Öldruck 624

farmer*

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28 April 2007
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Hallo an alle IHC Freunde!

Habe mich heute im Forum neu angemeldet, nachdem ich Euch schon länger zugeschaut habe! Das Forum gefällt mir sehr gut, konnte auch schon einige nützliche Tipps für mein 624 er verwenden.

Nun aber meine Frage:

Nach längerer harter Beanspruchung (Pflügen, Fräsen,...) leuchtet bei meinem 624 die Öldruckkontrollleuchte im Standgasbereich auf. Wird ein wenig Gas gegeben geht sie wieder aus.

Genug Öl hat er, alle Wartungen werden bei mir nach Plan durchgeführt, der Motor hört sich kerngesund an und die Leistung stimmt auch. An einen Wackler an dem elek. Geber glaube ich nicht.

Vielleicht kann mir von Euch jemand erklären, woran das Aufleuchten liegen kann!?
 
Moin

Deiner Beschreibung nach dürfte das eigentlich nicht schlimm sein.Solange der Öldruck mit ein paar Touren über Standgas in ordnung ist.Da das Motoröl ja im warmen Zustand dünnflüssiger ist,treten innerhalb der Zahnradpumpe mehr Verluste auf als im kalten Zustand mit dickflüssigem öl.Da dein 624 ja auch nicht mehr der jüngste ist und allerhöchstwahrscheinlich noch die erste ölpumpe drin hatt, ist das wohl normal.

mfg.
 
Hallo

was für ein Motoröl fährst Du denn momentan ?

Im Standgas ist der Öldruck eh gering, sollte das Problem aber öfter auftauchen würde ich dir empfehlen dickeres Öl zu fahren Z.B. 20W50.

Grüße Tobias
 
Moin!

Erst mal danke für Eure Antworten!

Mein IHC hat zur Zeit 5850 Stunden drauf, und beim letzten Ölwechsel im Dezember habe ich das 10 W 40 er Öl verwendet.

Den Tipp, mit dem dickeren Öl, hat mir auch schon jemand gegeben. Müßte ich ausprobieren!

Trotzdem interessiert mich die Ursache, da dies ja früher nicht vorgekommen ist (habe den Schlepper jetzt fünf Jahre - fahre im Jahr ca. 100 Std.)

Gruß
 
lass mal im warmen zustand den öldruck messen.Hatten das gleiche mal am 743. da hatte der öldruckschalter ne macke. Nachden ein neuer drin war, war das problem weg. Gruß aus dem Sauerland!
 
Aber die dünne Plürre musste so oder so runtermachen. Probiers erstmal mit 15W40.mfg
 
Kaufe immer 15w40 in 20 Liter Gebinden von Farmtec oder sowas und der IH verträgt das sehr gut.

Ölkontrolle erlischt immer nach einer Sekunde.

Vermute auch einen unzureichenden Druckaufbau im Standgas wegen der Pumpe oder der Öldruckschalter ist etwas fehlerhaft....wobei das Teil ja nur geht oder nicht.
 
Das hat mit dme Öldruckschalter nix zu tun,dein 10er Öl ist klar zu dünn, wie Alfred schon sagte.

Grade wenn die Kisten hart ran müssen und dementsprechend heiß werden kriegst du Probleme mit dme Öldruck.

Also raus mit der Suppe und kipp am besten 20er drauf, wenn Deiner so hart ran muss kann evtl. auch das 15er noch probleme machen.

Wir fahren auch immer 15W40er, momentan das gute von Fuchs. Das hat der 644 auch immer bekommen, nur musste der und auch jetzt der 323 nicht sonderlich Hart beansprucht werden. Daher haben wir keine Probleme mit dem Öldruck. Zumindest ist die Kontrolleu´chte nie angeschlagen, habe dieses Jahr noch ein separates Öldruckmesser angebaut, damit ich den öldruck noch besser unter Kontrolle habe, wenn der Motor richtig warm ist geht der Öldruck im Standgas auch schonmal auf 0,5 bar zurück.

Grüße Tobias
 
Ok, tausche das Öl die Tage mal aus und wenn‘s im Sommer nach der Ernte ans Grubbern geht werde ich schauen, ob bzw. das hoffentlich nichts mehr leuchtet.

Gruß
 
15W40 und 10W40 sind im warmen Zustand GLEICH DÜNNFLÜSSIG!Das 10er ist halt nur beim Kaltstart leicht von Vorteil weil es dann etwas dünnflüssiger ist als das 15er aber der Motor hat ja mit warmen Öl probleme!Da er früher diese Macken nicht hatte kann man davon ausgehen das der Verschleiß schon recht fortgeschritten ist,insbesondere an den Lagern und das warme dünnflüssige Öl im Leerlauf schneller wegläuft als die Ölpumpe es packt nachzuliefern!Ein Umstieg auf 50er Öl könnte theoretisch kurzfristig abhilfe schaffen!

Aber hier der Fachmann

Quelle www.motor-talk.de/showthread.php?s=&forumid=62&threadid=230315&perpage=15&pagenumber=8

"Sterndocktor"

Hallo,

witzigerweise liest man in allen Foren die gleichen "Märchen" über Motoröle. Die Ausführungen von „Haiza“ gehen aber wenigstens in die richtige Richtung. Vielleicht kann ich aber wenigstens die größten Irrtümer ausräumen.

Erstens ist es schon mal nicht richtig, dass alle 10W-40er teilsynthetisch, u. alle 5W-40er vollsynthetisch sind! In der 10W-40er-Kathegorie gibt es sogar die größten Qualitätsunterschiede. Gibt hier rein mineralische, die meisten sind sog. Hydrocrack-Öle (= etwas verbesserte mineralische), u. nur ganz wenige sind teilsynthetische. Letztere sind i. d. Regel die besten unter den 10W-40ern.

Von den 5W-40ern sind ebenfalls die meisten nur Hydrocrack-Öle (Hc-Öle). Vollsynth. 5W-40er gibt es nur sehr wenige. Bei den 5W-30er ist es ähnlich.

Nur bei den 15W-40er ist es so, dass diese immer rein mineralische sind. U. alle OW- sind immer vollsynth.

Spätestens hier sollte auch deutlich werden, dass der Visko-Bereich nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Allerdings gibt es natürlich unter den 0W-40ern deutlich mehr Spitzenöle wie bei den anderen Visko-Bereichen.

Die Angaben von z. B. „5W“ u. 40 sagen aber alleine nicht viel über das Öl aus. Bei der ersten Zahl geht es um die dynamische Visko., also wie sich das Öl bei sehr niedrigen Temp. verhält. Hier geht es vor allem darum, bis zu welcher Temp. das Öl der Ölpumpe noch von selbst zufließt. U. „5W“ bedeutet z. B., bis min. minus 30Grad.

Die zweite Zahl von z. B. 40, bezieht sich auf die kinetische Visko bei exakt 100Grad. Dieser Wert hat aber für die Praxis kaum eine Aussagekraft. Was den Verschleißschutz bei sehr hohen Öltemp. betrifft, so ist hier alleine der HTHS-Wert (= Visko bei 150Grad u. unter einer Scherbelastung gemessen) von Bedeutung, da dies schon eher dem entspricht, was vor allem an den Kolben passiert.

U. bei Ölen nach ACEA A3/B3 (= Hochleistungsöl mit Potential für verlängerte Wechselintervalle) ist die Mindestanforderung 3,5mPa.s. Egal welcher Visko-Bereich auf der Dose steht. Gilt für ein 0W-30er genauso, wie für ein 5W-50er. Nur bei Ölen mit einem ACEA A1/B1, u. A5/B5-Profil ist die Min-Anforderung nur 2,9mPa.s. Bei den VW-Normen 503.00, 506.00 u. 506.01 ist der HTHS-Wert übrigens auch auf 2,9mPa.s abgesenkt Die nach 502.00 (Benziner) bzw. 505.00 (Diesel) haben deshalb einen besseren Verschleißschutz bei hohen Temp, da diese auf einem ACEA A3/B3-Profil basieren!

Und 150Grad können es an den Kolben schon bei einer verhaltenen Fahrweise sein, wo in der Ölwanne grad mal 70 bis 80Grad herrschen. U. bei längerer Vollast mit hohen Drehzahlen können es (je nach Motor) auch schon mal 250Grad!!! u. noch mehr an den Kolben sein (in der Wanne dann rund 120 bis max. 150)!

Bei solchen Temp. sind dann vor allem leistungsfähige EP (Hochdruck)- u- AW (Verschleißschutz)-Additive gefragt, da das Öl selbst die Reibpartner dann zumin. nicht mehr vollständig voneinander trennen kann. Ein vollsynth. Spitzenöl verkokelt u. verlackt bei solchen Temp zumin. nicht. Außerdem enthalten diese auch sehr leistungsfähige Verschleißschutz-Additive! Mobil nennt die neuen "SuperSyn", welche allerdings nicht in allen Mobil-Ölen, sondern nur in den neuen Mobil1-Ölen enthalten sind!

Einer der größten Irrtümer ist aber:

Dass ein mineralisches 15W-40er gar keine, u. ein vollsynth eine sehr gute Reinigungswirkung hätte. In Wirklichkeit hat das aber überhaupt nichts mit der Art des Grundöls zu tun, sondern liegt ausschließlich am enthaltenen Additiv-Paket. Das Grundöl selbst (egal ob nun mineralisch, hc, teilsyth. o. vollsynth) hat überhaupt keine Reinigungswirkung. Dazu kommt noch, dass die meisten alten Ablagerungen im Motor ölunlöslich sind. Erst die Zugabe von waschaktiven "Detergentien" verleiht einem Öl eine Reinigungswirkung.

U. ob u. wie viel, bzw. wie lange ein Öl Schmutzteilchen tragen kann, hat auch nichts mit der Grundöl-Art zu tun, sondern mit den darin enthaltenen "Dispersanten". Denn, nur diese sind in der Lage, sowohl feste wie flüssige Schadstoffe zu neutralisieren, bzw. zu umhüllen u. bis zum nächsten Ölwechsel fein verteilt in Schwebe zu halten, damit diese nicht ausfallen, sich zusammenballen u. irgendwo im Motor anlagern können (u. für größere Schmutzpartikel, welche die Dispersanten nicht mehr umhüllen können, ist der Ölfilter da). Deshalb ist es auch völliger Unsinn, das gelöste Ablagerungen Ölbohrungen verstopfen könnten.

U. solche „Reinigungs- u. Reinhalte-Additive" sind längst in allen Motorölen enthalten. Egal ob es sich dabei nun um ein mineralisches 15W-40er, oder ein vollsynth. 0W-30er handelt. Nur einige spezielle Oldtimer-Öle sind völlig unlegiert (= enthalten keine Additive) .

Die Grundöl-Art spielt bei der Motorsauberkeit nur insofern eine Rolle, dass vollsynth. den Motor weniger verschmutzen, da sie sehr viel temperaturstabiler sind, u. auch deutlich langsamer altern.

Bei den sog. Vollsynth. ist das Ausgangsprodukt zwar auch ein Mineralöl (ausgenom. synth. Ester), jedoch werden diese auf molekularer Ebene völlig neu aufgebaut. Die Ölmoleküle sehen nachher ganz anders aus, u. zwar genauso wie es sein sollte. Dadurch wird erreicht, dass diese sehr viel temperaturstabiler sind, u. deshalb auch deutlich langsamer altern. Bei Temp. wo ein mineralisches schon lange verkokelt u. verlackt, schmieren diese noch. Halten locker 350Grad aus.

Außerdem haben diese von Haus aus schon einen höheren Viskositätsindex (VI). Bedeutet, dass sie mit zunehmender Temp. nicht so stark ausdünnen. Gibt man dann noch einen robusten VI-Verbesserer dazu, erreicht man einen noch höheren VI. Deshalb können diese auch im kalten Zustand viel dünnflüssiger sein, ohne dann bei hohen Öltemp. zu dünn zu werden (z. B. 0W-40)!

Ein echtes Spitzenöl entsteht deshalb erst, wenn man einem hochwertigen Grundöl ein entsprechend leistungsfähiges Additiv-Paket beigibt. Der Additiv-Anteil liegt heute bei den Motorölen bei 15 bis 30%!!!

Da HC-Öle schon mal besser als mineralische, aber viel günstiger als vollsynth. sind, geht der Trend immer mehr in diese Richtung. Der Großteil der neueren Öle sind deshalb alles HC-öle. Nur die OW- sind noch alle vollsyntetische. Die 10W-40er sowieso, aber auch von den 5W-30er u. 5W-40ern sind die meisten nur HC-Öle. Nennt sich dann HC-"Synthese", oder aus der "soundso"-Synthese-Technologie!

Das "nonplusultra" ist aber natürlich immer noch ein hochwertiges vollsynth. Grundöl, welches auch ein modernes u. sehr leistungsfähiges Additiv-Paket enthält. Wie z. B. die neuen Mobil1-Öle. Gibt aber natürlich auch noch andere vollsynthetische Spitzenöle, welche auch nicht ganz so teuer sind.

Hoffe mit dieser Info wenigstens die größten Irrtümer aus der Welt zu schaffen!
 
"Da gebe ich dir bei heutigen neuen Motoren recht.

Was aber ist wenn diese neuen Zusätze die Dichtungen und Simmerringe angreifen."

Ich denke eher nicht das die Additive die Dichtungen angreifen,es werden eher die Ablagerungen entfernt die dazu beitragen das die verschlissenen Dichtungen bisher dicht waren! :)

"Als diese Motoren gebaut wurden, war selbst ein 15W/40 Öl noch unbekannt. "

Da sind wir ganz einer Meinung

"Die Chemie kann Vieles,nur die Dichtungsmaterialien der damaligen Zeit waren für diese Belastung noch gar nicht ausgelegt, vielmehr waren diese Komponenten bzw. Additive noch gar nicht im Öl zu finden."

Mitlerweile gibt es Öle deren Additive alte Gummidichtungen aufquellen lassen sollen,habe damit allerdings keine Erfahrung!

"Warum wohl gibt es so große Probleme bei der Rapsölverbrennung."

Welche meinst du bzw sprichst du an?polymerisation?

Dies ist eine Aussage eines langjährigen Mitarbeiter der großen Deutschen blauen Mineralölmarke mit Schwerpunkt LKW-Baumaschinen und Industriemaschinen - Anwendungstechnik !!

Ich wollte dir deine Kompetenz nich absprechen dafür habe ich schon zu viel von dir hier gelesen! :)
 
Hallo,

bei der Kennzeichnung der Motoröle z.B. 10W40 oder auch 15W40 steht die erste Zahl für das Verhalten bei niedrigen Temperaturen, dies bedeutet, das ein Öl 10W40 bei niedrigen Temperaturen die gleiche Viskosität besitzt wie ein Einbereichs Öl der Viskositätsklasse 10. Die zweite Zahl steht für das Verhalten bei hohen Temperaturen. Demnach verhält sich ein Öl 10W40 bei hohen Temperaturen wie ein Einbereichsöl der Klasse 40. Demnach sollte es keinen Unterschied machen ob man ein 10W40 oder 15W40 nutzt. Ein Blick in die Schmierstoffdatenblätter weist für beide Öle bei 100°C dieselbe Viskosität aus.

Die Viskosität ist die entscheidende Größe für den Aufbau des Schmieröldrucks im Motor, bei gleicher Viskosität und gleichem Motor ergibt sich der Schmieröldruck aus dem Lagerspiel (Vorausgesetzt, die Ölpumpe fördert exakt die gleiche Menge). Das Lagerspiel ist ein Indikator für den Verschleiß im Motor.

Daher sollte bei dem 624 in jedem Fall der Öldruck mittels Manometer überprüft werden, am besten nachdem der Traktor vor der Leistungsbremse gut durchgewärmt wurde. Wenn der Öldruck dann weiterhin unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, kann ein dickeres Öl z.B 20W50, den Öldruck zwar stabilisieren, aber nichts am Verschleißzustand des Motors ändern.

Rapsöl ist chemisch komplett anders aufgebaut als die handelsüblichen mineralölbasischen Schmierstoffe, da es sich um Esterverbindungen handelt. Diese sind zum Beispiel im Hydraulikbereich nicht ohne weiteres mit normalen Dichtungen aus NBR verträglich. Erst wenn das Rapsöl mit einer Reihe von Additiven kombiniert wird, ist die Verträglichkeit mit den Dichtungen besser.

Außerdem ist Rapsöl sehr viel oxidationsanfälliger und dies endet mit starken Verharzungen und einem starkem Anstieg des Säuregehalts des Öls, so dass dies zu einem Angriff von Elastomerwerkstoffen führen kann.

Wird kaltgepresstes Rapsöl im Motor verbrannt, ist Vorrausetzung dafür, dass:

1. Die in der Einspritzanlage verwendeten Elastomerwerkstoffe rapsölbeständig sind, da diese ansonsten aufquellen und ihre Härte verlieren.

2. Der Motor nur unter Volllast mit Rapsöl befeuert wird, damit es nicht zu einer Verkokung kommt. In der Praxis werden daher vorwiegend Doppeltankanlagen eingebaut, bei denen der Motor im Teillastbereich mit Diesel gefeuert wird.

Gruß

Andreas
 
Wohl wahr, eine exzellente Konstruktion von International Harvester.

Auch wenn gleich zu Beginn der Produktion diverse Probleme mit der Konstruktionsabteilung und Fertigung in St. Dizier aufgetreten sind wegen unüberwindbarer Fertigungstoleranzen am Guss des Getriebekastens.

Ein Namenhafter Konstrukteur von IH, mit dem ich selbst schon persönlich gesprochen habe, meinte, dass die Getriebe auf ca. 8000 Vollaststunden ausgelegt wurden.

Unter Vollaststunden versteht man maximale Belastung der Maschine unter harten Bedingungen.
 
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