kleine Überraschungen

Flettmue

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Nachdem ich Mitte November meinen D324 bekommen habe, musste ich als Erstes feststellen (bei der Besichtigung gabe es keinen großen Spannungsabfall der Batterie), dass der Regler der Lichtmaschine defekt war.

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Also musste eine neuer Regler her.

Ein elektronischer kam nicht in Frage, deshalb ein externer Bosch-Regler.

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Keine Angst, er hat keinen Kontakt mit dem Auspuffkrümmer und passt auch gut unter die Verkleidung.

Da auch die Temeraturanzeige des Kühlers nach 20 min. Betrieb kaum aus dem Anschlag herauskam und erst nach Abschalten des Traktor ein wenig ansteieg, war klar:

Die Temperaturanzeige ist okay, das Thermostat ist defekt.

Dann erstmal  Arbeitsunterbrechung.

Also: Thermostat besorgen und einbauen (16.12.). Nun wurde Druck aufgebaut mit dem Ergebnis, dass der Wasserpumpenflansh undicht war.

Also den Flansch per Hand schleifen und zusätzlich mit "Dirkow HT" abdichten, erfolgreich 17.12.).eup-1137061228-765f993a635639d463d0f00230d04db2-1608308027_big.webp

Nächste Überraschung:

Undichtigkeit in in der Nähe des Anschlusses des Entlüftungsschlauchs am Kühler.

Da wurde offensichtlich schon einmal mit Weichlot und einem kleine Stück Blech repariert. Durch unterschiedliche Schwingungen des Motorblocks und des Kühlers und die Übertragung der Schwingungen durch den Entlüftungsschlauch war die Falznaht durch Materialermüdung undicht geworden.

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Und am 18.12.:

Zunächst habe ich die Kante neu gelötet.

Danach:

Ein zugeschnittenes und an der unteren Kante gefaltetes Stück Zinkblech mit "Flüssigmetall" über die schadhafte Stelle geklebt und aushärten lassen.

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Zum Schluss wurde der Kühlerflüssigkeit ein Dichtmittel beigefügt.

Jetzt fehlt nur noch die rote Mc Cormick-Farbe

Da hierzu ein mindestens 10-minütiger Motorlauf erforderlich war. konnte ich auch gleich eine Funktionsprüfung mittels Probefahrt unternehmen.

Mit dem Ergebnis bin ich fast zufrieden. Jetzt warten als nächstes 2 "Rundschnurdichtungen" der Handbremswelle auf Austausch.

Werde berichten, ob es ohne Zapfwellenausbau und ohne Demotage des Krafthebergehäuses geht. Lt. Ersatzteilzeichnung soll das klappen. Der "Linksdreher" hat mir das auch bestätigt.

Hier ein Gruss an den "Linksdreher".
 
Hallo Flettmue,

 " Also musste eine neuer Regler her.

Ein elektronischer kam nicht in Frage, deshalb ein externer Bosch-Regler. "

Das ist jetzt verwirrend, da der von Dir verbaute Regler auch elektronisch arbeitet. Zudem ist der Platz ungünstig gewählt, da Elektronik und Wärme keine Freunde sind.

Gruß Demian
 
Ich hätte auf Kühlerdicht verzichtet. Habe damit keine guten Erfahrungen gemacht. War alles voll von dem Modder und dicht wurd es auch nie. Aber wenn er jetzt dicht ist und nicht volle Pulle arbeiten muss dann lass es so.
 
Moin,

ich möchte Dich nicht entmutigen, jedoch kenne ich aus meiner ADAC Zeit kein Kühlerdicht,

was dauerhaft dicht hält und auch keinen Kleber der einen Kühler dauerhaft abdichten könnte.

Löten oder Neu, der einzig wahre Weg, zu einem guten Baugefühl....

Es gibt Kühlmittel was kleine Undichtigkeiten zusetzen kann, VW und Co verwenden dieses schon seit Jahren...

Grüße Mathias
 
Moin wie schon erwähnt wurde, würde ich den externen Regler weg von der Temperatur legen. Bei meinem 423 liegt der auch weiter weg im trockenen und temperaturneutral.

VG

Markus
 
Moin IHC-Freunde,

danke für die Hinweise.

Zum Regler:

Wir (mein Kumpel, gesuchter Spezialist für die Verkabelung historischer Fahrzeuge, und ich) waren uns bewußt, dass es bezüglich des Einbauortes eine Abwägung zwischen möglichst kurzen Leitungen und einer guten Masseverbindung und dem Risiko der Wärmeableitung geben musste.

Allerdings ist auch der serienmäßig in das Lichtmaschinengehäuse eingebaute Regler kaum besser gegen die Wärmeabstrahlung des Krümmers geschützt, eher liegt er ja im enormen Luftstrom des Ventilators hinter der Lichtmaschine. Werd jetzt meine Erfahrung machen.

Zum Kühler:

Habe vor der Verwendung des Klebers den Falz gelötet. Mit Kühlerdichtungsmittel hab ich bereits bei einem AUDI 80 Turbodiesel eine gute Erfahrung gemacht (damals musste man die aufgequollenen Überbleibsel aus dem Ausgleichsbehälter entfernen). Moderne Dichtmittel (wie zum Beispiel für Heizungsanlagen) kristallisieren beim Kontakt mit Sauerstoff und verschließen die Leckage. Nach der Injektion können sie dauerhaft im Heizungskreislauf verbleiben, ohne die im Vergleich zur Wasserpumpe eines Traktors weitaus empfindlicheren Umwälzpumpen zu schädigen.

Bislang ist der Kühler jedenfalls dicht. Einen Neuen kann ich immer noch spendieren.

LG und einen schönen vierten Advent

Carsten
 
Also zu Thema Kühlerdichtmittel muß ich Carsten Recht geben, so schlecht und gefährlich für den Kühlkreislauf ist das Zeug nun wirklich nicht. Auch wenn manch einer es regelrecht verteufelt. Meine Aussage begründet sich auf eigener Erfahrung: LKW nach 10 Jahren, Kühlernässen an verschiedenen Stellen, Kühlerdicht eingefüllt, ca. 15 Minuten bei Betriebstemperatur ( 90° ) gefahren. Ergebnis: Kühler war für die nächsten 8 Jahre wieder dicht. Nach 18 Jahren wurde der LKW dann verkauft.

Gruss Klaus
 
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