Hydraulische Fragen zum 624

DonStratus

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Hallo Gemeinde,

ich bräuchte eine Info von euch zur Hydraulik meines 624.

Ich möchte mir einen Rückewagen mit Kran anschaffen, welcher zwischen 10 und 35 Liter pro Minute an Hydrauliköl bei 180Bar Druck zum Betrieb benötigt.

Die original Hydraulikpumpe (Bosch 0510415301) des 624 hat ja nur 8ccm und dürfte hierzu ev. etwas zu schwach sein. Jetzt gibt es auch eine 11ccm Pumpe zum Nachrüsten oder

der Betrieb des Krans wird mittels eigener Ölversorgung über ein Zapfwellengetriebe bedient (ca. 800,-). Die wesentlich günstigere und einfachere Lösung wäre natürlich die größere Pumpe

am 624 (129,-). Dazu benötige ich aber die Hydraulischen Daten.

Meine Fragen an Euch wären daher:

1: Wieviel Literleistung/Minute hat die Original Pumpe (8ccm) ?

2: Wieviel Literleistung/Minute hat die Zubehör Pumpe (11ccm) ?

3: Gibt es ev. noch gößere Pumpen als die 11ccm Version ? Ich habe hierzu nur Tandempumpen gefunden wenn man eine Hydr.Lenkung hat.

4: Habe in keinem meiner Handbücher zum 624 diese Daten gefunden. Fehlt mir ev. ein Buch oder gibts das schlicht nicht ?

Danke im Voraus

Patrick
 
Hallo!  Ich geb dir einen guten Rat Kauf dir eine seberate Aufsteckpumpe (35 oder größer) für die Zapfwelle.Es wird wohl mit der 11 er Pumpe gehen aber es ist wie beim Holzspalter Druck ist da aber die Arbeitsgeschwindigkeit fehlt.Das heißt mit ner 11er Pumpe mußte immer Vollgas fahren das was geht und dann in Schneckentempo und der Verschleiß und Belastung der Stirnräder ist auch nicht ohne! Kurti
 
Ja das ist die Alternative wenns mit original Pumpe oder der 11er nicht geht. Kostet halt richtig Geld und blockiert ausserdem die Zapfwelle.

Im Optimalfall brauche ich die Zapfwelle für den Liegendspalter und den Hydraulikanschluss mittels langer Schläuche für den

Rückewagen/Kran zum Beschicken des Spalters.
 
Sorry aber die Frage verstehe ich nicht......wie soll ich die mitnutzen ??? Der Spalter hat ein eigenes Aggregat und wird über die Schlepperzapfwelle angetrieben.

Da kann der Kran nicht mit angeschlossen werden. Selbst wenn, im Wald erübrigt sich die Diskussion, oder meinst Du ich stell den Spalter hinten auf den Rückewagen :-)

Abgesehen davon wollte ich eigentlich nur wissen welche Literleistung die Hydraulikpumpe vom 624 liefert ;-)
 
Ja so meinte ich das ich weiß ja nicht wie oder was für einen Spalter du hast! Vielleicht wäre ja die Möglichkeit die Pumpe durch Umbau auch für den Kran zu verwenden. Zumal es auch Aufsteckpumpen gibt.Ich hatte mal vor mit der Pumpe vom Spalter mit langen Schläuchen in der Fronthydraulik eine Seilwinde anzutreiben!
 
Deine Pumpe wird was um die 8-11 ccm bringen.

Ich finde, dass ist für das Bedienen eines Krans zu wenig. Was hat der für Zylinder, 90er,100er? Eine größere Pumpe am Schlepper könnte Abhilfe verschaffen, aber wer soll dann das Öl kühlen? Der Schlepper hat ja gerade mal 16.5 Liter, wenn ich mich noch recht entsinne. Das ist reichlich wenig für einen ordentlichen Umlauf, geschweige denn eine Kühlung.

Ich kann mich da nur den Vorrednern anschließen, eine Aufsteckpumpe ist die Lösung. Wenn du allerdings beide Syteme brauchst (Kran und Spalter), dann musst du in ein Verteilergetriebe zum Aufstecken investieren, was aus einer ZW, zwei ZW macht. Ebenfalls zum Austecken.
 
Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Das eine Aufsteckpumpe und eine eigene Ölversorgung mit Tank etc. für den Rückewagen die beste Lösung ist, ist mir ja von Anfang an klar gewesen (siehe erster Beitrag).

Leider ist das auch die Kostenintensivste. Und bevor ich das Geld investiere, wollte ich die möglichen Alternativen abchecken, bzw. es ausprobieren und dann ggfl. die Aufsteckpumpe

nachrüsten.

Ich wiederhole mich zwar, aber meine vorrangige Frage ist leider immer noch unbeantwortet. Nämlich die Literleistung der 624er Hydraulik. Im Beitrag, welcher dankenswerter weise von ihc844sallrad

gepostet wurde, steht das es beim 844 so 27 bis 29 Liter/Minute sind. Wenn das bei meiner ähnlich ist (auch 8ccm), und die Austauschpumpe sogar 11ccm hat, dann kann ich der ja mind. 30 Liter

unterstellen. Und das widerrum würde für den Kran (Källefall K200) reichen (ca. 15-35 Liter Bedarf). Die Hydraulikölmenge ist dann natürlich immer noch sehr wenig mit 16,5 Liter. Das ist wohl wahr.

Aber wäre es nicht möglich das Volumen mittel eines Zusatztanks zu erhöhen ? Aber ob das im Endeffekt günstiger ist, ist ebenfalls wieder fraglich ?

Und dann wäre da immer noch das Problem, das eine Aufsteckpumpe die Zapfwelle für den Spalter blockiert. Die Pumpe vom Spalter umzubauen möchte ich nicht. Das gute Stück ist nagelneu

(Growi GSW 25) und damit erlöscht die Garantie. Mal davon abgesehen dass ich das auch nicht will. CM-Fan: Von einem Verteilergetriebe zum Aufstecken habe ich noch nie etwas gehört.

Klingt aber interessant. Weist Du wo man sowas bekommt und was das kostet ?
 
Ich habe ein zusatzlichen Tank fur die Hydraulik beim 844s. Die Tank ist 15l mit ca 2l luft also 13l drin Die 844s hat auch 16.5l hydraulikol aber jetzt ist 40l drin, die gesamte einhalt das Krafthebergehause ist also ca 25l. Ich werde es erstmal probieren ohne tank, wenn er zu warm wird einfach mehr ol drauf (21 oder 22l). Ein Tank hilft eigentlich gar nicht weil die ol im Tank nicht mit cirkuliert.
 
Ich hätte da noch eine Frage an Euch:

Mein 624 hat ein einfach wirkendes Steuergerät und einen drucklosen Rücklauf. Wenn ich einen Kipper anhänge und diesen kippen will,

dann drücke ich den Hebel vom EW Steuergerät nach hinten und muss diesen so lange halten wie ich den Kipper hochfahre. Der Hebel

hat nach hinten keine Raststellung. Lasse ich den Hebel los, bleibt der Kipper in der aktuellen Stellung stehen. Zum Ablassen ziehe ich

nun den Hebel nach vorne und hier gibt es eine Stellung wo der Hebel einrastet, wahrscheinlich dass ich gleichzeitig die Hände frei habe

um langsam vorfahren zu können während des Abkippens. Aber egal, darum gehts mir nicht. Diese Erklärung hier nur um euch zu sagen

was ich zur Zeit auf dem Schlepper habe und wie die Hebelstellungen sind.

Meine Frage ist nun folgende. Wenn ich einen Rückewagen mit Kran an dieses EW Steuergerät und den Rücklauf anschliesse, dann

braucht der Kran ja dauerhaft Hydraulikdruck. Ich habe nun keine Ahnung wie ich das bewerkstelligen soll. Wie oben beschrieben, muss

der Hebel zum Kippen, oder in diesem Fall nun zum Kran antreiben, nach hinten gedrückt werden. Es gibt nach hinten aber keine Raste.

Muss ich den Hebel dann in dieser Stellung festbinden oder muss ich den Steuerblock gegen einen mit Raststellung auf der Druckseite

austauschen ? Oder mach ich nen Denkfehler ? Wer kann mir hier helfen ?

Gruß Patrick
 
Hallo Patrick,

wir haben das selbe Problem beim Hanomag Brillant 601 und dem Antrieb vom Siloblockschneider. Der Hebel vom Steuergerät bleibt nicht alleine in der Stellung zum Druck aufbauen. Wir arretieren den Hebel seit Jahren mit einem stabilen Draht in der entsprechenden Position. Funktioniert einwandfrei.

gruß Axel
 
Ja das hätte ich jetzt instinktiv auch so gemacht, schon aus Unwissenheit.

Aber ist das richtig so ? Muss man da nicht hydraulisch etwas umbauen oder erweitern ?

So schwer kann das ja nicht sein. Schätze jeder Land- oder Forstwirt hat heutzutage Maschinen

die hydraulisch angetrieben werden und Dauerdruck brauchen.........
 
Hallo,

nein, es muß kein doppeltwirkendes Steuergerät nachgerüstet werden!

ich betreibe an meinem Spalter ein paar Zusatzfunktionen (Seilwinde, Stammauflage anheben) mit der Bordhydraulik meines 533. Das Ventil habe ich so umgebaut (Kopf), dass es beim Fördern einrastet.

Hydraulisch erweitert werden muß nichts, der Hydraulikölkreislauf ist durch ein DBV abgesichert. Was allerdings wichtig ist bei solchen Aktionen:

Falls ein Monoblockventil (ein Gehäuse mit mehreren Funktionen) am drucklosen Rücklauf eingesteckt wird: wirklich darauf achten, dass es richtig eingesteckt wird. Falls es nicht richtig eingesteckt wird, kann das Öl nicht abfliessen und baut schlagartig den Nenndruck der Hydraulikanlage im Gehäuse des Ventils auf. Dieser Belastung ist das Gehäuse nicht gewachsen und kann bersten!!

Noch ein Satz zum Inhalt des Öltanks: die größte Ölmenge werden die Stützen brauchen, die meisten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder "pumpen" an der Stangenseite ca. 75% der Ölmenge zurück, die auf der Kolbenseite reingepumpt wird (wenn die Stangenseite den halben Durchmesser des Kolbens hat).

"Netto" ist ein Kipper oder Frontlader, der nur hebt, ein größerer Ölkonsument, als ein kompletter Kran mit doppeltwirkenden Zylindern.

Gruß

Gerhard
 
hydraulik: Das Ventil habe ich so umgebaut (Kopf), dass es beim Fördern einrastet.

Noch ein Satz zum Inhalt des Öltanks: die größte Ölmenge werden die Stützen brauchen, die meisten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder "pumpen" an der Stangenseite ca. 75% der Ölmenge zurück, die auf der Kolbenseite reingepumpt wird (wenn die Stangenseite den halben Durchmesser des Kolbens hat).

"Netto" ist ein Kipper oder Frontlader, der nur hebt, ein größerer Ölkonsument, als ein kompletter Kran mit doppeltwirkenden Zylindern.

Gruß

Gerhard
Danke für Deinen Beitrag. Ich hätte da noch zwei Fragen:
1. Wie hast Du das Ventil umgebaut dass es einrastet ?
2. Das heißt, dass ich nach dem erstmaligen Einsatz des Krans das Öl nachfüllen muss, um das welches in den Leitungen und den Zylindern verbleibt zu ersetzen ?
 
zu deinen Fragen:
1. Wie hast Du das Ventil umgebaut dass es einrastet ?
nagle mich nicht fest, ich meine ich habe nur das Bedienteil mit Hebel abgebaut und um 180° gedreht. Allerdings mußte ich dann den Hebel noch abändern, da dieser gebogen ist. Schau dir das Teil an, vielleicht hast du eine andere Idee.
2. Das heißt, dass ich nach dem erstmaligen Einsatz des Krans das Öl nachfüllen muss, um das welches in den Leitungen und den Zylindern verbleibt zu ersetzen ?
ich kann dir nur empfehlen, alle Zylinder am Kran einzufahren, die Kraftheber und ggf. den Frontlader ablassen  und danach den Ölstand zu kontrollieren und bis an die Max-Marke zu füllen. In diesem Zustand braucht der Kran und Traktor am wenigsten Öl.
Danach alle Funktionen am Kran fahren, jeweils komplett mehrfach aus- und einfahren um die Luft herauszukriegen.
Wieder alle Funktionen einfahren und ggf. Öl nachfüllen bis an die Max-Marke.
Nun kannst du die Kranzylinder alle ausfahren, um festzustellen wie viel Öl der Kran tatsächlich aufnimmt. Wenn du jetzt noch die Kraftheber anheben kannst, ohne dass Diese "ruckeln" sieht es gar nicht schlecht aus.
Überschlägig nimmt der Kran so viel Volumen auf, wie die Kolbenstangen der Zylinder darstellen.
 
Wieviel Öl gehört eig in den 624 ohne Steuergerät?

Wieveil aufwand macht es, wenn man mal ein Steuergerät nachrüsten will?

Gruß Patrick
 
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