IHC 844 S Getriebeart?

ulv

Aktives Mitglied
Registr.
18 Dezember 2013
Beiträge
29
Ort
76646 Bruchsal
Hallo liebe Allwissenden,

ich wende mich Heute mit einer Technikfrage an Euch die mich etwas beschäftigt. Ich besitze einen 844S Allrad mit der Erstzulassung ‘77. Seit wir ihn vor ca. 2 Jahren aufgefrischt haben bereitet er uns nur Freude. Alles Funktionen die wir benötigen funktionieren zu unserer vollständigen Zufriedenheit. Vor einigen Tagen wollte mein Junior nun einen Anhänger beim Kumpel in die Scheune einparken. Da es dort ziemlich eng zuging war er schlau und wollte die Untersetzung einschalten. Leider ohne Erfolg. Als er mir Abends berichtete fiel mir auf das wir für unsere Tätigkeiten tatsächlich bisher keine Ackergruppen benötigt haben. Also habe ich mich dank des Forums etwas intensiver mit der Sache beschäftigt. Die gute Nachricht: nach etwas EinSatz von Hirnschmalz bin ich hinter die Funktion gekommen und alles tut wie es soll! Aber: ich konnte bisher keinerlei Infos über "dieses" Getriebe finden!

Beschreibung: Ich habe links vom Sitz ZWEI Schaltehebel. Auf dem längeren ist die Beschriftung Vorne Hase und daneben Schildkröte. Dann ein Strich nach Hinten und dort ein Schleppersymbol mit Pfeil nach Hinten ( Rückwärts). Auf dem kürzeren Schathebel daneben (Aber auf einer Befestigungslinie) ist nur eine Schildkröte auf einem Strich mit Pfeil nach Vorne. Mein Junior wollte nun den kleinen Hebel nach vorne Bewegen was nicht funktioniert hat. Mir ist dann aufgefallen das der Schaltknopf falsch rum ist. Sprich: kleiner Hebel nach Hinten und voila, die Ackergänge funktionieren.

Soweit also alles gut. Nur meine Frage, was für eine Getriebe ist es. Offenbar nicht die oft verbaute Eingassenschaltung!

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe

Oliver
 
Hallo,

die Schaltung wurde in der Serie mal geändert, weil es wohl Probleme mit der Eingassenschaltung gab.

MfG Jürgen
 
Hallo,

Wir haben den selben IHC 844 AS mit einem 16 Gang Getriebe. Der kleine Hebel ist vermutlich festgerostet. wir haben unseren IHC

Restauriert und habe diesen kleinen Ganghebel wieder flott gemacht, mit viel Caramba und Mühe.

Kleine Tipps noch per telef. 01707153291.

MFG Hans Werner Grauel  
 
Hallo.

Das Eingassengetriebe von dem du sprichst ist das Agriomatic S Getriebe aus der Baureihe 523 - 824. Das wurde zwar auch kn den 44er Schleppern noch verbaut aber nur ganz selten.

Du hast ein ganz normales 8 + 4 Getriebe mit Untersetzung, also 16 + 8.

Der Gruppenhebel mit Hase, Schildkröte und Rückwärtspfeil ist für (Hase) Straßengruppe, (Schildkröte) Ackergruppe und Rückwärts.

Der andere Hebel dahinter nur mit der Schildkröte drauf ist der Untersetzungshebel.

Steht dieser in der hinteren Position, sind die Gänge nicht untersetzt. Steht dieser ind vorderen Position, sind alle Gänge ca. 20 Prozent langsamer.

Das heißt, beim Rangieren hilft dir diese Untersetzung nur bedingt, denn der 1. Gang Rückwärts ist ja eh schon recht langsam, würde dann aber noch ca. 20 Prozent lansamer, wenn du ohn denn wieder los bekommst.

Ich persönlich finde ihn ganz praktisch bei Straßenfahrten um bei Steigungen nicht gleich einen ganzen Gang zurückschalten zu müssen.

Viele Grüße aus dem nordpfälzer Bergland,

Julian
 
Hallo Leute,

vielen Dank schonmal für Eure Ideen und Tipps. Trotzdem muss ich da nochmal nachhaken. 

Zum Verständniss: mit meinem langen Schalthebel kann ich NUR Vorwärts- und Rückwärts wählen. Es gibt dazwischen definitiv KEINE Ackergruppe. Weder laut dem Schaltknauf noch real vorhanden. Die Untersetzung läuft nur über den zweiten kleineren Hebel wenn man ihn nach HINTEN zieht.

Wenn ich dann richtig durchzähle komme ich auf 8 Vorwärts und 8 Rückwärtsgänge! Gab es sowas?

Bin verwirrt....

Oliver
 
Julian523:

Hallo.

Das Eingassengetriebe von dem du sprichst ist das Agriomatic S Getriebe aus der Baureihe 523 - 824. Das wurde zwar auch kn den 44er Schleppern noch verbaut aber nur ganz selten.

Du hast ein ganz normales 8 + 4 Getriebe mit Untersetzung, also 16 + 8.

Der Gruppenhebel mit Hase, Schildkröte und Rückwärtspfeil ist für (Hase) Straßengruppe, (Schildkröte) Ackergruppe und Rückwärts.

Der andere Hebel dahinter nur mit der Schildkröte drauf ist der Untersetzungshebel.

Steht dieser in der hinteren Position, sind die Gänge nicht untersetzt. Steht dieser ind vorderen Position, sind alle Gänge ca. 20 Prozent langsamer.

Das heißt, beim Rangieren hilft dir diese Untersetzung nur bedingt, denn der 1. Gang Rückwärts ist ja eh schon recht langsam, würde dann aber noch ca. 20 Prozent lansamer, wenn du ohn denn wieder los bekommst.

Ich persönlich finde ihn ganz praktisch bei Straßenfahrten um bei Steigungen nicht gleich einen ganzen Gang zurückschalten zu müssen.

Viele Grüße aus dem nordpfälzer Bergland,

JulianHallo,
was ist denn das für eine Antwort???
Die Eingassengruppenschaltung hat nichts mit dem Agriomatic S Getriebe zu tun!
Selbst bei der Gruppen H Schaltung ab 1978 wurde das Agriomatic S noch verbaut. 
Es ist richtig, dass es dieses Getriebe nicht so oft gibt bei der 44ér Serie.
Wenn der Schlepper nur einen langen Hebel hat auf der linken Seite für Strassen,Acker und Rückwärtsgruppe dann ist es die anfällige Eingassengruppenschaltung.
Sollte ein 2. Hebel da sein, so ist das Getriebe untersetzt.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
ulv:

Hallo Leute,

vielen Dank schonmal für Eure Ideen und Tipps. Trotzdem muss ich da nochmal nachhaken. 

Zum Verständniss: mit meinem langen Schalthebel kann ich NUR Vorwärts- und Rückwärts wählen. Es gibt dazwischen definitiv KEINE Ackergruppe. Weder laut dem Schaltknauf noch real vorhanden. Die Untersetzung läuft nur über den zweiten kleineren Hebel wenn man ihn nach HINTEN zieht.

Wenn ich dann richtig durchzähle komme ich auf 8 Vorwärts und 8 Rückwärtsgänge! Gab es sowas?

Bin verwirrt....

Oliver
Hallo,

wenn du genau in der Mitte keinerlei Arretierung des Gruppenhebels hast, dann sind bereits die Zähne so weit weg gefressen, dass du die Ackergruppe nicht mehr erreichst!

Der Schlepper hat def. eine Ackergruppe. Ein Getriebe ohne Ackergruppe hat es nie gegeben.

Ein Bild von dem Hebel in der Draufsicht und die Führung davon würde sehr viel Aufschluss geben.

Die ersten H Schaltungen z.B. waren nicht mit doppelt Ackergruppe sondern vorne links Strassengruppe, vorne rechts Ackergruppe und nach hinten Rückwärtsgruppe

Solltest du whats app haben,ich habe dir meine Handynummer in dein Postfach gelegt.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
t844:

Julian523:

Hallo.

Das Eingassengetriebe von dem du sprichst ist das Agriomatic S Getriebe aus der Baureihe 523 - 824. Das wurde zwar auch kn den 44er Schleppern noch verbaut aber nur ganz selten.

Du hast ein ganz normales 8 + 4 Getriebe mit Untersetzung, also 16 + 8.

Der Gruppenhebel mit Hase, Schildkröte und Rückwärtspfeil ist für (Hase) Straßengruppe, (Schildkröte) Ackergruppe und Rückwärts.

Der andere Hebel dahinter nur mit der Schildkröte drauf ist der Untersetzungshebel.

Steht dieser in der hinteren Position, sind die Gänge nicht untersetzt. Steht dieser ind vorderen Position, sind alle Gänge ca. 20 Prozent langsamer.

Das heißt, beim Rangieren hilft dir diese Untersetzung nur bedingt, denn der 1. Gang Rückwärts ist ja eh schon recht langsam, würde dann aber noch ca. 20 Prozent lansamer, wenn du ohn denn wieder los bekommst.

Ich persönlich finde ihn ganz praktisch bei Straßenfahrten um bei Steigungen nicht gleich einen ganzen Gang zurückschalten zu müssen.

Viele Grüße aus dem nordpfälzer Bergland,

JulianHallo,
was ist denn das für eine Antwort???
Die Eingassengruppenschaltung hat nichts mit dem Agriomatic S Getriebe zu tun!
Selbst bei der Gruppen H Schaltung ab 1978 wurde das Agriomatic S noch verbaut. 
Es ist richtig, dass es dieses Getriebe nicht so oft gibt bei der 44ér Serie.
Wenn der Schlepper nur einen langen Hebel hat auf der linken Seite für Strassen,Acker und Rückwärtsgruppe dann ist es die anfällige Eingassengruppenschaltung.
Sollte ein 2. Hebel da sein, so ist das Getriebe untersetzt.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!Und nochmal . Dieses Getriebe war aus technischer Sicht nie anfällig!!  Grund an diesem Schaden , der durchaus vorkommt , ist meiner Meinung nach der lange Schalthebel in Verbindung mit unfähigen Fahrern!! 
 
Hallo,

sicherlich ist es immer ein Bedienerfehler. Jedoch ist der Grund dafür, dass man die Eingassen auf Gruppen-H Schaltung umgewechselt hat der, dass die Gruppen rausfliegen. Insbesondere die Ackergruppe, da diese nicht über einen Anschlag verfügt hat wie die Strassen und die Rückwärtsgruppe.

In diesem Fall ist es übrigens eine Eingassenschaltung, wo die Ackergruppe noch nicht einmal mehr zu finden ist. 

Der Grund liegt meiner Meinung darin, dass es einfach keinen gescheiten Anschlag/Endpunkt für die Ackergruppe gab/gibt.

Das können hier ganz bestimmt einige alte Schrauber/Instandsetzer bestätigen.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
t844:

Hallo,

sicherlich ist es immer ein Bedienerfehler. Jedoch ist der Grund dafür, dass man die Eingassen auf Gruppen-H Schaltung umgewechselt hat der, dass die Gruppen rausfliegen. Insbesondere die Ackergruppe, da diese nicht über einen Anschlag verfügt hat wie die Strassen und die Rückwärtsgruppe.

In diesem Fall ist es übrigens eine Eingassenschaltung, wo die Ackergruppe noch nicht einmal mehr zu finden ist. 

Der Grund liegt meiner Meinung darin, dass es einfach keinen gescheiten Anschlag/Endpunkt für die Ackergruppe gab/gibt.

Das können hier ganz bestimmt einige alte Schrauber/Instandsetzer bestätigen.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
Das problem ist das immer mit gewalt Über das Gruppenritzel der Ackergruppe geschaltet wird und Dieses irgendwann so weit Abgenutzt ist bis nur noch ein Absolut minimaler Teil Sich verzahnt. bei den 523/624 ist es genauso aufgebaut und auch zu finden, jedoch nicht so oft da mann mit den Schalthebeln bei dieser Baureihe nicht so viel Kraft hat.
ich habe 2011/2012 selbst einen 624 Auf Allrad umgebaut und dabei diesen Schaden Behoben, Auch haben es mir Mehrere Alte Hasen Aus meinem Lehrbetrieb so bestätigt.
 
Toenne Muensterland:

t844:

Hallo,

sicherlich ist es immer ein Bedienerfehler. Jedoch ist der Grund dafür, dass man die Eingassen auf Gruppen-H Schaltung umgewechselt hat der, dass die Gruppen rausfliegen. Insbesondere die Ackergruppe, da diese nicht über einen Anschlag verfügt hat wie die Strassen und die Rückwärtsgruppe.

In diesem Fall ist es übrigens eine Eingassenschaltung, wo die Ackergruppe noch nicht einmal mehr zu finden ist. 

Der Grund liegt meiner Meinung darin, dass es einfach keinen gescheiten Anschlag/Endpunkt für die Ackergruppe gab/gibt.

Das können hier ganz bestimmt einige alte Schrauber/Instandsetzer bestätigen.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
Das problem ist das immer mit gewalt Über das Gruppenritzel der Ackergruppe geschaltet wird und Dieses irgendwann so weit Abgenutzt ist bis nur noch ein Absolut minimaler Teil Sich verzahnt. bei den 523/624 ist es genauso aufgebaut und auch zu finden, jedoch nicht so oft da mann mit den Schalthebeln bei dieser Baureihe nicht so viel Kraft hat.
ich habe 2011/2012 selbst einen 624 Auf Allrad umgebaut und dabei diesen Schaden Behoben, Auch haben es mir Mehrere Alte Hasen Aus meinem Lehrbetrieb so bestätigt.

Und das man im Gefecht nicht immer die Ackergruppe getroffen hatte.... ;)

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
t844:

Toenne Muensterland:

t844:

Hallo,

sicherlich ist es immer ein Bedienerfehler. Jedoch ist der Grund dafür, dass man die Eingassen auf Gruppen-H Schaltung umgewechselt hat der, dass die Gruppen rausfliegen. Insbesondere die Ackergruppe, da diese nicht über einen Anschlag verfügt hat wie die Strassen und die Rückwärtsgruppe.

In diesem Fall ist es übrigens eine Eingassenschaltung, wo die Ackergruppe noch nicht einmal mehr zu finden ist. 

Der Grund liegt meiner Meinung darin, dass es einfach keinen gescheiten Anschlag/Endpunkt für die Ackergruppe gab/gibt.

Das können hier ganz bestimmt einige alte Schrauber/Instandsetzer bestätigen.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
Das problem ist das immer mit gewalt Über das Gruppenritzel der Ackergruppe geschaltet wird und Dieses irgendwann so weit Abgenutzt ist bis nur noch ein Absolut minimaler Teil Sich verzahnt. bei den 523/624 ist es genauso aufgebaut und auch zu finden, jedoch nicht so oft da mann mit den Schalthebeln bei dieser Baureihe nicht so viel Kraft hat.
ich habe 2011/2012 selbst einen 624 Auf Allrad umgebaut und dabei diesen Schaden Behoben, Auch haben es mir Mehrere Alte Hasen Aus meinem Lehrbetrieb so bestätigt.

Und das man im Gefecht nicht immer die Ackergruppe getroffen hatte.... ;)

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!Und da sind wir wieder bei dem unfähigen Fahrer;-)
 
Hallo Thorsten,

laut IH war die Eingassenschaltung Vorraussetzung für das Agriomatic S Getriebe, da damit ja auch der Steuerschieber für die Agriomatikgetriebe betätigt wird. Siehe auch der Beitrag aus der PROFI zum Agriomatic S Getriebe.

Oder liege ich da falsch? Ich lasse mich gerne eines Bessseren belehren.

Außerdem schreibt Oliver er hat Schildkröte und Hase nebeneinander und dahinter den Rückwärtsgang. Somit hat er doch die H-Gruppenschaltung wie ich ihm oben beschrieben habe. Nur hat er auch noch eine Untersetzung durch den 2. Hebel. Dadurch hat der Schlepper 16 + 8 Übersetzungen.

Aber eine Ackergruppe Rückwärts gibt es nicht. 

Viele Grüße aus dem nordpfälzer Bergland,

Julian
 
Hallo,

ich habe mit dem Beitragsschreiber gesprochen.

Der Schaltknauf der aufgesteckt ist, gehört zum ersten Gruppen H Getriebe.

Es handelt sich bei dem Schlepper um einen 1976 gebauten 844-S, mit 16+8 IH Getriebe, Eingassenschaltung mit Untersetzer.

Die Ackergruppe in der Mittelstellung ist so ausgelutscht, dass sie nicht mehr arretiert.

Julian523: Es gab die Agriomatic S in der 44ér Serie auch mit Gruppen H Schaltung.

Das Steuerventil wurde / wird über den Agriomatic Hebel betätigt, der bei der CM Serie rechts beim Handgas sitzt.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hallo Torsten,

dass es das Agriomaticgetriebe auch mit H-Gruppengetriebe gab habe ich nicht gewusst.

Laut dem Artikel in Profi gab es das Agriomatic S Getriebe nur mit dem Eingassengruppengetriebe, daher meine Aussage. Aber dann scheint der Beitrag ja nicht ganz richtig zu sein.

Das mit dem Agriomatic-hebel rechts bei der CM-Serie weiß ich, ist bei meinem 523 ja so.

In wie weit kennst du dich mit der CM-Serie aus? Ich hab da aktuell ein Problem mit der Bremse.

Viele Grüße aus dem nordpfälzer Bergland,

Julian
 
Zurück
Oben Unten