Instandsetzung Bremse an IHC 644AS

TiJu666

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12 Mai 2012
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Wietmarschen
Hallo zusammen,

wir haben bei unserm 644 AS am Wochende ebenfalls die Bremsen erneuert und ich hätte eine Frage dazu.

Wir haben ebenfalls die Belege gewechselt und die Kugel und dieLaufbahnen gereinigt und mit Kupferpaste wieder eingesetzt.

Auf der rechten Seite alles wieder zusammen gebaut und dann mit einer Wasserpumpenzange einen "Bremsvorgang" simuliert - scheint zu funktionieren. Bremse nicht betätigt, Achse lässt sich drehen - Bremse betätigt, Achse lässt sich nicht drehen.

Auf der Linken Seite alles wieder zusammen gebaut lässt sich die Achse im Ruhezuzstand allerding nicht drehen. Also alles wieder auseinandergenommen und nochmal nachgeschaut ob was verdächtiges zu sehen ist. Ich konnte nichts verdächtiges sehen also haben wir die Achse wieder zusammengebaut, allerdings nur locker zusammengesteckt ohne die Schrauben des Achstrichters festzuziehen. Jetzt lässt sich die Achse im Ruhezusatnd bewegen aber sobald man die Schrauben des Achstrichters festzieht blockiert die Bremse wieder, lässt sich aber mit einer Wasserpumpenzange an der rechten Seite der Bremswelle lösen.

Es scheint mir als sei der Bremsautomat zu dick. Kann dies sein? oder wo liegt der Fehler?

Da die drei Federn in der Mitte des Bremsautomaten noch einen guten Eindruck machten haben wir die nicht gewechselt.Kann es sein das die Federn den Auomaten nicht genügend zusammendrücken oder haben wir beim Zusammenbau des Automaten etwas falsch gemacht? Evtl zu viel Kupferpaste sodass die Kugeln nicht ganz zurückrollen können?

Bremspedale und -gestänge sind noch nicht montiert. Fotos hab leider keine gemacht.

Für jegliche Tipps bzw. Anmerkungen bin ich sehr Dankbar

Gruß

Timo
 
die Federn dürften nicht das primäre Problem sein.

Hast du alle Kugelführungen auf Gradbildung überprüft? Nicht, dass der Automat in Endstellung hängen bleibt, dann blockiert selbstverständlich der Antrieb.

Ich hätte ev. noch einen anderen Verdacht. Ich hab schon von Belägen gehört, die nicht maßhaltig sind. Wenn deine neue Bremse nicht genügend Freigang hat blockiert sie auch.

mm, bei meiner legt man alles ins Gehäuse und legt was über die plane Fläche und misst nach. Wie man das am Besten bei der Achstrichterbremse des 624 macht weiß ich nicht so genau.

Meine neuen Federn für den Automat sind heute gekommen, allerdings die Kugeln kommen erst morgen.

Sind deine Kugeln beschädigt? Chromschicht angegriffen, matte Stellen?

Hast du BIlder, stell die mal ein

Gruß, Matthias
 
Danke für die Antwort Matthias,

Die Kugeln und die Laufbahnen sahen zwar nicht mehr "neu" aus aber Beschädigungen hab ich nicht sehen können, bzw. nicht als solche erkannt.

Bilder hab ich leider keine gemacht, es kann auch noch ein paar Tage dauern bis ich die Bremsen nochmals losnehme... Werde mich dann hier nochmals melden.

Gruß

Timo
 
Hallo Timo

hier beschrieben, die Maße für deinen 644

(Auszug aus dem WHB) // vielleicht hilft,s dir weiter

      mfG.  Reinhold
 
Hallo zusammen,

wir haben die Bremsen nochmals freigelegt. Es scheint so das tatsächlich die Bremsbeläge zu dick sind.

Die Bremsscheiben haben eine Dicke von 13mm, dürften aber Laut WHB nur 12,4mm dick sein (Serie Z 3041, mit Führungsring).

Der Bremsautomat hat eine Dicke von 36mm (WHB max.35,84).

Können diese um 1,2mm zu dicken Bremscheiben (2*0,6mm) tatsächlich zu eine blockieren der Bremse führen?

Die Kugelführungen sind zwar angelaufen, ich kann aber keinen Grat fühlen. Gleiches gilt für die Kugeln.

Würdet Ihr die Kugeln und die Federn trotzdem austauschen?

Gruß

Timo

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Der Bremsautomat war doch auch vorher drin mit dieser Materialstärke.

Ich hab da schon mal von gehört, dass Beläge auf Maß runtergeschliffen werden müssen. Damals war das wohl allgemein üblich. Dachte aber immer, dass diese zeiten vorbei sind.

Bei mir hat alles exakt nach den Maßvorschriften des WHB gepasst. Zur Not müssen die Beläge angepasst werden.

Was die Kugeln anbelangt. Im WHB steht was von Schäden oder matte Stellen. Bei dir würde ich mal nur matte Stellen unterschreiben. Man soll dann tauschen. Frag mich aber nicht, was das für Auswirkungen hätte, die weiterhin drin zu lassen. Vermutlich wird das weitere abplatzen der Chromschicht über die Jahre dazu führen, dass Kugeln und Laufbahn aneinander reiben und sich der Laufsitz immer weiter schädigt.

So schlecht sehen die Kugeln auch noch nicht aus. Bei mir war ja eine richtig blau und Chrom komplett verbrannt. Da ist die Entscheidung leicht. Das musst du wissen, was du machen willst.

Mein IH- Händler tauscht grundsätzlich Federn und Kugeln.

Bei diesem Automatentyp mit den drei innenliegenden Federn hab ich schön des öfteren Federbrüche gesehen. Auch geht über die Jahre Spannkraft verloren.

Bei der Achstricherbremse wie deiner würde ich mir gut überlegen, ob ich da nochmal bei will, bei dem Aufwand beim zerlegen. Bei den kleinen CM- Schleppern und 33ern ist das ja viel einfacher mal schnell zu zerlegen.

Ich würde die Federn erneuern und die Kugeln mal nachpolieren, wenn immer noch was sein sollte, austauschen. Die kosten nicht die Welt. Ich meine ich hätte pro Kugel ca. 5€ plus Steuer bezahlt als Original CNH Ersatzteil. Meine hatten ca. 22mm Stärke.

GRuß, Matthias
 
Hallo zusammen,

wir haben die Bremsbeläge jetzt letzendlich minimal runtergeschliffen, sodass sich die Achse frei drehen lässt.

Das Schleifen von Bremsbelägen scheint seinerzeit tatsächlich nicht unüblich gewesen zu sein.

Gruß

Timo
 
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