Lass‘ es am besten sein!
Die meisten bezahlbaren Nachsaat-Mischungen enthälten massenweise Deutsches Weidelgras.
Das ist anders als der Name sagt mitnichten aus Deutschland, sondern eher aus Oregon oder Neuseeland, und fast immer mit Endophyten infiziert.
Bringt schön hohe Erträge, ist aber vor allem unter bestimmten Wetterkonstellationen (viel Sonne, Trockenheit, Nachtfrost) verantwortlich für Hufrehe bei Pferden, die man vernünftigerweise auf die Weide schickt. Sie nachts rein zu holen, hilft nicht.
Weiter ist ein Auflaufen (Keimen) der Gras-Saat ein Lotteriespiel.
Regnet es zuviel, schwimmt sie Dir weg, ist es zu lange trocken, haben Vögel das meiste gefressen....
Kleinere kahle Stellen kannst Du äußerst billig mit sogenanntem "Heu-Drusch" (die Saatkörner aus gutem, spät gemähtem Pferdeheu) mit der Hand übersähen.
Vielleicht vorher mit einem Rechen etwas anrauen....
Am besten ist es, Du lässt eine Weide mit lückiger Grasnarbe einfach bis weit in den August wachsen, dann samt sie selbst aus, und zwar mit Saatgut, welches schon auf den Fläche steht, womöglich seit Jahrzehnten oder länger).
Das überständige Zeugs werden Deine Pferde zwar nicht Begeisterung fressen, aber nichts ist gesünder für speckige, wenig genutzte, leichtfutterige Robustpferde, wie sie heute so beleibt sind (Isländer, Haflinger, Norweger, Quarter, Tinker etc.).
Wenn Du auf solch eine Weide Hochleistungspferde und dazu noch Warmblüter stellst, musst Du vielleicht ein wenig beifüttern, aber das machen ja die meisten (zumeist völlig überflüssigerweise) sowieso mit Leidenschaft....
Eine vernünftige Übersaat geht eh nur mit einer richtig teuren Saatgut-Kombination am Schlepper, Du wirst Dich wundern, was der Maschinenring oder Lohnunternehmer dafür an Stundenpreis haben will....