Mc Cormick D 436 1l Wasser im Öl über nacht

{DD}

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7 Juni 2012
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Hallo liebe Gemeinde,

wie schon oben im Thema beschrieben habe ich volgendes Problem.

Unzwar habe ich vor ein paar Wochen Kühlwasserverlust festellen müssen, daraufhin begann die suche.

Wir vermuteten erst das einer der Schläuche leicht undicht sei oder Kühler. Doch nach einer weile wunderten wir uns warum der Ölstand nicht mehr wie gewohnt sank sondern konstant blieb. Kurz darauf hatten wir dann knapp 2l zuviel Öl im Motor laut Messstab. Nach diesem schock erstmal das Öl abgelassen und man siehen da, es kam erst 2l Kühlwasser und dann das Öl. Komischerweise war am Ölmessstab und einfüllstutzen nichts zu erkennen was normalerweise darauf hingewiesen hätte das sich Wasser im Öl befindet. Bei unserem alten John Deere war nämlich das Öl Weiß-Grau und das am Messtab und Einfüllstutzen. Darauf hin haben wir die Kopfdichtung erneuert und uns genau an das Werkstatthandbuch gehalten. Kopfdichtung komplett sauber montiert und Drehmomente mit Reihenfolge eingehalten. Traktor lief wieder wunderbar, Wasser und Ölstand hielten 2 Tage, und dann wieder Wasserverlust und  1L Wasser im Öl.

Hat jemand eine Idee?? So wie es aussieht vermischt sich das Wasser nicht wirklich mit dem Öl. Nach 30 min. fahrt kommt immer noch erst Kühlwasser und dann Öl.
 
Hallo,

also ich würde mal sagen das kommt zwischen den Laufbüchsen und dem Dichtring am Motorblock durch. Ich würde mal Öl ablassen und die Ölwanne abschrauben, dann eine Auffangwanne drunterstellen und abwarten ob sich die Wanne beim stehen mit Wasser füllt. Wenn ja brauchst Du neue Dichtringe oder auch neue Laufbuchsen. Was ich ein wenig komisch finde ist das sich das Öl beim Motorlauf nicht vermischt.

Gruß

Albrecht
 
Danke für die schnelle Antwort! Genau das haben wir dann auch gemacht und vermuten das gleiche! Das Wasser kommt an der Laufbüchse entlang.. Wollen jetzt versuchen die Büchse samt Kolben herraus zu nehmen und den Dichtring erneuern.

Was uns noch aufgefallen ist, dass der dritte Zylinder von rechts nicht verrust ist so wie die anderen. Das ist auch der Zylinder mit der defekten Dichtung.

Meint ihr das dort vielleicht Wasser drin gewesen sein könnte oder das er nicht richtig Zündet?

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Danke schonmal im vorraus!!
 
Hallo,

Du musst auch bei den Laufbuchsen achten das der Ring dort keine Rille reingescheuert (Kavitation) hat, sonst nützt Dir ein neuer O-Ring nicht viel. Da musst Du die Laufbüchse auch erneuern. Prüfe im Kopf bei dem Zylinder wo nicht verrußt ist auch mal die Vorkammer und prüfe die Düse. Es kann aber auch Wasser drin gewesen sein. Den wenn er nicht richtig zündet dann läuft er einfach nicht sauber.

Gruß
 
intertechno65:

Hallo,

Du musst auch bei den Laufbuchsen achten das der Ring dort keine Rille reingescheuert (Kavitation) hat, sonst nützt Dir ein neuer O-Ring nicht viel. Da musst Du die Laufbüchse auch erneuern. Prüfe im Kopf bei dem Zylinder wo nicht verrußt ist auch mal die Vorkammer und prüfe die Düse. Es kann aber auch Wasser drin gewesen sein. Den wenn er nicht richtig zündet dann läuft er einfach nicht sauber.

Gruß

Hallo intertechno 65, erkläre mir bitte den Begriff Kavitation. Das ist bestimmt auch für andere Forenbenutzer sehr interssant.Grüße vom Paylodoc
 
@Lef. danke für den Link zu Wiki

@Paylodoc Am Anfang meiner Lehr bzw. Gesellenzeit Anfang 1980 musste ich min. einmal manchmal auch öfters, in Motoren der A bis C Familie neue Kolben und Laufbüchsen einbauen, weil Wasser ins Motorenöl kam. In den 70er Jahren verbaute IHC Kolben von der Fa. Kolben Schmitt ohne Stahlringträger am obersten Kolbenring, dadurch wurde beim Verbrennungsvorgang zuviel Wärme auf die Laufbüchse übertragen welche dadurch ins Schwingen geriet. Durch diese Schwingung fras der Dichtring eine Rife in die Laufbüchse wodurch das Wasser in die Ölwanne gelangte. Das kam auch bei Traktoren mit ca. 1500Bh. vor, wodurch auch der IHC-Kundendienst wegen Kulanzansprüche alarmiert wurde. Dann kam unser KD-Inspektor Herr Walter Landes und musste mit dem Landwirt verhandeln, er sprach in diesem Zusammenhang immer von Kavitation. Das Problem wurde durch Einbau von Ringträgerkolben der Fa. Mahle gelöst, durch den Stahlring wurde die Wätme mehr über den Kolben abgeleitet. Als Herr Eberhard Freter in Neuss Geschäftsführer wurde trat dieses Problem nicht mehr auf. Er sagte immer unter seiner Führung wird es keine Experimente zu Gunsten der Qualität geben Man kann so sagen ab ca.1981 hatte man mit diesen Motoren kein Problem mehr. Ich bin noch nicht solange hier im Forum dabei, ich dachte einfach das dieser Begriff in IHC-Kreisen bekannt wäre.

Grüße

Intertechno65
 
Guten Abend, vielen dank für die schnellen Antworten!

Es waren in der undichten Laufbuchse auch minimale riefen zu erkennen..

Wollten eigendlich nicht den ganzen Motor überholen aber jetzt ist es glaube ich das sinnvollste. Nur eine Laufbüchse allein zu wechseln macht denke ich nicht viel sinn :)

Naja wir schauen mal wie wir weiter vorgehen und ob es sich für den alten Rudi noch lohnt...
 
intertechno65:

@Lef. danke für den Link zu Wiki

@Paylodoc Am Anfang meiner Lehr bzw. Gesellenzeit Anfang 1980 musste ich min. einmal manchmal auch öfters, in Motoren der A bis C Familie neue Kolben und Laufbüchsen einbauen, weil Wasser ins Motorenöl kam. In den 70er Jahren verbaute IHC Kolben von der Fa. Kolben Schmitt ohne Stahlringträger am obersten Kolbenring, dadurch wurde beim Verbrennungsvorgang zuviel Wärme auf die Laufbüchse übertragen welche dadurch ins Schwingen geriet. Durch diese Schwingung fras der Dichtring eine Rife in die Laufbüchse wodurch das Wasser in die Ölwanne gelangte. Das kam auch bei Traktoren mit ca. 1500Bh. vor, wodurch auch der IHC-Kundendienst wegen Kulanzansprüche alarmiert wurde. Dann kam unser KD-Inspektor Herr Walter Landes und musste mit dem Landwirt verhandeln, er sprach in diesem Zusammenhang immer von Kavitation. Das Problem wurde durch Einbau von Ringträgerkolben der Fa. Mahle gelöst, durch den Stahlring wurde die Wätme mehr über den Kolben abgeleitet. Als Herr Eberhard Freter in Neuss Geschäftsführer wurde trat dieses Problem nicht mehr auf. Er sagte immer unter seiner Führung wird es keine Experimente zu Gunsten der Qualität geben Man kann so sagen ab ca.1981 hatte man mit diesen Motoren kein Problem mehr. Ich bin noch nicht solange hier im Forum dabei, ich dachte einfach das dieser Begriff in IHC-Kreisen bekannt wäre.

Grüße

Intertechno65

Hallo intertechno,Danke für Deine Aufklärung.Ich kannte Kavitation an Cummins Motoren, diese enstanden durch Schwingungen im Kühlwasser um die Zyl.Buchsen.Dabei entstand ein Lochfrass an den Buchsen der aussah als ob man diese angebohrt hätte.Dies konnte durch bearbeiten des Kühlwassers mit einem Chem.Mittel abgestellt werden Jeder KD-Monteur hatte so einen SET im KD_Wagen Grüße vom Paylodoc
 
@intertechno65,

mein D-155er Motor ist von 1979 und noch nicht geöffnet worden, zumindest nehme ich das bei 2400 Stunden auf der Uhr an. Ist zu diesem Zeitpunkt noch mit fehlerhaften Bauteilen zu rechnen?

Gruß, Matthias
 
Kupferwurm:

mit einem Chem.Mittel abgestellt werden
und welches Mittel aus der IHC Voodoo Küche sollte das gewesen sein ?

Hallo Kupferwurm, den Namen habe ich vergessen aber die Vorgehensweise kann ich Dir erklären. Im Set war ein farbiges Mittel das man auf eine bestimmte Menge Kühlwasser gab. Dabei mußte man die Tropfen des Zaubermittels zählen bis das Wasser in der Farbe umschlug. Anhand der Tropfen wurde dann dem Kühlmittel entsprechend einer Tabelle mit einem Zusatz versehen. Danach waren (Kavitationsschäden) ausgeschlossen. Grüße Paylodoc.
 
@ Matthias-353

kann sein das noch was kommt, nach der langen Zeit denke ich eher nicht. Bei unserem 654 Bj. 72 war es im Jahr 1984 bei ca. 4200Bh. soweit hat nach der Überholung über 10000 Stunden gelaufen. Beim 533 Bj. 78 war es im Jahr 1986 bei ca. 3300Bh. soweit. Vielleicht hast Du aber auch schon Ringträger drin so genau kann ich es auch nicht sagen ab wann die eingebaut wurden. Auf alle Fälle war es ab ca. 1980 selten oder gar nicht mehr der Fall. Ich würde einfach weiterfahren, wenn es passiert neue Kolben und Büchsen rein und weitergehts.

Gruß Intertechno65
 
Das Problem hatten wir bei unseren Ih‘s immer so mit 3- 4000 Stunden.

Die waren Baujahr 65 - 78. Das ganze auch bei dem d439 nach einer Motorreparatur anfang der 70er.

Danach ist es nicht wieder aufgetreten.

Angeblich hatte man schlechtes Material verbaut, war damals die Begründung bei der Reparatur.

Allerdings hatten ich das Problem mit knapp 5000 Std. auch bei einem 6 Zylinder Fendt.

MfG Jürgen

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Kupferwurm:

mit einem Chem.Mittel abgestellt werden
und welches Mittel aus der IHC Voodoo Küche sollte das gewesen sein ?

Hallo zusammen,

befasse mich gerade etwas mit dem Thema, da ich bei meinem 745 einen Kühlwasserfilter verbaut habe, bei dem sich die Zuleitungen an dessen Schraubkonsole einfach nicht mehr richtig abdichten lassen. Habe mich daher über den Sinn eines Kühlwasserfilters versucht zu informieren. Ist nicht sehr leicht, da man über einen Kühlwasserfilter nicht viel im Netz findet. Was ich herausgefunden habe ist (wohl), dass in dem Filter eine Art Mineralstein verbaut ist, der sich nach und nach im Kühlwasser auflöst und damit als Kühlmittelzusatz der entstehende Kavitation im Kühlwasserkreislauf entgegenwirken soll (war wohl so Stand der Technik in den 80ern :-) )

Laut Infos des großen Kühlmittelherstellers mit den 4 Buchstaben sollen aber moderen Kühlmittelkonzentrate schon mit einem Mittel versetzt sein, um die Kavitation zu vermeiden.

Kann jemand meine Ausführungen bestätigen oder ergänzen?

Gruß Carsten

 

IHC 433
und jetzt noch einen 745-S Allrad :-)

www.ihc.norwig.net
 
Sooo nun zur Auflösung!Nach dem wir mit druckluft druck im kühlsystem aufgebaut hatten und die Ölwanne ab hatten,lief es beim 2.ten Zylinder an der laufbüchsen entlang. Danach war alles klar.Dichtung der laufbüchsen war angefressen! Dann ging es los!Laufbüchsen ziehen ist echt ein Akt! Vorallem wenn man die Kurbelwelle nicht raus nehmen will :p aber eine 15mm stahlplatte und ne 22er gewindestange ham geholfen :-) . Zum Glück sind die Büchsen beim ziehen heil geblieben! Somit mussten wir die nur sauber machen. Nun läuft mein kleiner wieder :-) ohne wasserverlust.
 
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