Motorhaube lackieren

Roxin09

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Hallo,

ich habe mal eine Anfängerfrage. Wollte jetzt mal die Motorhaube vom 353 lackieren.

Die Felgen und der Frontrahmen vor dem Kühler waren kein Problem, aber die Motorhaube.

Die Seitenflächen der Motorhaube gingen gut, aber die waagerechten Flächen (oben), dort hat sich der Nebel abgelegt und es entsteht eine rauhe Oberfläche, später dann Orangenhaut.

Sprich, beim sprühen den Seiten legt sich oben der Nebel ab und verläuft nicht.Beim späteren sprühen von oben gibt es dann Orangenhaut.

Dies passierte jeweils mit Grundierung und auch später beim Decklack. Was mache ich falsch?

Legt ihr die Motorhaube oder stellt ihr sie hin?

Gruß

Hendrik
 
Hallo.

Da gibt es mehrere Fehlerquellen. Hast Du schon versucht erst oben und dann die Seiten zu lackieren? Sonst könnte es noch sein das deine Farbe etwas mehr verdünnt werden muss. Wenn Du 2K Lack hast, kann es sein das Du zu viel Härter drin hast, oder den falschen. Ja nach hersteller gibt es dort schnellen, mittleren und langsamen Härter. Hast Du den schnellen und 30 Grad ist der ruck zuck hart und verläuft nicht mehr.

Wenn man 2 K hat, kann man aber auch den schlechten Lack noch retten wenn schon genug drauf ist. Dann einfach den Lack glatt schleifen. anfangen mit 800er Nassschleifpapier auf einem Klotz und dann immer weiter runter 1000er, 1500er, 2000er. Dann mit Polierpaste glatt polieren. Je nach empfinden reicht das eigentlich für einen Schlepper.

Nicht um sonst ist Fahrzeuglackierer ein Lehrberuf!

Gruß Jürgen
 
Danke für die Tips,

ich habe den billigen IHC rot von Wilckens (Granit) genommen, Alkydharz.

Bei der ersten Grundierung habe ich in der Tat erst die Seiten gesprüht, dann war oben den Nebel schon angetrocknet und rauh wie 60er Schleifpapier.

hab dann alles trocknen lassen und geschliffen und nochmals Grundiert.

Diesmal habe ich oben angefangen. Wenn ich links gesprüht habe war rechts schon wieder trocken und der Nebel hat sich dort abgesetzt.

Als Pistole habe ich eine Mini mit 0.5mm Düse. Die läßt sich gut dosieren, da die nicht soviel heraus haut. Aber vieleicht dauert es dann zu lange?

Gruß

Hendrik
 
Hallo.

Zum Grundieren kann man bei normaler Grundierung auch mit einer 2,4mm Düse arbeiten. Die Durchflussmenge lässt sich ja noch einstellen. Den Lack dann mit 1,4mm Düse. Es wird bei dir zu lange dauern und die Umgebungstemperatur spielt auch eine Rolle.

Wenn du Grundierung mit einer 0,5er Düse machst, hast du bestimmt sehr viel Verdünnung drin, das trocknet dann auch schneller.

Also, mein Tipp: größere Lackierpistole kaufen mit 1,4mm Düse, warten das 20 Grad sind und loslegen. Man kann lieber mehrere dünne Schichten lackieren als eine dicke. Dann "saugt" die darunterliegende Schicht auch noch etwas Verdünner von der obersten Schicht auf und gibt die langsam wieder ab. Mit Übung läuft das dann zu einer schönen glänzenden Schicht zusammen. Übungssache.

Gruß Jürgen 
 
Vorweg, ich bin kein Lackierer aber diese Orangenhaut habe ich auch schon hinbekommen wenn Grundierung und Lack nicht zusammenpassten.

MfG Jürgen

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Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten!!!!
Mc Cormick D439 Bj 1964
Ihc 423 Bj 1969
Ihc 955 Bj 1981
 
Hallo,

danke für die Tips.

Hab jetzt nochmal alles angeschliffen und mein Fehler war, ich habe zu dünne Schichten gepustet.

Jetzt sieht es viel besser aus. Und die Düse 0,5mm ist wohl doch zu klein.

Eine Frage noch, ich habe Schleifpapier von "Ludwig-Lacke", das ist super.

Wenn ich meinen Schwingschleifer benutzen will, auch mit Schleifpapier für Lack, dann setzt sich das Papier sehr schnell mit Schleifstaub zu.

Also 2x hin und her und das Papier ist zu, trotz Löcher im Papier. Liegt das am Schleifer oder am Papier?

Hab jetzt alles mit der Hand geschliffen und das ging ganz gut.

Gruß

Hendrik
 
Hallo.

Das liegt am Lack. 1K "trocknet" und härtet erst nach Jahren richtig aus. Deshalb nehmen die Profis auch 2K Lacke, die sind nach ein paar Stunden richtig hart und können weiter verarbeitet werden. Es gibt allerdings auch 1K Profi-Grundierungen und Füller, die reagieren mit der Luftfeuchtigkeit und härten dadurch aus. Die kann man gut verarbeiten und gut schleifen.

Mein Tipp: Nass schleifen! Geht auch mit dem Elektroschwingschleifer. Einfach so das Blatt auflegen das die Löcher zu sind, wenig Wasser und das mit ein paar Spritzern Spüli, geht gut. Ich benetze die Oberfläche immer mit einem Lappen, dann ist nicht so viel Wasser im Spiel.

Gruß Jürgen
 
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