Motoröl IHC 383

Wendelin5

Mitglied
Registr.
5 Februar 2021
Beiträge
15
hallo,

In meinen 383 Bj.74 kommt lt.Betriebsanleitung bei Umgebungstemperaturen 0 - 30 Grad C.

20W-40 oder 10W-30

Widerspricht sich die Auswahl nicht ?

Wie ist das bei den modernen Ölsorten zu bewerden ?

Den Traktor habe ich jetzt 4 Monate,ich habe gleich Olwechsel gemacht und 10W-40 eingefüllt.

Dieses Öl kommt auch in meinen Diesel PKW.Im Forum hat anfang des Jahres auch jemand diese

Sorte als brauchbar beurteilt.

Nach etwa 10 Betriebstunden ölt der Motor rechts über den angeschraubten Motorblockdeckel.

Könnte das mit der Ölsorte zusammenhängen,was vorher drin war weis ich nicht.

Das Kombiintrument zeigt 4700 Stunden, die Stunden zählt er aber der Drehzahlmesser

schlägt nur umher.Reicht es zum Auswechseln die obere Kunstoffhaube zu entfernen ?

Vielen Dank.
 
Moin.

Ein Irrglaube der sich ewig halten wird ist der Zusammenhang zwischen dem verwendetem Öl und beginnenden Öllecks.

Neues Öl hat immer eine reinigende Wirkung, eines mehr das andere weniger. Wenn dann neues Öl die alten Ablagerungen löst kann es natürlich zu Lecks kommen. Das passiert allerdings bei jedem modernen Öl. Sehr hochwertige Öle haben sogar Additive dabei die alte Dichtungen wieder elastischer machen können, haben allerdings auch eine große reinigende Wirkung. Soll heißen, wenn eine Dichtung nicht mehr dicht ist liegt das selten am Öl. Einfach diese bereits sehr alte Dichtung tauschen und weniger Sorgen um das Öl machen. Hauptsache Motoröl, ausreichende Menge und es wird oft genug gewechselt.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

Jürgen hat recht, konnte ich bei PKW´s auch oft beobachten, neues Öl drauf und erstmal hats getropft ( nicht immer) und nach einer Zeit wars dann wieder dicht. Was aber denke ich ein hauptgrund für ölsardinen ist, sind Leerfahrten, seltenes errreichen der Betriebstemperatur, häufiges rumtuckern vorm Spalter oder sonstige leichte arbeiten, unser 453 ölt auch immer nach dem Ölwechsel und vorallem wenner danach nicht gefordert wird, hänge ich aber meine zwei 3,5 tonner dran mit je 6 meter Brennholz drauf und fahre im 8. Gang mit vollgas bergauf ,sodass er über 90 Grad kommt dann ist er danach dicht und staubtrocken,... wahrscheinlich weil die Dichtungen geschmeidig werden und sich ausdehnen → wärme! 

Ebenso werden die Dichtungen hart und spröde wenn etwas kaum benutzt wird ( z.B Hydraulik) und dann ölts, wenn aber wie bei mir z.B immer der Zapfwellenstummel mitdreht ( war schon immer so ,da man beim absteigen immer am Hebel hängenbleibt) dann wird die Dichtung bewegt und bleibt elastisch also auch dicht und mein TÜV-Prüfer staunt immer wieder das da hinten überhaupt kein Ölaustritt ist  oder dreck hängt, alles furztrocken.

Es liegt eigentlich auch kaum am Öl sondern vielmehr an der Fahrweise und den Einsatzzwecken, der Motor mag auch lieber warmlaufen und dann mal richtig Ackern im Sommer bei 30 Grad als im Winter mal für 1/2 Tag bei 1000 U/Min vorm 20 t Spalter zu tuckern und nie über 70 Grad zu kommen um danach mit vollgas bei lauwarmen Motor durch die Gegend getrieben zu werden.

Wo dickeres Öl helfen könnte sind z.B verschlissene Kurbelwellenlager oder auch um kurzzeitig etwas mehr Kompression zu bekommen aber das sind dann auch nur bekämpfungen der Symptome, wie ich hier lernen durfte.

Gruß Manuel
 
Zurück
Oben Unten