Ist Dauerstrom an Lichtmaschine korrekt?

bohrmeister

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Tag zusammen. Dies ist meine erste Frage ans Forum.

Bei meinem D430 geht die Ladekontrollleuchte nicht aus wenn Motor an ist. Ich habe versucht die Lima zu Remagnetisieren (7Jahre Stillstand) durch Drücken des Reglers. Hat aber nicht geholfen.

Nun habe ich festgestellt, dass an der Lichtmaschine dauernd Strom anliegt. Auch wenn der Zündschlüssel abgezogen ist.

Aus dem Stromlaufplan im Schrauberbuch werde ich nicht schlau. Ist das richtig so?

Grüße, Lutz
 
Hallo Lutz,

das muss so. Die Lichtmaschine muss mit der Batterie verbunden sein um sie zu laden

Gruß Pascal
 
Hallo,

ich gehe mal davon aus, das du keine Drehstrom-Lima hast, sondern eine "alte" Gleichstrom-Lima.

Wenn dem so ist, darf bei stehendem Motor kein Strom an D+ anliegen. Das muß der Rückstromschalter (ein Teil im Regler) trennen.

Normalerweise müßt deine Lima mit diesem Fehler im Stand warm werden.

Schraube mal das Kabel ab und probiere ob die stehende Lima Strom zieht.  Das darf nicht sein ! Regler/Rückstromschalter defekt !

Auf jeden Fall  unbedingt die Batt. im Stand abklemmen!  (mit diesem Fehler besteht Brandgefahr)

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Stimmt, hatte jetzt nur meinen 423 im Kopf
 
Guten Morgen!

@Psacal@Jürgen

Zunächst erstmal liegt Dauerplus von der Batterie mit einem dicken Kabel an der Lichtmachine an, auch wenn Zündschlüssel abgezogen ist.

Daneben liegt ein dünneres Kabel. Das ist so vermutlich richtig?

Ich habe gestern abend die Lima ausgebaut und bin mit Kabel und Batterie+ direkt  an die eine Kohle der Lima gegangen, Masse ans Gehäuse der Lima.

Die Lima lief als Motor mit Drehrichtung wie im Trecker. Dann ist die Lima selber wohl in Ordnung?

Die Verkabelung in der Lima und am Regler habe ich aber noch nicht ganz durchschaut.

Kann ich den Regler auch irgendwie überprüfen? Forensuche brachte mich nich so recht weiter.

Grüße, Lutz
 
Guten Morgen!

@Psacal@Jürgen

Zunächst erstmal liegt Dauerplus von der Batterie mit einem dicken Kabel an der Lichtmachine an, auch wenn Zündschlüssel abgezogen ist.

Daneben liegt ein dünneres Kabel. Das ist so vermutlich richtig?

Ich habe gestern abend die Lima ausgebaut und bin mit Kabel und Batterie+ direkt  an die eine Kohle der Lima gegangen, Masse ans Gehäuse der Lima.

Die Lima lief als Motor mit Drehrichtung wie im Trecker. Dann ist die Lima selber wohl in Ordnung?

Die Verkabelung in der Lima und am Regler habe ich aber noch nicht ganz durchschaut.

Kann ich den Regler auch irgendwie überprüfen? Forensuche brachte mich nich so recht weiter.

Grüße, Lutz

Nachtrag: Bei abgezogenem Zündschlüssel fließt kein Strom aus der Batterie ins Stromnetz des Treckers.
 
Hallo,

wenn du deine Lima im ausgebauten Zustand wie einen Motor laufen lassen kannst, kann es nur (wie von mir vermutet) eine Gleichstrom-Lima sein.

Wenn an dem "dicken" Kabel Dauerplus anliegt ( Der Anschluß müßte die Bezeichnung D+ haben) ist wie vermutet der Regler defekt.

Vorausgesetzt alles ist richtig verkabelt.

In dem Regler sind zwei Kontaktpaare.

Ein etwas kleineres, was den Anschluß DF (Dynamo Feld) regelt, und ein größerer Kontakt ( dicke Spule)

Dieser größere Kontakt verbindet deine Lima (D+) mit der Batterie (B+),  und zwar ab dem Moment wo die Lima Stron abgibt.

Der Kontakt trennt die Lima von der Batterie wenn kein Ladestrom mehr kommt.

Das machen heute bei modernen Drehstrom-Lima die Dioden, bei denen der Strom nur in eine Richtung fließen kann.

Damals (bei Gleichstrom -Lima)  wurde das noch mechanich gemacht.

An deinem Regler müßte ein Anschluß B+ sein, dieser ist mit der Batterie verbunden.

In der Praxis geht das Kabel meistens zum dicken Anschluß am Starter (Klemme30)

Wenn nur über einen defekten Rückstromschalter im Regler Dauerplus am Anschluß D+ der Lima anliegt, müßte die Lima im eingebautem Zustand ohne K-Riemen ebenfalls wie ein Motor laufen wollen.

Wenn du dann das Kabel B+ am Regler abklemmst, dürfte kein Strom mehr an der Lima D+ anliegen, und die Lima dürfte (ohne K-Riemen) auch nicht mehr drehen.

Wenn das der Fall ist benötigst du einen neuen Regler.

Alles was ich hier geschrieben habe, bezieht sich auf ein System von Bosch ( Regler & Lima)

Wenn keine Bosch-Teile verbaut sind, ist es bei anderen Herstellern ähnlich, aber die Anschlußbezeichnungen können anders sein.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
@Jürgen

Danke für die schnelle Antwort.

Ich werde jetzt etwas Zeit brauchen um Deine Angaben und Vorschläge zu durchdenken, da ich von Elektrik kaum Ahnung habe.

Ich werde mich auch noch weiter über Limas und Regler schlaulesen. An meiner Lima Und Regler sind leider keinerlei Klemmenbezeichnungen zu erkennen.

Melde mich dann wenn neue Erkenntnisse vorliegen

Grüße, Lutz
 
Hallo zusammen

Heute habe ich die Lima wieder eingebaut und welch Wunder: Ladekontrollleuchte ging aus sofort nach dem Start.

Ich habe den Verdacht, dass eine der Lima-Kohlen in ihrem Schacht feststeckte. Bevor die Lima gestern abend wie ein Motor lief habe ich die nämlich einmal gängig gemacht.

Nur wurde die Lima im Betrieb sehr warm, geschätzte 70 Grad und die Spannung an der Batterie stieg nur von 12,3V bei stehendem Motor auf 12,8V bei etwa Halbgas. Da liegt vielleicht noch ein internes Problem in der Lima vor. Die beiden Kontakte des Reglers sind soweit gängig und sauber. Ich werde noch etwas weiterforschen.

Schönes WE, Lutz
 
Hallo Jürgen

Ich glaube -soweit ich die el. Anlage verstanden habe- ist das korrekt.

Ich habe mittlerweile die Lima zerlegt, da die Lager sowieso Geräusche machten und der Kollektor sichtbar eierte.

Möglicherweise liegt hier der Grund für die mangelhafte Leistung der Lima. Die Kohlen werden bei höheren Drehzahlen einfach auf dem Kollektor "gesprungen" sein. Werde die Lima wieder zusammensetzen und erstmal einlagern.

Nun plane ich das Ganze auf eine modernere Drehstromlichtmaschine umzubauen.

In der E-Bucht habe ich nach passenden Limas gesucht. Mehrfach wurden wohl schon VW Limas (Golf 2)verwendet. Die erschienen mir aber ungünstig, da das Auge für den Spannbügel zu weit nach außen absteht.

Passender schien , zumindest nach den Bildern, eine Lima von französischen Autos zu sein (Peugeot 106, Citroen Saxo etc). Da sitzt das untere Befestigungsauge von der Riemenscheibe aus betrachtet an 6 Uhr, während das Auge für den Spannbügel etwa an 14 Uhr sitzt (bei VW läge das bei etwa 11 Uhr). Riemenscheibe sollte auch passen.

Werde weiter berichten, wie der Umbau weitergeht. Die Lima wird wohl Ende der Woche ankommen. Dann  kann ich sehen, ob das alles so hinkommt wie ich gedacht habe.

Grüße, Lutz
 
Guten Morgen.

So, jetzt ist der D430 auf Drehstrom umgerüstet. Das ging völlig problemlos und preisgünstig. Die angedachte Lichtmaschine kam am Freitag an und war am Samstag eingebaut. Das untere Halteauge musste etwas angepasst werden. Eine 10er Gewindestange dient zum Einstellen der Flucht des Keilriemens. Oben habe ich 2 Bleche mit Langlöchern gemacht, ähnlich wie die originalen, nur kürzer. Gesamtkosten 14€ für Lima inclusive Versand bei E-Bucht.

Ladestrom liegt ab Lehrlaufdrehzahl vor. Die Lima ist von Bosch,hat nominell 70A. Obwohl die Drehzahlen des Motors deutlich geringer sind als im PKW sollte immer genügend Saft zur Verfügung stehen.

Dieses Problem ist jetzt gelöst. Leider läuft der Trecker nur auf 3 Zylindern. Der 4. Auslasskanal wird nicht warm. Tausch der Einspritzdüse vom 1. zum 4. Zylinder brachte keinen Erfolg. Aber das ist eine andere Baustelle. Ich freue mich erstmal über die neue Lima.

Grüße, Lutz
 
@ Jürgen

Danke für die Beileidsbekundung.

Mein mächster Schritt dürfte ein Kompressionstest sein da:

Glühkerze sieht intakt aus, schwarz-bräunlich, nicht anders als an funktionierendem Zylinder

Einspritzdüse unter den Zylindern getauscht--> 4. zündet damit auch nicht

Einspritzdüse frei spritzen lassen--> fein zerstäubt, Kegel ca. 30Grad (Motor ist dabei auf den anderen Zylindern angesprungen, ohne Vorglühen!)

Im Ansaugtrakt finden sich kleine, bis 0,5mm große Kohlepartikel, der durch den Ansaugkanal sichtbare Ventilteller des Einlassventils zeigt Kohleverkrustungen auf der Oberfläche.

Kann Kohle auf den Ventilen die Kompression soweit verringern, dass keine Zündung mehr stattfindet? Nach meinem Verständnis ja.

Kann ich diese Verkrustungen irgendwie entfernen ohne Den Kopf runterzunehmen? Freibrennen unter Maximaldrehzahl funktionierte nicht. Nur die ganze Gegend war verqualmt. Auslasskanal des 4. Zylinders wurde nur handwarm während die andren richtig heiß wurden.

noch etwas ratlos, Grüße, Lutz
 
Wenn es in irgend einer Form an den Ventilen liegt, müße er ein merkwürdiges Verbrennungs/ Arbeitsgeräuch machen.

Das Motorgeräuch müßte sich ändern wenn du den Düsenanschluß der Einspritzdüse bei laufenden Motor lößt.

Wenn es am Ruß auf den Ventilen liegt, müße das entsprechende Ventil eigendlich mit der Zeit durchbrennen.

Da der Auspuff garnicht warm wird, giebt es in diesem Zylinder scheinbar keine Verbrennung.

Als erstes (nach dem Kompressionstest)  würde ich dann mal den Ventildeckel abmachen und sehen ob die Ventile vom defekten Zylinder ausreichend Spiel haben, und ob diese überhaupt richtig öffnen und schließen.

Das kannst du sehen, wenn du vergleichtst wie weit die Ventiele bewegt werden, ob er Bewegungsweg bei allen Ventilen ca gleich weit ist.  

Wenn dort augenscheinlich nichts ist, wird wohl der Kopf runter müssen. Kompression messen wäre auch gut.

Achte darauf , wenn du  zum Test nur einen Zylinder prüfen willst, bei den anderen die Einspritzleitungen zu lösen, damit er nicht aus Versehen anspringt.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
@Jürgen

danke für die Antwort

Ventilspiel ist OK

Motorgeräusch ändert sich nicht wenn Einspritzleitung gelöst wird

Ich glaube, der 4. Zylinder zündet einfach nicht.

Gestern war ein Bekannter mit einem Motometer/Kompressionstester bei mir. Leider hatte das Gerät keinen Schraubanschluss, sodass das Teil sich nur mit Gummikegel ins Glühkerzenloch drücken lies. Es zeigte etwas über 16bar im 4. Zylinder. Dann haben wir etwas Motoröl in den Zylinder gespritzt und den Test wiederholt: Der Bekannte konnte das Gerät trotz seiner geschätzten 99kg nicht auf dem Kerzenloch halten, so groß war der Druck.

Seine Vermutung (ist Autoschrauber) war dass die Kolbenringe verschlissen sind oder festgebrannt/festgerostet sind.

Sein Vorschlag war: Trecker unter Vollast ein paar Stunden laufenlassen zb. vor einer Pumpe, um Kolbenringe ev. wieder gängig zu machen.

Das scheidet für mich aus, weil da die ganze Gegend zugequalmt wäre. Außerdem habe ich keine Pumpe nötig.

Schnellere Möglickeit sei mit Bremsflüssigkeit den Zylinder von innen freizubrennen (nur bei ordentlich Wind...)

Ansonsten muss wohl wirklich der Kopf runter

Grüße, Lutz

ps. der thread entwickelt sich vom Ursprungsthema weg
 
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