Lochfraß in nassen Laufbuchsen

siffleur

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Welches Phänomen führte in den 70er Jahren eigentlich zu den vielen schadhaften Laufbuchsen nicht nur bei IH-Motoren, sondern auch bei anderen Motoren mit nassen Buchsen?

Offensichtlich wurde der Lochfraß in den Buchsen durch hohe Kolbengeschwindigkeiten (also langen Hub und hohe Drehzahlen) begünstigt und ließ sich durch Kontrolle des PH-Wertes der Kühlflüssigkeit vermeiden.

Nun sind wohl die Chemiker unter den Motorenspezialisten gefragt ... /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
da hat fendt bei den 300ern und 500ern sehr große probleme mit also gibts das auch heute
 
Durch das auf und ab der Kolben läd sich der Kolben elektrostatisch auf, da er sich nun mal nicht unbegrenzt aufladen kann muss sich der strom irgendwo hin entladen, das passiert zum kühlwasser hin.

h+ Ionen tauschen sich mit OH- Ionen aus somit wird eine gewisse neutraliesierung erreicht. Leitet nun die Laufbüchse nicht genug strom rüber zum wasser oder ist nicht genügend kühlflüssigkeit vorhanden( das ist nicht nur frostschutz) so entläd sich die elektrizität schlagartig. Das ist fast so wie beim schweißen. Da stetiger tropfen den stein hölt, ensteht an der schwächsten stelle der Lochfraß!

Das sit heute eigendlich kein them mehr, da die materialien besser sind.
 
jungbau, deine Erklärung hat mir seinerzeit der Meister von Diesel Nonn auch so ähnlich gegeben. So fein formuliert hätt´ ich das allerdings nicht mehr hingekriegt. -Respekt-

Ein Grund für Löcher in den Buchsen ist sicher auch eine Kavitationsstelle im Kühlsystem. Bei meinem 844 war eine Buchse regelrecht von außen zerfressen. War noch ziemlich neu. Ihr könnt es glauben oder lassen, aber mein IH - Spezialist hat die Buchse zum Glühen gebracht und das Loch zugeschweißt !!! War vor ca. 7 Jahren und der Motor läuft heute noch.

Allerdings nicht mehr mit monströsen Lasten. Nur noch Schwaden und Gras zetten.
 
Original-Beitrag von jungbau:

h+ Ionen tauschen sich mit OH- Ionen aus

Vielen Dank, die Grundzüge habe ich begriffen, muß aber doch noch einmal genauer nachfragen:

Inwiefern tauschen sich die Ionen aus? Sind es nicht OH- und H3O+ Ionen? Muß man sich die Buchse nun als eine Ansammlung ständig wandernder Anoden (positiv geladen) und Kathoden (negativ geladen) vorstellen?

Sorry, mein letzter Chemiekurs liegt gut 15 Jahre zurück ... /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Nagelt mich nun nicht darauf fest ob das nun h3o+ oder nun h+ Ionen sind, kann sein das och mit den Ionen-charakter etwas falsch liege, aber die Ladungsunterschiede müsste so richtig sein.

Ich stell mal folgende Gleichung:

Wenn man HCL(Salzsäure)+ H2O( Wasser) regieren lässt ergibt sich rechnerisch folgende Gleichung:

HCL+H2O (H3O+)+(CL-)

Was heißen müsste das ein Wasserstoffatom rüberspringt zum Wassermolekül und das somit positiv aufläd.

Diese Gleichung ist mit Salzsäure,so das man H3O+ bekommt, nur wie soll das im Motor laufen?

Hoffe das ich nicht ganz verkehrt liege.......
 
Original-Beitrag von siffleur:

Original-Beitrag von jungbau:

h+ Ionen tauschen sich mit OH- Ionen aus

Vielen Dank, die Grundzüge habe ich begriffen, muß aber doch noch einmal genauer nachfragen:

Inwiefern tauschen sich die Ionen aus? Sind es nicht OH- und H3O+ Ionen? Muß man sich die Buchse nun als eine Ansammlung ständig wandernder Anoden (positiv geladen) und Kathoden (negativ geladen) vorstellen?

Sorry, mein letzter Chemiekurs liegt gut 15 Jahre zurück ... /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

keine Ahnung. Hauptursache war meist Kavitation also implodierende microdampfblasen. Warum, willst du nen Ionentauscher einbauen?
 
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