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, war für mich eher ausschlaggebend, das ich an diesen Häcksler unter den Auswurf noch ein Förderband bauen kann. Außerdem ist der Einzug auf der rechten Seite (ohne Winkelgetriebe), sodass ein Anhänger mitgenommen werden kann. Bei dem Pirana habe ich grundsätzlich Bedenken bezüglich des Auswurfs.

Ich bin gespannt auf Samstag - dann soll mein Neuerwerb bereits angeliefert werden und kann ausgiebig an dem Astwerk von 2 Eichen getestet werden
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Gruss Micha
 
Moin zusammen,

am Samstag ist der Hacker tatsächlich bei mir angekommen - alles wie vorher telefonisch vereinbart... Völlig komplikationslos und ein sehr netter Umgang!

Also, Jopp schnell vorgehangen. DENKSTE - leider habe ich übersehen, das der Hacker Bolzen für die KAT 2 hat. Somit musste ich den ersten Test auf den heiligen Sonntag verschieben. Morgens noch schnell neue Bolzen für die Anhängung zugesägt und in den Rahmen verschweißt. Jetzt hat der Hacker quasi Bolzen für beide Größen ;-)...

Bevor es losgeht, habe ich im Stillstand mal ausprobiert, wie weit mein Arm im Ernstfall reingezogen wird. Ich komme nicht mit den Fingern NICHT bis ans Messer - egal, wie ich mich drehe und winde. Und ich bin Einer von der Kategorie Mensch, der kurze Beine und lange Arme hat! Somit werde ich am Einzug erstmal nix weiter optimieren. Der Auswurfschacht ist relativ kurz - hier ist ein Eingreifen durchaus möglich. Aber da an dieser Stelle noch das Förderband platziert werden soll, sollte das auch kein Faktor mehr sein. Von unten kann ich ebenfalls in den Hacker greifen. Dies ist deshalb so, da die Schneidmesser zum Teil Material (astigen, dürres Zeugs) mit runterreissen. Das muss ja irgendwo hin, und hier werde ich wohl noch irgendwie nachbessern. Wie? - weiss ich noch nicht.

Und dann - Zapfwelle ausser Ecke gekramt (ich hatte noch eine kurze rumliegen, die aber schutztechnisch noch aufgebessert werden muss) und ran mit dem blauen Teufel. Unten in meiner Wiese lagen noch die Kronen von 2 kapitalen Eichen, an denen ich dann den Häcksler auf Herz und Nieren testen konnte. Alles, was durch die Öffnung von 180x120 mm passt, wird gnadenlos gehäckselt und zerkleinert. Vom Durchmesser habe ich mich hier aber beschränkt auf ca. 70-80 mm, da auch dies die Vorgabe vom Hersteller gewesen ist. Krümme Stücke oder wild gewachsen ist überhaupt kein Thema. Ohne Wenn und Aber - echt unglaublich...Und Jopp hat kaum einen Mucks davor von sich gegeben - keine Schläge aufs Getriebe oder ähnliches.

Heraus kommen Stücke mit einer Länge von gut 100 mm, ab und an sind auch Stücke mit knapp 150 mm dabei. Das dürre Zeugs wird eher kürzer als länger...

Für die beiden Kronen haben wir zu zweit ca. 1 Stunde gebraucht. Geschätzt hat das Häcksel ein Volumen von gut 1,5 m³. Um den Häcksler wirklich auszulasten, wird man zu dritt vermutlich am Besten arbeiten können, und dann halte ich 3 m³ für realistisch...

********************Vorläufiges Fazit: Ich bin zufrieden, das Geld für den Häcksler (1345 €) scheint gut angelegt zu sein und es macht Spaß damit zu häckseln!

Bilder bekommt ihr noch, hab ich gestern vergessen.

Gruss Micha
 
Hallo Micha

Kannst du bitte mal Bilder beim nächsten einsatz machen.

Mich interessiert das Them sehr da ich viel Gestrüb Bäume und Kronen habe die ich zur Zeit noch nicht verarbeite. Habe aber auch einen Gergasser vielleicht es es auch Interessant für mich.

Gruß

Daniel
 
Hallo Apemaster,

Ich such schon länger einen bezahlbaren Häcksler. Meine Favoriten waren bisher Bystron und Bobr zum Häckseln von Apfelbaumkronen.

Um welchen Hersteller handelt es sich denn bei dir? Kannst du mal einen Link und/oder ein paar Bilder einstellen?

Der Preis schein ja echt gut zu sein und wenn das Teil Eichenkronen frisst, sollten Apfelbäume doch auch kein Problem sein.

Danke
 
Moin,

der Hersteller ist - wie bereits geschrieben - eine polnische Firma. Der Verkauf läuft über die Fa. Baubras, die auch letzlich in der Garantiekarte als Hersteller genannt werden.

Hier ist der Link zu der Ebayanzeige (ich habe die "verstärkte" Version mit massiverem Trichter und Anhängerkupplung genommen):

www.ebay.de/itm/Holzhaecksler-Holzhacker-Schredder-Hacker-Holzmaschine-/281572286430

So sieht der Kollege aus:

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Die Firma Baubras gibt die Leistung im Weichholz (Fichte, Tanne) mit 100 mm an, bei Hartholz (Eiche, Buche) mit 70 mm. Und das schafft der Häcksler ohne Probleme - wie bereits geschrieben.
 
Ach ja, gestern habe ich noch Weidenholz gehäckselt (am Samstag haben wir 2 Zwieselbäume gefällt). Dabei musste ich aber feststellen, das die dünnen und zähen Weidenästchen (
 
Und hier nochmal ein paar Bilder vom Weidenholz hacken... Wie gesagt - richtig zähes Zeug (und wie man am Trichter sieht, sind da schon ein paar Meter von mir gehäckselt worden ;-)....)

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Die Eichenkronen waren nicht so zäh, und ließen sich besser häckseln (wer hätte das gedacht)

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Und hier nochmal ein Bild vom Getriebe, das ich mir mal angeschaut habe...

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Bei Fragen könnt Ihr Euch einfach bei mir melden...

Mfg Micha
 
Hallo

Danke für die Bilder jetzt kann ich mir besser vorstellen was der Hacker macht.

Die Stücke sind mir noch zu grob Im Internet suche ich schon die ganze Zeit nach guten Herstellern für einen Schraubenhacker das Prinziep gefällt mir besser

wie die Schlagenden mit messer.

Gruß

Daniel
 
Hallo

ich bin noch total unendschlossen wollte mir dieses Jahr auch noch einen zweit Schlepper zulegen.

Die Hacker der Fa. Jansen finde ich auch nicht schlecht wäre dann auch eine Deutsche Firma die solche Teile Vertreibt.

Gruß
 
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