Hallo,
ein Patentrezept habe ich ja nicht. Aber so rein von Prinzip, die Leitungen trennen, mit Druckluft beaufschlagen und dann die Verbindungsstellen mit Lecksuchspray einsprühen sollte eigentlich funktionieren. Ist aber ein erheblicher Aufwand.
Lecksuchspray bekommt man z.B. im Schweißfachhandel (für Verbindungen für Schutzgase). Schäumt, wenn irgendwo Gas austritt.
Und so rein als Denkanstoß, Luft wird nur in Saugleitungen (oder an der Saugseite der Pumpe) angesaugt. An der Druckseite sollte der Druck eigentlich so hoch sein, dass da nix mehr rein kommt sondern nur noch raus. (Ausnahmen könnten an scharfen Umlenkungen oder Engstellen usw. auftreten. Aber ich kenne weder die Maschine noch die genauen Umstände gut genug, um zu sagen, wo das relevant sein könnte.) Dementsprechend sollte eigentlich eine beschränkte Menge an Verbindungen übrig bleiben, an denen Luft eintreten kann.
An denen könnte eine Menge schief laufen. Verschlissene Dichtkegel, wie bereits angesprochen. Schmutzpartikel in der Verschraubung, verhärtete Dichtiringe (soweit relevant)... Gehe davon aus, dass jedes Verbindungselement undicht sein könnte, solange du es nicht irgendwie getestet hast und ausschließen kannst. Systematisch vorgehen!
Schaum ist eine Struktur von Gasblasen, die jeweils Flüssigkeitsfilm umschlossen sind. Es muss also irgendwo Gas (Luft) eindringen - und eine Verbindung, die gegen Flüssigkeit dicht ist, muss nicht zwingend gegen Gas dicht sein. Deswegen systematisch vorgehen und jede Verbindung prüfen, auch wenn sie "gut aussieht und trocken ist".
Und nur für das Protokoll: Hydrauliköle können einen nicht unerheblichen Anteil an Luft gelöst halten. Je höher der Druck, desto mehr. Bei niedrigen Drücken perlt die Luft dann irgendwann aus und kann Schaum bilden oder Kavitation verursachen. Die Luft zu entfernen ist leider weniger einfach, als man gerne hätte, solange man kein Vakuum anlegt. Das Leck zu finden ist also eine Sache, aber das Öl danach zu wechseln wäre auch eine Überlegung wert...
Grüße,
Polarfrosch