Hubkolbendichtung, Hydraulik 633

Bennad

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Hallo alle zusammen.

Nach reichleich überlegen und krübeln wie ich das am besten mache mit dem Wechsel der Hubkolbendichtung habe ich mich dazu entschlossen den Block abzunehmen, ein Danke hier auch für den Tipp eines Bekannten. Alternativ steht die Variante zur Verfügung die "Schaltplatte" vorm Sitz abzunehmen. Hab mich da allerdings nicht wirklich rangetraut wegen der Schaltmechanik die man da offen legt.

Habe dann mein "Dach" vom Verdeck nach vorne verlagert, einen Balken oder Dielen drauf um einen Flaschenzug anhängen zu können, einen Werkstattheber habe ich leider nicht und man muss sich halt zu helfen wissen, war aber auch ein Tipp.

Bevor man allerdings mit der ganzen Aktion anfängt sollte man schauen ob auch das benötigte Werkzeug vorhanden ist, ich habe bei mir irgendwann gemerkt das ein 36er und 32er Gabelschüssel nicht da ist. War kein großes Problem hab das von nem Kumpel geholt, der war zum Glück zuhaus, aber ruck zuck ist eine Stunde vorbei ohne das wirklich was gearbeitet wird.

Hydrauliköl ablassen, Sitz runter usw. sollte klar sein. Bevor man allerdings der Block abhebt prüfen was weg muss um den Block auch anheben zu können, sollte auch klar sein und hab ich auch gemacht. Auch sollte man solange der Block noch drauf alle Schrauben die man lösen muss zumindest mal aufmachen bzw. lösen. Ich habe das verpeilt und wenn der block mal "lose" daliegt tut man sich einfach schwer weil man irgendwie Gegenhalten muss um den Block nicht zu verschieben, wenn man die Schrauben am Anfang zumindest mal löst tut man sich einiges leichter, so meine Erfahrung heut.

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Den Block dann zuerst vorsichtig mit einem Hebeleisen oder ähnlichem zumindest mal vom Sitz lösen, habe dann den Flaschezug etwas unter Spannung gesetzt, dann noch ein wenig mit Gummihammer und Hebeleisen nachgeholfen und irgenwann macht es "flutsch" und der Block hängt quasi in der Luft am Flaschenzug. Alles halt mit Gefühl.

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Habe dann den Block auf ein Hülzer aufgelt damit er einigermaßen stabil ist um weiter daran arbeiten zu können. Deckel vom Hubkolben weg machen kein Thema, bei mir ist das Zylinderrohr mit rausgekommen, habe dann den Deckel mit leichten Schlägen mit m Gummihammer vom Zylinderrohr los bekommen, dabei darauf achten das man ringsherim am Deckel "klopft" und so wenig wie möchlich verkantet, Man spürt es deutlich wie der Deckel immer weiter vom Zylinderrohr runtergeht und irgenwann hat man ihn in der Hand, hier ist ein wenig Geduld angesagt, blos keine Gewalt, hat bei mir vielleicht 2 oder 3 Mintuen gedauert den Deckel runter zu bekommen, immer schön vorsichtig und von allen Seiten.

S nächst Bilde ist leider schon mit demontiertem Kolben, den heraus zu bekommen war nicht wirklich einfach, dacht man die Wellen der Hubarme drehen und somit den Kolben vorne herausschieben, hat bei mir aber nicht geklappt, Die Welle wo die Hubarme dran sind war auf Anschlag, merkt man wenn vom Vorsichtig von Hand dreht, und der Koben war immer noch 2 bis 3 cm im Zylinderrohr drin. Hab den Kolben einfach nicht rausgebracht, nach langen 15 Mintuen oder so, mit viel gefrimel und probieren wie ich den Dinger raus bekomm bin ich verzweifelt in die Werkstatt und hab erst mal eine Zigarette angezündet.Dann kam die Idee, man nehme einen Magnet, ähnlich dem Bild witer unten und den Kolben ganz einfach rausziehn, bei mir hat es tadelos geklappt.

Dann sieht man die "Druckstange".

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Der Kolben nun hier auf der Werkbank, die Dichtung selbst war in einem absolut tadellosen Zustand, nicht spöde, nicht gerissen oder so, dacht dann die Arbeit ist umsonst weitl die Dichtung einfach so gut aussah. Nachdem ich diese dann endlich vom Koblben runtergeqätlt hatte die Erleichterung, es war jedemenge an Schmutz, Dreck usw. dran was da nicht hingehört.

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Also alles schön sauber gemacht. Den neuen Stützring und die neue Dichtung warm gemacht, idealerweise in einem warmen Ölbad, ca. 80 Grad. Hatte allerdings nicht die Möglichleit bzw. meine bessere Hälfte hätt mich glaub alles geheisen wenn ich in der Küche damit anfang die Teile warm zu machen. Wobei hier ein stinknormales Salatöl seinen Zweck auch erfüllt und es quasi überhaupt keine sauerei gibt.Sei´s drum, ich habe einen regelbaren Heißluftfön genommen, auf 90° eingestellt, zuerst den Stützring warm gemacht und drübergestülpt, dann das gleiche mit dem Dichtring, ging gut.

Alles wieder zusammengesetzt und Schrauben leicht angezogen. Immer schön kräftig Öl ran und keine Gewalt.

Die Dichtfläche wo alles drauf kommt und die Unterseite vom Block dann schön sauber gemacht, Hylomar oder ähnliches dünn auftregen und den Block wieder raufsetzten. Bei mir ging alles ohne dass ich Gewalt anwenden musste, einfach immer schön mit Gefühl arbeiten, das geht schon.

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Dann ist n Freund gekommen, Bier Pause und ruck zuck wars Nacht. Alles voll entsprechend montiert, Hydraulikölfilterwechsel noch gemacht, Öl rein und alles erst mal ohne Last betätigt, natürlich mit laufendem Motor mehr oder weniger auf Standgas. Wie im Handbuch beschriebe habe ich erst mal eine Zeit lang die Heckhydraulik ohne Last einfach nur betätigt,wenn hydraulische Lenkung vorhanden diese dann mal ganz langsam betätgit und immer so weiter. Dann nochmal den Ölstand prüfen.

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Hier der Magnet, hat ca. 40 mm Durchmesser und hat bei mir den Kolben rausgezogen.

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Nach einem Test mit der Heckmulde, ca. 250 kg schwer, alles funktioniert wie es sein soll ohne nachlassen und nachregeln gabs natütlich auch ein Feierabendbier. Auf der Flasche ist übrigends die alte Dichtung zu sehen.

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Nun hoffe ich mit diesem Beitrag eineigen Usern der Forumsgemeinde hier eine Hilfe geleistet zu haben, habe hier selbst schon einiges an Infos erhalten und will einfach auch mal gutes Tun hier.

Viel Erfolg beim wechseln der Dichtung.

Gruß Bennad
 
Hallo,

toller Bericht! Schön anzusehen, dass du so viel Spass an deinem Schlepper hast und er anscheinend super gepflegt wird.

Gruß
 
Hallo Bennad,

Hut  ab, super Bericht. Ich vergesse bei solchen Aktionen immer das Fotografien :-). Man muss sich halt zu helfen wissen. Vom Schrauben her wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen den Schaltdeckel zu entfernen, aber bevor einem nachher ne Schaltkugel im Getriebe liegt oder die Schaltgabeln nicht richtig sitzen is es so besser.

Hatte bei meinem Fendt auch die Kolbendichtung neu gemacht und auch das Problem mit dem warm machen. Meine Lösung: Alte Pfanne mit nem halben Liter Motor Öl auf den Gas grill und den Dichtring da rein. Mitm Laserthermometer die Temperatur kontrolliert klappte super. Nur die Montage War schwierig weil das Verhältnis von Kolben und Nutdurchmesser recht groß ist.

Gruß Markus 
 
Hallo,

ich habe schon 2 mal den Hubkolben abgedichtet und habe immer
 
Hallo,

ich habe sowas schon 2 mal gemacht und immer den Schaltdeckel abgemacht, und wenn man nur seitlich die 4 Schrauben von der Schaltung abmacht fällt diese auch nicht auseinenader. Ansonsten müssen ein paar Leitungen entfernt werden, der Schaltdeckel ab, darunter sitzen hinten 4 Kugeln mit Federn, die habe ich mit einem Magneten rausgefischt das ist alles. Wenn man aufpasst fallen die 4 Federn mit den 4 Kugeln nicht ins Getriebe. Aber den Hydraulikblock abnehemen ist grundsätzlich auch nicht verkehrt.

Gruß

Hans
 
Super Beitrag! Bei meinem 633 gibt es im vorderen Bereich des Hydraulikblocks eine leichte Ölquelle. Ich vermute es sind die Dichtringe der Hubkolbenplatte. Die auszutauschen dürfte ja die gleiche Vorgehensweise sein. Aber die Idee mit dem Getriebedeckel gefällt mir auch. In dem Zuge kann man gleich die Schaltklauen aus Kunsstoff tauschen. Wenn ich die Deckeldichtungen tausche werde ich auf jeden Fall auch die Kolbendichtung neu machen, ist ja eh auseinander. Wie sieht es mit der Abdichtung des Regelsteuergeräts aus, sollte man das auch gleich neu abdichten??
 
Hallo,

bei der Hubkolbenplatte sind unten zwei Verschlussstopfen mit Innensechskant darin sitzen Kupferringe die spröde werden. Bei meinem liefen die aus wie ein Bach wenn ich die Regelhydraulik bediente. Bei der Hubkolbenplatte kann man das Rohr abziehen ist nur draufgesteckt und da sitzt ein O Ring auf der Nut der Platte, ein O Ring beim Block, ein kleiner in der Absenkdrossel und die Hubkolbenmanschette. Wie schwer ist eigentlich der Hydraulikblock?

Gruß

Hans
 
Hallo,

super Bericht aber ICH hätte die Korkdichtung vom Blechdeckel unterm Hydraulikblock auch gleich mitgewechselt. Ich will dir keine Angst machen aber wenn dir mal Hydrauliköl fehlt ohne sichtbare Ölspur ist in den meisten Fällen diese Dichtung undicht und das Hydrauliköl läuft ins Getriebe -> Hydraulikblock nochmals demontieren
 
Hallo zusammen,

danke für euer Feedback und es freut mich natürlich dass euch der Bericht gefällt. Finde es auch super wenn hier dann noch Antworten kommen wo weitere Anregungen zu lesen sind. Ich hatte letzendlich einfach nur Schiss dass mir was ins Getriebe fällt wenn ich den Schaltdeckel runtermache. Prinzipiell gehen beide Varianten. Hat man ja hier schon öfters gelesen.

Die Variante mit dem Schaltdeckel ist vor allem auch gut wenn nicht die Möglichkeit besteht den ganzen Block mit irgendwas an zu heben. Ein Bekannter hat gemeint er hat den Block auch schon mit 2 kräftigen Mann runtergehoben, das will ich aber lieber nicht testen, denn rauf muss er ja auch wieder. Ich bin zwar kein Häddele, es gibt aber auch deutlich kräftigere Menschen als mich, von dem her....

Gruß Bennad
 
Hallo Bennad, das mit dem Häddele ist ja richtig nett, aber ich vermute stark, das die Nichtschwaben im Forum erstmal googlen müssen um die Bedeutung zu ergründen.

Gruss Klaus ( auch nicht unbedingt ein Häddele)
 
Bin auch momentan am Stütz- und Dichtring wechseln, Hydraulik senkte sich bei Motor aus immer selbsständig ab. Bin den Weg über Demontage der Schalthebel und Schaltstangen gegangen, erschien mir einfacher. Man kann sich aber auch täuschen. Es ist unglaublich was da alles im Weg ist und was noch zusätzlich abgebaut werden muß. Die Federn und Kugeln habe ich mit einem drüber geschraubten Alustreifen gesichert. Den neunen Stütz- und Dichtring lies sich ohne warm machen relativ leicht montieren. Morgen gehts weiter.

Gruss Klaus
 
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