Holzasche zum düngen?

Harry 3

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Hallo Holzheizer,

Habe die Asche vom Kaminofen seither immer als Dünger im Garten verwendet.(wir heizen nur Holz, keine Braunkohlenbrikett od. dergl.)

Neulich sah im Fernsehen einen Bericht wo davon abgeraten wurde. Die ganzen Umweltgifte welche der Baum aufgenommen habe seien auch in der

Asche drin, so die Begründung.

Asche gehöre in den Restmüll. Wie haltet Ihr es ?

                                                                                         Gruß und schon mal schöne Weihnachten

                                                                                                                                                                   Harry
 
Hallo Harry, bin von Beruf ein schwarzer Mann und kann Dir daher folgendes Mitteilen:

Neben den erwünschten Düngerelementen in der Holzasche ( nicht Kohleasche ) befinden sich auch Schwermetalle wie Cadmium und Blei. Wird dies in den Kompost ausgebracht, finden sich diese Schwermetalle bald im Gemüse, Obst und anderen Pflanzen wieder.

Also nur geringe Mengen in den Kompost einbringen. Aber Vorsicht - es kann nicht oft genug gesagt werden - den Rest der Asche nur restlos ausgekühlt in die Restmülltonne geben. Habe schon genug Aschentonnen und auch Misthaufen brennen gesehen.

Gruß, Anderl
 
Hallo ich trau mich jetzt fast nicht los zu schreiben,

da ich weder Schwabe, noch im eigentlichen Sinne ein "Pfennigfuchser" bin.

----> Ich heize ab den Herbstmonaten ausschließlich mit nem Vergaser-Ofen.

Verschürt wird hauptsächlich Buche und Eiche, weniger Esche. Ich kuck immer dass

ich ne "bunte" Mischung von ca. 2,5 RM als Vorrat im Heizraum habe.

Nun habe ich festgestellt, dass doch mehr- oder weniger große Holzkohle-Brocken

in den Ecken des Brennraumes nach dem Abbrannt übrigbleiben. Früher habe ich die immer in die

Ascheschale gefegt und auf den Kompost geworfen. Da ich aber diesen Sommer meine Grill-Leidenschaft

entdeckt habe, bin ich dazu über gegangen meinen Asche-Eimer, wenn der voll ist, mit nem alten Körner-Handsieb

durchzusieben. Ergebnis sind prima Holzkohle-Teile wie sie im Supermarkt in der Papier-Tüte zum Kaufen sind.

Frage: Hat ja mit Asche eigentlich nix zu tun, ist das aber trotzdem Holzkohle, welche belastet sein könnte?

Also Finger weg?? Was haltet ihr davon? Und wie eingangs schon erwähnt, nage ich nicht am Hungertuch.

Grüße in den Sonntag-Abend, wo gleich die Fallers laufen.....
 
Hallo Fred,

bei Deiner Holzkohle findet keine Anreicherung durch Schwermetalle statt.

Die ist genau so belastet wie die aus dem Supermarkt.

Ich sehe da kein Problem.

Gruß

Jörg
 
Tag zusammen.  

Ich hab jetzt schon seit einigen Jahren einen Außenbackofen,  der direkt mit Holz befeuert wird.  

Nach dem Abbrand verteil ich die kalte Asche meist unter der Grundstückshecke (und nicht auf das

Gemüsebeet)  die es mir wohl auch dankt. 

Was die Schwermetalle in der Asche angeht,  kommt es wohl auch erstmal auf die Menge an. 

Sonst währe ja jeder Acker nach dem Osterfeuer Sperrgebiet ;-)

Was das Grillen und Backen mit Holz angeht:  Wenn man es erst mal kann,  ist das super. 

Die Kohlemischungen aus dem Baumarkt macht mir da mehr sorgen, sowohl ökologisch als auch wegen

Fremdkörpern wie Plastikbänder die ich da schon drin fand. 

Qualität vom Köhler sieht da anders aus und hört sich auch anders an. 

Bei dem Holz weiß ich zumindest wo der stand und was das für ein Baum war,  da der von mir in der Regel

auch selbst mal gepflegt, geschlagen,  gespalten,  gestapelt und gezündet wurde.

Hat mich also 5X gewärmt. Bei zugekauftem brennfertigem Holz sieht das schon 

anders aus. Der kann auch schon mal im Industriegebiet gestanden haben.  :-( 
 
Hallo, 

mein Schorni hat mir dieses Jahr auch erzählt, daß ich die Holzasche ja nicht zum Kompost geben soll, sondern in den Restmüll.

Was mein Weltbild total verschoben hat: Seinen ausgekehrten Ölruß aus dem Kamin sollte ich auf den Kompost schmeißen. Der wäre unbedenklich.

Gruß

Michael
 
Mein Schorni kennt sich nur in seiner Gebührenordnung noch besser aus als in der Chemie.

Für die ernsthaft Interessierten gibt das Internet viel her, z.B.:

Interessantes zur Analytik:

http://www.hamburg.de/contentblob/112042/data/holzasche-2006.pdf

Betrachtet speziell die Ausbringung von Holzaschen auf Flächen:

http://www.kompost.de/fileadmin/docs/Archiv/Thema_Position/5.3.2_Thema_Verwertung_von_Holzaschen_2013-final.pdf

Da man in Deutschland niemandem möglicherweise vielleicht eventuell unter Umständen was Falsches erzählen darf und weil niemand seine Asche analysiert und die wenigsten wissen wie vorbelastet ihr Gründstück ist; raten die meisten Artikel aus Gründen der Vorsorge die Asche in die Tonnen zu treten.

Ich für meinen Teil esse dann lieber durch Pestizide und Herbizide gereinigtes spanisches Wasser in Tomatenform; lebe gesund mithilfe von Antibiotika im Fleisch. Statt Muskelaufbau durch Waldarbeit verlasse ich mich auf das Testosteron in der Nahrung.

Lieber zahle ich meinem Entsorgungsverband die 30 Cent pro Kilo Müll (Verwiegesystem) als das ich ziemlich saubere Asche in den schmutzigen Wald bringe. Den dünge ich lieber mit dem tollen Zeugs aus der Chemiefabrik.

Vielleicht sollte ich sogar die sauberen Holzpellets von RWE verwenden die umweltgerecht in Georgia, USA erzeugt werden.

Aber im Ernst. Die Analytik spricht da für sich.

Ich sehe kein Problem solange ich mein "gutes" Holz aus dem Wald verheize und keine Eisenbahnschwellen oder "schwedische" Möbel.

 
 
Hallo,

vielleicht bin ich jetzt ein wenig weit weg, aber die haben früher

frische Schnittwunden mit Holz-Ofen-Asche versorgt und verbunden.

Von meiner Oma, die ich nie kennenglernt habe, (da vor meinem Denken verstorben) wurde das auf meinen Vater übertragen, welcher sich mit einem Schnitt- oder Zug-Messer tief ins

Knie geschnitten hatte.

Sollte das wegen der Sterilität dienen?

Aber das hiesse ja, dass Asche besser wäre als Holzkohle von der Belastung- sprich Sterilität aus gesehen? Und was ist eigentlich die Lohe in der Asche?

Ich hab genug, falls jemand antworten will..........Vielen Dank.... im Vorraus......

Googeln werd ich nicht, denn das macht mich noch viel kränker vom Lesen....als wahrscheinlich die Belastung von eingeschlossenen Schadstoffen.

Ich werde jetzt meine Kügelchen (gegen Grill-Phobie)  wieder nehmen, und was viel wichtiger ist, im Frühjahr-Sommer mit meiner Kohle grillen und die Angst

überwinden.

Ich berichte nach.......Gruß Fred.......nicht alles ernst nehmen....
 
Ja, Holzkohle und Asche haben eine Sterilisirende wirkung.  Ich kenne das aus dem Gartenbau, wo die "Alten Hasen" Schnittverletzungen an Pflanzen mit

Kohle desinfizierten.

Ich hab selbst mal versucht einen Riesenkürbis anzubauen.

Der bekam aber kurz vor der Ernte einen Riss im Fleisch. Ich hab den dann mit Hozkohlepulver

behandelt. Der Kürbis fing nicht an an der Stelle zu faulen und hatte später 160 kg .
 
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