Nachhaltigkeit: Ein Mann spricht mir aus dem Herzen!

Calenberger-IHC

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30982 Pattensen
Liebe Mitglieder,

immer wieder lese ich hier, wie ihr euch für die alte Technik einsetzt und ihr auch über unsere Schlepper hinaus versucht Landtechnik und Gerätschaften zu warten oder am Leben zu erhalten. Viele von euch werden vielleicht auch noch ein älteres KFZ auf der Straße bewegen, welches schon Oldtimer-Status hat. Sei es Lkw, Auto, Motorrad oder etwa eine Mofa. 
In der Zeitschrift "Oldtimer Markt " (07/2022) habe ich die folgenden Zeilen in der Einleitung gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 
Wer möchte kann gern ein Paar Zeilen dazu schreiben. 

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Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Hallo Joerg, deiner Meinung bin ich auch. Ich habe seit 39 Jahren einen BMW 1502 und ein BMW Motorrad /6.

Alle beiden Maschinen sind Baujahr 1976. Die sind beide mit relativ wenig Fachwissen am Leben zu halten.

Wenn ich damit unterwegs bin bekomme ich viele Daumen hoch und angenehme Blicke .

Nebenbei habe ich noch eine aktulle Kawasaki Z900. Hier kann ich nur noch Öl wechseln und tanken.

Gruß Thomas aus dem Westerwald.
 
Hallo Joerg.

Der Artikel spricht sicher sehr vielen aus der Seele und ist absolut treffend.

@Thomas: siehe auch als Beispiel ein Fichtenmopped....früher konnte man am Vergaser rumfummeln und zur 

Not auch zerlegen. Heute ?? Geht das Teil im Wald aus; kannste gleich in den Koffer packen und zum freundlichen fahren..

Und das ist auch u.a. für mich ein Grund, die älteren Maschinen zu pflegen bzw. erhalten.

In diesem Sinne und Gruß

Stefan
 
Der Artikel Spricht mir ebenfalls aus dem Herzen.

Wir benutzen jetzt noch DDR Küchengeräte, wie Mixer und Kaffeemühle. Das klingt zwar abgedroschen,

die haben früher nicht alles gehabt, aber was die damals gebaut haben, hatte Hand und Fuß.

Das fehlt doch den ganzen Wegwerf Haushaltsgeräten der Neuzeit.

Das Betrifft nicht nur Küchengeräte, das die Simson Mopeds Wartungsfreundlich sind und durch ihren Sonderstatus 60 Kmh Fahren dürfen hat sich mittlerweile bis in den Letzten Winkel der Republik rumgesprochen. Das Merkt man an der Preisentwicklung.

Generell habe ich die Erfahrung gemacht bei der Anschaffung eines Möbels, Elektrowerkzeugs oder was auch immer, etwas mehr Geld auszugeben.

Dann bringt man der Sache eine höhere Wertschätzung entgegen und wird mit einer längeren Nutzungsdauer durch hochwertigere Verarbeitung belohnt.

Meine Bosch Elektrowerkzeuge sind alle um die 20 Jahre alt.

Als Tischlermeister bin ich für die Qualität der Möbel natürlich selber verantwortlich.

Meinen Kindern gebe ich das mit auf den Weg, das eine Reperatur fast immer möglich und vor allem Sinnvoll ist.

Meine Landtechnick ist mindestens 40 Jahre alt, meine Olditraktor ist 60 Jahre alt. Da reicht überall ein normaler Werkzeugkasten und man brauch keine Informatikkentnisse.

Bei den Kettensägen habe ich aus Gewichtsgründen den Fuhrpark Stück für Stück erneuert.

Auch eine Ms 241 Cm mit M Tronic ist dabei, wie lange das gut geht, werde ich rausfinden.

Ist ne geile Säge.

Gruß Micha
 
Der Artikel und Ihr sprecht mir aus der Seele, bei mir ist etwas kaputt, wenn es sich wirklich nicht mehr reparieren läßt. Traktor Renault 53 ( von Vater neu damals neu gekauft ), zwischenzeitlich 50 Jahre alt und fährt und macht seine Arbeit absolut problemlos, IHC633A ebenfalls 40 Jahre auf dem Buckel macht seine Arbeit ebenso problemlos. Sollte einer mal ein Wehwechen haben, so kann ich das im Regelfall selbst reparieren und brauch keinen studierten Landmaschinenmechanker der auf dem Feld ( mit eigenen Augen gesehen ) erstmal den Laptop anschließt und den Fehlerspeicher ausliest warum das High-Tech Gerät nicht mehr will. Nach erfolgreicher Auskunft von der OBU wurde die Haube hochgeklappt und siehe da ein gerissener Keilriemen. Den hattte er in seinem Servicewagen sogar dabei. So weit so gut, er fing auch sofort an mit der Reparatur, er mußte gefühlt den halben Vorderbau des Traktors abbauen um den neuen Keilriemen wieder aufzulegen. Wartungsfreundlich ist jedefalls anderst. Ich  möchte auch nicht wissen was diese Aktion gekostet hat, aber genau diese " Kleinigkeiten" können wir an unseren Traktoren selber durchführen. Gott sei Dank.Gruss Klaus
 
Hallo zusammen

Es hat leider nicht nur die Qualität und die Ausführung der Produkte sich geändert, sondern eben auch die Einstellung der Menschen gegenüber den Produkten. Und daran ist nicht nur die böse Industrie schuld.

Wir haben damals gespart, bis das Mofa oder das erste Auto (gebraucht) drinlagen. Und dann in Bar die Kröten hingeblättert (unter Tränen). Entsprechend haben wir es (oder machen es eben immer noch) gepflegt und gehegt.

Aber Besitz ist heute nicht mehr angesagt (in linken Kreisen gar verpönt), nur noch der Nutzen eines Produktes ist angesagt. Also Auto wird geleast oder "geshared" , LKW‘s werden bereits mit "pay as your drive" verramscht, in den Städten stehen tausende Miet-E-Roller im Weg rum (alle mit 5 Kg Akku).

Und wenn der Nutzen erledigt ist, geht das Produkt zurück zum Anbieter und der macht dann irgendwas damit. Also für den Konsumenten: Aus den Augen, aus dem Sinn! Entsorgung oder Verbrauch von Ressourcen: "geht mich nicht‘s an, ich hab‘s ja nur benutzt!"

Und heute interessiert es auch keinen mehr, was im Produkt drin ist. Im Autoprospekt (online) werden nur noch Eigenschaften beschrieben, aber keine technischen Komponenten. Nicht mal mehr beim Traktor sind Schnittbilder von Motor, Geriebe etc. (so wie wir das von den IHC Prospekten kenn) mehr drin. Also was soll sich der Kunde drum kümmern, ob jetzt irgend ein Teil sich irgendwann reparieren lässt. Ist ja eh nur geleast und geht nach 5 Jahren zurück zum Händler. Und entsprechend wird das Zeug auch behandelt.

Aber ändern können wir‘s wohl nicht. So pflegen wir halt unsere Alten, solange bis uns die Ersatzteilversorgung abgedreht wird. Und hoffen, dass wenigstens unsere Kinder noch etwas von der Wertschätzung gegenüber einem Produkt oder der Arbeit dahinter mitbekommen.

Alles Gute

Gruss, Marcel
 
Servus Zusammen,

bin vollkommen eurer Meinung und schätze gute alte Qualität sehr.

Der eingestellte Artikel vom Joerg spricht mir aus der Seele

Bin gerade am Motorsägenvergaser zerlegen u. Membranen , Düse wechseln alles zerlegt  und dann wieder einstellen.   STIHL 036

Gruß aus Middlfrangen

Helmut
 
D-155:

Hallo zusammen

Es hat leider nicht nur die Qualität und die Ausführung der Produkte sich geändert, sondern eben auch die Einstellung der Menschen gegenüber den Produkten. Und daran ist nicht nur die böse Industrie schuld.

Wir haben damals gespart, bis das Mofa oder das erste Auto (gebraucht) drinlagen. Und dann in Bar die Kröten hingeblättert (unter Tränen). Entsprechend haben wir es (oder machen es eben immer noch) gepflegt und gehegt.

Aber Besitz ist heute nicht mehr angesagt (in linken Kreisen gar verpönt), nur noch der Nutzen eines Produktes ist angesagt. Also Auto wird geleast oder "geshared" , LKW‘s werden bereits mit "pay as your drive" verramscht, in den Städten stehen tausende Miet-E-Roller im Weg rum (alle mit 5 Kg Akku).

Und wenn der Nutzen erledigt ist, geht das Produkt zurück zum Anbieter und der macht dann irgendwas damit. Also für den Konsumenten: Aus den Augen, aus dem Sinn! Entsorgung oder Verbrauch von Ressourcen: "geht mich nicht‘s an, ich hab‘s ja nur benutzt!"

Und heute interessiert es auch keinen mehr, was im Produkt drin ist. Im Autoprospekt (online) werden nur noch Eigenschaften beschrieben, aber keine technischen Komponenten. Nicht mal mehr beim Traktor sind Schnittbilder von Motor, Geriebe etc. (so wie wir das von den IHC Prospekten kenn) mehr drin. Also was soll sich der Kunde drum kümmern, ob jetzt irgend ein Teil sich irgendwann reparieren lässt. Ist ja eh nur geleast und geht nach 5 Jahren zurück zum Händler. Und entsprechend wird das Zeug auch behandelt.

Aber ändern können wir‘s wohl nicht. So pflegen wir halt unsere Alten, solange bis uns die Ersatzteilversorgung abgedreht wird. Und hoffen, dass wenigstens unsere Kinder noch etwas von der Wertschätzung gegenüber einem Produkt oder der Arbeit dahinter mitbekommen.

Alles Gute

Gruss, Marcel

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Daumen hoch.

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
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