Instandsetzung AS

messler

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29 September 2013
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Hallo,

Mein Vater hat im September eine AS Bj. 1970 mit ca 10000 std. gekauft.

Nachdem der Schlepper bei uns war musste einiges gemacht werden. Am 29.09.13 begann ich dann damit den Schlepper zu zerlegen.

Klar war das : - der Kühler überholt werden musste.

                       - die Kupplung erneuert werden musste.

                       - der Motor komplett zerlegt, gereinigt und überholt werden muss. Nach dem zerlegen und reinigen im Säurebad

                         wurde eine geschliffene IH Kurbelwelle (0,25mm) mit neuen Lagern, neue Kolben und Büchsen

                         von K+S, eine neue WaPu, ein Dichtsatz (ist ja logisch), neue Nockenwellenlager, neue Ventile

                         mit Schaftabdichtungen und etliche Kleinteile wie z.B. Düsenstöcke erneuert.

                        Der Kopf wurde auch zerlegt, gereinigt und geplant.

                       - Die Vorderachse überholt werden musste.

                       - Die Kardanwelle erneuert werden musste.

                       - Die komplette Hydraulikanlage gereinigt und neu abgedichtet werden musste.

                       .....und noch einiges mehr. Hier jetzt erstmal Bilder

 







                        

 
 
Moin Jakob,

da hast du dir aber etwas vor genommen.

Der Trecker ist es aber auch wert, eine tolle Maschine.

Viel Erfolg und Spaß beim Instandsetzen.

Gruß

Jörg
 
der Thread sollte eigentlich Instandsetzung 624 AS heißen aber irgendwie gingen die Zahlen verloren...

 

















 
Hallo Lef,

einiges habe ich zum Glück schon hinter mir.

Die Antriebswellen der Vorderachse wurden mit WIG aufgeschweißt und anschließend abgedreht.



Das Differential und die Planetengetriebe der Vorderachse wurden zerlegt, gereinigt und neu abgedichtet.

Auch die Kreuzgelenke wurden erneuert. Leider gab es die Kreuze nicht mehr mit dem original Maß (dicke) also mussten die

neuen leicht "modifiziert" werden.

 
 
Dann wird das ja eine wertige Instandsetzung.

Hast du den KW Wellendichtring Halter selber geschweißt ? Wieso geht so einer denn kaputt ?

Gruß Pascal
 
Hallo Pascal,

Ja habe denn Deckel selber mit WIG und Aluzusatz geschweißt.

Warum dieser gerissen war weiß ich nicht. Aber zum Glück war der Riss nur oberflächlich und konnte ohne große Mühe ausgeschliffen und geschweißt werden.
 
Hallo,

wie hast du denn die Nockenwellenlager innen ausgedreht?

Ich wollte bei meinem 423 neue Nockenwellenlager einbauen,

die waren aber vom Innendurchmesser zu klein und hätten beim Motoreninstandsetzer dann nach dem Einsetzen

in den Motorblock aufgebohrt werden müssen, so die Meinung des örtlichen IHC Händlers.

Gruß Sebastian
 
IH-Acker:

Hallo,

wie hast du denn die Nockenwellenlager innen ausgedreht?

Ich wollte bei meinem 423 neue Nockenwellenlager einbauen,

die waren aber vom Innendurchmesser zu klein und hätten beim Motoreninstandsetzer dann nach dem Einsetzen

in den Motorblock aufgebohrt werden müssen, so die Meinung des örtlichen IHC Händlers.

Gruß Sebastian
Hallo,

mit den Lagern ist ne ganz einfache Sache. So wie dein Händler die Sache beschrieben hat ist tödlich für den Motor.

Die Lager sind heute nur noch im Roh- oder Semi Maß zu bekommen. Das bedeutet sie müssen aufgedreht oder gerieben werden.

Wenn man den Block aufbohren würde, wäre kein halt mehr für die Lager gegeben und diese würden sich im Sitz drehen...

Also habe ich die alten Lager ausgebaut, den Bohrungsdurchmesser im Block gemessen und den Außendurchmesser der Nockenwelle. Laut einem befreundetem Motorenbauer sollte die NW (Nockenwelle) ca. 0,08mm Spiel in den Lagern haben.( Im eingebauten Zustand!) 

Dann habe ich eine Vorrichtung von einem Dreher anfertig lassen, in die man die NW Lager einsetzt und diese auf das Maß der Blockbohrung zusammendrückt. Danach wurden die Lager auf den Außendurchmesser der Nockenwelle aufgedreht (+  8 hundertstel für´s Spiel). Wenn dann die Lager aus der Vorrichtung gespannt werden dehnen sie sich ja wieder aus und gewährleisten den festen Sitz im Block. Danach wurden die Lager mit einer speziellen Vorrichtung in den Block gezogen.
 
Hallo Tim,

bist ja fast um die Ecke von mir daheim =)

Ja ist noch viel Arbeit. Morgen wird erstmal am Motor weitergemacht und die Kupplungsgestänge wieder eingebaut.

 
So,

heute abend gings dann weiter. Anbauteile wie Hydraulikölfilter und Kraftstoffleitungen habe ich montiert und das Gestänge im Kupplungsgehäuse wieder eingebaut.

Um das Schlagen der Vorderachse auf den Bock beim Pendeln etwas zu verringern, wurden die Anschläge des VA-Bocks um 10mm gekürzt und jeweils 2 Hartgummidämpfer auf die Anschläge geschraubt.

 
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