IHC 533 geht schlecht aus und Getriebe schaltet nicht

NDS_IHC

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18 Juli 2024
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Hallo zusammen,

ich habe ein paar Probleme mit meinem IHC 533.

Vorab ein paar Infos: der Trecker stand ca. 2 Jahre in einer trockenen Garage abgestellt und wurde in dieser Zeit nicht gestartet. Davor wurde der Trecker genutzt und lief ohne große Probleme. Insgesamt befindet er sich in einem guten Zustand. Es handelt sich um ein frühes Modell, da die Batterie sich noch neben dem Fahrersitz unter der Abdeckung bei den Bremspedalen befindet. Genaues Baujahr kann ich nochmal nachgucken. Ein Frontlader wurde mal nachgerüstet und funktioniert auch.

So nun zum aktuellen Stand: ich habe die Batterie ausgetauscht (die alte war hinüber) und Motor- und Getriebeölstand überprüft. Passte dann alles und ich habe den Trecker gestartet und er sprang tatsächlich sofort an und läuft auch super! ABER es gibt zwei mehr oder weniger größere Probleme:
Zum einen kann ich Gänge einschalten wie ich lustig bin aber das Getriebe bleibt im Leerlauf. Also ich betätige das Kupplungspedal, lege Acker- oder Straßengruppe ein und schalte in den ersten oder zweiten Gang und lass die Kupplung kommen und es tut sich nichts. Also als ob ich noch im Leerlauf (N) bin. Habe dann mal im ausgeschalteten Zustand getestet die Gänge ohne Treten des Pedals einzulegen und das geht auch total einfach. Sind da irgendwelche Zahnräder festgegammelt oder so? Also vor diesen zwei Jahren Standzeit hat das Getriebe überhaupt keine Probleme gemacht. Kenne mich da leider auch nicht so aus.

Zum anderen ist es kaum möglich den Trecker abzustellen, also auszuschalten. Wenn ich den Abstellzug komplett ziehe fängt der Trecker nur an zu stottern und geht nicht aus. Erst nach einer sehr sehr langen Zeit geht er irgendwann aus. Das Problem liegt definitiv nicht am Weg zwischen Abstellzug und Einspritzpumpe, da dieses Ventil an der Einspritzpumpe auch komplett bis zum Anschlag gezogen wird. Ich würde also vermuten, dass man an der ESP etwas einstellen muss? Zum Beispiel die Klammer lösen und das Ventil 1-2mm weiterdrehen und dann die Klammer wieder befestigen?

Die Kombination aus nicht los fahren können und nicht ausschalten können ist in einer Garage leider sehr unvorteilhaft.

Vielleicht habt ihr ja Tipps was ich mal probieren könnte, um die Fehler zu beheben.

Vielen Dank im voraus! :)
 
Kannst Du den denn abstellen wenn Du den Hebel an der Einspritzpumpe mit der Hand betätigst? Also ganz nach hinten so das der kleine Stift an der Pumpe (Keine Ahnung wie der heißt und wofür der ist) eingedrückt wird.

Dein Getriebeproblem wird ein Kupplungsproblem sein. Da würde ich erstmal ausprobieren was das Schätzchen macht wenn Du ihn, evtl im Schlepp, ‘n paar Meter bewegst und er mal wieder warm wird.

Gruß

Klaus
 
Beim Betätigen des Hebels direkt an der Einspritzpumpe per Hand habe ich das gleiche Problem. Also dieser Stift wird immer komplett reingedrückt, egal ob ich das per Hand mache oder über den Absteller, der dann ja über den Bautenzug den Hebel betätigt. Also der Hebel wird auch immer komplett umgelegt und der Stift komplett reingedrückt. Deshalb vermute ich das Problem in der Einspritzpumpe bzw. an den Einstellungen dort. Daher auch meine Idee den Stift, der in die Einspritzpumpe geht, etwas weiter zu drehen in der Hoffnung, dass der Trecker dann besser aus geht. Bevor ich da auf gut Glück rum bastel möchte ich mich aber erst absichern, ob das wirklich sinnvoll ist. Wie schaltet der Trecker denn überhaupt ab? Wird in der Einspritzpumpe dann einfach die Kraftstoffzufuhr unterbunden oder was passiert dort?

Ja ich habe auch schon überlegt den Trecker aus der Garage zu ziehen, in der Hoffnung, dass sich dann im Getriebe etwas "löst". Sollte mit Auto und Anhängerkupplung ja möglich sein. Allerdings bekomme ich den Trecker dann im Zweifel nicht mehr in die Garage, wenn das Problem dadurch nicht behoben wird, was auch wieder blöd wäre.

Hier mal ein Bild von der Einspritzpumpe so wie ich das meine: Beim Abstellen bewegt sich der Hebel ja nach rechts und drückt dieses Stift rechts komplett rein. Der Stift (grün) wird gegen den Uhrzeigersinn (blauer Pfeil) gedreht. Wenn ich jetzt die Mutter löse und den Stift (grün) ein ganz bisschen (1-2mm) gegen den Uhrzeigersinn drehe und dann alles wieder zusammenbaue, wird der Stift ja insgesamt beim Abschalten etwas weiter gedreht, wodurch der Trecker ggf. besser aus geht. So zumindest meine Idee. Da ich allerdings nicht genau weiß, wie der Abstellvorgang in der ESP überhaupt funktioniert möchte ich mich da erst rückversichern.

Gibt es eigentlich Alternativen den Trecker auszuschalten? Kraftstoffzufuhr über den Kraftstoffabsperrhahn unterbinden klappt leider nicht, da der nicht mehr richtig schließt. Abwürgen geht auch nicht, da ich ja keinen Gang reinbekomme.

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Hallo, so wie ich das sehe wurde der Hebel auf der Welle verstellt, somit ist die Pumpe verstellt und Funktioniert nicht mehr richtig.

Dieser Steuerschieber Regelt die Fördermenge, die Startmenge, sowie die Dosierbohrung vom Verteilerkopf.

Ausserdem wurde die Anschlagschraube mehr als 2 Umdrehungen Herausgedreht, das ist eindeutig Zuviel.

Es giebt keine Möglichkeit den Steuerschieber am Motor wieder in die richtige Position zu bringen, denn niemand weiß wie dieser jetzt steht.

Im Schlimmsten Fall ist der Mitnehmer in der Pumpe Verbogen oder Abgeschert.

Die Pumpe muß Ausgebaut werden und auf dem Prüfstand von Grundauf neu Eingestellt werden.

Ich hoffe das hilft weiter. Schöne Grüße
 
Hallo, hat der das Getriebe mit 2 Schalthebeln nebeneinander, oder mit einem Schalthebel in der Mitte

und dem Agriomatikhebel an der linken Getriebeseite?

Schöne Grüße.
 
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!

also ich verstehe, dass da etwas falsch eingestellt wurde. Ich hatte bloß gehofft, dass man nur durch eine kleine Veränderung das Ausschaltverhalten verbessern kann, ohne dass die Pumpe ausgebaut und neu eingestellt werden muss. Also in den letzten Jahren wurde auf jeden Fall nichts an der ESP verstellt, auch nicht in der Zeit vor 2 Jahren als der Trecker mehr genutzt wurde (da ließ er sich aber auch schon schlecht ausstellen). Davor wurde da bestimmt mal etwas verstellt aber ob die ESP schon mal mit Prüfstsand neu eingestellt wurde oder ob da jemand einfach dran rumgedreht hat weiß ich nicht. Muss man zum Einstellen der ESP diese an den Bosch-Dienst schicken oder kann das auch in einer Landmaschinen-Werkstatt gemacht werden? 

Das Getriebe hat zwei Schalthebel nebeneinander. Links der Gruppenschalthebel und rechts der Gangschalthebel.

Viele Grüße
 
Hallo,  die gab es doch auch mit Untersetzer oder Kriechganggetriebe, nicht das der in der Mittelstellung ist und er sich deswegen nicht bewegt.

Gruß Jupp
 
Ich habe nur den Gruppenschalthebel und Gangschalthebel genutzt. Muss der Reduziergetriebeschalthebel in einer bestimmten Stellung sein?

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Hallo, ja entweder oben oder unten, oder nach vorn oder hinten. In mittelstellung ist Leerlauf,glaube ich kann mich nich mehr so genau erinnern. 

Gruß Jupp
 
Danke für die Info! Ich werde das mal testen.

Ich lese die Betriebsanleitung so, dass das Reduziergetriebe aus ist, wenn ich den Hebel zu mir hin ziehe und an wenn ich ihn von mir wegdrücke. Muss mal gucken, ob das bei meinem Schlepper genau so aussieht.

Ps: kann man die eingefügten Bilder hier im Forum drehen?

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Das "Problem" mit dem Getriebe hatte ich bei meinem 733 auch schon.

Da habe ich beim Aufsteigen mit dem Fuß den Hebel des Kriechganggetriebes halb betätigt und mich dann gewundert, warum der Schlepper nicht fährt. Nach einlegen einer Endposition fuhr er dann wieder. Aber da erschreckt man sich schon erstmal.

Grüße Alex
 
Hi,

ich hatte dies Problem mit nicht vorhandenem Vortrieb auch neulich.

Von jetzt auf gleich ging gar nichts mehr. Nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Morgen den Hebel vom Reduziergetriebe kontrollier. Dieser Stand auf "Neutral". Muss ich wohl unbewusst dran gekommen sein.

Schau da mal nach, falls Du ein Reduziergetriebe hast.
 
Hi,

ich hatte dies Problem mit nicht vorhandenem Vortrieb auch neulich.

Von jetzt auf gleich ging gar nichts mehr. Nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Morgen den Hebel vom Reduziergetriebe kontrollier. Dieser Stand auf "Neutral". Muss ich wohl unbewusst dran gekommen sein.

Schau da mal nach, falls Du ein Reduziergetriebe hast.
 
Danke für die Antworten!

Ich werde das am Freitag nochmal testen und dann auch hier eine Rückmeldung geben. Vorher komme ich leider nicht dazu.
 
Wegen Abstellen bin ich der Meinung das hier der Hebel um einen Zahn versetz wurde, dabei ist er vorne bis am Anschlag. Der müsste doch stark Qualmen beim Gas geben. Da hat wohl einer gemeint er könnte so noch Leistung rausholen. Ich würde das wieder rückgängig machen.

Grüße,
IHC 44er
 
Hi,

ich hatte dies Problem mit nicht vorhandenem Vortrieb auch neulich.

Von jetzt auf gleich ging gar nichts mehr. Nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Morgen den Hebel vom Reduziergetriebe kontrollier. Dieser Stand auf "Neutral". Muss ich wohl unbewusst dran gekommen sein.

Schau da mal nach, falls Du ein Reduziergetriebe hast.
 
Hallo zusammen,

es lag tatsächlich am Reduziergetriebehebel! Dieser klemmte beim ersten Versuch ihn zu bewegen auch ziemlich aber nun läuft alles wieder und er schaltet auch gut in alle Gänge. :)

Vielen Dank für eure Hilfe!

Das andere Problem - das Abstellen des Treckers - besteht leider immer noch. Ich brauche mindestens 10 Minuten, bis ich es schaffe ihn auszustellen. Teilweise noch länger. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass da was mit der Einspritzpumpe nicht stimmt, da der Trecker im Stand im Leerlauf auch schon sehr hoch dreht. Kann mir einer die "normale" Leerlaufdrehzahl vom 533 nennen? Könnte man diese selber anpassen oder dann doch lieber in die Werkstatt?

Viele Grüße
 
Hallo,

dass der Motor sich nicht abstellen lässt hatten wir auch mal, und zwar nach Abeichten der Gas- und Abstellerwelle der ESP. Wir haben da wohl nicht richtig aufgepasst als wir die Abstellerwelle wieder eingesetzt haben, da muss nämlich ein kleiner Stift in eine Nut greifen und wenn das nicht der Fall ist, dann stellt er eben nicht immer ab. Sind so aber eine Weile rumgefahren bis wir das wieder richtig gemacht hatten. Mussten manchmal dann den Traktor abwürgen wenn‘s mal wieder nicht ging zum Abstellen. Wenn bei dir mal die Abstellerwelle aufgrund von Abdichtungdarbieten ausgebaut war, könnte dies das Problem sein.

Hier gibts ne Anleitung dazu wie man die zur Abdichtung aus und einbaut. Vielleicht kannst da ja kontrollieren ob das mit dem Stift und der Nut passt.

Verteilereinspritzpumpe VA abdichten

Gruss

Georg
 
Danke für den Hinweis. Soetwas vermute ich auch als Fehlerquelle.

Ich habe jetzt mal in der Anleitung nach den Drehzahlen geschaut und dort steht folgendes:

- Nenndrehzahl 2200 1/min
- Obere Leerlaufdrehzahl 2430 1/min
- Untere Leerlaufdrehzahl 650-750 1/min

Müsste ich dann in N-Stellung der beiden Schalthebel die untere Leerlaufdrehzahl haben oder wie ist das zu verstehen?

Bei meinem Schlepper liegt die Leerlaufdrehzahl eher bei 1800 1/min...

Gruß
 
Leerlaufdrehzahl ist wenn kein Gang eingelegt ist und das Gas nicht betätigt wird. Ist dein Gasgestänge schwergängig? Geht die Mechanik vollständig zurück wenn du vom Gas gehst?
 
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