Pferdemist häcksel, suche Ideen

Ok dann taste ich mich mit der Jauchemenge mal langsam heran. Ich will nur keine grauen Stellen mehr im Haufen und Volumen soll auch deutlich weniger werden. 
 
Was ich sagen muss: Der Schritt hin zum Kurzstroh hat schon eine deutliche Verbesserung gebracht. Mit regelmässiger Befeuchtung sollts nochmals besser werden. 
 
Moin.

Wie bekommt ihr das Stroh klein? Ich habe schon nach Strohmühlen recherchiert, alles unbezahlbar wenn es groß und neu genug ist.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich bin mit dem Thema nicht besonders gut vertraut, aber wäre es nicht am einfachsten das Stroh gleich kurz pressen zu lassen statt einer Strohmühle?

Würde mir am sinnvollsten erscheinen.

Gruß,

Benjamin
 
Moin.

Wie geht denn das? Gehäckselt aus dem Mähdrescher ist zu kurz, das bekommt man nicht mehr gepresst denke ich. Gibt es Pressen die das können?

Bei mir kommen nur Rundballen in Frage da ich die Ballen in der Scheune mit einem Kran nach oben ziehe und dann per Hand weiter rolle bis zum Lagerplatz. Da werden die Ballen insgesamt mindestens 6 mal bewegt bevor ich sie zum Gebrauch hinstelle. Halten Ballen mit kurzem Stroh das aus? Ich kann mir unter Kurzstroh überhaupt nichts vorstellen, sorry.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

ich kenn das halt so bei Rundballenpressen das man mit viel Messern presst, Krone gibt an bei 26 Messern 42mm Länge. Alternativ hab ich mal bei der Firma Krassort gesehen das die Strohhäcksler an Quaderballenpressen nachrüsten, aber in Live hab ich das noch nie gesehen.

Ein Freund von mir presst seine Rundballen selber, ich müsste ihn mal fragen wieviel Messer er maximal fahren kann im Stroh. Ich weiß halt bei ihm das er auch sehr kurzes Stroh hat und normal gabs wegen der Festigkeit nie groß Probleme, er bindet seine mit Netz, ich glaub 3,5 Umdrehungen je Ballen.

Gruß,

Benjamin
 
Moin.

Vielen Dank für die Info. Ich werde meinen Lohner mal fragen und dann nächstes Jahr mal ein paar Ballen so pressen lassen. Das wäre natürlich die beste Lösung, vorausgesetzt die Einsteller gehen da mit. Zu kurz muss es ja garnicht, um und bei 10 cm würden mir reichen.

Gruß Jürgen
 
Servus, 

ich lasse beim Stroh Quaderballen machen. Heuer hab ich einige mit 25 Messern pressen lassen, gibt bei 120cm Ballenbreite eine theoretische Schnittlänge von knapp unter 6 cm. Praktisch sind dann auch einige mit 10 cm dabei, einige kürzer. Das passt meinen Pferdedamen so auch ganz gut, sie meinen sogar, die Pferde lägen sich jetzt öfter hin. Die Pferde fressen das Stroh abends ja auch und aus Kolikgründen würde ich nicht kürzer gehen wollen. Ich fahre mit den 25 Messern sehr gut und gehe niemals mehr zurück zum Langstroh. Mist ist spürbar weniger und das ausmisten geht auch viel schneller, da das Kurzstroh um Welten besser saugt und nur sehr punktuell in der Box gemistet werden muss. 
 
Wir streuen mit gehäckselten Stroh ein. Es ist saugfähiger und der Bedarf ist nicht mehr so groß wie mit normalen Stroh. Bei uns in der Gegend laufen viele Quaderpressen mit Vorbauhäcksler.
 
Meine Presse kann nur mit 13 Messern schneiden.

Das geht aber trotzdem super mit streuen und misten.
 
Ist hier das gleiche mit dem Strohhaufen. Die Frauen wollen aber kein kurzes Stroh weil es sich schlechter verarbeiten lässt. 

Ich gebe meinen Mist nun ab. Entweder das Zeug kommt in einen Kuhstall als Einstreu oder ich lad es auf und fahr es zum Nachbarn auf den Acker.

Ist am einfachsten und am billigsten.

Selbst aufladen und mit 2 Kipper am Acker abkippen kostet ca. 100l Diesel und einen Tag Arbeit. Maschinen sind ja eh da.

Großer Streuer und Schlepper vom Maschinenring kostet ca. 500€ Miete und 150l Diesel.

LU abfahren lassen kostet ca. 1200€.

Jeden zweiten Tag die Grube öffnen, Pumpe rein, 2h Haufen wässern ist mir auch zu nervig.
 
Moin.

Ich gebe meinen Mist eh ab. Den bekommt der Landwirt von dem ich mein Stroh bekomme. Der streut den dann bei sich aus, das muss ich bezahlen.

Im Prinzip hast du Recht, so wie du schreibst ist es am einfachsten, hab ich immer so gemacht. Leider haben wir die Düngeverodnung die uns inzwischen vorschreibt wie groß die Festmistlagerstätte zu sein hat und, viel wichtiger, wie lange und wie ich den Mist am Feldrand lagern darf. Hab das jetzt nicht so genau im Kopf, aber ich glaube abgedeckt für maximal 6 Monate am Rand des Feldes auf dem es gestreut wird. Geht alles. Nur ist es schon ein Unterschied ob ich die Platte alle 2 Monate oder alle 6 Monate leer fahren muss. Ich habe nur einen 8 Tonnen Kipper und relativ bergiges Gelände. Den Kipper kann ich nicht richtig voll machen, sonst komme ich nicht dahin wo ich hin muss. Diesen Sommer hab ich den Mist ans andere Ende vom Dorf gefahren, abends nach der Arbeit bis in die Dämmerung. Da hab ich 3 Tage gebraucht. Wenn ich das irgendwie reduzieren kann, hab ich Zeit für andere Sachen und das Material würde geschont. Das sind meine Gründe für die Überlegungen. 

Gruß Jürgen
 
Moin in die Runde,

was ich hier noch gar nicht gehört habe sind Biogas-Anlagen. Bei uns in der Gegend sind einige. Die stellen dir Container hin holen den Mist kostenlos ab.

Gruß +Matthes+
 
+Matthes+:

Moin in die Runde,

was ich hier noch gar nicht gehört habe sind Biogas-Anlagen. Bei uns in der Gegend sind einige. Die stellen dir Container hin holen den Mist kostenlos ab.

Gruß +Matthes+
Moin Matthes,

ich kenne durch meinen Job viele Biogas Betreiber, jedoch Keinen der Pferdemist kostenlos abholen würde.

Pferdemist ist für die Anlagen nicht geeignet wird immer wieder gesagt, weil:

Nachteilig bei Pferdemist ist aber ins­besondere der zum Teil relativ hohe Stroh­anteil. Die Biogasgewinnung aus Pferdemist leidet unter dem hohen Stroh­anteil. Gleichzeitig wird viel Fermentvolumen belegt. So sind dem Einsatz von Pferdemist in Biogasanlagen ähnliche Grenzen gesetzt wie der Einsatz von Festmist aus der Rindviehhaltung. Allerdings wird bei Pferdemist die geringe­re Gasausbeute im Gegensatz zu an­deren Substraten nicht durch den Güllebonus ausgeglichen. 
Anders beim Bio Bauern der kann es kaum erwarten unseren Mist zu bekommen, holen würde er den Mist auch,

jedoch kommt er mit seinen großen Maschinen nicht auf das Grunstück...

Grüße Mathias
 
Das blöde ist hier dass ich den Mist überhaupt nicht auf dem Feld zwischenlagern darf. Nur kurzzeitig vor dem Streuen. Zum Glück habe ich eine große Platte. Ich hab auch schonmal den Mist 4km weit gefahren. Mit zwei vollen 8t Kippern hat der Schlepper schon zu tun und man schafft nur 2 Touren pro Stunde. Mit dem großen Streuer vom Maschinenring schafft man auch nur 2 Touren pro Stunde da die Streuzeit ja noch dazukommt. Am schnellsten ist der LU mit Radlader und zwei 20t Tebbe Streuer. Der braucht dann nur 3 Stunden wenn direkt am Haus bestreut wird. Im Frühjahr will ich nur 400m fahren und am Acker abkippen, mal schauen wie schnell das geht und wie viel Sprit ich spare.
 
Moin Mathias,

dann muß ich da bei Gelegenheit wohl noch mal anhalten und fragen:-)

Wir hatten auch fast 40 Jahre Pferde. Das mit dem Bio-Bauern ging bei uns nicht lange gut, denn unser Stroh war nicht Bio, also durfte unser Mist nicht mehr auf seinen Bio-Acker. Irgend ein netter Nachbar hatte wohl in den Krümeln gesucht :-(

Beste Grüße und gutes neues Jahr an alle.

+Matthes+
 
Moin.

Da wurde mir gesagt das die Dosiereinrichtung für die Biogasanlage nicht mit dem langen Stroh klarkommt, gibt zu viele Verstopfungen also Störungen. Auch da könnte das mit dem Kurzstroh eine Lösung sein.

Den Mist los zu kriegen scheint bei den meisten ja auch nicht das Problem zu sein. Mein Strohlieferant nimmt den Mist gerne, ist ein guter Humusbildner sagt er. 

Gruß Jürgen
 
+Matthes+:

Moin Mathias,

dann muß ich da bei Gelegenheit wohl noch mal anhalten und fragen:-)

Wir hatten auch fast 40 Jahre Pferde. Das mit dem Bio-Bauern ging bei uns nicht lange gut, denn unser Stroh war nicht Bio, also durfte unser Mist nicht mehr auf seinen Bio-Acker. Irgend ein netter Nachbar hatte wohl in den Krümeln gesucht :-(

Beste Grüße und gutes neues Jahr an alle.

+Matthes+
Moin Matthes,

hier gibts keine Krümel suchenden Nachbarn... ;-)

Es gibt hier in der Gegend genug Landwirte ob nun Bio oder nicht die wieder gern Mist streuen, 

über Jahre wurde nur Gejaucht!

Im Frühjahr und Herbst machen mir die Kleingärtner die Mistplatte leer den Rest fahre ich ab.

Bei Jürgen ist ja die Menge, Lagerung und die Arbeit(Zeit) mit dem Mist das Problem.

Viele Grüße Mathias
 
Servus, 

mal andere Frage bezüglich Miststreuern.  Es gibt 

bei den stehenden Streuwerken ja unterschiedliche Versionen: Die Urversion mit den gekanteten Stehern die X jahre von diversen Herstellern gebaut wurde. Dann kommt die Version mit Stehern aber Reisszinken, später gab‘s dann nur noch die gewendelten Streuwalzen. Ich könnte jetzt sehr günstig an einen Streuer mit der Urversion herankommen, wie ist da die Streubreite und Qualität bei strohigem Pferdemist? Wird das fein zerteilt oder werden nur Brocken herausgerissen? Lg Franz 
 
Moin.

Ich kenne bei den alten Streuern nur Brocken. Wir hatten beide Versionen. Zur Streubreite kann ich nichts sagen, darauf hab ich nicht geachtet. 

Gruß Jürgen

EDIT ich hab es überlesen, du meinst die senkrechten Streuwalzen, so einen hatten wir nie. Wir hatten einen mit horizontalen Walzen der Zinken an den Enden der Reißzähne. Und dann einen, ich glaube Unsinn Rekord, mit Schneckenwalzen mit Reißzähnen.
 
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