Kraftheber 840 Regelgestänge innen

633 power

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Hallo liebe IHC‘ler Gemeinde,

nach etlichen Jahren brauche ich auch mal wieder Hilfe und hoffe wirklich das jemand mal eine Lösung parat hat!?

Ich musste bei einem 840 den unteren Blechdeckel vom Kraftheber abdichten, sowie die Manschette vom Kolben erneuern. Soweit kein Problem,  habe schon mehrere von der A,B und C Familie gehabt. Somit bin ich davon ausgegangen das der Kraftheber auch im Inneren gleich ist wie die "alte"A-Serie, jedoch wurde ich des besseren belehrt  als ich den Deckel demontiert habe!

Der Deckel hat ein aufgeschweißtes Röhrchen wo eine Hebelwelle dran befestigt wird. Diese Hebelwelle geht dann nach rechts ab in ein Gestängeteil mit Langloch, welche dann über ein Stellrad mit einem anderen Hebel an das Regelgestänge für die Regelhydraulik zum Regelsteuergerät führt verbunden ist.

Da mir diese Mechanik nicht bekannt war (hatte einen 40‘er in dem Bereich noch nie auseinander), habe ich mich bei einigen IHC Leuten versucht schlau zu machen. Am meisten erstaunte mich dabei das viele diese Mechanik nicht kannten, zwei Leute konnten sich dunkel daran erinnern es schon mal gesehen haben, aber in diesem Bereich keine Reparatur bzw. Einstellung vorgenommen haben. Das einzige was ich rausbekommen habe ist das dieses Hebelwerk mit für die Endabschaltung zuständig ist.

Jetzt meine Hauptfrage: Hat jemand für diesen Bereich evtl. Einstelldaten- bzw. Maße, oder weiß wo man besonders drauf achten muss? Irgend eine bewandnis muss das Einstellrad ja haben?

Meiner Meinung nach gehe ich davon aus das der Weg nicht mehr passt, da ich auch festgestellt habe das die Schwinge wo die Regelfeder mit verschraubt ist vom Vorbesitzer mit dem Halter verschweißt wurde, da die Regelfeder gebrochen war. Somit ergibt sich die Möglichkeit das wenn der Hebel für die Regelhydraulik ganz nach oben gezogen wird und die Regelstange aus dem Krafthebergehäuse kommt gegen die starre Schwinge stößt und somit den Druck der dort ansteht nach innen auf das Gestänge zurück gibt und mir somit den Blechdeckel nach außen ins Getriebe drückt und es wieder undicht wird. (Also der Deckel biegt sich durch).

Der Blechdeckel wurde Ordnungsgemäß mit der Korkdichtung (und etwas Dichtmasse) und gleichmässigen Drehmoment festgezogen.

Hat jemand schon mal das selbige Problem gehabt? Und wie habt ihr dieses gelöst? Ich bin für jede Hilfe die zum Erfolg führt dankbar.

mit schönen Gruß  Sascha

ps Schlepper ist ein 840, ca.7500h, Frontlader Stoll Robust HDP20

Foto folgt irgendwie trat immer ein Upload Fehler auf.....
 
Hallo Sascha,

habe vor ca. 2 jahren die hydraulik meines 833 überholt und bin auf das selbe Problem gestoßen.

habe dann alles nach "Werkstatthandbuch Nr:2100 Regelhydraulik für Dieselschlepper 433+533+633" durchgeführt. Dort ist alles beschrieben jedoch die Sache mit den Sternförmigen Einstellrad nicht. Habe dann denn max. Soll Ausfahrweg des Regelfühlstiftes von 40 + - 1mmdurch entnahme von 2 Scheiben am Anschlagstift eingestellt, so das bei Arbeitswiederstandshebel hinten einen Ausfahrweg von 39mm hatte und bei Arbeitswiederstandshebel vorne einen Ausfahrweg von 22mm hatte und ich denke es passte so. An den sterrnförmigen Einstellrad siehe auch Bild ( rot umringelt) habe ich nichts

verstellt,denn dies dient wen der gebogene Hebe im Deckel eingehängt ist zur Verstellung des Endanschlages am Regelsteuergerät. Hab ich bei entnommen Deckel unter gedanklicher Simulation beobachtet. Auf jeden Fall bleiben die Hubarme bei entsprechender Stellung des Lageneinstellhebel stehen.

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Hoffe es hat etwas geholfen.

Gruß Franz
 
Hallo Franz,

erstmal  schönen Dank für die schnelle Antwort: Jedoch nicht so ganz die Lösung für mein Problem bzw. bedenken. Ich habe auch nach dem Werkstatthandbuch gearbeitet (433-633) und das passte alles so wie beschrieben, lediglich fehlt das mit dem Stellrad. Meine Befürchtung ist, das sich genau in dieser Hebelpartie etwas verstellt hat bzw. bewußt verstellt wurde (unter dem Oberen Blechdeckel war mehr Dichtmasse, als wie der Schlepper insgesamt braucht). Könnte mir auch vorstellen das es bewußt verstellt wurde da die Regelschwinge ja festgeschweißt war und das damit irgendwie was außer Funktion gesetzt werden sollte oder eben umgekehrt. Und von deswegen her bin ich der Meinung das es genau für dieses Stellrad ein Sollmass geben muss, was ich sehr gerne kontrollieren möchte.

Sicherlich könnte ich jetzt auch ausprobieren was passiert wenn ich es kürzer oder länger drehe, nur bevorzuge ich doch lieber die Erfahrungen/Wissen von den Leuten hier. Vor allem ist die Gefahr dabei recht groß, das sich der Deckel evtl. zu weit durchbiegt. Und Erfahrungsgemäß lässt sich dieser schlecht bis gar nicht mehr richten. Und Ersatzteiltechnisch sieht es mit diesem Deckel auch schlecht aus.

Gruß Sascha
 
Hallo

Das Einstellrad ist für die Einstellung Endabschaltung. Wurde mal irgendwann Anfang der 80er Jahre geändert Diese Einstellung so lassen wie vorgefunden. Die Regelgeberschwinge wurde bestimmt festgeschweißt weil diese ausgeschlagen ist und somit der Weg zu groß ist, darum bricht dann die Blattfeder häufig.

Egal wie, der Deckel drückt nicht ins Getriebe, das dieser Deckel undicht geworden ist hat eine andere Ursache nähmlich der Frontlader. Beim Senken muss viel Luft im Kraftheberblock entweichen und das geschieht oft nicht schnell genug weil die Entlüftung zu gering ist und der Entlüftungsfilter noch nie getauscht wurde.

Du kannst am besten den Entlüftungsfilter vom Meßstab erneuern, nicht reinigen, und 3 zusätzliche Entlüftungsbohrungen 4 mm zwischen Meßstabstange und Gewinde vom Meßstab nach innen bohren. Somit ist ein schnellerer Luftaustausch möglich, ist dieses nicht gegeben drückt die Dichtung weg und es läuft Hydrauliköl im Getriebe, Das kommt bei der A und B Familie oft vor die einen Frontlader haben.
 
Hallo cvxdriver,

auch dir schon mal Danke im voraus. Du bist der dritte der mir die Geschichte mit dem Frontlader gesagt hat, aber genau das habe ich schon bei der letzten Reparatur gemacht. Sicherlich habe ich nur 3x 3mm Löcher reingebohrt und den Filter, ok gebe ich zu, nur gereinigt (Reinigungsbenzin und Bremsenreiniger). Werde ihn jetzt aber dann auch ersetzen. Aber beim Drucktest mit Kompressor und Lappen ging wirklich viel Luft durch die Entlüftung. Von daher kann ich persönlich mir nicht vorstellen das der Frontlader noch mehr Druck reingibt. Und das paradoxe ist, es wurden nur 3 Ballen Heu gefahren, anschließend war der Frontlader nur in der untersten Position,  und haben gut 1 1/2ha gepflügt. Also wir haben bewusst nur etwas arbeit damit verrichtet und dementsprechend kontrolliert. Kann mir nicht wirklich vorstellen das das schon ausreicht um die Dichtung dort weg zu drücken, und der Schlepper hat nach der Reparatur gut 7std. gelaufen. Bin da momentan wirklich etwas ratlos. Bei unserem 633 hat die Reparatur. vor ca. 20 Jahren bis heute Erfolgreich gehalten, trotz Frontlader mit 60er Zylindern aber ew!? Und auch bei Kundenmaschinen wo ich das gemacht habe, hatte ich nie Probleme damit. 

Was könnte man den sonst noch machen, außer den gesagten Dingen, damit der Frontlader nicht soviel Druck aufbaut?
 
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