Kombifrage: Umrüstung bzw. Nachrüsten auf DW und Mulcherkauf

Hammadi

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22145 Hamburg
Moin moin Ihr Lieben,

ersteinmal ein Hinweis zu meinem Mähwerk aus einem anderen post. Ich habe es eingestellt und zum Laufen bekommen. Ich habe die Hunstrebe gekürzt, jetzt hängt es gerade über dem Boden  Es ist zwar alles etwas knapp, aber es mäht. Ich denke aber darüber nach, einen Mulcher zu kaufen. jetzt ist die Frage was in Frage kommt: Mit Auffangbehälter oder ohne ? Der Mulcher wird zur Pferdeweidepflege benötigt. Schaft der 432 einen Mulcher mit 1,5m Breite ?

Dazu kommt dann die Frage nach dem Umbau auf eine DW-Hydraulik. Wenn ein Mulcher mit Auffangwanne kommen sollte, wird i.d.R der Behälter hydraulisch geöffnet. Dazu werden DW-Zylinder eingesetzt.

Nun hat mein 432 aber nur eine EW-Anschluss für den Frontlader, der per Umschalter für die Anhängerkippvorrichtung genutzt werden kann.

Wie teuer und aufwendig wird die Umrüstung auf einen DW-Anschluss. Kann mein BAAS-Frontlader auf DW umgestellt werden, um zu drücken ? An den Hubzylindern befinden sich im oberen Teil Verschlussschrauben, vom Durchmesser könnten die für Hydraulikanschlüsse passen.

Gruß aus Hamburg

Richard
 
Danke Tobias,

den Grashopper hatte ich schon mal gesehen (gibt es auch als Horsehoppe, wobei ich den Unteschied nicht erkennen kann), aber mit gut 9000 Ocken übersteigt das mein Budget und gebrauchte sind rar und ebenfalls sehr teuer.

Ist denn eine Mulchgutaufnahme sinnvoll ? Oder macht es mehr sind, das Mulchgut auf der Weider verrotten zu lassen.
 
Grashopper oder Horsehopper von Amazone unterscheiden sich nur durch die Messerbestückung.

Um die z.T. etwas fest getretenen Pferdeäppel gut aufnehmen zu können, hat der Grashopper in der "Horsehopper-Ausführung" Flügelmesser UND Vertikutiermesser.

Für einen GH 150 (Mähbreite 150 cm) solltest Du mindestens 40 PS im Flachland zur Verfügung haben, in den Bergen besser 45 PS.

Auch wenn Amazone etwas weniger angibt.

Ein DW-Steuergerät brauchst Du nicht. Die Klappe braucht nur ein EW-Steuergerät.

Nur die ganz große Ausführung (GH 210) hat dopppelt wirkende Zylinder an der Klappe.

Ich habe übrigens noch einen sehr gut erhaltenen Amazone GH 150, mit dem ich 8 Jahre sehr zufrieden unsere knapp 7 ha Pferdeweiden gepflegt habe, davon 6 Jahre lang hinter einem IHC 533.

Das Ding steht zum Verkauf (VB 4.400 Euro), weil ich mir einen GH 210 geleistet habe. Mit dem bin ich deutlich schneller fertig. Und kann dann evt. noch reiten gehen.....
 
Nachtrag:

Richard, es macht schon viel Sinn, das Mulchgut von einer Pferdeweide herunter zu holen und in einer Ecke als Komposthaufen aufzusetzen.

Der Haufen geht in wenigen Tagen in Heißrotte über, Wurmlarven und Unkrautsamen gehen dadurch zuverlässig kaputt.

Wenn Du Standweiden von Pferden (die also jedes jahr beweidet werden) immer nur mit dem normalen Mulcher fährst, werden sie nach ein paar Jahren "pferdesauer", d.h. die Flächen mit Geilstellen, die die Pferde nicht mehr fressen mögen, werden immer größer. Und die Verwurmung nimt auch immer mehr zu. Häufigere Koliken bei den Pferden sind die Folge.

Von den Kosten, die eine schlimme Kolik verursacht, kannst Du locker einen gebrauchten Grashopper kaufen.

Die Komposthaufen, die der Grashopper produziert, verteilen wir nach ca. 2 Jahren mit Frontlader oder Heckcontainer sowie der Wiesenschleppe als hygienisch einwandfreie Kompost-Düngung.

Kann man gut im August bei beton-hartem Sommerboden machen, schützt die Grasnarbe vor Sonnenbrand. Im trockenen Frühjahr geht‘s auch....

Nur wenn Du massig Fläche hast, wechselweise Heu machst oder beweiden lässt, oder Misch- und Wechselweide mit Pferden und Rindern (oder Schafen) machen kannst, ist ein Grashopper entbehrlich.

Dass die Dinger so teuer sind, soll an der niedrigen Produktionsstückzahl liegen.

Konzipiert wurde das Ding für Kommunalbetriebe zur Pflege von Parks.

Und Pferdeleute haben sowas nur selten, viel zu viele gehen schlicht grausam mit ihren Weiden um, und begreifen gar nicht, wie sie dadurch mittelfristig der Gesundheit ihrere Tiere schaden....
 
ßDanke für die Info. mit meinen 30 PS bin ich beim Amazone dann etwas schwach bestückt. Ich habe inzwischen gesehen, dass es günstigere ALternativen an Mulchern mit Auffangwanne gibt, z.B. die von GEO.

mit 1,2m Arbeitsbreite sollte der 432 das schaffen. OK, dauert halt etwas, aber so kann ich länger Spass haben, Treckern und Weidepflege sind bei mir Hobby und Ausgleich zum EDV-Job.

Spricht etwas gegen die Produkte von GEO ? Kennt die jemand ??
 
Ich glaube nicht, dass Du damit glücklich wirst.

Das Ding ist ein Schlegelmulcher, dem man eine Aufangwanne angepropft hat.

Der Grashopper hat 4 Reihen Messersätze und dazwischen 2 Reihen Luftpaddel, der erzeugt einen ganz anderen Sog als ein Gerät mit Guss-Schegeln oder Y-Messern.

Es ist schon ärgerlich, wenn man sich die ganze Mühe macht, aber ein Drittel der Pferdeäppel bleibt letztlich doch auf der Weide liegen, weil das Gerät nicht gescheit saugt....

Zudem ist der Auffangbehälter viel zu klein, 500 Liter sind sehr wenig.

Ein vergleichbarer Grashopper (GH 120) hat 1.200 Liter, und glaub‘ mir, die sind ratz-fatz randvoll!

Wir haben 4 Pferde, 3 Maultiere und 2 Esel.

Die Esel bleiben immer am längsten auf der Weide und fressen fast alles. Selbst dann noch musste ich letztes Jahr mit dem kleinen GH 150, der immerhin das dreifache Fassungsvermögen hat wie der Geo, halbe Bahnen fahren, um wenigstens von einem Ende der Weide bis zum anderen zu kommen.

Wenn Du alle 50 Meter einen Haufen anlegen musst, weil der Behälter voll ist, hast Du ja noch kurzer Zeit keine Weide mehr. Oder Du machst dauernd "Leer-Fahrten", um den Behälter abzukippen. Kostet Zeit und Sprit, verursacht unnötige Bodenverdichtung.

Maschinen aus Italien müssen nicht schlecht sein, aber hier ist der Grund für den großen Preisunterschied offensichtlich, denn bei der Herstellung wurde viel Geld gespart durch ein simples Schegelwerk mit Guss-Hammerschlegeln und durch eine sehr kleine Auffang-Wanne.

Wer weiß, wo noch gespart wurde.

Der deutsche Geo-Händler (Landmaschinen Neuhaus) bietet auch super-preiswerte Wiesenschleppen an. Mein Nachbar hat so ein Ding gekauft (O-Ton "Mir reicht eine Billige, fahre ja nicht so viel damit..."). Ergebnis: 2 Stunden Schleppen, eine Stunde Schweißen...... Da gibt man besser das Doppelte aus und kauft Saphir oder so, und hat mindestens 10 Jahre Ruhe.....
 
mhh, wenn ich das so sehe, bzw. lese....

macht es wohl doch Sinn mehr auszugeben. Dein GH150 ist wohl etwas zu groß für meine 30PS.

ich muss mal schauen, was angeboten wird
 
Ja, 30 PS sind für einen GH 150 zu wenig.

Amazone gibt zwar als maximale Zapfwellen-Übertragungsleistung für den GH 150 27 PS an, aber Du willst ja auch noch fahren.

Ein GH 120 würde von der Motorleistung her wohl gehen, denke ich.

Ein anderer, wichtiger Effekt des Grashoppers ist übrigens auch die "Stützwalze" am Ende des Gerätes, damit "bügelt" man schön Trittschäden der lieben Tierchen aus!

Wobei sich dann gleich die Frage stellt, ob Dein 432 das schwere Ding auch mit nassem Mähgut beladen noch hoch bekommt.

Mit einen fast 1.000 kg schwereren 533 hatte ich bei dem GH 150 schon gepflegte Probleme, zumindest so lange, bis ich 120 kg Beton vorne dran gehängt habe....

Vielleicht musst Du über eine andere Möglichkeit nachdenken.

Der Mensch, von dem ich meinen neuen Horsehopper GH 210 gekauft habe, hat mit dem Ding nur zweimal gearbeitet.

Er meinte, er käme viiiiel besser klar, wenn er ausmäht und den Dreck anschließend mit einem alten Ladewagen runter holt.

Ein altes, kleineres Mähwerk und einen kleineren Ladewagen kannst Du wahrscheinlich mit Deinem 432 recht gut bewegen.

Allerdings sind die Kratzböden der alten Ladewagen ziemlich anfällig....

Es gibt immer mehrere Wege nach Rom.....
 
ich habe mir selbst einen wiesenmulcher gebaut. den kann ich mit meinem d320 bei einer ab von 1,10 m fahren...

bei interesse pm an mich
 
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