Hubstreben revidieren bei meinem IHC 533

*IHC 533*

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Ich möchte hier mal das Revidieren meiner beiden Hubstreben aufzeigen.

Vielleicht gefällt es ja jemandem.

Ich habe den 533er im Frühjahr 2021 in einem sehr schlechten Zustand übernommen und revidiere, bzw. überholen nach und nach alle defekte bzw. Teile im schlechten Zustand, überholen.

Um viel Geld zu sparen, stelle ich benötigte Teile auch selber her, wenn ich diese nicht günstig bekommen kann.

Ich werde nach und nach Bilder mit Erläuterungen hochladen. Nun genug geschrieben, ich wünsche viel Spaß.

P.S. Ich bitte gleich um Verzeihung, wenn nicht gleich alles klappt.

Gruß Christian

noise of neuss
 
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So fing alles an.

Nach drei Überschlägen stand die Frage im Raum, was tun?

Verkaufen oder wieder herrichten? Ich habe nach einem Gespräch mit meinem Vater, den 533 bekommen, da ich nicht wollte, dass er in fremde Hände kommt. Da steckten für mich viel zu viele schöne Erinnerung drin.

Gruß Christian

noise of neuss
 
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Nun aber zu den Hubstreben.

Beide Hubstreben waren wegen einer Nichtbenutzung absolut fest. Man kann auch sehen, dass die Schmiernippel wohl schon sehr lange fehlen. Mal abgesehen vom Zustand, waren die Bohrungen für die Bolzen, in einem erstaunlich guten Zustand.

Gruß Christian

noise of neuss
 
Gutem Morgen Christian,

danke für deinen Beitrag. Es kommen noch ein paar Bilder dazu, denn bis jetzt sind sie ja noch nicht fertig.

Du hast deine Hubstrebe mit Bremsenreiniger gelöst bekommen? Du meinst bestimmt den Rostlöser, oder?

Gruß Christian

noise of neuss
 
Nächster Schritt

 An den Gabeln die Reste der alten Schmiernippel herausgebohrt, Gewinde nachgeschnitten, einen Schutz für die Nippel hergestellt und beides dann Sandgestrahlt

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Und angeschweißt

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Gruß Christian

noise of neuss
 
Hallo,

die Gewinde sind ja nicht eigentlich festgerostet,sondern mit Fett und Dreck verharzt.Ich habe die Strebe mit dem unteren Ende aufgestellt,Bremsenreiniger bis zu den Schlitzen eingefüllt und dann verschlossen,damit der Bremsenreiniger nicht verdunstet.Der ist noch dünner als Rostlöser und löst den Fettschmodder noch besser in diesem speziellen Fall.Zudem will ich eigentlich nichts neu lackieren.Mein Traktor hat genau den richtigen Zustand:Gebraucht,aber nicht verbraucht.Ist eben Geschmacksache.Die Spindel war auch noch kalt zu richten.Das Gewinde hat außerdem riesiges Spiel.Trotzdem Respekt für Deine Profilösung.Leider wohne ich nicht gerade in Deiner Nähe.

Gruß

Christian
 
Hallo,

dann hattest du im Gegensatz zu mir echtes Glück, denn bei mir waren die fest gerostet, wie man auf dem Bild sehen kann.

Ich hatte auch erst mit Rostlöser und Verlängerung versucht die Gewindespindeln herauszubekommen, aber da tat sich überhaupt nichts.

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Gruß Christian

noise of neuss
 
Nächster Schritt

1. Die Gewinde alle nachgeschnitten, bzw. freigeschnitten

2. Die Gewindespindeln auf der Presse geradegerichtet

3. Neue Bolzen und Scheiben aus C45 für die Verbindung Unterlenker / Gabel gedreht und brüniert (Rostschutz)

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Gruß Christian

noise of neuss
 
Nächster Schritt

1. Nachdem alles gerichtet war, kam das Sandstrahlen und danach das ordentliche Entfetten

2. Anschließend wurde alles grundiert

3. Nachdem die Grundierung getrocknet war (1 Tag), kam der Lack drauf

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Gruß Christian

noise of neuss
 
So sieht jetzt das Ergebnis aus.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

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P.S. Die Verdrehsicherung habe ich mir selber gemacht, da die Händler zwischen 40 & 70 € dafür haben wollten

Gruß Christian

noise of neuss
 
Hi Christian,

danke für deine ausführliche Beschreibung. Ich habe das gleiche Problem an meinem IHC 633A. Aktuell habe ich die rechte Hubspindel (Verstellung über Handkurbel) gelöst - dabei ist mir der Ring (zur Sicherung der Kurbel) kaputt gegangen. Ich baue mir aber schon eine Ersatzhülse aus Edelstahl.

Mit welche Seite hast du die Hubspindel in den Schraubstock eingespannt?

Wenn ja, mit was hast du wo zum Lösen angesetzt?
 
Hallo Keiler,

die Spindel mit Schonbacken, am besten Aluminium Backen, in einen großen Schraubstock spannen. An der nun rot glühenden Gewindehülse, mit einer großen Rohrzange anpacken und abdrehen.

Du kannst mir ja mal bescheid geben, wie es geklappt hat.

Gruß Christian

Edit: Rechtschreibfehler korrigiert.
 
Hallo zusammen,

gerne würde ich meine Erfahrungen zum Thema festsitzende Hubspindeln am IHC 633A mit euch teilen. Ich hatte auch das Problem, dass bei meinem 633A die Hubspindeln fest waren. Ich hatte ca. 4-5 Tage immer wieder Rostlöser von oben und in das Loch des Schmiernippels gesprüht und im großen Schraubstock eingespannt um die Hülsen zu lösen. Da tat sich gar nichts. 

Gestern war ich bei einem Freund, der einen Schmiedeofen hat. Die Linke Gewindespindel hatte mal irgendwann einen Schlag abbekommen (sieht man auf den Bildern).

Zunächst haben wir die linke Hubspindel ins Schmiedefeuer gelegt und darauf geachtet das möglichst nur der Bereich erhitzt wird, an dem das Gewinde in die Hülse greift. Dabei sind wir zunächst auf ca. 250°C gegangen (nicht rot glühend). in den Schraubstock gespannt (mit der Oberseite) und mit einem runden Vollmaterial (ca. 1,60m Länge) versucht die Hülse auszudrehen. Wir haben die Hülse 1cm hin und her drehen können - mehr tat sich nicht. Dann nochmal ins Schmiedefeuer gelegt und auf knapp 700°C (rot glühend) erhitzt. Dann wieder eingespannt und versucht die Hülse abzudrehen - zunächst ging es leicht, dann schwer. Zwischendurch hat mein Freund mit einem Hammer leichte Schläge auf die Hülse gegeben, was den ganzen Dreck und Rost innen zusätzlich gelöst hat und anschließend rausgefallen ist. Für diese linke Seite, die wie gesagt einen Schlag abbekommen hatte und nicht ganz gerade war, haben wir ca. 1,5 Std. benötigt. Hier muss ich nun eine neue Gewindespindel anfertigen / kaufen, da die Gewindespindel nicht gerade und das Gewinde nicht mehr einwandfrei ist.

Bei der rechten Spindel (mit Kurbel) haben wir die Hülse innerhalb von 2-3 min. und ohne großen Hebelarm und Probleme abdrehen können. Das Gewinde war einwandfrei. Bitte beachtet hier, dass ihr den Splint am unteren Ende der Gewindespindel ausschlagen müsst, bevor ihr die Hülse komplett ausdreht, da ihr euch sonst das Gewinde verunstaltet. 

Viele Grüße aus dem Hunsrück

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Hier die Linke Hubstrebe auseinander. Man erkennt den Schlag unterhalb des Rosts, danach ist das Gewinde abgedreht.

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Hier die Bilder der rechten Spindel:

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