IHC 633 Handbremse unabhängig

ddr1989

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Hallo,

ich habe einen 633 BJ 75 den ich neu aufgebaut habe und habe nun folgende Probleme mit der Handbremse:

1. Trotz neuem Bremsband ist die Bremswirkung sehr dürftig. Habe das Band schon mehrfach nachgestellt, das half auch kurzzeitig, lies aber schnell wieder nach in der Bremsleistung.

Muss sich das Band erst "einbremsen" (also eine Gedultsfrage), oder sollte das sofort voll greifen ? 

2. Trotz neuer O-Ringe ölt die welle recht stark, sodass ich da nochmal rann muss, was ja bekanntlich ein riesen aufwand ist. 

Die Frage dazu: Hatte schonmal jemand das gleiche Problem und hat es irgendwie technisch verbessert ? (einsetzen von Buchsen, Wedi statt O-Ring oder ähnliches )

Meine Vermutung ist, das mir die Falschen O-ringe verkauft wurden...aber das ist nur ne Vermutung.

3. ein bekannter hat einen 633 BJ 87 also das Case-Modell, da wirkt die Handbremse über die Fußbremse das funktioniert perfekt und da ölt auch nix.

Hat jemand das schonmal Umgebaut, bzw es hin bekommen das vom Tüv auch abnehmen zu lassen ? 

würde mich sehr über fachliche Antworten und technische Denkanstöße freuen.

schönen Adventssonntag euch, MfG 

Thomas 
 
Hallo,

hab am 453 selbes Handbremsproblem und würde gerne umbauen. Hab aktuell mich noch nicht weiter erkundigt werde aber nächstes jahr mal meinen TÜV prüfer fragen ob das machbar ist wenn ich original teile vom 433 nehme. Jemand sagte mir mal das die Modelle mit Handbremse über Fusbremse weniger zulässiges Gesamtgewicht hätten, habe das jetzt mit 2 verschiedenen schlepper geprüft und beide haben das gleiche eingetragen wie ein schlepper mit unabhängiger Handbremse also kann das schonmal nicht sein. 

Solltest du mehr rausfinden zwecks umbaue teile das bitte mit, würde mich sehr interessieren.

MFG Basti
 
Hallo ihr zwei,

ich hab den Umbau aktuell von abhängiger zu unabhängiger erledigt.

Es wurde hier schon mal diskutiert. Grundsätzlich ist eine unabhängige Feststellbremse vorgeschrieben. Trotzdem laufen einige 33‘er mit der über die Fußbremse zugelassen bei uns. Hab selbst schon einen 833 HR im Case-Lock gesehen.

Fragt beim TÜV nach, aber da sehe ich schwarz.

Der Umbau besteht darin, einen anderen Handbremshebel und einen kleinen Hebel auf der Welle mit den Bremspedalen zu montieren.

Dann muss die Handbremswelle ausgebaut und die beiden Löcher mit einem Blechstopfen verschlossen werden.
Dazu muss die Zapfwelle raus. Dann mit einem Spezialsplinttreiber (600 mm lang) durch die Zapfwellenluke die 3 Splinte vom Bremsbandhalter austreiben. Jetzt kann die Welle ausgebaut werden. Problem: das Bremsband liegt nun lose auf der Trommel. Also Kraftheber runter und Bremsband entfernen.

Meine Bremswelle war auf anhieb dicht. Im Werkstatthandbuch wird darauf hingewiesen, dass auf Grat an den Bohrungen zu achten ist und die Ringe mit graphithaltigem Fett einzubauen sind, aber das hast du sicher auch gemacht.

Hast du darauf geachtet den Bremsbandhalter richtig rum einzu bauen?

VG
Michael
 
Hallo, 

Eigentlich habe ich mich an alle Vorgaben aus dem Handbuch gehalten, habe auch mehrmals Einbaurichtung von Band und Halter überprüft. 

Das mir vielleicht dennoch ein Fehler unterlaufen ist, will ich nicht ausschließen, bin schließlich auch nur ein Mensch. 

Da aber beide Seiten gleichmäßig stark ölen, Tippe ich halt auf die O-Ringe.

Vllt ist auch das Lager der welle im Getriebeblock zu sehr eingelaufen, ist ja nun auch einer der ersten 633.

MfG Thomas 
 
Jedes KFZ hat eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) in der sicherheitsrelevante Einzelheiten festgelegt und beschrieben sind und liegt beim KBA (Kraftfahrtbundesamt) in Flensburg vor. Wenn daran umgebaut wird, erlischt die ABE und das Fahrzeug ist zum Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr zugelassen. Wenn dann was passiert hat der Besitzer die Arschkarte. Gruß, Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt.
 
Hallo, 

das Problem mit der Betriebserlaubniss ist mir grundlegend ja bekannt. 

Aber wie läuft das bei den Maschinen die das Werk damals mit der Abhängigen Bremse verlassen haben ?

Sind die in einer Grauzone zugelassen, oder gibt es da eine extra ABE für diese Ausführung ? 
 
Hallo,

hab auch einen 833 Hinterrad und der hat auch die Feststellbremse auf die Fußbremse. Mich persönlich nervts ein bischen, da bei angezogener Handbremse dann die Bremslichter brennen und die Gläser, der Rückleuchten schmelzen und sich verziehen.

Hab die Sicherung der Bremsleuchten gezogen, dadurch geht auch die Hupe nicht mehr, muss ich halt zum TÜV wieder rein machen. langfristig werd ich mir wohl einen Schalter an den Bremshebel bauen, der bei angezogener Handbremse den Strom unterbricht.

Bevor du anfängst, deine Bremse umzubauen, würd ich mal schaun, ob du das richtige Öl im Getriebe hast, denn das Handbremsband läuft ja im Öl und braucht das richtige Getriebeöl für Nassbremsen.

Wegen der Undichtigkeit der Welle, würd ich mal schaun, welche O-Ringe du verbaut hast. Hab bis jetzt jede Welle dicht bekommen. Dazu bearbeite ich die Anfasungen, der beiden Bohrungen, bei ausgebauter Welle mit Öl getränktem 600er und dann mit 1000er Schleifpapier. Dadurch wird die Kante gebrochen und man kann etwas dickere O-Ringe, gut geölt, mit ein bissl hin und her drehen und gefühlvollem Druck, die Welle eindrücken und die wird dann auch dicht.

Gruß Schorsch
 
Hallo zusammen,

wenn ich richtig informiert bin, dann hängt die Ausführung der Handbremse mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zusammen. Bei abhängiger Handbremse max. 25 km/h. Sofern ab Werk beide Ausführungen möglich waren dürfte ein entsprechender Umbau kein Problem darstellen, sofern original Teile verwendet werden. Zur Sicherheit würde ich die Änderung vorher mit einem Prüfingenieur besprechen und nach Vollendung abnehmen lassen.

Gruß Martin
 
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