Hydraulische Lenkhilfe ohne Orbitrol nachrüsten am 423 - Erfahrungen ?

OL-IH-423

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Moin,

an meinen 423 soll bald mal ein Frontlader dran. Hab ich schon liegen, BAAS Kat2 Rundschwinge schon bereits umgebaut auf Gerätebeätigung.

Ohne Lenkhilfe möchte ich das allerdings nicht realisieren.

Die typischen Calzoni Lenkungen, die über 1000€ kosten, sind mir viel zu teuer.

Bin daher jetzt auf dieses System gestoßen, bekommt man schon für um die 300€

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Hat jemand schonmal sowas verbaut? Erfahrungen damit? Es wird dann statt der Lenkschubstange eine verkürzte verbaut, welche dann auf den Steuerknüppel des Zylinders geht und diesen steuert ? Gehe ich dann richtig in der Annahme, dass dann nur noch eine minimale Lenkbewegung nötig ist um das ausfahren des Zylinder zu erreichen? Und eine manuelle Lenkung ist nicht mehr möglich (Motor aus oder Hydraulikausfall ) ?

Gruß Pascal
 
Hallo Pascal,

sowas würde mich auch interessieren. Hab schon mal was ähnliches bei ebay gesehen, allerdings komplett als Satz, mit Leitungen und auch stärkerer Hydraulikpumpe. Leider war der Preis dann auch gleich wieder um ca. 1000,- Euro. 

Gruß Christian
 
Hallo, ich kenne diese Art von Lenkhilfen nur von Gabelstaplern.Pos7 Adapterplatte zur Aufnahme von Pos 1  Pos2 Hydr-Lenkventiel (Schieber) Öldruck wird durch verschieben (lenken) in Lenkung links oder rechts gerichtet) Pos 3 wird mit dem Lenkhebel am Achschenkel verbunden. Pos 4+5 Öl vor bzw Rücklauf.Pos 6 vom Lenkgetriebe an Pos 2 Nachteil : Lenkung schlägt bei Frostboden und harten Spurrillen. Unbedingt Liter Ölmenge und Druck beachten. MfG der Paylodoc.

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Hallo,

habe so eine Lenkung vor meheren Jahren in meinem D 439

einbauen lassen. In meiner Bildergalerie ist ein Foto. Bin sehr

zufrieden damit und möchte es nicht wieder missen. Hat allerdings

damals auch ca. 800,- Euro plus Einbau gekostet. Es gibt, so viel ich

weiß, zwei Systeme. Eins mit einer seperaten Hydraulikpumpe und

eigenen Ölkreislauf mit Ölbehälter und eins mit Austausch einer größeren

Schlepperhydraulikpumpe und ein Mehrmengenregler.

Gruß Casi
 
Hi,

AHS hat das System auch vertrieben, ist aber auf Calzoni umgeschwenkt. (Hat nicht verraten warum).

Beides lag aber bei 800-1000€.

300€ halte ich für zu wenig/unglaubwürdig, für so etwas.

Gruß Matthias
 
Hallo zusammen,

das Bild hab ich abgeschnitten. Dabei ist noch eine Hydraulikpumpe, Behälter , Schläuche usw. Allerdings für andere Traktoren, nicht passend für IHC.

Würde das System an den bestehenden Hydraulikkreislauf anschließen wollen. Der Wechsel auf Tandempumpe ist ja immer noch möglich.

@ Casi

Danke, das hilft mir sehr. Bei dir sieht man auch, dass das System "verkehrtherum" montiert wird und nicht wie von Paylodoc beschrieben. Somit wird das starre Ende am Lenkhebel der Achse befestigt. Man kann somit durch die Schubstange des Lenkgetriebes den ganzen Zylinder weiter drücken und lenken, selbst ohne Hydraulikfluss. Somit ist die Notlenkeigenschaft auch gegeben, war mir ja wichtig.

Zum Preis:

Diese Sets schwanken zwischen 300-500€. Unterschied liegt dann an den Hydraulikpumpen und an der Vermarktung. Diese Systeme finde ich bei ebay nur für Ford, Fiat und Steyr Schlepper. Aber das bekomm ich auch an den IHC angepasst.

www.ebay.de/itm/Hydromechanische-Lenkhilfe-Servolenkung-Nachrustsatz-f-Fiat-640-U640-Traktor/113743828253?hash=item1a7ba9151d:g:LpUAAOSw0gxc1Wm1

Ich würde jetzt nicht sagen, dass diese Lenkungen zu günstig sind, sondern die anderen Systeme viel zu teuer.

Ist ja "nur" eine billige Hydraulikpumpe und ein Hydraulikzylinder mit Steuerventil und etwas Geraffel wie Halter und Schläuche. Wieso muss das über 1000€ kosten ....

Gruß Pascal
 
Hallo, bin auch gerade am mitlesen, Der Gedanke eine hydralische Lenkhilfe nachzurüsten, spukt mir auch schon eine gute Zeit im Kopf rum. Was mich aber immer davon abgehalten hat war der doch nicht ganz so günstige Preis. Einen runden 1000er dafür hinzulegen, das ist schon ein Wort.

Ich finde das Teil das Paascal gefunden hat gar nicht so übel und bei dem Preis ist die Nachrüstung auch im erträglichen finanziellen Rahmen. Ist halt türkisch, aber man kann ja deutsches Öl nehmen ( Witz).

Ich denke die eventuell notwendigen Anpassungen sind mit Sicherheit machbar, was ich aber bei der Beschreibung nicht gefunden habe, sind die Unterlagen/Papiere zum eintragen der Lenkung. Veränderungen an der Lenkung müssenn meines Wissens eingetragen werden.

Gruss Klaus
 
Servu,

hab meinem 633siger auch umgebaut allerdings mit Tandempumpe und eigenen Ölkreilauf,war vor ca 6 Jahren und war von AHS

der Preis war damals 670 Euro,ist eine feine Sache. 

Gruß Sepp
 
Man könnte ja auch eine elektrisch angetriebene Pumpe verwenden, der Motor läuft ja, somit ist auch Strom für die Pumpe vorhanden. Elektrischen Antrieb der Pumpe stelle ich mir jetzt nicht so schwierig vor.

Gruss Klaus
 
Moin.

Da braucht es aber richtig Leistung zum Antrieb der Pumpe. Die aus dem 12 Volt Bordnetz zu holen wird bei einer Gleichstromlichtmaschine nichts werden.

Wir haben in der Werkstatt mal einen 460 PS LKW als externes Hydraulikagregat missbraucht. Den haben wir mit der Pumpe abgewürgt.

Außerdem gibt es ja erprobte Möglichkeiten. Sowas kostet natürlich auch Geld. Eine gebrauchte Ölpumpe macht in meinem Augen auch keinen Sinn, der Frust wenn es dann nicht funktioniert ist groß. Ich hab für meine neue Doppelpumpe keine 400 Euro bezahlt.

Vielleicht macht es dann doch Sinn einen Kit für IHC zu nehmen.

Gruß Jürgen
 
Also mir wären bei diesem System auch zu viele Unbekannte. Du wirst auf jeden Fall eine Tandempumpe benötigen. Hierfür musst du nochmals 350 Euro rechnen. Oder du kaufst eine Leistungsstärkere Pumpe, einen Mengenteiler und verzichtest auf den Zusatzbehälter. Aus der Anzeige geht zudem nicht hervor wie hoch der Volumenstrom sein muss.

Da würde ich lieber 200 Euro mehr ausgeben und weiss dass das System funktioniert und erprobt ist.

https://www.ahs-hydro.de/de/product_info.php?info=p28_hydraulische-lenkung-case--ih-ihc-353--ihc-353s--hc-383--ihc-423-ihc-453-calzoni.html

Bevor ich eine Servolenkung erweitern würde, würd ich es erstmal mit einem gescheiten Heckgewicht probieren. Um dieses kommst du sowieso nicht herum. Früher konnten die ganzen Kraftfahrer und Landwirte doch auch ohne Servolenkung fahren. Klar ist es mit einfacher und schneller. Wenn du vom Platz her nicht extrem eingeschränkt bist und den Traktor immer leicht in Bewegung (Ackergruppe) halten kannst hält es sich mit der Lenkkraft auch im Rahmen. Deine Lenkungsteile/Kugelköpfe werden es dir zudem auch danken ;)
 
Hi,

wie gut diese AHS Calzoni Lenkungen funktionieren weiß ich nicht, werden aber denke das Lenken gut unterstützen. Wichtig ist ja auch, ob es da Unterlagen zu gibt um sie einzutragen weiß nicht ob‘s bei den billig Lösungen was gibt. 

Ich habe bei meinem 533 eine gebrauchte originale hydrostatische Lenkung nachgerüstet mit Umbau der Vorderachse. Glaube das hat so um 1500€ gekostet, aber dadurch ist der 533 noch wendiger und angenehm zu fahren. Das hat sich für mich gelohnt. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

Gruß Markus 
 
Mike,

wir fahren mit dem 353 mit Baas Frontlader schon seit 1968 ohne Lenkhilfe,

habe ein Einfahr Heckgewicht an der Ackerschiene mit 650 Kg ,das ist in 2 min angebaut,

Ackerschiene ab,rückwärts an das Gewicht Ackerschiene hoch und gut ist‘s.

Bei längeren Arbeiten mit dem Frontlader in die vorderen Räder 5 bar Luft rein

und er lenkt sich wie ohne Frontlader,Vorderachse abschmieren ist auch kein Fehler.

( Der gut schmiert,der gut fährt )

Mfg...Anton
 
Hallo Pascal, 

ich hatte so eine Lenkung an meinem 353 verbaut gehabt bevor ich eine vollhydraulische mit Orbitrol angebaut hab. Das war noch eine der ersten von Ahs mit separater Hydrompumpe wo über den Keilriemen angetrieben wurde. Die Lenkung hat ihren Dienst sehr gut verrichtet, Ausfälle hatte ich damals keine, allerdings hat die Lenkung bei mir damals einen Schaden am Schlepper verursacht, die Vorderachse war damals im unwegsamen Gelände auf Anschlag am Achsbock, und dabei war die Steuereinheit vom Lenkzylinder so nah am Wasserkasten das der Zylinder eingehängt hat und der Wasserkasten zu Bruch ging. Wenn du so eine Lekung verbauen willst achte beim Einbau darauf das dir das nicht passiert.  

Ein weiteres Manko der Lenkung war das man bei Straßenfahrt immer leicht mit dem Lenkrad nacharbeiten musste das der Schlepper gerade gefahren ist. 

Bei AHS war damals ein Gutachten für den Tüv dabei, klär das auf jeden Fall vor dem Kauf ab ob dir der Tüv das ganze abnimmt wenn die Lenkung nicht spezifisch für den 423 verkauft wird. Die Tüv-Prüfer sind meistens entspannter bei der Abnahme wenn sie von Anfang an mitreden dürfen wie wenn man mit dem fertigen Umbau dasteht.

Also mein Fazit der Lenkung ist das sie für Hobbyzwecke ausreichend ist, aber wenn der Schlepper viel eingesetzt wird würde ich wieder zu einer vollhydraulischen tendieren.

Hier noch 2 Bider vom damaligen Schaden:

334647.forumromanum.com/member/gallery/show-user_334647-14750-1208456-d_320.html?&onsearch=1

334647.forumromanum.com/member/gallery/show-user_334647-14750-1208458-d_320.html?&onsearch=1

Wenn du Fragen zum Einbau hast kannst du dich gerne bei mir melden.

Gruß,

Benjamin
 
Danke Benjamin,

ich bin noch am überlegen. Eventuell könnte man so eine Lenkung für längere Straßenfahrten auf Schwimmstellung setzen und somit quasi nur manuell lenken um einem ständigen nachsteuern entgegen zuwirken.

Tüv wird es für so eine Lenkung garantiert nicht geben, nicht bei dem Preis.

Gruß Pascal
 
Hallo Pascal,

habe an meinem 433er seit 2012 eine hydraulische Lenkung von AHS (kein Calzoni-Zylinder) mit einer 12/8 cm³ Doppelpumpe und bin sehr zufrieden damit. Der 12 cm³-Teil versorgt die Schlepperhydraulik und der 8 cm³-Teil die Lenkung mit separatem Ölkreislaut / Tank. In der kalten Jahreszeit rauscht anfangs, durch die größere Fördermenge, die Schlepperhydraulik, hatte aber noch keine Probleme damit und würde es wieder so machen. Ich würde auf keinen Fall die Lenkung an die vorhandene Hydraulik anschließen (zB über ein Prioritätsventil), weil dann die Schlepperhydraulik / Frontlader stehen bleiben kann, wenn Du lenkst. Beim Einbau der Lenkung ist absolut wichtig, dass bei maximaler Pendelung der Vorderachse und maximalem Lenkeinschlag nichts kollidieren kann. Ich musste da die vordere Abstützung der Frontladerkonsole ändern. Unglaublicherweise wurde genau das bei der TÜV-Abnahme nicht überprüft. Da ich nicht wollte, dass der Lenkzylinder gegen die mechanischen Anschläge der Achsschenkel drückt, habe ich einstellbare Anschläge am Lenkgetriebearm montiert. Bei meiner Lenkung musste ich bei Straßenfahrt noch nie auffällig nachkorrigieren. Ein Deaktivieren der hydraulischen Lenkung ist nicht möglich, da die Lenkschubstange das Steuerventil des Lenkzylinders betätigt.

Viel Erfolg beim Umbau... Rainer
 
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