Lackierung eurer Schlepper

-Ihcd432-

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Moin, 

Da mein D432 vor drei Wochen einen Achsbruch erlitten hat, habe ich nun entschieden, den Schlepper nun einmal, anders als ursprünglich von mir geplant, komplett zu zerlegen, neue Dichtungen einzusetzen, ihn zu säubern und neu zu lackieren. Nur bin ich mir unsicher, wie ich das am besten machen kann, einige raten zu 2k Lack, da dieser Kratzfester ist und Sonnen bzw. Lichtbeständig ist, andere raten zu 1k Lack (hier wird häufig Erbedol genannt) da dieser Schlagfester und tendenziell leichter zu verarbeiten ist.

Da der Schlepper schon häufig neu lackiert worden ist und hierfür wahrscheinich nur 1k Lack verwendet worden ist, stellt sich mir auch die Frage, ob 2k auf 1k überhaupt möglich wäre, im Internet wir von einer Verträglichkeit der Lacke bei gleicher Qualität gesprochen, nur wie stelle ich so etwas fest? Ich hätte es mit ausprobieren versucht...

Wie habt ihr es bei euren Schleppern gemacht, bzw. welche Erfahrungen habt ihr gemacht? 

Falls ihr eine gute Adresse für den Lack habt, wäre ich sehr froh, wenn ihr mir diese mitteilen würdet,

Mfg Patrick

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Moin.

Die Verträglichkeit wird nicht gegeben sein. Ja nach dem wie professionell es werden soll wäre es sinnvoll den alten Lack zu entfernen. Klappt meisten nicht. Dann könnte man versuchen das mit einer EP Grundierung voneinander zu trennen. Im Prinzip finde ich den Lack von Erbedol ausreichend für einen Schlepper. 2K wird von den Profis gerne genommen weil man schnell weiter arbeiten kann, Zeit ist Geld. Außerdem lassen sich 2K Produkte oft besser schleifen als 1K. Vorstellbar wäre auch den Rumpf mit 1K und die Karosserieteile in 2K zu machen. Ich habe meinen Tank in 2K gemacht, trotzdem greift der Diesel den Lack an. Nicht zum Schluss ist es auch eine Preisfrage.

Gruß Jürgen
 
FuerPapa:

Moin.

Die Verträglichkeit wird nicht gegeben sein. Ja nach dem wie professionell es werden soll wäre es sinnvoll den alten Lack zu entfernen. Klappt meisten nicht. Dann könnte man versuchen das mit einer EP Grundierung voneinander zu trennen. Im Prinzip finde ich den Lack von Erbedol ausreichend für einen Schlepper. 2K wird von den Profis gerne genommen weil man schnell weiter arbeiten kann, Zeit ist Geld. Außerdem lassen sich 2K Produkte oft besser schleifen als 1K. Vorstellbar wäre auch den Rumpf mit 1K und die Karosserieteile in 2K zu machen. Ich habe meinen Tank in 2K gemacht, trotzdem greift der Diesel den Lack an. Nicht zum Schluss ist es auch eine Preisfrage.

Gruß Jürgen
Habe gestern mit dem Lacker meines Vertrauens gesprochen, der meinte, es würde meistens davon abhängen, welche Qualität der 2K und 1K Lack hat, wir haben jetzt beschlossen, es auszuprobieren und verschiedene Stellen mit dem Grundierungslack zu testen

MfG Patrick

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Hallo Patrick,

ich kann dir die Erbedol-Lacke nur empfehlen. Ich habe sie auf Erbedol/Büchner Industrieschnellgrund (graugrün) verarbeitet und dabei sehr gute Ergebnisse erziehlt. Meine Erfahrungen mit diesem Lack basieren sogar auf mehreren Farbtönen (IHC-rot, IHC-weiss, IHC-schwarz, BRUNS-grün, JOHN DEERE-grün, JOHN-DEERE-gelb) und waren von der Verarbeitung durchweg positiv. Mit einer ordentlichen Lackierpistole und der entsprechenden Härterverdünnung von Erbedol kann man auch als Laie eine schöne gleichmäßige Oberfläche erreichen. Meine Teile, die ich am Schlepper (IHC 423) bis jetzt lackiert habe sind: Motorhaube, Tank, hintere Kotflügel, Frontrahmen, Überrollbügel, Armaturenbrett, Achstrichter, Hubarme, Trittbleche und alle Felgen zweifarbig.

Ich habe aber grundsätzlich nach dem Abreiben mit Silikonentferner nur Blechteile und Anbauteile lackiert, weil sie sich im demontierten Zustand gut abschleifen lassen. Von Anschleifen halte ich beim meinem Schlepper nichts, da schon zu viele Lackschichten über die Jahre aufgetragen wurden. Vom Rumpf lasse ich die Finger, da es dort zu viele Ecken gibt, die man nicht fettfrei hinbekommt. 

Ich weiss, dass es Personen gibt, die ein Heißwasser-Hochdruckreiniger besitzen. Damit soll eine Rumpfreinigung wohl gut funktionieren und viele Fettrückstände abspülen. Der alte Lack ist damit aber leider nicht runter.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Moin.

Die ideale Vorbereitung für das Lackieren des Fahrgestells wäre in dem Fall Trockeneis-Strahlen. 

So ein Monster-Dampfstrahler macht auch losen Lack runter, teilweise sicher auch noch guten Lack wenn man gut ran kommt. Allerdings besteht die Gefahr das man Dichtungen kaputt macht. Ich habe mit so einem Monster-Dampfstrahler mal einen Anhänger reinigen wollen, da waren in Null Komma nichts die Bretter kaputt gestrahlt.

Gruß Jürgen
 
"da waren in Null Komma nichts die Bretter kaputt gestrahlt."

Sicherlich Weichholz, gelle :-)

Was macht der Deutz Jürgen? Zufrieden?

Gruß +Matthes+
 
Meine Schlepper bekommen nur noch Erbedol, bin damit mehr als zufrieden.  Farbton passt, mit Härter vermischt kann man mit vorsicht nach 2 tagen schon die ersten Teile wieder verbauen. Ich Lackiere sogar mit einer 30€ Lackierpistole aus dem großen Warenhaus also nichts besonderes. Das Chassis einmal untern Heißwasser dampfstrahler gut reinigen aber aufpassen auf Kabel und öffnungen. dann alles nachsehen die ecken noch auskratzen falls was übrig bleibt und dann vor dem Lackieren sprüh ich einmal verdünnung drüber und reibe es ein bisschen ab. Grundierung bei Rot, nehme ich graugrün. bei Weiß nehm ich das Rotbraun ebenfalls Erbedol. Blechteile müssen nachtürlich sauber und glatt geschliffen werden, danach spachteln. Und vor dem Grundieren sehr gründlich reinigen, Nach der Grundierung auf dem Blech sollte man es nicht mehr mit verdünnungen abwaschen sonst stellt sich der Lack auf. 
 
Moin.

Für die letzte Reinigung vor dem Lackieren nimmt man Silikonentferner.

Noch ein kleiner Tipp aus der Praxis. Wenn man über den Winter solche Arbeiten machen möchte, sollte man nicht mit Gasheizgeräten die Werkstatt heizen, es könnte sein das die Abgase einen leichten Film auf den Bauteilen hinterlässt der die Haftung der Farbschichten behindert. Das hab ich aus einem Buch über Oldtimerrestaurationen.

Gruß Jürgen
 
Ich habe einen Anhänger gestrahlt und lackiert. Habe 2K Grundierung und 2k Lack genommen. Wollte eine dickere Lackschicht erreichen, bessere Oberfläche und besseren Rostschutz. Direkten Vergleich habe ich nun nicht, aber ich vermute es hätte auch mit 1K funktioniert. Zumindest die Oberfläche sieht auch nicht besser aus als bei 1K, aber das liegt an meinen Lackierkünsten.

Beim Schlepper wollte ich mich nicht mit meinen eigenen Fähigkeiten zufrieden geben. Immerhin ist Lackierer eine Lehrberuf. Da hat der Kfz Lackierer beste Arbeit geleistet. Haube, Felgen und Kotflügel sind makellos in 2K Hochglanz lackiert. Und das würde ich beim Schlepper immer wieder so machen. Ist natürlich teuer. Rumpf, Achse etc. kann man aber selbst mit 1K machen. Die Bauteile sind ja eh nicht so glatt. 

Wenn man es selbst machen möchte kann man 1K Lack nehmen. Man bekommt auch ein Ergebnis wo der Schlepper hinterher supergut aussieht- auf 5 Meter entfernung. Aber es wird wohl nicht ohne Orangenhaut, Läufer, Nebel und raue Stellen abgehen.
 
sexzylinder:

Ich habe einen Anhänger gestrahlt und lackiert. Habe 2K Grundierung und 2k Lack genommen. Wollte eine dickere Lackschicht erreichen, bessere Oberfläche und besseren Rostschutz. Direkten Vergleich habe ich nun nicht, aber ich vermute es hätte auch mit 1K funktioniert. Zumindest die Oberfläche sieht auch nicht besser aus als bei 1K, aber das liegt an meinen Lackierkünsten.

Beim Schlepper wollte ich mich nicht mit meinen eigenen Fähigkeiten zufrieden geben. Immerhin ist Lackierer eine Lehrberuf. Da hat der Kfz Lackierer beste Arbeit geleistet. Haube, Felgen und Kotflügel sind makellos in 2K Hochglanz lackiert. Und das würde ich beim Schlepper immer wieder so machen. Ist natürlich teuer. Rumpf, Achse etc. kann man aber selbst mit 1K machen. Die Bauteile sind ja eh nicht so glatt. 

Wenn man es selbst machen möchte kann man 1K Lack nehmen. Man bekommt auch ein Ergebnis wo der Schlepper hinterher supergut aussieht- auf 5 Meter entfernung. Aber es wird wohl nicht ohne Orangenhaut, Läufer, Nebel und raue Stellen abgehen.
Man bekommt auch mit 1k Lack ein gutes Ergebnis! 

Man darf nur nicht zu viel Härterverdünner zugeben und die

Lackschichten nicht zu dick auftragen. 

VG 

Carlo 
 
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