Moin moin,
ich habe mir den Film gestern mit meiner Frau angesehen.
Als erstes mal war ich überrascht wie voll das Kino war, so voll das Gruppen nur noch Einzelplätze bekommen haben und nicht zusammen
sitzen konnten. Das habe ich zuletzt in meiner Kindheit gesehen.
Dann fand ich die Zusammensetzung der Zuschauer ganz witzig, da saß der Junglandwirt neben dem langhaarigen Öko aus den 1960er
und zwischen drin irgentwo der Vollblut Naturschützer der schon vorher das Gesicht zur Faust geballt hatte.
Nach dem Film konnten dann noch alle miteinander diskutieren, dazu hatte ich aber keinen Bock.
Zum Inhalt:
Der ganze Film handelt in Österreich, da sind die Höfe "annehmbar". Deshalb habe ich auch öfters mal gedacht:
"Naja, geht ja noch.". Ab und an waren da natürlich ein paar, mir nicht bekannte, Aspekte und Informationen drin.
Ich denke das der Film mehr für die Verbraucher und nur zweitrangig für Landwirte bestimmt ist, wer keinen bezug
zur Landwirtschaft hat wird die Hände über den Kopf zusammen geschlagen haben.
Ich habe für mich zwei Sachen mitgenommen:
1. die Bauern sind in einer Spirale gefangen in der es nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder wachsen und
versuchen zu überleben oder aufhören. Alles dazwischen sind nur Nieschen weil der Verbraucher einfach nur
auf billig steht. Einer hat das ganz treffend gesagt: "damit ich mir das nächste teure Auto oder Handy kaufen kann,
müssen die Lebensmittel möglichst billig sein."
2. Irgentwann wird es uns mit den Bauern wie mit z.B. ZF Getriebe. Die sind nebenan, produzieren irgentwas, aber wie das geht weiss ich auch nicht.
Trotzdem kann ich den Film echt empfehlen.
Gruß
Bernd