Kriechgang bei den -44ern

Jo844

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13 Februar 2010
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Moin!

Ich hab mal eine Frage bezüglich der Ackergruppe der -44er IHC.
Ich habe gehört, dass die komplette Ackergruppe nicht voll belastbar ist. Also, dass man damit nicht das ziehen darf womit der Trecker im Straßengang Probleme hätte.
Ist das richtig? Könnt ihr mir mehr dazu sagen?

MfG Jonas
 
Jonas, da haste was falsch verstanden!
Die Zugleistung, die Dir die Gänge 1-4 der Ackergruppe OHNE Kriechgänge bieten, kannst Du voll ausnutzen!
Nur erhöht das Zuschalten der Kriechgang-Stufe (wenn Du denn sowas Seltenes hast) das Drehmoment nochmal erheblich, und DAS könnte zu Überlastungen im Antriebsstrang führen, weil das dann zuviel Drehmoment drauf kommt.

Einfach gesagt: Kriechgänge sind - wie schon der Name sagt - für sehr langsames Fahren gedacht, und NICHT zur weiteren Erhöhung der Zugleistung!!

Es schadet nichts, sich auch ohne Einsatz von Kriechgängen vor Augen zu führen, dass im Ersten der Ackergruppe auch OHNE Kriechgang-Getriebe recht gewaltige Drehmomente übertragen werden müssen.
Man sollte entsprechend vorsichtig mit dem Fahr- und Kupplungspedal umgehen!!!
 
Ok
Dankeschön
Also heißt das, dass ich die Ackergruppe (mittlere Stellung des Hebels) nicht mit dem Reduziergetriebe untersetzen darf richtig?
Und die Achergruppe kann ich dann voll ausschöpfen ohne Reduzierung oder?
MfG Jonas
 
Hallo Jonas,

es ist eigentlich ganz einfach:

Acker- und Straßengänge dürfen voll belastet werden, solange das (Super-)Kriechganggetriebe nicht zugeschaltet ist. Die Kriechgänge dürfen, wie Nordschleifen-IHC schon geschrieben hat, nicht voll belastet werden. Ich würde jetzt mal, ohne genau zu wissen was IHC als Grenzwert berechnet hat, als Faustregel folgendes empfehlen:

Alles, was der Schlepper im zweiten Strassengang mit Standgas anfahren kann, darf in den Kriechgängen gefahren werden.

In der Praxis untersetzt man eigentlich immer die Ackergänge, z.B. bei den "Gurkenfliegern" oder bei Pflanzmaschinen. Die Strassengruppe mit den Kriechgängen zu untersetzen macht meiner Meinung nach eigentlich keinen Sinn, da sie von der erreichbaren Endgeschwindigkeit bis auf jeweils ein paar Zehntel-Km/h dem jeweilligen Ackergang entspricht. Sinnvoll wäre höchstens noch die Untersetzung der Rückwärtsgänge um Drehschemel-Anhänger rückwarts zu schieben.

Beispiel Endgeschwindigkeit beim 844 XL mit 30 Km/h-Getriebe und 16.9 R 34-Bereifung:

2. Strassengang: 11,5 Km/h
2. Strassengang als Kriechgang: 3,61 Km/h
2. Ackergang: 3,30 km/h
2. Ackergang als Kriechgang: 1,04 Km/h
2. Rückwärtsgang : 6,7 Km/h
2. Rückwärtsgang als Kriechgang: 2,09 Km/h

Auf gar keinen Fall jedoch das Kriechganggetriebe zuschalten, wenn die Zugleistung in den Ackergängen nicht mehr ausreicht!!!

Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen!

MfG
Mario
 
Hallo

Ein großes Dankeschön an euch alle!!
Jetzt hab ich es verstanden /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
Ihr habt mir sehr weitergeholfen/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

Mit freundlichstem Gruß Jonas
 
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