Hydraulik Lenkung vom 644 As

64478

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Hallo Gemeinde,

Bei meinem 644As mit Frontlader j 78 geht die Hydrauliklenkung immer schwergängiger (muss immer mehr Gas geben, um zu lenken sollte sich doch im Standgas lenken lassen) Frontlader und Heckhydraulik funktionieren einwandfrei Hydrauliköl ist Ok. Meines Wissens ist eine Tandempumpe verbaut. Kann es sein das nur ein Teil dieser Pumpe verschlissen ist? Ist es Sinnvoll die Pumpe Überhohlen zu lassen (wenn ja wer macht so etwas) oder ist es besser eine neue/gebrauchte einzubauen. Vieleicht hat jemand von euch eine gute, funktionierende günstige rumliegen.

Mfg 64478
 
Hi,

wenn es dir möglich ist Messe doch mal den ankommenden Druck am Lenkzylinder mit einem Manometer, um nicht gleich eine Neue Pumpe zu verbauen und das Problem liegt evtl doch wo anders Lenkorbitrol etc.

Lg
 
Moin,

es liegt nur selten an der Hydraulikpumpe wenn die Lenkung schwergängig ist.

Indiz dafür ist auch das die Hydraullik guten Druck hat.

Druck prüfen ist eine gute Idee, aber am Lenkzylinder macht es wenig Sinn, weil wenn das Lenkorbitrol defekt ist (wovon ich ausgehe.... DBV kaputt) kommt ja kein Druck an am Lenkzylinder.

Man müsste den Druck messen zwischen HP und LO. Ist aber nicht so einfach weil man da einen Schlauch zwischen machen muss und einen Absperrhahn den man VORICHTIG UND LANGSAM zu dreht bei laufendem Motor. Manometer muss VOR dem Absperrhahn mir T-Stück verbaut werden. Den Absperrhahn NICHT ganz zu machen, dann könnte die Hydraulikpumpe platzen... langsam und vorsichtig immer weiter zu drehen......

Das LO beim 433-844 regelt den Druck bei 100 bar ab (100 bar DBV)...alles was darüber geht ist mehr als ausreichend.

Frank
 
Moin,

ich würde es nicht mit absperrhahn machen, Druck messen in der Leitung kann man direkt mit einer Messuhr, um Druck auf die Leitung zu bekommen einfach gegen Anschlag lenken, dann geht der Druck auch hoch und man riskiert  nicht eine Bombe zu bauen. Es reicht ein Bruchteil einer Sekunde um bei geschlossenem Absperrhahn Bauteile zu zerstören und seine Gesundheit zu riskieren. 

Außerdem wenn der Frontlader usw. funktioniert, kann trotzdem die Pumpe defekt sein, da es sich ja um einen Tandempumpe handelt. Der eine Teil zum Kühler ist für Frontlader etc. und der vordere für die Lenkung. Da kann man nicht pauschal sagen, Frontlader geht also muss die Lenkung auch gehen.

Eine schwergängige Lenkung muss natürlich nicht von der Hydraulikpumpe aus kommen, aber die meisten Pumpen sind alt und haben Verschleiss, da ist es naheliegend. 

Wenn die alten Pumpen verschlissen sind hilft nur noch neu. 

Grüße

Martin

D-432 mit Frontlader , 624S HR, 624AS mit Frontlader ,Kioti CK3530 mit Frontlader, reichlich Anbaugeräte
 
"ich würde es nicht mit absperrhahn machen, Druck messen in der Leitung kann man direkt mit einer Messuhr, um Druck auf die Leitung zu bekommen einfach gegen Anschlag lenken."

Auf die Weise kann man feststellen wieviel Druck am Lenkzylinder ankommt. Wenn es dann nur 20-30 bar sein sollten (so ist es meistens wenn die Lenkung schwergängig ist) weiß man aber immer noch nicht ob die HP defekt ist oder das LO....

"Außerdem wenn der Frontlader usw. funktioniert, kann trotzdem die Pumpe defekt sein, da es sich ja um einen Tandempumpe handelt. Der eine Teil zum Kühler ist für Frontlader etc. und der vordere für die Lenkung. Da kann man nicht pauschal sagen, Frontlader geht also muss die Lenkung auch gehen."

Pauschal kann man nie irgendwas sagen, aber es gibt sowas wie Lebenserfahrung und ein Stück weit auch logisches Denken: Der Heckhydraulik/ Frontlader- Bereich hat einen maximalen Betriebsdruck von 185 bar. Die Lenkung 100 bar. Wenn die Hydraulik sehr gut funktioniert... warum soll dann das Lenkteil der HP verschlissen sein?

"Eine schwergängige Lenkung muss natürlich nicht von der Hydraulikpumpe aus kommen, aber die meisten Pumpen sind alt und haben Verschleiss, da ist es naheliegend. 

Wenn die alten Pumpen verschlissen sind hilft nur noch neu."
So denken viele, und nach einer erfolglosen Investition einer neuen HP wo sinnlos Geld ausgegeben wurde werden die Leute schlauer.
Das am LZ zu wenig Druck ankommt steht für mich fest. Braucht man nicht zu messen. Und nur so wie von mir beschrieben (und hoffentlich auch richtig verstanden) kann man feststellen ob der Defekt an der HP oder LO besteht.
FINDET DEN FEHLER BEVOR IHR IRGENDWELCHE TEILE BESTELLT kann ich immer nur wieder sagen....
Die von mir beschriebene Fehlersuche liest sich gefährlich... wenn man mit Versatnd und Vorsicht heran geht ist sie es aber nicht.
Sollte die HP defekt sein könnte man den Absperrhahn schließen ohne das 100 bar erreicht werden. Da platzt auch nichts.
 
Moin,

Martin, Frank, DRT  

Dank erstmal euch,habe euere Ratschläge mit Interesse gelesen und festgestellt das es keine einfache Sache wird. Werde mir mal die Sachen wie (Manometer etc.) besorgen hat ja nicht jeder auf Stock liegen und die Sache mit Ruhe und Bedacht angehen. So oder so HP oder LO es sieht nicht nach einer billigen Reparatur aus. Für weitere Tipps und Ratschläge von euch und anderen aus dem Forum bin ich immer dankbar

Ich werde in den kommenden Wochen die Sache angehen und euch danach Berichten wie es ausgegangen ist.

LG

Erwin
 
Hallo,mache einfach einen Manometer in die Leitung am Zylinder und lenke ein,dann siehst Du wieviel Druck ansteht. Sollten schon so 70 bar sein. Kommt wesentlich weniger an ,könnte es das DBV an der Lenkung sein. (Verschmutzt).Dann wiederum tippe ich auf die Pumpe für das Orbitrol. Kannst mich auch mal anrufen,habe diese Sachen 45 Jahre repariert Gruß Euerl.
 
Hallo, zum Fachmännischen Prüfen einer Hydraulikpumpe ist ein Durchflußmessgerät erforderlich, denn nur damit

kann ermittelt werden welche Ölmenge bei welchem Druck zur Verfügung steht. Die Lenkungspumpe sollte bei

Nenndrehzahl und 100 Bar Belastung etwa 28 Ltr. pro Minute bringen, bei Älteren Pumpen muß man abstriche machen aber

um die 24 Ltr. sollten noch zur Verfügung stehen, bei Leerlaufdrehzahl sollten es noch ca. 8 Ltr. pro Minute sein.

Damit das Lenkorbitrol gut arbeiten Kann braucht es ca. 9 Ltr Öl pro Minute.

Der Schlepper hat mit ziemlicher Sicherheit das ZF Lenkorbitrol Verbaut, diese sind Bekanntlich anfällig am  Druckbegrenzungsventil.

Das Druckbegrenzungsventil kann nur ausgetauscht werden, Einstellen ist nicht möglich, Zerlegung ist ohne Zerstörung nicht möglich.

Falls noch Fragen sind, ich helfe gerne weiter, Prüfgeräte sindvorhanden.

Schöne Grüße
 
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