Linde Stapler 331 Neigezylinder undicht

TomsIHC824

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61440 Oberursel
Hallo liebe Forengemeinde,

ich habe mal ein Frage außerhalb der IHC Welt. Ich hoffe das ist in Ordnung, ansonsten bitte löschen (an den Admin.).

An meinem geliebten Linde Stapler 331 ist einer der 2 doppelwirkenden Neigezylinder undicht.

Dem Hubmast habe ich schonmal selbst einen neuen Dichtsatz verpasst (ca. 150 Euro). Nur weiß ich nicht wie der Neigezylinder aufgebaut ist. Ich dachte mir ich baue ihn aus und bringe ihn in eine Hydraulikwerkstatt. Für das Wechseln des Dichtsatzes wollen sie 800 Euro zzgl. Mwst. Ich finde den Preis sehr, sehr heftig. Hat jemand eine gute Adresse, vielleicht im Raum Hessen, gerne auch außerhalb, vielleicht könnte man es ja über den Postweg machen.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Beste Grüße

Tom
 
Finde den Preis auch etwas heftig. Wenn du es schonmal bei einem anderen Zylinder probiert hast, dann kannst du es ja jetzt nochmal versuchen. Viel anders wird der nicht aufgebaut sein. Wenns nicht klappen sollte kannst den ja immer noch reparieren lassen.

Gruss

Georg
 
Hallo Tom, in der Regel sind die Hubzylinder einfach wirkende Zylinder. Öl wird unter den Kolben mit Nutring gedrückt. Über dem Kolben steht kein Öl! Der Kolben wir durch Eigengewicht und Aufgenommene Last nach unten gedrückt. Die Neigezylinder sind doppelwirkend, also am Kolben 2 Nutringe,(auf jeder der beiden Seiten steht Öl) und im Zyl Kopf ein Nutring und ein Abstreifer. Mach ihn auf, es ist kein Kunststück den zu reparieren. Auf Riefen an der Kolbenstange und auf ausgeschlagene Kolbenstangen Lager im Zyl-Kopf achten.Viel Erfolg wünscht Dir der Paylodoc
 
Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für eure hifreichen Infos.

Paylodoc, richtig, der Neigezylinder ist auch bei meinem Modell Doppelwirkend. Bei den Doppelwirkenden hatte ich nur bedenken, weil die Kolbenstange dazu raus muss.

+Matthes+, danke dir. Auf diese Seite bin ich gestern auch schon gestoßen. Ebenfalls den Service finde ich gut, es folgt eine umgehende Rückmeldung auf Fragen.

Ich werde ihn Mitte Mai ausbauen und das ganze dann mal mit Ruhe angehen. Ich denke, wenn man sauber arbeitet sollte das kein Problem sein, vorausgesetzt, dass Kolbenstange und Zylinder nicht eingelaufen sind. Das hoffe ich jetzt nicht bei 7000 Sunden. Ausgefahren sieht die Stange noch gut aus. Ich muss mich lediglich mal mit dem Mechanismus befassen, wie man ihn öffnet.

Ich wünsche euch schon jetzt ein frohes Osterfest.

Viele Grüße

Tom
 
Hallo Tom, habe ja die letzten 16 Jahre meines Berufslebens bei den Gabelstaplern verbracht und mich auch immer gewundert, dass die Kunden dort Preise klaglos akzeptiert haben, die für mich unerklärlich waren. Wir hatten alle Zylinderrohre in Lagerlängen. Wenn ein Zylinder neu erforderlich war, wurde die passende Länge abgeschnitten in einer Dreherei bearbeitet und dann dem Kunden zum Preis der Staplerpreisliste verkauft.

Da wurden aus 500,--€ im Handumdrehen mal ganz schnell 3000,--€. Bei uns ging immer der Spruch um :"Linde ist rot und anders." Daher selbst reparieren, wie "Paylodoc" schreibt. Jeder Zylinder lasst sich öffnen, der ist ja auch zusammen gebaut worden. Wenn er verschweißt ist, dann muss man die Schweißnaht halt auf einer Drehbank herausstechen und anschließend wieder verschweißen.

Grüße und schöne Ostern, Dieter, der "Linksdreher".
 
Hab ja auch schon öfters Hydr. Zyl. abgedichtet...

Wenn man weis was die Dichtungen selbst so kosten, sind die Rep. Kosten in den Werkstätten meist eine Frechheit

Hab letzten´s bei meinen Kran Stangendichtungen gewechselt, Preisunterschied der Dichtung vom Dichtungshändler zur Orginal-Werkstätte war gewaltig

Im Netz findet man doch genug Firmen die Metrische und Zöllinge Dichtungen anbieten

Nur die Zylindermutter sitzt meistens fest...

MfG.
 
Guten Morgen ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet schöne und erholsame Ostern. Wir waren bei der Familie, daher komme ich leider jetzt erst zur Antwort.

Paylodoc, vielen Dank, sobald ich ihn ausgebaut habe, stelle ich ein Bild rein. Im eingebauten Zustand sieht man es leider noch nicht.

Dieter, danke auch für deine Nachricht, das ist ja heftig. Das ermutigt mich natürlich auch die Reparatur selbst durchzuführen.  

Aly, da hast du absolut recht! Natürlich haben Werkstätten auch immense laufende Kosten. Allerdings sind die Gewinnmargen gerade bei solchen Artikeln wie Ölen, Dichtungen etc. enorm. Auf der anderen Seite müssen viele Vertragswerkstätten von ihren festen Lieferanten ihre Teile beziehen und geben teilweise auch nur die Preise weiter. Ich habe heute oft das Gefühl, dass man sehr schnell übers Ohr gehauen wird wenn man sich mit etwas nicht so gut auskennt. Noch schneller wenn man überhaupt keine Ahnung hat. Vielleicht ist das aber auch schon immer so!?

Meinst du mit Zylindermutter die große Mutter die um der Kolbenstange sitzt mit den innenliegenden Dichtringen? Normalerweise wird die ja mitgewechselt. So kenne ich es zumindest von den einfachwirkenden Zylindern.

Ich wünsche euch eine angenehme kurze Woche, und vielen Dank wie immer für diese konstruktiven Beiträge.

Viele Grüße

Tom
 
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