Öldruck beim D 324 fällt

Mick324

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20 September 2014
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Hallo Zusammen,

ich wende mich heir vertrauensvoll an euch weil ich mit meinem Schlepper ein Problem habe. Seit etwa einem halben Jahr habe ich eine Mc Cormick D324 von 1958. Nachdem ich nun verschiedene Dinge wie z.B. Hydraulik repariert habe wollte ich heute die erste Ausfahrt machen. Leider war diese nach etwa 1,5 km beendet, da der Öldruck steti gefallen ist und dann laut Anzeige in den Bereich "Danger" abgefallen ist. Nun bin ich etwas entäuscht und ratlos. Natürlich habe ich das gute Stück erstmal stehen lassen. Ich bin mal gespannt was er morgen sagt aber vielleicht hat einer von euch eine Idee was das sein könnte. Eine kleine Probefahrt hatte ich zuvor schon gemacht. Dabei sind mirr keine Probleme mit dem Öldruck aufgefallen.

Ich hoffe einer von euch hat eine Idee, so dass ich das Problem mit ein wenig schrauben in den Griff bekomme.

VIele Grüße

MickD324
 
Hallo Mick, 

vorausgesetzt Deine Anzeige ist korrekt, ist es mit ein wenig rumschrauben nicht getan. 

Es läuft auf eine komplette Motorüberholung hinaus, denn Du wirst prüfen müssen, ob die KW-Lager, Pleuellager etc. schon geschädigt sind. Wenn Du es richtig machen willst.

Gruß

Michael
 
Ich würde erstmal anstelle des Öldruckschalters ein Manometer einschrauben (M10X1 Gewinde) und den Druck direkt messen.

 Er sollte im Standgas so etwa 1bar bei Vollgas so ca. 3-4 bar betragen. Der Öldruckschalter spricht bei 0,5 bar an. d.h. fällt der Druck darunter

brennt die Lampe oder dieMeldung  : rot

Wichtig ist dabei , daß die Werte nicht nur bei kaltem Öl sondern auch im warmen Zustand erreicht werden.

genügend Öl,Sorte 15W40 ?

                                                                                            gruß Harry
 
Hallo Zusammen,

mal ein kleines Update: hab den kleinen heute in die Garage gefahren, gestartet und der Öldruck war im kalten Zustand voll da. Ohne Schwankungen usw.

Hab den Motor jetzt nicht länger laufen lassen sondern nur dafür gesorgt, dass der Mc trocken steht.

@Harry: Mein Modell besitzt keinen Öldruckschalter. Bei mir gibt es noch eine Ölleitung zur Anzeige. Welche rote Lampe sollte brennen? An der Anzeige gibt es keine.

Öl ist auch genug eingefüllt, da bin ich immer sehr gründlich. Auch der Motor startet und läuft an sich wirklich prima, ohne qualmen oder sonstige Zicken.

Das Öl könnte ich natürlich auf verdacht mal wechseln und mir das alte mal ansehen. Wie könnte es weitergehen? Ölwanne abnehmen und Ölpumpe + Kurbelwell kontrollieren? Was meint ihr?

Gruß

Mick
 
Weißt du, welche Viskosität eingefüllt ist?

Wenn im Kaltstart alles ok ist, dann könnte es daran liegen, dass dein Öl zu warm wird und so die Viskositätsgrenze überschritten wird.
Bei meinem getunten Auto habe ich das Problem anfangs gehabt.

Man kann das durch höhere Ölviskosität (10w40 statt 10w30 bspw.) etwas ausgleichen, sinnvoller ist natürlich das verbessern der Kühlung.

PS: bei nem Traktor höre ich sowas zum ersten Mal, normalerweise haben die auch mit halb zerfressenem Kühler noch ausreichend Kühlleistung solange man nicht grade pflügen geht...
 
Ich hab statt dem Ödruckanzeiger nur eine grüne Lampe und die funktioniert über den eingschraubte Öldruckschalter.

Aber irgendwie muß es auch bei Dir möglich sein den Öldruck direkt in ’’ bar ´’zu messen. Die Ölleitung kommt dann irgendwo aus dem

Motorblock und geht auf die Anzeige Es könnte ja einfach auch die Anzeige defekt sein.

Hast Du kein Werkstatt Handbuch?

                                                                              Harry

                                                                                       
 
Werkstatthandbuch habe ich. Die Leitung zu finden die aus dem Motorblock kommt ist kein Problem. Nur ein entsprechendes Manometer habe ich nicht. Wo bekomme ich das her?

Was mich bei der Geschichte nur wundert ist dass die Anzeige heute im kalten Zustand völlig normal angezeigt hat. Daher würde ich eher das Instrument ausschließen.

Ich muss den 324er mal in den nächsten Tagen nochmal warmfahren und dann den ÖLdruck beobachten.

Gibts vielleicht irgendwo eine Entlüftung oder sowas sodass das System mit laufendem Motor Vakuum zieht? 

Immer noch ratloser

Mick
 
Moin

Das Manometer hat jeder Landmaschienenhändler und Kfz-Werkstatt , das kannst du vlt ausleihen.

Wie schon beschrieben ist das öl im Kalten Zustand noch zähflüssig und bei Betriebswarmen Motor wird es dünnflüssig und der Öldruck sinkt. 

Durch 20w/50 kann der Öldruck erhöht werden aber für ausgelutschte Kurbelwellenlager und co ist das keine Dauerlösung. 
 
Hallo Mccormickklaus,

vielleicht kannst du mir noch etwas beim Verständnis des Problems helfen. Mechaniken verstehe ich ganz gut, um Motoreninnereien habe ich mich bisher nicht wirklich tief beschäftigt.

Dass warmes Öl je nach Typ flüssiger ist als kaltes ist mir einleuchtend, dennoch funktioniert die Schmierung der Lager doch so, dass eine Ölpumpe das Öl zu den entsprechenden Stellen befördert. Jetzt weiss ich leider auch nicht wie die Ölpumpe im D324 aufgebaut ist aber wenn hier die Förderleistung abnimmt bei wärmerwerdendem Öl müsste das doch eher gegen das verwendete Öl sprechen? Wodurch wird denn der Öldruck aufgebaut? Und welchen Einfluß haben denn Öldruck und die Kurbelwellendichtungen im System?

Eine Undichtigkeit besteht nicht, zumindest habe ich keine gesehen und auch keine Lache unterm Traktor.

Der verwirrte;)

Mick
 
Je temperaturstabiler (=höhere Viskosität) das Öl, desto höher der Öldruck bei gleicher Temperatur - das Öl lässt sich schwerer pumpen.

Beispiel: 10w30 ist bei 100° sehr dünnflüssig, 10w60 ist bei 100° noch immer "zäh".
Im kalten Zustand sind beide Öle genau gleich zäh (deshalb "10w").

Du hast zwar deinen hydrodynamischen Schmierfilm an deinen Lagerstellen der Kurbelwelle, aber Grundvoraussetzung dafür ist auch immer ein "gesunder" Öldruck, damit sich der Schmierkeil überhaupt bilden kann.
Bildlich gesprochen "schwimmt" deine Kurbelwelle auf den Hauptlagern und hat nur ganz kurz beim Motorstart Kontakt zu den Lagerflächen.
Bei den Pleuellagern das gleiche Spiel, Nockenwellenlager usw.

Dein Problem kann folgende Ursachen haben (wurde ja hier alles schon genannt):

- zu viel Verschleiß an den Lagern, dadurch zu viel Druckverlust an den Lagerstellen
- Ölviskosität für warmen Zustand nicht ausreichend
- defekte/schwächelnde Ölpumpe

Wobei ich, nach nochmaligem Lesen des 1. Beitrages, die Temperatur ausschließen möchte.
Nach 1,5km ist das Öl lange nicht so heiß würde ich meinen...

Welche Viskosität fährst du denn nun?
Oder ist es dir nicht bekannt und du weißt nicht, was drinnen ist?

Ich würde zuerst mal einen Ölwechsel machen und freigegebenes, dickflüssiges Öl fahren (15w40 etc.).
Wenn du dann im warmen Zustand noch immer Probleme hast, dann wird es etwas mechanisches sein (Pumpe, Verschleiß) sofern die Anzeige auszuschließen ist.

Viel Hoffnung mache ich dir aber nicht, dass es mit dem Wechsel "behoben" ist.

PS: höherer Öldruck ist NICHT gleichbedeutend mit besserer Schmierung, tut aber hier nichts zur Sache
 
Danke für die Erklärung.

Hab den Hobel gestern nochmals angemacht und die Straße hoch und runter bewegt, gleiche Symptome bei gerade mal lauwarmem Motor bereits.

Motor Kalt, voller Öldruck! Je wärmer er wird bzw. je länger er an ist, je weiter runter geht die Nadel. Insgesamt ein stetiges Fallen.

Hinzu kommt jetzt auch, dass er Öl raussifft: vorne an der Ölwanne auf Höhe des Schmiernippels für das Achslager der Vorderachse bilden sich Öltröpfchen.

Den Ölwechsel werde ich halt versuchen, mache mir aber inzwischen wenig Hoffnung

VG

Mick
 
Moin,

wie viele Stunden hat der Knabe denn schon auf der Uhr?

Aber auf den ersten Blick wirst du um eine Überholung des Motors nicht rumkommen. Und ganz davon ab: Ich würde nicht mehr all zu viel mit dem Trecker rumfahren, da du dir sonst noch die Kurbelwelle an den relevanten Stellen (also KW-Lager, Pleuellager) u.U. zerstörst; daraus resultiert dann ein Nachschleifen der Kurbelwelle, wenn es denn noch möglich ist...

Gruss Micha

Ps: dieses Leiden hatte mein 320 u.a. auch; bei meinem Trecker wurde dieser Schaden allerdings jahrelang komplett ignoriert und deshalb musste alles im Motor überholt bzw. erneuert werden. Das Ende vom Lied waren ca. 2.000,- €, die für die Überholung des Motors incl. der Nebenaggregaten draufgegangen sind!!!
 
Ich würde den Schlepper auch nicht mehr fahren, wie die anderen es gesagt haben sonst gehen die Lager drauf und das wird dann

ordentlich teuer :S

Eine Motorüberholung würde ich dir empfehlen denn dann läuft er auch noch paar Jahrzehnte ohne Probleme wenn man

alles richtig gemacht hat ;)
 
Danke für eure Mithilfe.

Etwas ernüchternd ist die Situation schon aber ich denke ich werde mal mit der LaMa Werkstatt meines Vertrauens in Kontakt treten und besprechen wie wir den kleinen am besten retten.

Mit ein wenig Eigenleistung sollten die Kosten überschaubar bleiben.

VG

Mick
 
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