Langhub Motoren

mario844

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Hy ist mir jetz mal eingefallen!

Welch IHC und Case haben Langhubmotoren?

Der 844s das weis ich !

Wie ist es mit den grösseren und kleinern??

633,744,856 12 und 14er würd mich interessieren?

Danke
 
Hallo Mario,

da gibt es auf der IHC Startseite mehr Info zu den Motoren mit der genauen Bohrung und dem Hub.


Ich hoffe das hilft dir schon weiter. Einfach mal durchstöbern.

Mfg Uli
 
Danke Uli

Aber wo is der unterschied???? das würd mich interesieren!

An welchen schleppern und was er bringt und wo er verbaut ist!

Man sagt ja langhub soll man nicht drehen die halten das nicht aus aber was ist wirklich der unterschied und welche haben den verbaut!

Hab ja schon gehört das der 844 und der 844s der gleiche motor ist auch der 744 aber wie den? Hubraum ist ja unterschiedlich!

Die dinge intersieren mich!

Danke Uli LG Mario
 
Hallo,

es gibt nur 2 Typen mit extrem langem Hub (139 mm) : 844S (bzw. 844 XL) und 1455

Gruß MP4
 
Hallo Mario,

hier ist noch eine schöne Tabelle wo du erkennen kannst welcher Motor in welchem Schlepper verbaut ist.

Als Langhuber sind da nur der D-268 mit 4 Zylinder und einem Hub von 139,7 und der DT-402 mit 6 Zylinder mit dem gleichen Hub. Man kann auch erkennen welcher Motor bei was für einer Drehzahl an Leistung hat. Und die Drehzahl ist dann auch entscheident beim Langhuber je höher die Drehzahl des Motors wird um so höher wird auch das Drehmoment auf der Kurbelwelle die ja den langen Hub machen muß. Da sind längere Wege zu bewältigen als beim einem kürzeren Hub.


Mfg Uli
 
Den extremen Langhub mit 139,7mm haben nur der 844S (D268 Motor) und der 1455 (DT402 Motor).

Der 743,744 und 745 haben den D239er Motor mit 128,5mm Hub verbaut.

Der Hub hängt von der Kurbelwelle ab, da ist die Länge vom Kurbelwellenmittelpunkt zum Mittelpunkt

des Pleullagerzapfens ausschlaggebend. Der lange Hub macht sich in der Praxis darin bemerkbar, dass

der Motor aus dem unteren Drehzahlbereich schon gut Leistung bringt, insgesamt aber nicht ganz so

spritzig ist, die Motoren mit dem etwas kürzeren Hub wie der D-246 im 844 (ohne S) und in den letzten 824

Alugrill, sind etwas spritziger, aber eher im mittleren bis oberen Drehzahlbereich und ziehen bei hoher

Belastung, wenn sich der Motor in der Drehzahl drückt, nicht ganz so gut durch, wie die Motoren mit dem

längeren Hub. Bei den Langhubmotoren ist die mittlere Kolbengeschwindigkeit höher, wie bei den Motoren mit

weniger Hub, d.h. wenn man zum Beispiel den D268 noch in der Drehzahl schraubt, dann läuft der Kolben

im Gegensatz zu einem normalen D239er Motor extrem schnell, was auch mehr Verschleiß mit sich bringt,

gerade bei kaltem Motor. Hoffe ich konnte etwas weiterhelfen, wenn etwas nicht stimmt, lasse ich mich gerne

berichtigen:-)

Gruß Sebastian
 
Ich meinte jetzt die Motoren mit dem, wie es in den IHC Büchern steht, superlanghub von 139,7mm

im Gegensatz zu den Motoren mit weniger Hub, D206, D239,D246, wobei auch die anderen Motoren

zweifelsohne gut sind.
 
Motoren mit längerem Hub haben grundsätzlich eine bessere "Hebelwirkung" des Kolbens samt Pleuel auf die Kurbelwelle.

So wie man mit einem längeren Hebel mehr heben kann als mit einem kürzeren....

Deshalb geht man davon aus, dass Langhuber und vor allem Ultra-Langhuber aus niedrigen Drehzahlen heraus besser "ziehen" als Kurzhuber.

Durch den langen Hub steigt leider die mittlere Kolbengeschwindigkeit.

Diese wurde und wird als kritische Größe betrachtet, wenn es um den den möglichen Abriss des Schmierfilms auf den Zylinderlaufbahn im kalten Zustand geht.

Bei den heute üblichen Motorölen und den niedrigen Drehzahlen, die Traktor-Motoren erreichen, spielt das aber keine so große Rolle mehr.

Kritischer sind die Massenkräfte, die bei der Beschleunigung/Verzögerung der doch recht schweren Kolben von Direkteinspritzer-Dieselmotoren bei längerem Hub immer problematischer werden.

Aber das bekommt der Konstrukteur durch eine ausreichende Dimensionierung von Kurbelwelle, Lagern und Pleueln in den Griff

Bei Otto-Motoren mit hoher Liter-Leistung hat man nur Kurzhub-Motoren, weil man aufgrund der größeren Zylinder-Bohrung größere Ventile und somit größere "Atmungsquerschnitte" unterbringt.

Langhuber mit hoher Liter-Leistung gab es selten....

DAS spielt bei IHC-Motoren überhaupt keine Rolle.

Denn alle Motoren vom kleinen D-155 bis zum größten DT-402 haben die gleichen Ventil-Durchmesser, egal ob Einzelbrennräume von 845 ccm (D-155, D-310) oder 1.097 ccm (D-268, DT-402).

Der "Atemquerschnitt" war bei den IHC-Motoren aufgrund der niedrigen Drehzahlen und der davon abhängigen recht niedrigen Gasgeschwindigkeiten nie ein "limitierender Faktor".

Ob ein Motor gut "zieht", hängt aber von mehreren Faktoren ab, z.B. von einem möglichst günstigen Mittleren Verbrennungsdruck in einem möglichst breiten Drehzahlband.

Da spielt vor allem die Steuerung der Einspritzpumpe sowie bei Turbo-Motoren zusammen mit der Steuerung des Ladeluftdrucks eine große Rolle.

Heute laufen Dieselmotoren aus Umweltschutz-Gründen mit relativ viel "Luftüberschuss".

Die berüchtigten Tuningchips machen sich dies zunutze und produzieren mehr Leistung, indem sie diese "Luft-Reserve" durch eine höhere Einspritzmenge und mehr Ladeluftdruck anzapfen.

Dass die alten IHC-Motoren beim Beschleunigen auch an die Luftreserve gehen, sieht man an der berühmten schwarzen Wolke.... und die gibt es unabhängig von der Länge des Hubs.

Wer sich die Abmessungen (Hub, Bohrung und diverse andere "Kleinigkeiten") der in Neuss über fast zwei Jahrzehnte gebauten Motoren anschaut, erkennt leicht, dass hier sehr konsequent ein "Baukasten-Prinzip" umgesetzt wurde, um Entwicklungs- und Fertigungskosten niedrig zu halten.

So hat man den Eindruck, dass es den D-268 vor allem deshalb gab, weil für den DT-402 und dessen große Leistung einfach ein Motor mit 6,6 Liter Hubraum her musste. Das ging nur mit 10 cm Bohrung und knapp 14 cm Hub...

Die 4,4-Liter-Vierzylinder-Version war dann quasi ein "Abfall-Produkt"....

Heute ist durch TIER 4 und was noch immer die Entwicklung und Fertigung von Traktor-Motoren so teuer geworden, dass sich kaum ein Traktorenhersteller mehr einen eigenen Motor leisten kann, die werden zugekauft.
 
Danke Danke jetzt bin ich ein wenig schlauer geworden!

jetzt weis ich was es heisst eine langhub soll man nicht mehr drehzahl geben den der hält das nicht gut aus so hab ichs gehört!

Danke Mario
 
Alles ist realtiv, auch die Aussage "Langhuber soll man nicht so hoch drehen".

Als kritische Obergrenze für die Mittlere Kolbengeschwindigkeit bei Hochleistungs-Otto-Motoren (z.B. Formel 1 oder Motorrad-Motoren) gilt immer noch 20 Meter pro Sekunde.

Ein D-268 erreicht bei 2.500 U/min mal gerade etwas über 11,6 Meter, und selbst bei 3.000 U/min wären es "nur" knapp 14 Meter.

Allerdings sind seine Kolben durch den Brennraum im Kolbenboden natürlich unverhältnismäßig viel schwerer als die Ultra-Leicht-Kolben eines Formel-1-Rennmotors....

Aber auch sehr große Flugzeugmotoren mit annähernd 17 cm Hub und Kolben von über 15 cm Durchmesser wie man sie schon mal in Pullern sieht konnten kurzzeitig bis 3.000 U/min drehen....

s. hier de.wikipedia.org/wiki/Rolls-Royce_Griffon

Ich glaube, bei den IHC-Motoren aus Neuss fliegt Dir bei jedem Vierzylinder - unabhängig vom Hub - bei einer Drehzahl-Steigerung zuerst der Balancer um die Ohren.

Ob ein "Ultra-Langhuber" wie der D-268 deutlich besser "zieht" als ein gemäßigter Langhuber wie z.B. der nur wenig kleinere D-248, weil er eine günstigere "Hebel-Mechanik" hat, ist m.E. zweifelhaft.

Er zieht eher besser, weil in seinen größeren Brennräumen mehr Druck erzeugt wird.

Hat ein Langhuber einen deutlichen geringeren Mittleren Verbrennungsdruck als ein gleich großer Kurzhuber, zieht mit Sicherheit der Kurzhuber besser.

Einfach ausgedrückt: Was nutzt ein langer Hebel, wenn nur ein Zwerg da drauf drückt?
 
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