Neue Gelenkwelle - aber welche Größe

IHC 724AS

Aktives Mitglied
Registr.
5 November 2012
Beiträge
33
Hallo,

da letztes Jahr wieder viele Äste angefallen sind ist es wieder Zeit, die Äste zu häckseln. Wir haben eine alte Häckselmaschine (man kann Äste mit ca. 30cm Durchmesser häckseln) die wir immer mit unserem IHC 724 betreiben. Jetzt brauche ich aber eine neue Gelenkwelle, da die Alte schon ziemlich mitgenommen ist. Wie ich finde war Sie zum häckslen nicht geeignet- sie war zu schwach.

Welche Größe/Stärke würdet ihr nehmen?

Bei welchen Marken stimmt das Preis/Leistungsverhältnis?

Mit freundlichen Grüßen

IHC 724AS
 
bei der art schwerer antriebsarbeit würde ich dir aufjedenfall walterscheid empfehlen. Wir hatten mal eine bogbalde oder wie die heißen, vergess es walterscheid sind meiner meinung nach das beste auch wenn die etwas teurer sind.

bei der größe glaub ich kannst du sd15 od eher sd25 nehmen das sind irgendwelche angaben von walterscheid am besten gugst du mal auf der hp von walterscheid
 
Ich hab mich jetzt mal im Internet umgeschaut, da steht immer dabei welche Kategorie (Kat.1,2,3,4,5,6...). Aber welche Stärke hat zum Beispiel eine Gelenkwelle der Kat.5?

MfG IHC 724AS
 
Als preiswerten "Nachbau" von Walterscheid kann ich Dir Weasler-Gelenkwellen empfehlen.

Ich hatte 7 Jahre eine Walterscheid-Welle am Grashopper, seit 2 Jahren ist es eine gleichstarke Weasler.

Unterschiede kann ich (noch) keine feststellen.

Obwohl der Grashopper, den ich seit 2010 mit der Weasler antreibe, deutlich größer ist und eine Menge mehr Leistung frisst....

Offen gestanden gefällt mir bei Weasler das Abnehmen des Schutzes besser als bei Walterscheid, finde ich einfacher!

Wichtiger als die Marke sind ein paar "Kleinigkeiten" bei Kauf und Einsatz:

Gaaanz wichtig ist das otimale Ablängen der Welle (Welle ohne Schutz einbauen und beim Ausheben genau beobachten, Kürzen evt. vorsichtig in mehreren Schritten, damit bloß nicht zu viel gekürzt wird. 1 cm Luft sollte aber in allen Positionen sein!)

Und es macht Sinn, mit einer alten Schrottwelle o.ä. vor dem Kauf der neuen Welle den Winkel zu messen, mit dem die Gelenke laufen müssen.

Ein Standard-Gelenk hält bei 10 Grad Laufwinkel gerade mal 100 Stunden, dann kann es hin sein.

Ein Weitwinkel-Gelenk hält unter den gleichen Bedingungen 10-mal so lange!

Lohnt sich also, vorher genau zu überlegen, was man braucht. Weitwinkel kostet zwar deutlich mehr, kann aber auf die Dauer viel billiger werden....

Viele Leute schrotten ihre Wellen schneller als nötig, weil sie das Schiebestück nicht alle 8-10 Stunden abeschmieren. Die Gelenke können - wenn es nicht ganz so viel Staub und Dreck im Betrieb hat - durchaus mal eine Saison mit 100 Stunden ohne Abschmieren laufen. Das Schiebestück (die Rohre) läuft nach so ein er Zeit schon längst völlig trocken. Das tut nicht gut....

Auch an das Abschmieren der Laufringe des Schutzes (kleine Plastikschmiernippel) denken!
 
Vielleicht soltet Ihr bevor Ihr so ins Detail geht wie es Nordschleifen-IHC gerade macht, zuerst darüber diskutieren ob eine Welle mit Freilauf benötigt wird oder nicht

Alles andere ergibt sich dann wahrscheinlich schon von selber
 
Ein Freilauf wird nicht benötigt, da man an dem Häcksler die Kraftübertragung trennen kann. Wenn die Welle aber einen Freilauf hätte wäre es auch egal.
 
hallo,

freilaufbrauch man auch nicht mehr, weil das ja in fast jedem Schlepper drin ist (du kannst ja den stummel drehen wenn du ausgekuppelt hast bzw wenn du die zapfwelle nicht vorgewählt ist

bzw in dem getriebe vom gerät.

gruß Michael
 
Fruit Farmer:

hallo,

freilaufbrauch man auch nicht mehr, weil das ja in fast jedem Schlepper drin ist (du kannst ja den stummel drehen wenn du ausgekuppelt hast bzw wenn du die zapfwelle nicht vorgewählt ist

bzw in dem getriebe vom gerät.

gruß Michael
Über eine Erklärung würde ich mich freuen, ich glaube ja Du bringst da was durcheinander.
 
Geh doch mal an dein 644 od 353 und dreh mal an dem Zapfwellenstummel, der wird sich drehen. Wenn der Motor läuft (Zapfwellenkupplung eingekuppelt, Zapfwelle nicht vorgewählt) Stummel lässt sich drehen. Oder wenn du eine Zapfwellenbetriebene Wippsäge hast und schaltest sie aus wird die ja nach laufen. D.h die Welle die vom stummel ins Getriebe geht läuft frei, also hast du einen Freilauf an deinem Schlepper. Als wir 2007 auf der Agritechnica unsern Mulcher bei Maschio gekauft haben, haben wir extra gefragt wegen der Freilauf- Zapfwelle und da wurde uns das so erklärt

Zu dem Getriebe: zB. Der Claas Maisprinz hatte in seinem Antrieb den Freilauf verbaut oder gibt es zb Winkelgetriebe die einen Freilauf besitzen.

Besteht sonst noch weiterer Erklärungsbedarf?

Gruß Michael
 
Fruit Farmer:

Geh doch mal an dein 644 od 353 und dreh mal an dem Zapfwellenstummel, der wird sich drehen. Wenn der Motor läuft (Zapfwellenkupplung eingekuppelt, Zapfwelle nicht vorgewählt) Stummel lässt sich drehen. Oder wenn du eine Zapfwellenbetriebene Wippsäge hast und schaltest sie aus wird die ja nach laufen. D.h die Welle die vom stummel ins Getriebe geht läuft frei, also hast du einen Freilauf an deinem Schlepper. Als wir 2007 auf der Agritechnica unsern Mulcher bei Maschio gekauft haben, haben wir extra gefragt wegen der Freilauf- Zapfwelle und da wurde uns das so erklärt

Zu dem Getriebe: zB. Der Claas Maisprinz hatte in seinem Antrieb den Freilauf verbaut oder gibt es zb Winkelgetriebe die einen Freilauf besitzen.

Besteht sonst noch weiterer Erklärungsbedarf?

Gruß Michael

Du hast da was falsch verstanden,

die Leute in der grünen Fraktion haben das ganz gut erklärt:

http://www.deutzforum.de/thread.php?threadid=18351&page=1

 
 
Bei Zapfwellenbetriebene Maschinen die eine große Schwungmasse haben muß ein Freilauf gegeben sein entweder Maschinenseitig, viele Häcksler oder Mulcher haben heute eine Rutschkupplung. oder über die Zapfwelle. Sonst kann es passieren wenn beim Schlepper Gas zurückgenommen wird der Häcksler oder Mulcher den Schlepper über die Zapfwelle schieben und auf Drehzahl halten. Erst beim Auskuppeln ist der Kraftstrom unterbrochen. Da hat Ralf vollkommen Recht.

Zur Wahl der neuen Gelenkwelle kann ich nur sagen, wenn die alte für den Kraftstrom ausreichte muß die neue nicht größer dimensioniert sein. Wichtig ist immer das regelmäßige schmieren wie Nordschleifen IHC schon sagte. Eine Weitwinkel Welle wirst du denk ich auch nicht benötigen weil dein Schlepper gerade vor dem Holzhäcksler steht und ich denke das du beim Holzhäckseln deinen Schlepper wenig bewegen wirst.

Mfg Uli
 
Wird oft unterschätzt, ab wann eine Weitwinkel-Welle Sinn macht.

Eine normale Welle mit nur einem Gelenk hat laut Walterscheid bei einem "Dauerknick" von 10 Grad (und das ist nicht so wirklich viel) nur noch eine Lebenserwartung von 100 Stunden.

Bis 5 Grad "Dauerknick" hält sie dagegen gut 1.000 Stunden.

Dient die Welle zum "stationären" Betrieb eines Häckslers, sollte man den halt so stellen, dass die Gelenke möglichst gerade laufen.

Grundsätzlich hat Uli aber Recht, die heftigsten Belastungen für Gelenkwellen gibt es, wenn das Anbaugerät nicht am Dreipunkt hängt, sondern über eine Deichsel gezogen wird (z.B. Kalk- oder Miststreuer) und wenn man enge Kurven fährt.

Man schont die Welle ungemein, wenn man in engen Wendungen kurz die Zapfwellen-Kupplung betätigt!

Noch was zum Freilauf: Ich betreibe seit 2003 eine Art Mulcher, ein Freilauf an der Gelenkwelle hat mir nie gefehlt!

Warum? Ich habe eine "normale" Zapfwellenkupplung, ich kann damit jederzeit den "Schwung" des Mulchers vom Schlepper trennen.

Anders sieht das aus, wenn man einen Schlepper mit sogenannter Wegzapfwelle oder einen Schlepper ohne Doppelkupplung hat. Aber das gibt es heute kaum noch.

Bei manchen modernen Schleppern (z.B. Landini) gibt es welche mit einer "nassen" Lamellenkupplung für die Zapfwelle. Da diese bei kaltem Öl den Zapfwellenstummel dauernd drehen würde, haben die Teile eine Zapfwellenbremse (die hier nix mit Leistungsmessung zu tun hat!). Um die nicht zu überlasten, sollte man eine Gelenkwelle mit Freilauf verwenden.

Bei IHCs mit Doppelkupplung - beide trockene Einscheiben - braucht man sowas nicht.

Ich persönlich möchte keine Gelenkwelle mit Freilauf an meinem Grashopper haben.

Warum? OHNE Freilauf habe ich die Möglichkeit, die mit reichlich Schwung nachlaufende Walze des Grashoppers mit dem Motor abzubremsen, mit Freilauf geht das nicht, da muss ich warten, bis das Ding durch eigene Masseträgheit von alleine langsamer wird.

Ich bremse die Walze des Grashoppers aber immer dann mit dem Motor ("Gas weg") ab, bevor ich das Gerät zum Entleeren aushebe. Nämlich um zu vermeiden, dass die Gelenkwelle mit starkem Winkel in den Gelenken läuft. Tut sie dann im Zweifel zwar, ohne groß Leistung zu übertragen, tut ihr aber auch ohne Last nicht gut.
 
Hallo Nordschleifen IHC

das was du geschrieben hast, habe ich auch gemeint.

Vil habe ich mich etwas kompliziert ausgedrückt
 
Nordschleifen-IHC:

..................................................

Noch was zum Freilauf: Ich betreibe seit 2003 eine Art Mulcher, ein Freilauf an der Gelenkwelle hat mir nie gefehlt!

Warum? Ich habe eine "normale" Zapfwellenkupplung, ich kann damit jederzeit den "Schwung" des Mulchers vom Schlepper trennen.

Anders sieht das aus, wenn man einen Schlepper mit sogenannter Wegzapfwelle oder einen Schlepper ohne Doppelkupplung hat. Aber das gibt es heute kaum noch.

Bei manchen modernen Schleppern (z.B. Landini) gibt es welche mit einer "nassen" Lamellenkupplung für die Zapfwelle. Da diese bei kaltem Öl den Zapfwellenstummel dauernd drehen würde, haben die Teile eine Zapfwellenbremse (die hier nix mit Leistungsmessung zu tun hat!). Um die nicht zu überlasten, sollte man eine Gelenkwelle mit Freilauf verwenden.

Bei IHCs mit Doppelkupplung - beide trockene Einscheiben - braucht man sowas nicht.

Ich persönlich möchte keine Gelenkwelle mit Freilauf an meinem Grashopper haben.

Warum? OHNE Freilauf habe ich die Möglichkeit, die mit reichlich Schwung nachlaufende Walze des Grashoppers mit dem Motor abzubremsen, mit Freilauf geht das nicht, da muss ich warten, bis das Ding durch eigene Masseträgheit von alleine langsamer wird.

Ich bremse die Walze des Grashoppers aber immer dann mit dem Motor ("Gas weg") ab, bevor ich das Gerät zum Entleeren aushebe. Nämlich um zu vermeiden, dass die Gelenkwelle mit starkem Winkel in den Gelenken läuft. Tut sie dann im Zweifel zwar, ohne groß Leistung zu übertragen, tut ihr aber auch ohne Last nicht gut.
Musst Du ja auch nicht, wenn die Schwungmasse des Anbaugerätes gross genug ist und man keine Zapfwelle mit Freilauf verwenden möchte oder das Gerät keinen Freilauf im Getriebe hat, kann man auch ab und an mal prima den abgedrehten Zapfwellenstummel des Traktors ersetzen
Das geht ja auch bei einem B Famillie Schlepper recht gut, also einfach machen und "Lehrgeld" bezahlen
 
Abdrehen des Zapfwellenstummesl wegen fehlendem Freilauf, wie soll das denn gehen?

Kein Schlepper der B-Familie hat eine Zapfwellenbremse.

Reicht der Querschnitt des Zapfwellenstummels, um das Drehmoment der Beschleunigung dieser "gewaltigen" Massen zu übertragen, wird er wohl auch zum Verzögern per Motorbremse reichen.

Auch das "Weiterschieben" des Schleppers durch die "Massen" des Anbauteils kann ich nicht nachvollziehen, ein Tritt auf die Fahrkupplung des Schleppers und der Vortrieb dieser Massen ist unterbrochen.
 
Nordschleifen-IHC:

Abdrehen des Zapfwellenstummesl wegen fehlendem Freilauf, wie soll das denn gehen?

Kein Schlepper der B-Familie hat eine Zapfwellenbremse.

Reicht der Querschnitt des Zapfwellenstummels, um das Drehmoment der Beschleunigung dieser "gewaltigen" Massen zu übertragen, wird er wohl auch zum Verzögern per Motorbremse reichen.

Auch das "Weiterschieben" des Schleppers durch die "Massen" des Anbauteils kann ich nicht nachvollziehen, ein Tritt auf die Fahrkupplung des Schleppers und der Vortrieb dieser Massen ist unterbrochen.
Ich hatte doch schon geschrieben

" einfach machen und "Lehrgeld" bezahlen"
 
Eine Gelenkwelle mit Freilauf kostet dfeutlich mehr als eine ohne.

Meinst Du das mit Lehrgeld?

Oder ist das eher Leergeld?

Den Zapfwellenstummeln an meinen beiden IHC, die bisher ganz ohne Freilauf einen Mulcher antrieben, ging (und geht) es blendend.

Natürlich hat es schon seinen Sinn, dass es Gelenkwellen mit Freilauf gibt.

Für jemanden, der sich eine neue Gelenkwelle kaufen will, wäre es sinnvoll, genau zu erklären, wofür der denn nun gut ist.

Bisher kam das nicht so deutlich rüber...

Los Ralf, Du weißt doch immer alles!
 
Zurück
Oben Unten