Kolbenkühlung bei IHC-Motoren

1046-Mann

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21526 Hohenhorn
Hallo IHC-Gemeinde,

mich würde mal interessieren wie die Kolbenkühlung in den IHC-Motoren aufgebaut ist und wie sie aussieht. Hat jemand Bilder davon?

mfg 1046mann
 
da gibt es nicht viel zum erklären. es ist eigentlich nichts anderes als im pleuel eine bohrung die das motorenöl nach oben zum kolbenboden spritzt./styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Ich danke für die Antwort.
Leider kann ich mir die Bohrung am Pleul nicht bildlich vorstellen!
Kann jemand Bilder liefern oder vllt. auch Konstruktionszeichnungen?

Gruß 1046mann
 
Hallo,

ganz einfach, das untere Pleuellager wird von der Kurbelwelle aus geschmiert, in diesem Lager befindet sich eine Schmiernut, mit einer Bohrung, diese Bohrung deckt sich mit der Bohrung im Pleuel.

Die Bohrung im Pleuel führt vom Pleuellager durch die Pleuelstange rauf zum Kolbenbolzen, id der Kolbenbolzenlagerbüchse befindet sich wieder eine Bohrung, diese deckt sich auch wieder mit einer Bohrung im Kolbenbolzenlager, von dieser Bohrung führt ebenfalls eine Schmiernut, halbkreisförmig um den Kolbenbolzen herum, zu einer weiteren Bohrung, diese deckt sich mit, (na was?), noch einer Bohrung auf der oberseite des Pleuelauges, und spritzt so das Motoröl von unten auf den Kolbenboden,

ich hoffe, ich habs einigermaßen veständlich erklärt,

gruss Schorsch
 
Hallo 1046-Mann,

die Kühlung der Kolben ist bei IHC nicht speziell, sie ist bei allen Kolbenmotoren gleich.
Zitat aus Europa Fachbuch Kraftfahzeugtechnik:
>>> Durch die Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches entstehen im Verbrennungsraum Temperaturen zwischen 2000 °C und 2500 °C. Ein großer Teil der Verbrennungswärme wird über den Kolbenboden, die Kolbenringzone und die Kolbenringe an den gekühlten Zylinder abgegeben. Auch das Schmieröl führt Wärme ab. Trotzdem beträgt bei Leichtmetallkolben die Betriebstemperatur am Kolbenboden noch 250 °C bis 350 °C und am Kolbenschaft bis 150 °C.
Die Erwärmung verursacht eine Dehnung des Werkstoffes, die zum Fressen des Kolbens führen kann. Durch geeignete Formgebung (z.B. keglige Kolbenringzone, ovaler Kolbenquerschnitt) muß die unterschiedliche Wärmedehnung an den verschiedenen Stellen des Kolbens ausgeglichen werden.Der Kolben soll eine möglichst gute Wärmeleitfähigkeit besitzen, damit die Wärme rasch abgeführt wird. Er muss außerdem warmfest sein.
 
Danke für die fachkundigen Antworten!

Ich bin davon ausgegangen, dass im Motor Düsen für jeden Kolben sitzen, die das "Kühlöl" na oben spritzen!
Hab wohl falsch gelegen!

mfg 1046mann
 
ihc353s:

noch einer Bohrung auf der oberseite des Pleuelauges, und spritzt so das Motoröl von unten auf den Kolbenboden,

ich hoffe, ich habs einigermaßen veständlich erklärt,

gruss Schorsch

Hallo Schorsch,

ich erlaube mir, deine fachliche Ausführung zu ergänzen:

>>> Vom nach oben gewölbten Kolbenboden verlaufen 4 Bohrungen in die unterste Kolbenringnut (hier sitzt ein Ölabstreifring), durch diese Bohrungen gelangt das sich im Kolbenboden befindliche Öl in die Kolbenringnut, um den Kolben und die Zylinderlauffläche mit Öl zu versorgen. Gleichzeitig wird überschüssiges Öl, welches durch den Ölabstreifring von der Zylinderwand abgestreift wird zurück in die Ölwanne befördert, um zu verhindern, dass Spritzöl aus dem Kurbelgehäuse in den Verbrennungsraum gelangt.
 
1046-Mann:

Danke für die fachkundigen Antworten!

Ich bin davon ausgegangen, dass im Motor Düsen für jeden Kolben sitzen, die das "Kühlöl" na oben spritzen!
Hab wohl falsch gelegen!

mfg 1046mann

Sowas hat der Case IH CVX, Steyr CVT oder NH TVT /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Heutzutage haben fast alle (vor allem aufgeladene) Motoren separate Spritzdüsen zur Kolbenbodenkühlung. Du liegst also grundsätzlich überhaupt nicht falsch. Aber bei der Literleistung der alten IHC-Motoren (z.B. 18 PS/Liter Hubraum bei meinem 633er) ist das nicht nötig.

Gruß, Bogge
 
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