Kurbelwellendichtring IHC 644

d320 farmall

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Hallo,

Ich hab an meinem 644 das Problem das immer wieder ein Ölfleck unter der Kupplungsglocke ist. 

Aber nach genauer Suche konnte ich aber kein Öl am Motorblock finden, daher denk ich das es aus der Glocke kommt.

Bei der Motorinstandsetzung wurde die Kurbelwelle geschliffen, allerdings auch der Passsitz für der Dichtring.

Nun meine Frage, wäre es möglich das der Sitz zu weit runtergeschliffen wurde und gibt es da evtl auch einen dichtring fürs Untermaß? Der Instandsetzer hat damals gemeint das der geschliffene Sitz kein Problem darstellt beim normalen Dichtring.

Gruß,

Benjamin
 
Moin Benjamin,

nach meiner Erfahrung sind in dem Durchmesserbereich Abweichungen von -0,2mm bis - 0,3mm vollkommen unproblematisch!

Es sollten -0,5mm eigentlich auch noch vernünftig zu dichten sein!

Wie viel hat den der Schleifer abgenommen? Ich würde denken max -0,3mm?

Probleme bei der Dichtigkeit könnten sein:

- WeDi schief montiert bzw bei Montage beschädigt (ich denke der häufigste Fehler! Hattest du eine Montagehülse?)

- Dichtfläche zu rau (denke ich eher nicht)

- Riefen / Macken in der Oberfläche speziel 90° zu Dichtlippe (entstehen gerne mal dei Montagearbeiten)

VG Nils
 
Hallo Benjamin, zum Einbauen des hinteren Dichtringes gibt es einen Spezialtreibdorn und Einlegscheiben. Frag mal Deinen Motorinstandsetzer ob er diese Teile benutzt hat, denn dort ist vermutlich der Fehler zu suchen, wie auch Nils schon vermutet.(Ring sitzt nicht korrekt)

Gruß, Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt.eup-1136995733-f4beda597721661d936d832c5f2a4da1-1598955164_big.webp
 
Hallo Nils und Dieter,

den Ring hab ich beim örtlichen Case-Händler einpressen lassen da ich keine eigene Presse besitze. Mit welchen Werkzeugen dieser eingepresst wurde kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall werd ich nicht drum herum kommen den Schlepper zu trennen, aber das muss ich bis zum Winter schieben.

Die Dichtfläche hab ich nicht vermessen vor dem Einbau, aber eine zu rauhe Oberfläche sowie Macken kann ich aber ausschließen. Ich hab noch ein Bild gefunden bevor die Welle eingebaut wurde.



Das einzigst komische daran ist das die Undichtigkeit nur auftritt wenn ich die Zapfwelle in Benutzung hatte.

Wenn es an die Trennung geht werde ich mich nochmal mit Bildern zurückmelden, ich denke vorher ist alles nur Spekulation woher das Öl kommt.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Benjamin,

Ich habe meinen Dichtring für den 633 auch vom Lama einpressen lassen, da ich kein Sonderwerkzeug hatte. Der Lama hat den einfach mit dem Schraubstock wechselseitig reindrückt. Fazit: 0.7 mm schief. 

Habe dann den Ring selber mit einem Hammer, Kunststoffdorn und Tiefenmaß auf Maß gebracht und auf 0.1 mm ausgerichtet. 

Seit dem ist er dicht.

Gruß Holger 
 
An meinen D239 war ne Riefe, wo der Dichtring lief

Der Lama hatte damals einfach nen neuen Dichtring plan reingemacht, fertig

Nur dumm das der Neue genau in der selben Nut lief und natürlich nicht dicht war

Hab ihn dann mal versetzt, da mir die Leckagen ordentlich am “Sack“ gingen

War dann Dicht

MfG.
 
Dafür gibt es ja 3 Positionen, damit man ihn 2 mal versetzen kann. Aber manchem LaMa ist das offenbar völlig egal. Wahrscheinlich spekulieren die darauf, daß sie mit der Reparaturen beauftragt werden,  wenns nicht dicht wird.

Holger
 
Hallo Benjamin,

bist Du sicher, dass es Motoröl ist? Ev. ist die Getriebeeingangswelle/Hohlwelle undicht und es ist Getriebeöl was Du am Boden siehst.

Grüße aus dem Allgäu, Eugen
 
Hallo,

das mit den Riefen vom Wellendichtring war der Grund das die Welle dort auch geschliffen wurde, daher wäre meine Vermutung gewesen das der Durchmesser jetzt zu klein ist und ich hab gehofft das es da einen Wellendichtring gibt der das ausgleicht. 

Die Hohlwelle vom Getriebe wurde im Zuge der Kupplungserneuerung schon getauscht daher glaub ich nicht das dort das Problem liegt, aber ich kann mich natürlich auch irren.

Würde das mit dem Speedy Sleeve überhaupt funktionieren wenn der Absatz nicht komplett aufs kleinere Maß runtergeschliffen wurde? Auf dem Bild oben ist ja der Absatz zum Originaldurchmesser gut erkennbar, der größere Durchmesser ist ja dann genau da wo man den Ring aufschieben müsste.

Wenn ich Glück habe kommt morgen ein Freund von mir vorbei mit einer Endoskopkamera, evtl sieht man dann wo es überall ölig ist im Gehäuse. Mit der Kamera haben wir schonmal in einem Deutzmotor die Problematik gefunden vor dem Zerlegen.

Ich halte euch auf jeden Fall weiterhin auf dem Laufenden und bedanke mich für die vielen Antworten.

Gruß,

Benjamin
 
Moin.

Das mit dem Speedi Sleeve hat sich in dem Fall erledigt. Die Frage ist um wieviel kleiner der Durchmesser jetzt ist. Oder vielleicht läuft der Ring jetzt genau auf der Kante. Warum das so gemacht wurde ist mir echt ein Rätsel, da hätte man auch durchgehend schleifen können. Mit Sicherheit hat der Instandsetzer das so schon einmal gemacht und das hat funktioniert, sonst hätte er das ja so nicht gemacht.

Gruß Jürgen
 
Moin,

wir nehmen für den Fall der Fälle Elring PTFE Dichtringe.

Sollte es auch für den IHC 644 geben.

Wer solch einen Dichtring schon Mal verbaut hat und sich diesen genau ansehen durfte, weiß auch das diesem selbst eine Rille des alten Dichtringes nichts ausmacht.

Viele Größe Mathias
 
[...]Wenn ich Glück habe kommt morgen ein Freund von mir vorbei mit einer Endoskopkamera, evtl sieht man dann wo es überall ölig ist im Gehäuse. Mit der Kamera haben wir schonmal in einem Deutzmotor die Problematik gefunden vor dem Zerlegen.

[...]
Kannst Du zeigen/beschreiben, was man mit der Kamera so sehen kann.

Ich finde das sehr Spannend!

Gruß Matthias
 
Hallo Zusammen,

also wir haben heut abend geschaut, im Bereich der Kupplungsglocke ist es am Motor schön ölig, an der Welle zum Getriebe ist es trocken, also definitiv der Wellendichtring Motorseitig.

Das mit dem Elring ist ein super Tipp, danke dafür, so einen werd ich besorgen.

Ich hab ein paar Bilder gemacht bei der Aktion, aber die reiche ich morgen nach, ich darf heut noch mit einem Freund auf seinen Nachwuchs anstoßen, von dem her muss ich gleich los.

Danke nochmal für die Hilfe.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Matthias,

erstmal bitte ich um Entschuldigung das du solange auf die Bilder warten musstest.

Hier sind zwei Bilder die das Innere der Kupplungsglocke zeigen, leider kommen Sie auf dem Pc nicht so gut raus wie auf dem Handy.

Auf dem ersten Bild ist der ölige Teil am Motor, das zweite Bild zeigt die Welle zum Getriebe.





Im Original konnte man es gut erkennen.

Gruß,

Benjamin
 
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