Immer wieder brennen Landwirtschaftliche Maschinen bei der Hitze auf den Feldern

Ja,

ich frage mich immer, warum es die Kollegen nicht schaffen den Schlepper noch weg zu bekommen.

Oder wie sind die Pressen angekoppelt, das das nicht geht. Hydraulik, Steuerung; Druckluft  und Zapfwelle kann man ja

abreißen.

Gruß Matthias
 
Moin zusammen, haben erst kürzlich beim letzten Traktor-Veteranentreffen das Thema diskutiert.

Der Hauptübeltäter soll wohl die Kupplung sein, überwiegend K80, die sich nicht so schnell lösen lässt und darum ist der Schlepper auch sehr schnell betroffen.

Der Brand beginnt fast immer im Bereich der Aufnahme des Strohs,ein Stein reicht für die Funkenbildung aus ,und das Drame beginnt.

Zusätzlich kommen noch heißgelaufene Lager dazu.

Die Fahrer welche beim Lohnunternehmer fahren, berichten das wohl statistisch dieses Jahr 1,5-1,8 Maschinen pro Lohner brennen.

Jeden Abend wird Alles peniebel von Staub,Stroh und Hächselresten befreit um die Gefahr zu minimieren.

Dann kommt noch hinzu,daß das Stroh auf dem Acker auch gerne mitverbrennt,wo es doch eh schon knapp ist.

Schwere Zeiten für die Landwirtschaft.

Grüße vom Emslandschrauber Franz
 
Hallo,

Naja, das eine Presse sollte man aus dem Grund nicht mit K80 Kaufen. Sondern einer Zugöse, für Bolzen. Jeder große Landwirt heute hat einen großen, modernen, 200 PS Starken Trecker mit Klima davor, (wers nicht hat, lässt wohl pressen) der Serienmäßig ein Automatikzugmaul, Abreißkupplungen & eine 7-Polige Steckdose + Isobus-Stecker oder sowas, kann nicht die Welt kosten, vorallem, wenn eine 100.000€ Presse brennt. Ein Lohnunternehmen im Nachbarort hat das größte Zubringerfass mit Wasser gefüllt, um bei sowas noch es versuchen kann, zu retten. Sinn macht das auch, einen Trecker mit Grubber oder Scheibenegge bereit zu stellen, wenn geerntet wird. Das Problem ist, das heutige Schlepper so viel Kabel, Sensoren haben, die an jedem Punkt angebracht sind und mit aufbrennen können. Was das retten von Schlepper oder Presse fast unmöglich macht. Es bleiben ja nur wenige Minuten, das beste ist immer sofort Motor aus, weglaufen & Feuerwehr rufen.  (auch ein Batterietrennschalter + 1 Kilofeuerlöscher bringt da nicht viel, wenn Kabel schon brennen.) Habe dennoch beides bei einem 844 XL von ‘85 nachgerüstet, bei so einem Trecker ist das anders. Bei dem Wetter habe ich viele Liter zu trinken dabei....

Gruß Taake

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt,
Wer sein Fahrzeug ehrt, Der Fährt.
 
Moin, 

Uns ist vor 3 Jahren auch die Presse im Stroh abgebrannt. Zum Glück war es abends, sodass man die Glut sehen konnte. Wir haben den Trecker damals noch in aller letzter Sekunde davor weg bekommen aber auch nur, weil zufällig 2 Leute aufm Feld waren, einer kuppelt ab, der andere fährt weg. Wenn das über Tag passiert wäre, hätte man vermutlich die Glut nicht gesehen und der Trecker wäre mit abgebrannt.

Vor einigen Jahren ist im Nachbardorf auch eine Wickelkombination im Stroh abgebrannt. Die war in der K80 angehängt und der Fahrer konnte den Stützfuß nicht mehr senken, damit die Kugel aushakt, der ist dann mit der Presse wie son besenkter im Kreis und durch Gräben gefahren damit die Presse umfällt und er somit seinen Trecker retten kann. Ist auch mehr oder weniger geglückt (Trecker hatte noch nen Schaden von ca. 20000€)

Ich denke, dass es sehr schwer ist, vor allem am Tag erstmal zu sehen, dass die Presse brennt, da es ja auch vor allem im Stroh stark staubt, und wenn man es dann sieht, ist es auch oft zu spät. Also ich stell mich nicht zwischen ner brennenden Presse und dem Trecker, um das Zugmal aufzumachen, da ist mir mein Leben mehr Wert als son Trecker.

Gruß Jonas
 
Wenn ein Landwirt mit so einer Ölsardine arbeitet, muss er sich über nix wundern. Gruß Dieter, der "Linksdreher".eup-1136404002-b972e40b57ba7ad0f60fb38d2e8ad6f9-1533056410_big.webp
 
Weiß denn jemand, warum Strohpressen überhaupt mit K80 bestellt werden?
 
Wir werden unsere K80 wieder zurückbauen. Im Brandfall bekommt man die Quaderballenpresse nicht abgehangen, weil der hydraukische Stützfuß hilflos im Ackerboden versinkt. In unserer Region hier sind bisher zwei Quaderballen- und drei RB-Ballenpressen abgebrannt, ein Schlepper mit Schwader hat sich in Rauch aufgelöst und zwei Drescher sind verbrannt. Und letztes Wochenende eine Strohmiete mit über 500 Rundballen.

Gruß Zackie
 
In diesem Fall war es nicht die neue Presse die anfing zu brennen sondern der neue Fendt.

Der Fahrer hatte gerade angefangen zu Pressen als der Schlepper schlagartig stehen blieb.

War also nichts mit abhängen da der Schlepper defekt war. Vermutlich war eine Hydraulikleitung defekt.

Grüße von Manfred der beim Löschen dabei war
 
Danke Manfred für die Aufklärung!!!!

Wie so oft ist das, was man so an Informationen finden kann im Netz und in der Presse, etwas

lückenhaft. Eine Info aus erster Hand ist dagegen Gold wert.

Ich habe noch herausgefunden, das der Hubschrauber bei einem Übungsflug war, um das Löschen zu tranieren.

Konnte so unter realen Bedingungen üben.

Mich würde interessieren, wie die Bundeswehr mit der Feuerwehr kommuniziert hat.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias,

die Kommunikation erfolgte durch Sichtkontakt und Handzeichen, über Funk konnten wir uns leider nicht verständigen.

Der Hubschrauber überflog die Brandstelle, als der Pilot sah das wir verstanden haben was er vor hat setzte er zum zweiten Anflug an.

Leider öffnete er den Wassertank etwas zu früh sodass das meiste Wasser 2 Meter vor dem brennenden Schlepper landete.

Allerdings ist es bei der Rauchentwicklung und der Flughöhe sehr schwierig das kleine Ziel mit 750Liter Wasser zu treffen.

Gruß

Manfred
 
Hi Manfred,

coole Info aus erster Hand.

Das die BW und Ihr so gut Hand in Hand arbeitet könnt freut mich sehr.

Vielmehr euch blind versteht, wenn es darauf ankommt.

Das mit dem Treffen konnte man in dem Youtube Video schon erkennen.

Gruß Matthias

PS: Erinnert mich daran den Lüftungsschacht des Todessterns zu treffen, ich schweife ab.
 
Bluestar90:

Ja,

ich frage mich immer, warum es die Kollegen nicht schaffen den Schlepper noch weg zu bekommen.

Oder wie sind die Pressen angekoppelt, das das nicht geht. Hydraulik, Steuerung; Druckluft  und Zapfwelle kann man ja

abreißen.

Gruß Matthias
Hallo Matthias

der Lohnunternehmer ist ein Kunde von mir. Wie schon Manfred beschrieben hat ging das Feuer nicht von der Presse aus sondern vom Schlepper der aber auch nicht nagelneu war (auch wenn es ein Fendt ist muss man fair bleiben). Der Fahrer hat am Schlepper einen Knall gehört und bemerkt das es unter dem Schlepper brennt. Er ist sofort zur Presse gerannt und hat den Feuerlöscher geholt und den Schwad gelöscht. Dann wollte er wieder in die Kabine aber die hatte in der Zwischenzeit von innen angefangen zu brennen. Und jetzt war das Problem der hydraulische Stützfuß an der Presse, dieser konnte nicht mehr betätigt werden. Also ist es in diesem Fall egal ob K80 oder Zugmaul.

Laut Aussage der Lohnunternehmers gab es keine Kommuniktion zwischen Feuerwehr und Hubschrauber, der Hubschrauber befand sich zufällig auf einem Übeungsflug in der Nähe. Aber hier zeigt es sich das für die Piloten und den Bordmechaniker wichtig ist zu üben, wie auf Videos in YouTube zu sehen ist wurde das Ventil der Löschtonne immer zu früh gezogen. Aber trotzdem eine spektakuläre Aktion........!

Gruß Albrecht
 
Hätte hätte Fahradkette.Hinterher ist man immer schlauer :-).

Jedoch:

"..war das Problem der hydraulische Stützfuß an der Presse, dieser konnte nicht mehr betätigt werden. Also ist es in diesem Fall egal ob K80 oder Zugmaul."

Das stimmt nicht!

Für ne Zugmaulanhängung brauche ich keinen Stützfuß! Da ziehe/öffne ich den Anhängebolzen.

Ein kräftiger Ruck trennt brachial alle hydraulischen/elektrischen Verbindungen, die ZW-Hälften ziehen sich eh auseinander.

Fällt die Anhängung halt runter! Und?

Beste Grüße

+Matthes+
 
Das stimmt nicht!

Für ne Zugmaulanhängung brauche ich keinen Stützfuß! Da ziehe/öffne ich den Anhängebolzen.

Ein kräftiger Ruck trennt brachial alle hydraulischen/elektrischen Verbindungen, die ZW-Hälften ziehen sich eh auseinander.

Fällt die Anhängung halt runter! Und?

Beste Grüße

Genauso sehe ich das auch! Dafür heißen die Hydraulikstecker auch "Abreisskupplungen". Zugmaul auf und einmal herzhaft Gas geben !

Gruß Zackie
 
Hier die Aufklärung.

Der Fahrer hat am Schlepper einen Knall gehört und bemerkt das es unter dem Schlepper brennt. Er ist sofort zur Presse gerannt und hat den Feuerlöscher geholt und den Schwad gelöscht. Dann wollte er wieder in die Kabine aber die hatte in der Zwischenzeit von innen angefangen zu brennen.

Mfg...Anton
 
Und trotzdem hat man die Nerven und öffnet das Zugmaul und "ruckt" die Presse ab und fährt den Schlepper weit genug nach vorne. Sollte da das Schwad brennen, so kann ich es immer noch versuchen zu löschen, damit die Presse keinen Schaden nimmt. Ist natürlich der "Stress pur". Ich habe auf diese Art und Weise schon mal einen brennenden Anhänger "verloren". Kabel und Druckluftschläuche abgerissen. Das ist mit geringem Aufwand ersetzbar.

Gruß Zackie
 
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