MC Cormick D436 springt an raucht stark und geht wieder aus

--Makka--

Mitglied
Registr.
16 November 2023
Beiträge
8
Hallo zusammen,

Ich bin neu hier im Forum weil ich nicht mehr weiter komme mein D436 

Will einfach nicht laufen. 

Ich bin Gelernter Mechatroniker und habe noch einen Holder A45.

Ich habe mir den Schlepper vor ein paar Monaten mit einem Pleulschaden und zerlegtem Motor gekauft. 

Dann habe ich folgende Teile erneuert oder instandgesetzt:

Kurbelwelle mit Lager,

Zylinderlaufbuchsen und Kolben,

Neue lochdüsen verbaut und Einspritzdüsen eingestellt,

Ventile eingeschliffen, 

Stabglühkerzen verbaut.

Als ich dann alles zusammen gebaut habe und den Förderbeginn nicht richtig eingestellt ist der Schlepper gelaufen aber hatte aber  keine Leistung.

Als ich den Förderbeginn richtig eingestellt habe ist der Schlepper schwer angesprungen hat blau weißlich geraucht und ist ausgegangen.

Dann habe ich den Deckel der ESP geöffnet und gesehen das 3 von 4 Druckfedern gebrochen sind.

Die Pumpe war vor einem Jahr in einer Werkstatt und anscheinend wurden die Lager der Nockenwelle ausgetauscht und sie wurde eingestellt.

Also habe ich die Regelhülsen markiert und habe sie zerlegt gereinigt und die Druckfedern ausgetauscht.

Jetzt habe ich aber noch das gleiche Problem das der Schlepper schwer anspringt raucht und nach ein paar Sekunden wieder aus geht,

Kraftstoff Leitungen und Filter sind neu und Sauber.

Jetzt möchte ich kommende Tage die Kompression Messen und die Flammscheiben austauschen.

Aber dann weiß ich nicht weiter. 

Kann das an der Einstellung der ESP liegen ? 

Bilder füge ich noch hinzu 
 
Moin,

Kompression messen kann nicht schaden....

Einspritzpumpen gehören nach jeder Reparatur auf den Prüfstand.

Ist die Regelstange leichtgängig?

Zu großes Spaltmaß kann auch zu merkwürdigem Lauf führen.

Mfg

Frank
 
Hey 

Also den Förderbeginn habe ich so eingestellt das ich den Ventildeckel runter genommen haben und den Motor gedreht habe bis sich das Einlass Ventil am ersten Zylinder steuerseitig öffent. Dann den Motor weiter nach rechts gedreht bis zur ersten Markierung an der Keilriemen Scheibe bei mir 27° vor OT.

Dann die drei Schrauben an dem Zahnrad der Einspritzpumpe raus geschraubt den Deckel der ESP geöffent und die gedreht bis erste Feder gestaucht wird.

Dann habe ich die Feder im Druckventil ausgebaut und mit der überströmmetode so eingestellt alle paar Sekunden ein Tropfen abtropft 

Ach ja bei einstellen habe ich das hadgas auf ganz nach oben gestellt.

Ich habe gehört man sollte die regelhülsen auf Mittelstellung stellen beim Einstellen des Förderbeginn stimmt das ? 

Bevor ich die ESP zerlegt habe ist die Regelstange nicht mehr in Ausgangstellung gegangen wenn ich sie eingedrückt habe.

Jetzt ist sie leichtgängig.

Spaltmaß bei den Ventilen ? 

Gruß Markus 
 
Als "Spaltmaß" bezeichnet man den Abstand zwischen Kolben und Kopf.

Denke das Problem wird die EP sein.

Zum einstellen des Zündzeitpunkt gibt es für die Reihenpumpen ein "Steigrohr" soweit ich weiß.

Die Verteilerpumpen von 353-1455 einbauen kann ich im schlaf, aber wie das regulär geht bei der alten D-Serie.... nur 1 X gemacht... 20 jahre her. ich weiß auch nicht wo da Makierungen sind usw bzw wieviel Grad vor OT Förderbeginn sein muss....
 
So ich habe heute mal die Kompression gemessen am Zylinder 3 bringt der 16 Bar und Zylinder 4  17Bar .

Kann man mit dem Messergebnis was anfangen so wie ich es gemessen habe ? 

Normal sollte man ja 22 bar haben.

Kann ich das spalmaß im eingebauten Zustand nachmessen ? 

eup-1137586618-ad0e7b5e6e2e2a2e60ce811ca124d583-1700311894_big.webp
 
Kompression messen würde ich am Düsenloch weil du nur dann alle 4 messen kannst.

Wichtig das immer nur die Düse draußen ist wo gemessen wird damit der Widerstand immer gleich ist wenn gemessen wird.

Einspritzleitungen an den Düsen alle lösen damit kein Zylinder einspritzen kann, bzw Handgas ganz nach unten auf "aus".

Spaltmaß messen geht so ohne weiteres wegen der Vorkammer-Technik wohl nicht....

Die eine Pleyelstange wo du das Foto hochgeladen hattest sah ja sehr krumm aus.. die hast du vermutlich ersetzt?

Falls die anderen aus irgendwelchen Gründen auch leicht krumm/ gestaucht sind kann es sein das der/ die Kolben nicht weit genug nach oben gehen.....

16/17 bar erscheint mir auch als zu wenig.... wichtig aber auch das die Kompression auf allen Zylindern einigermaßen gleichmässig ist.

Auspuffkrümmer mal abnehmen vom Kopf und sehen ob zu sehen ist (auch beim Starten) ob evtl nur 1 Zylinder das Problem macht.

Nach dem Einschleifen der Ventile Dichtigkeit geprüft?

SIND DENN HIER KEINE D-SERIEN SPEZIALISTEN IM FORUM?
 
Hallo,

ich bin kein Speziallist, aber heute Morgen habe ich Markus per PM einen Link für die Werkstatthandbücher D-Serie geschickt.
Dort steht sehr detailiert bspw. die Einstellung für Einspritzzeitpunkt drin, etc.

Gruß
Arno
 
Hallo,

das Spaltmaß (Zylinderbuchse-Überstand zur Kopfdichtung) ist hier meines erachtens schon wichtig, da der

Motor neu aufgebaut wurde  und noch nicht richtig belastet wurde, sprich er ging gleich aus.

oder hab ichs falsch im Kopf? und es gab keinen Wassereinbruch oder blubbern im Kühler?

D.h. doch ......wenn ich Kompression über die Glühkerzen messe, dass der Druck (bar)

auch über die Kopfdichtung entweichen kann....

Das bedeutet dann nicht, dass die Zylinderlaufbuchsen und  Kolben den Druck nicht aufbauen können...

den Kopf mit Ventilsitzen einschleifen und und Co lassen wir vor......

----und sowie der Motor auf den Bildern....und die Reiheneinsprtzpumpe aussehen...... ist da kein Laie am  Werk!

Hut ab vor Deiner Arbeit!
 
Ach jetzt habe ich verstanden was du mit Spaltmaß meinst Buchsenüberstand ja der passt ich meine es waren 0,2mm aufjedenfall so viel wie im Werkstatthandbuch steht. 

Okey am Montag sollten die Flammscheiben kommen dann Baue ich mir einen Adapter und messe über die Düsenlöcher.

Was komisch ist ich habe nacher noch Öl in die Zylinder gemacht dann haben sie 20 Bar erreicht.

Das deutet auf einen dichten Kopf aber verschlissene Buchsen und Kolben hin.

Ja das Pleul habe ich ersetzt die anderen waren noch gut es war auch kein Ventil verbogen nach dem schaden was mich gewundert hat. 

Dichtheit von den Ventilen habe ich Bremsenreiniger geprüft habe die Auslässe und Einlässe gefüllt und stehen lassen.

Das ist mein erster Motor den ich komplett überholt habe ich gebe mir mühe danke für das Lob 😊
 
Hallo,

ich hab einen 320 mit reingefallener Vorkammer gekauft. Neue Buchse und Kolben rein, Kopf gerichtet und er kam nur auf 14 bar bei allen Zylindern. Die beiden guten hatten vorher 22 - 24 bar. 5x den Kopf runter geholt und Ventile eingeschliffen, immer noch gleich. Dann den Kompressionstester an den 214 gehängt und auch nur auf 14 bar gekommen, obwohl der Motor astrein anspringt. Ergo: Manometer des Kompressionstesters kaputt. Das jetzt mal zur Info.

Also mach ruhig mal die Messung mit einem anderen Kompressionstester. So niedrigeWerte wie bei Dir können mit neuen Buchsen+Kolben eigentlich nicht sein. Und mit viel zu viel Ventilspiel von 1,5mm springt er normalerweise immer noch an.

Und wenn das alles nichts hilft, mach einen Druckverlusttest. Ich hab mir einen Adapter aus einer alten Zündkerze M18x1,5 und Druckluftnippel gebaut. Dann Kolben auf OT stellen, Druck geben und hören ob und wo die Luft rauskommt.

Tschüß,

Bernd
 
--Makka--:

Ach jetzt habe ich verstanden was du mit Spaltmaß meinst Buchsenüberstand ja der passt ich meine es waren 0,2mm aufjedenfall so viel wie im Werkstatthandbuch steht.

Was komisch ist ich habe nacher noch Öl in die Zylinder gemacht dann haben sie 20 Bar erreicht.

Das deutet auf einen dichten Kopf aber verschlissene Buchsen und Kolben hin.
Auch wenn der Buchsenüberstand stimmt muss nicht das Spaltmaß korrekt sein. Ist die Pleelstange  "zu kurz" geht der Kolben nicht weit genug nach oben..... Spaltmaß zu viel. Steht im Werkstatthandbuch nichts vom Spaltmaß?

Vermutlich gibt es nicht verschieden dicke Kopfdichtungen?

Mit Öl auf dem Kolben 20 bar beim Kompression messen erscheint mir immer noch wenig?

Ich dachte du hast neue Kolben/ Buchsen verbaut? Hersteller?
 
Guten Abend zusammen,

@IHC- Engelbart ja ich habe neue Buchsen und kolben verbaut von dem Hersteller KONEKS.

Ich habe zwischenzeitliceup-1137592128-2f6925ed9f0ba3e89aac5a4ccf6d445e-1701722878_big.webpeup-1137592128-15fe57465d0b3cbace565a4b0dc3a219-1701722878_big.webph einen Drucktest gemacht und festgestellt das teilweise Einlass und Auslass Ventile

Undicht waren. Also habe ich  den Kopf runter gebaut und bin zum Motorinstandsetzer er hat mir den Kopf auf Risse geprüft und neu geplant. Er meinte die undichtigkeit kommt von einem zu großem Spiel zwischen Ventil und Führung.

Ich habe dann die Führung ausgebremst und neue eingeschrumpft die Ventile auf 45° Geschliffen und die Sitze neu gefräst. 

Ventile eingeschlafen und auf Dichtigkeit geprüft.

Habe dann wieder alles zusammen gebaut und gestartet.

Er springt an dreht einmal hoch und geht wieder aus.

Habe den förderbeginn früher oder später eingestellt gleiches verhalten.

Heute abend habe ich dann den Steuerdeckel auf gemacht und die Stellung der Zahnräder überprüft.

Bei dem Einspritzung Zahnrad bin ich mir nicht sicher wie es stehen muss auf dem Zahnrad ist die Markierung  3M.4M oder 4A jetzt weiß ich nicht was das richtige ist und wo der Federkeil stehen muss.

Mir ist noch aufgefallen das die Stabglühkerzen die ich neu verbaut habe sehr weit in die Vorkammer stehen und die Düse direkt drauf spritzt ist das so okay oder ist das schlecht ? 
 
Hallo,

ich hatte Dir per PM den Link zu allen Werkstatthandbüchern der D-Serie geschickt.
Da steht auf Seite 83 unten folgender Text.

Hast Du die PM nicht bekommen?

Oder warum schaust Du nicht in die WHB?

Da steht ALLES drin zu Deinen Fragen.

2023-12-05-11-53-20-Window.webp
 
Konneks ist ein Türkischer Hersteller, meines Wissens aber gut.

Das ein Mechatroniker bei so einer großen Motorrevision den Kopf nicht planen lässt und die Ventile nicht zumindest auf Dichtheit prüft finde ich merkwürdig. Kopf planen ist PFLICHT, es sei denn das es vor wenigen Betriebsstunden (maximal 300 würde ich sagen) schon gemacht worden war.

Das Zentrum des EP Zahnrad ist mit 3 Schrauben verbunden mit dem Zahnrad. Ist das evtl verdreht um 1/3 Umdrehung in die eine oder andere Richtung?

Du must erst mal prüfen ob die grobe Einstellung passt: Wenn beide Ventile zu und Kolben kurz vor OT muss der jeweilige Stutzen an der EP anfangen zu fördern.

Am Anlassschalter müsste ein Kontakt frei sein das er weiter glüht wenn du orgelst? Würde Sinn machen. Nach dem Startenmit der 1. Stufe weiter glühen.

Beim Starten beobachten wie sich die Regelstange hinter dem Deckel verhält.

Hast du denn überhaupt eine nennenswerte Besserung nach der letzten Maßnahme?
 
Was D-322 schreibt ist richtig,aber die Abbildungen sind Irreführend ! So lang der Keil der A- Einspritzpumpe in Grundstellung nicht auf 4 Uhr steht kannst bis zum jüngsten Tag den Förderbeginn der Pumpe mit der Überströmmetode einstellen.

Der Motor wird nie laufen!

MFG

Kurti
 
Zurück
Oben Unten