Kurbelwelle gebrochen!!!!

955

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Hallo, vielleicht kann mir jemand sagen wie sowas passieren kann. Bei unserem 955 ist beim Drillen die Kurbelwelle gebrochen. Glück im Unglück war das sie nicht an einer der Lagerpunkte gebrochen ist, sondern am 1 Zylinder in dem "Versatzpunkt". Somit lief er noch ohne das die Ventile und Stößelstangen schaden genommen haben.

Es Handelt sich hierbei um den Motor den ich hier übers Forum mal als "kompeltt Überholt" gekauft habe. Im Kaffeklatschforum gibt es mehr zu der Geschichte.

Aber was mus man vorher mit einer Kurbelwelle machen, das sie bricht?

Schönen Abend noch.

Heinz-Willem
 
hallo

war das der dt 358  mit der auf untermaß geschliffenen kurbelwelle die nicht mer geeignet ist für den turbomotor ?

mfg sebastian

 
 
Bilder kommen noch. Ja das ist die Kurbelwelle die geschliffen war, auf ein drittes Untermaß, was es laut Werkstatthandbuch nicht gibt. Es war bei uns aber auch kein Turbo verbaut.
 
Ich kann es mir so erklären: Wenn man einen Lagerschaden hat wird die Kurbelwelle heiß und fängt an zu reißen, meistens in den Radien. Wird die Kurbelwelle nun geschliffen sieht man den Riss fast nichtmehr außer die wird mit einer speziellen Rissprüfmaschine überprüft.

Es kann leicht sein, dass deine Kurbelwelle angerissen war, man es nicht bemerkt oder vernachlässigt hat und nun ist deine Welle unter Last gerissen.
 
955:

 Ja das ist die Kurbelwelle die geschliffen war, auf ein drittes Untermaß, was es laut Werkstatthandbuch nicht gibt.
das ist für mich alles so unglaublich. Warum macht man so etwas?
Es gibt viele Schlepper mit weit über 10000 Stunden bei denen noch nie etwas an der Kurbelwelle gemacht wurde. Wenn etwas gemacht wird, dann neue Kolben und Büchsen.
Was muß hier alles vorrausgegangen sein?
Einmal ohne Öl fahren? Ok, dann einmal schleifen.
Aber 3 mal??? Oder war die Kurbelwelle so extrem gefressen, dass es nicht mehr anders ging?
So einen Motor repariert man doch nicht mehr.
Oder hat der Schleifer die Kurbelwelle vermurkst?
Warum wurde in den Motor überhaupt eine andere Kurbelwelle eingebaut, wenn die alten Kolben und Büchsen dringeblieben sind?
Was ist das für eine Motorüberholung?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Reparatur wirklich in Deutschland gemacht wurde.
 
Hallo,

Kurbelwellenbrüche entstehen gern mal durch  Schwingungen/Resonanz, welche auf eine Unwucht zurüchzuführen ist.

Die Unwucht kann dabei durch die KW selber kommen, bzw durch Unwucht in Riemenscheibe oder Schwungscheibe.

In den 70er Jahren gabe es im PKW Bereich zB auch folgendes:

Es gab damals  Benzin-Motoren (zB Opel) bei denen aus termichen Gründen die  KW an einem Zylinder (meist am 3.Zyl)  um einige Grad versetzt war.

Der Zündverteiler war entsprechend angepasst.

Wenn da dann zB eine Spezialist den Verteiler um 180Grad verdreht montiert hat, war der Motortot durch KW-Bruch vorprogramiert.

Ob es solche Zylinderversatz  Geschichten auch bei IHC Dieselmotoren gibt weiß ich nicht.

Aber Schwingungsprobleme sind glaube ich sehr warscheinlich.

Hat diese Motor eine Ausgleichswelle, welche evt nicht richtig montiert ist/war   ??

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Die 6- Zylinder Aggregate haben insgeamt 12 Gegengewichte an den Kurbelwangen der Kurbelwelle montiert. Zur Dämpfung der bei längeren Kurbelwellen auftretenden Drehschwingungen (nicht zum Massenausgleich!!! ) ist ein Schwingungsdämpfer vorn auf die Kurbelwelle aufgesetzt, der gleichzeitig als Kurbelwellenriemenscheibe dient. Dieser Dämpfer ist wegen der "hohen" Drehzahlen auf die diese Motoren ausgelegt sind erforderlich.

Wichtig: Die Gegengewichte dürfen nicht losgeschraubt werden, schon gar nicht vertauscht. Sonst muss alles neu eingemessen/ ausgewuchtet werden. Also Finger weg von den Dingern !!!

Viele Grüße, Matthias
 
Matthias-IH353:

Wichtig: Die Gegengewichte dürfen nicht losgeschraubt werden, schon gar nicht vertauscht. Sonst muss alles neu eingemessen/ ausgewuchtet werden. Also Finger weg von den Dingern !!!

Das ist so nicht ganz richtig. Die Gegengewichte dürfen losgeschraubt werden und müssen es sogar wenn man die Kurbelwelle schleift allerdings müssen die Gewichte wieder an die gleiche Kurbelwange und gleiche Richtung montiert werden weil es sonst wie gesagt zu Schwingungen kommt.
 
Hallo zusammen,

Eure "Ferndiagnosen" in Ehren, ich will mich auch nicht als "Oberschlaumeier" hier auftun. Aber ich persönlich glaube daß die Diagnosen nicht viel bringen ohne "Zahlen,Daten,Fakten".

Mal ganz ehrlich, was genaues ausser dem Schaden wissen wir hier alle nicht. Kein Bild, kein Maß.....etc. bitte deswegen aber nicht wg. "unterschiedlicher Diagnosen" in die Haare kriegen.

Mit den akt. Fakten kann keiner dem ursprünglichen Autor sagen wie das passieren konnte. Und, daß das alles nicht mit rechten Dingen zuging, das dürfte allen Lesern klar kein.

Aber den wirklichen Grund für den Bruch kann man so nicht klären!.

Gruß,

Manfred
 
Erstmal vielen Dak für euren vielen Antworten und Vermutungen. Ich werde sobald ich die KW raus habe Fotos machen. Warum die Kurbelwelle so geschliffen wurde weis ich nicht. Ingesammt weis ich nichts über den Motor. Nur das "EXPERTEN" ihn "ÜBERHOLT" haben. Mehr sag ich dazu nicht.

Es war ja alles verbastelt was irgendwie ging. Komme leider nicht vor nächste Woche weiter am Motor zu arbeiten.
 
Allgemein schwächt das Schleifen eine Kurbelwelle, daher wird auch ein Maß angegeben was nicht unterschritten werden sollte!

Ob diese MAß ein gewisse Reserve an Belastung lässt sei dahingestllet.

Andere Ursachen führen auch zum brechen, zb, wenn eine Stelle nicht ausreichen geschmiert wird und damit unterschiedliche Hitzeentwickelungen auftreten.
 
MP4:

955:

 Ja das ist die Kurbelwelle die geschliffen war, auf ein drittes Untermaß, was es laut Werkstatthandbuch nicht gibt.
das ist für mich alles so unglaublich. Warum macht man so etwas?
Es gibt viele Schlepper mit weit über 10000 Stunden bei denen noch nie etwas an der Kurbelwelle gemacht wurde. Wenn etwas gemacht wird, dann neue Kolben und Büchsen.
Was muß hier alles vorrausgegangen sein?
Einmal ohne Öl fahren? Ok, dann einmal schleifen.
Aber 3 mal??? Oder war die Kurbelwelle so extrem gefressen, dass es nicht mehr anders ging?
So einen Motor repariert man doch nicht mehr.
Oder hat der Schleifer die Kurbelwelle vermurkst?
Warum wurde in den Motor überhaupt eine andere Kurbelwelle eingebaut, wenn die alten Kolben und Büchsen dringeblieben sind?
Was ist das für eine Motorüberholung?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Reparatur wirklich in Deutschland gemacht wurde.

Hallo Leute,10.000 Betriebsstunden entsprechen etwa 450.000-500.000 KM!! Grüße aus dem Rheinkreis Neuss.
 
Ich habe schon mehrmals mitbekommen, dass Leute den Motor mit zu wenig Öl gefahren haben und dann ein oder mehrere, meisten aber das

erste Pleullager auf der Kw gefressen haben. Naja, denkt man sich, schleifen, neue Lager rein und fertig. Pustekuchen!

Oft war es dann so, dass die Fachwerkstatt gesagt hat, dass das nicht so einfach sei, aus folgendem Grund:

Beim Röntgen hat sich dabei schon oft herausgestellt, dass das Material der KW durchs Fressen viele kleine, fürs Auge zu kleine

Haarrisse bekommen hat. Man kann die KW dann nach dem Schleifen mit Übermaß Pleullager auch wieder einbauen,

nur wie man hier wieder sieht, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie dann reißt bzw. bis es zum nächsten Schaden kommt.

Eine intakte gebrauchte KW oder ein anderer Motor ist wohl dann die bessere Lösung.

Gruß Sebastian
 
Na ja, Schorschs 179er Motor aus dem 633 hatte auch dieses Phänomen.

Ohne Öl gefahren, Lager 1 war völlig zerfressen und entsprechend auch die Welle. Lager 2 hatte leichte Schäden und Lager 3 war wie neu. Hier wurde die Welle am Punkt 1 aufs erste Untermaß geschliffen, die anderen waren ok. Ein Übermaßlagerschalensatz und die anderen als Standard. Der Motor war komplett in alle Einzelteile zerlegt. Heute läuft er wie eine eins.

Ich schau mal nach Bildern

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Gruß, Matthias
 
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