McCormick D-324 mit Agriomatic Getriebe - zu blöd zum Schalten

-Chris K-

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Hallo liebe Mitglieder,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier jetzt blamiere und der ein oder andere sicher lachen wird, möchte ich dennoch die Frage stellen.

Ich habe den genannten Schlepper und nutze diesen auch nur 1x im Jahr für ca. eine Woche, sprich mir fehlt da grundlegend die Übung und Erfahrung...

Konkret handelt es sich um das Schalten des unsynchronisierten Getriebes (Agriomatic Getriebe - 2x4), wobei ich immer die Straßengruppe drin habe und die Ackergruppe noch nie benötigt und folglich auch verwendet hatte...

Irgendwie schaffe ich es eher selten, die Gänge zu schalten, ohne dass es kracht im Getriebe und erhoffe mir daher eine gewisse Guidance... :-)
Bisher konnte ich mir keinen Reim daraus machen, wann der richtige Zeitpunkt ist, da es mal bei geringen, mal bei höheren Drehzahlen klappt und mal nicht.
Teilweise klappt das auch mal ohne Doppelkupplung, mal aber auch nicht.

Bisherige Erklärvideos haben irgendwie auch nichts gebracht, daher meine Idee, das an einem Tag mal entsprechend zu üben...
Besteht denn da grundlegend die Gefahr, durch das "Üben" das Getriebe schnell kaputt zu machen?

Meine letzten Versuche waren bisher so, dass ich in der Regel im 2. oder dritten Gang anfahre, gebe wenig Gas und schalte dann mittels Doppelkupplung einen Gang höher, was hin und wieder ohne zu krachen klappt. Allerdings klappt das auch nur bei geringen Drehzahlen und der Schlepper gefühlt fast stehenbleibt.
Bei höheren Drehzahlen kracht es eigentlich fast immer, außer ich überspringe mal einen Gang und schalte vom 2. in den 4. Das Runterschalten mittels Doppelkupplung und Zwischengas hatte ich bislang noch nie geschafft :-(

Wie sind da eure Erfahrungen/Empfehlungen, was die Haltbarkeit des Getriebes bei den Übungen anbelangt und der Schaltzeitpunkt hinsichtlich Drehzahl? Spielt denn eigentlich auch die Stellung des Handgashebels eine Rolle?
Denn diesen habe ich in der Regel immer bei der Hälfte stehen, da wenn ich das Gas weiter runterdrehe, das eine rote Lämpchen neben den Zündhebel leicht pulsiert...

LG
Chris
 
Hallo Chris. Es kann tatsächlich manchmal, selbst für den geübten, noch knifflig sein die Gänge geräuschlos zu schalten. Es steht im Handbuch beschrieben, aber so funktioniert es bei meinem 326 auch nie so richtig. Der scheint seinen eigenen Willen zu haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, beim anfahren die Gänge weit genug hoch fahren, also genug Drehzahl. Dann ein blitzschnelles hochschalten, den Leerlauf quasi überfliegen. Passiert mir aber auch immer wieder, das der achte einfach nicht rein will, dann also zurück in den siebten und wieder neu auf Drehzahl bringen. 

Beim abbiegen, oder eben entschleunigen, vom Gas gehen, auskuppeln , jetzt Gas geben. Den Motor auf der richtigen Drehzahl halten. Dann kannst du mit etwas Übung so von den achten in den siebten zurück schalten und wieder Gas geben und die Fahrt fortsetzen. 

Einfach öfter fahren und üben. Tut dem Trecker auch gut. 
 
Hallo Chris,

zum Ersten muss es dir nicht peinlich sein, das zu fragen. So ein Getriebe ist nunmal nicht einfach zu schalten, weil mans heutzutage nicht von der Jugend an gelernt hat weil mans im Alltag einfach nicht mehr braucht.

Die Kunst ist, den Motor mit dem Zwischengas möglichst genau auf die Drehzahl zu bringen, die im gewünschten Gang beim Einlegen des Gangs der aktuellen Rollgeschwindigkeit entspricht.

Man muss lernen, die Rollgeschwindigkeit einzuschätzen, weil das Traktormeter die ja nicht anzeigt, das ist ja Prinzip nur ein Drehzahlmesser.

Der Handgashebel sollte beim Schalten unten stehen, so dass man mit dem Fußgas die Möglichkeit hat auch die erforderliche Drehzahl einzustellen; vor allem wenn man am Anfang länger braucht und der Schlepper dadurch "viel" langsamer wird.

Das Hochschalten geht auch gut (oder sogar besser) ohne Zwischengas, da muß man ja nur das Gas etwas wegnehmen, weil der Motor dann passend zu Rollgeschwindigkeit in nächsten Gang weniger Umdrehungen machen muß.

Die Cormick-Getriebe sind recht robust und solange du nicht mit Gewalt versuchst unpassende Drehzahen ratternd reinzudrücken passiert da auch nix.

Das Üben machst du am besten ohne Hänger, da nimmt die Geschwindigkeit nicht so schnell ab.

Viel Erfolg und Gruß

Markus
 
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