Pferdemist häcksel, suche Ideen

Hi,

ich glaube das mit den Stroh/Mist ist regional unterschiedlich. Bei uns gibt es viele Erdbeerbauern und hochpreisige Reitställe.

Somit kostet das Stroh und das Mistausbringen kannste beim Lohner auch noch bezahlen.

Da bin ich raus, da wir die Pferde im Offenstall haben, und wir nur die Äppel einsammeln. Also nur störende Futterreste.

Zum Zerkleinern würde mir einfallen, vielleicht mit einer Fräse in 20cm Schichten drüber zu gehen. Seit der Anschaffung meiner

Agria Baby bin ich von der Zerkleinerungsleistung begeistert. Ok, bin selber noch nicht über den Misthaufen gefahren, also auch keine Erfahrung.

Gruß Matthias
 
FuerPapa:

Moin.

Wenn ich vom anderen Nachbarn das Stroh haben möchte, möchte er meinen Mist auch haben, allerdings von einem bestimmten LU gestreut. Mit dem hab ich noch nicht zusammengearbeitet, da weiß ich nicht wieviel mich das kosten würde. Bekommt er den Mist nicht, verlangt er 90 Euro pro Ha weil er Schwefel aufdüngen muss.

Gruß Jürgen
Hört sich für mich vernünftig an. Er hat einen kleinen Vorteil, da nicht nur das Stroh blank auf dem Acker landet, und du hast dein Streumaterial nur zu Press- und Ausbringkosten. 
 
FuerPapa:

Moin.

Wenn ich vom anderen Nachbarn das Stroh haben möchte, möchte er meinen Mist auch haben, allerdings von einem bestimmten LU gestreut. Mit dem hab ich noch nicht zusammengearbeitet, da weiß ich nicht wieviel mich das kosten würde. Bekommt er den Mist nicht, verlangt er 90 Euro pro Ha weil er Schwefel aufdüngen muss.

Gruß Jürgen
Hört sich für mich vernünftig an. Er hat einen kleinen Vorteil, da nicht nur das Stroh blank auf dem Acker landet, und du hast dein Streumaterial nur zu Press- und Ausbringkosten. 
 
FuerPapa:

Moin.

Wenn ich vom anderen Nachbarn das Stroh haben möchte, möchte er meinen Mist auch haben, allerdings von einem bestimmten LU gestreut. Mit dem hab ich noch nicht zusammengearbeitet, da weiß ich nicht wieviel mich das kosten würde. Bekommt er den Mist nicht, verlangt er 90 Euro pro Ha weil er Schwefel aufdüngen muss.

Gruß Jürgen
Hört sich für mich vernünftig an. Er hat einen kleinen Vorteil, da nicht nur das Stroh blank auf dem Acker landet, und du hast dein Streumaterial nur zu Press- und Ausbringkosten. 
 
Hallo Zusammen, unser Verein Native Power, befasst sich seit 2010 mit der Kompostierung von holziger Biomasse. Seit 2013 mit der Kompostierung von Pferdemist.

Wir jagen den Pferdemist durch einen Häcksler, der gleichzeitig Wasser zusetzt. Der Pferdeapfel wird vollständig zerstört und mit dem Einstreu homogenisiert.

Die Kompostierung beginnt sofort auf der Mistplatte. Der Pferdemist wird um 60% im Volumenreduziert. Zu der Methode gibt es auch ein kostenfreies PDF Dokument

auf unserer Webseite native-power. Zur besseren Kompostierung schieben wir den Kompost einmal in der Woche zusammen. Der Kompost kann wenn nötig

bereits nach 3 Monaten ausgebracht werden. Wir haben 8 Pferde und eine Mistplatte von 6x12m. Wir benutzen seit 2019 nur noch 6x6m Fläche. Bei einer Stapelhöhe von

ca. 3m können wir 12 Monate den Kompost lagern. Wir erhalten dadurch ca. 90m3 Wirtschaftsdünger. Wir Lagern von März bis März und bringen dann den wertvollen mineralstoffhaltigen

Wirtschaftsdünger per Miststreuer aus.

Durch die Temperaturen von über 70Grad ist der Kompost vollständig hygienisiert und alle Würmeier und patogenen Stoffe als auch Samen sind eliminiert.

Wir haben auch schon Wärmetauscher in den Mist eingebracht um die Wärme für die Heizung zu nutzen, dass ist jedoch ein abendfüllendes Programm 

und sprengt den Rahmen.

Ganz herzliche Ostergrüsse von Native Power
 
Moin.

Davon hab ich auch schon gehört. Auch eine Möglichkeit. Wenn ich Glück habe werde ich ab Herbst meinen Mist bei einem Berufskollegen in der eigens dafür angelegten Biogasanlage los. Jederzeit über die Straße erreichbar bei Wind und Wetter. Das heißt das Platzproblem hätte sich erledigt. Einmal im Monat ein paar Fuder gefahren und weg ist der Mist. Bezahlen muss ich den Einen und dem Anderen gebe ich das Geld, kommt auf‘s Gleiche raus. Hoffe ich zumindest. Für das Endprodukt möchte er dann wieder Geld, da muss ich mal sehen was dabei raus kommt im Vergleich zum Dünger den ich im Frühjahr streue. Im Prinzip wäre mir der Kompost lieber da er Humus bildet. Werde ich dann sehen und entscheiden. Im Moment planen wir die Umstellung auf einen Offenstall, da haben wir dann hoffentlich auch weniger Stroh auf der Miste. Aber das dauert noch, wir sind ganz am Anfang der Planung.

Gruß Jürgen
 
Sooo, kürzlich habe ich einen Strohhäcksler/Strohverteiler relativ günstig bekommen und habe es ausprobiert. Da klein gehäckseltes Stroh für die Gäule nicht gewünscht wird habe ich mir überlegt dass ich es hinterher häcksel. Hintergrund ist dass der Mist so langfaserig ist dass er nicht mit einer Weidemann Einstreuschaufel verteilt werden kann und so nimmt man mir das Zeug nicht ab. Und wenn ich im Januar nach der Sperrfrist den Mist auf den Acker kippe und der noch 6 Wochen liegt dann ist das vollkommen ok, ich muss dann aber im April wieder die Platte leer fahren (vorm Maisland pflügen) und dann ist der Mist noch nicht verrottet und nervt beim Streuen und pflügen. Von Januar bis zum Herbst lagern wird evtl. etwas eng auf der Platte.

Lange Rede kurzer Sinn...ich wollte das gerne ausprobieren ob das gehackte schneller rottet, Volumen weniger wird und ob das besser durch die Einstreuschaufel geht. Nun ist das ein Anbaugerät für den Dreipunkt, groß genug für einen Rundballen. Kratzboden, Messerwelle, Gebläse. Ich habe das Ding gefüllt und das Stroh/Mist gehackt. Geht, aber ist mir zu langsam und zu umständlich! Ich habe ca. 10 Radladerschaufeln pro Tag, 2 Schaufeln brauchen mindestens 5 Minuten. Dann muss ich immer von Radlader zum Schlepper springen, hacken und wieder zurück und befüllen. Und dann hängt das Teil hinterm Schlepper und muss immer an und abgebaut werden. 

Fazit: Mist hacken geht ganz gut, dauert mir zu lange, ist zu aufwendig. Gerät kommt wieder weg. Es wäre das Richtige für einen Betrieb mit weniger Mist. 5-10 Pferde denke ich wär ideal. Wenn ich das nutzen wollte müsste ich die Hydraulik umbauen, längere Zapfwelle haben, Stützen unter bauen und das ganze Stationär betreiben. Diesen Aufwand will ich nicht betreiben denn auch dann bliebe noch die hohe Einsatzdauer und damit hohe Arbeitszeit und Dieselverbrauch. Werde also weiterhin aufladen und wegfahren als günstigste Alternative. Es gibt vielleicht bessere Hacker, aber die Preise sind enorm!

Wer so einen Strohverteiler ausprobieren möchte kann mir den abkaufen. Werde den demnächst für 2500 VHB bei Kleinanzeigen einstellen. Falls den von euch einer haben will 2000 glatt. Der Schlepper sollte gerne 3t wiegen der ist nicht ganz leicht. So um 50PS sollten für den Antrieb locker reichen. Standort Schleswig Holstein Mitte näheres per pn. 

Falls das den Charakter einer Kleinanzeige erfüllt und nicht erlaubt sein sollte kann man die letzten Zeilen ja löschen. Ich weiß die "Gesetze" grad nicht.
 
Moin.

Danke für den Bericht. So in der Art hatte ich das auch vermutet. Das es einen zusätzlichen Aufwand bedeutet ist auch klar das es allerdings doch so viel ist hätte ich nicht gedacht.

Gruß Jürgen
 
Hallo Zusammen,

Die Kompostierung von Pferdemist über einen Vertikutierer/Häcksler führt zu einer Volumenreduzierung von 60% und der kompletten

Zerstörung des Pferdeapfels. Der so entstehende Wirtschaftsdünger ist bereits nach 3 - 6 Monaten sofort Boden und Pflanzenverfügbar.

Je 10 Pferde ist es mit einem Zeitaufwand von rund 15min verbunden. Der Mist der Boxen wird in den Behälter des Vertikutierers eingeworfen und

die Maschine macht den Rest von selbst.

Wer nur wenig Geld ausgeben kann oder will sollte sich einen Silohäcksler aus Österreich besorgen so um die 350€ bis 2.000€.

Der macht genau was man braucht und ist für 4 - 10 Pferde gut geeignet.

- Mist auf Kratzboden

- Kratzboden in Gebläse

- Gebläse zerstört den Pferdeapfel und Homogenisiert alles mit dem Einstreu

- Biomasse auf die Mistplatte

- Kompostierung beginnt

Wer profesionell aufgestellt ist und seine Mitarbeiter entlasten möchte und die Kompostierung und Volumenreduzierung

ernsthaft in den Betriebsablauf integrieren möchte sollte sich mal mit dem Vertikutierer/Häcksler von Hippo-Terra

beschäftigen. Die Maschine ist ein Standgerät verbraucht nur um die 10kWh an Motorleistung,

kostet am Tag je 10 Pferde rund 0.7€ (Berechnung: 10kWh zu 0,26€ = 2,6€ Laufzeit 15min/Tag = 0,7€)

Arbeitsablauf:

- Entmisten wie gehabt

- Mist in den Behälter des Vertikutierers entladen

- Vertikutierer einschalten

- Gebläse verteilt den Mist homogenisiert und mit Wasser befeuchtet auf der Mistplatte

- nach 15min/je 10 Pferde, auschalten, Energieverbrauch 0,7€

- Kein Treker, keine Zapfwelle, kein rumgemurkse

- Bester Wirtschaftsdünger und viel Freude

Schaut Euch auch unser kostenloses PDF-Dokument zur Volumenreduzierung und Kompostierung an:

https://native-power.de/shop/Kostenlose-Dokumente-und-Beschreibungen-c80578026

und hier noch 2 Videos zu dem Vertikutierer:

https://youtu.be/Dad381cuDho

https://youtu.be/PjHPrUnO_Fs
 
Moin.

Also, die Biogasanlage ist immer noch in der Antragsphase beim Bauamt.

In der Zwischenzeit hat mein abnehmender Landwirt bei der Kammer nachgefragt wie lange die Feldlagerung noch möglich ist. Antwort war, es ist in der Übergangszeit nicht verboten, also erlaubt. Deshalb hab ich den Mit einfach wieder in die Wiese gefahren und abgedeckt. Im Moment fahre ich wieder die Platte leer und fülle den Haufen in der Wiese wieder auf. Das ist ja trotz relativ viel Regens wieder nicht ordentlich verrottet und sehr strohig. Das kann er beim Laden dann ja mischen und hoffentlich trotzdem gut ausbringen.

Das mit dem Kurzstroh hat auch nicht geklappt, ich hab aber jemand wo ich ein paar Ballen kaufen kann. Dann gucke ich mal.

Gruß Jürgen
 
Mal ein kurzes Hirngespinst von mir- diese Biomeilergeschichte lässt mich nie ganz los:

Man sammelt über eine Woche den anfallenden Mist und beschickt mit einem billigen Heugebläse (mit Messern an den Wurfschaufeln) ein GFK Hochsilo mit ca. 3-4 Meter Durchmesser. Dieses Hochsilo

wird an der Aussenwand komplett rundum mit Wasserleitungen bestückt (Spiralförmig) - über diese Leitungen kommt dann aussen eine Isolierung drauf, sodass der Behälter komplett isoliert ist (auch oben der Deckel)

Das Silo muss ca. 1-1,5 Meter unten angehoben sein, damit der Mist nach ein paar Wochen "Durchlaufzeit" mit dem Frontlader auf die Platte geschoben werden kann, von oben wird wöchentlich der gehackte Mist nachgefüllt und bewässert, 

damit die Reaktion starten kann und die Bakterien ordentlich anfangen zu ackern. Der Behälter müsste in Summe bestimmt 6-7 Meter hoch sein. 

Ich finde die ganze Biomeilergeschichte ja interessant, aber das erstmal alles aufzuschütten um danach händisch das ganze Zeug wieder auseinanderzurechen, um ja die Leitungen nicht zu verletzen halte ich für nicht praktikabel. Mein System hätte

einen durch die Schwerkraft bedingten eigenen Durchlauf mit Verdichtung. Ausserdem bekommt man die Teile (Gebläse und GFK Silo ) relativ günstig

Was haltet ihr davon - wäre effektiv Wärme daraus zu gewinnen?

lg Franz 
 
Moin 

Die Idee hatte ich auch schon. Ich hab noch so ein altes Betonsilo auf dem Hof. Macht alles viel Arbeit aber sicher auch Wärme. Die Wärme zu regulieren ist das Problem, zumindest wenn es als Heizung dienen soll. Da muss man schon passend bestücken oder steuern. Theoretisch sollte der Mist über 60 Grad bringen, macht er im Haufen ja auch. Aber die bringt er auch wenn der Pufferspeicher voll ist. Gut, dann schiebert man ab. Über 100 Grad wirds bestimmt nicht, wenn doch wird es kritisch. Dann müsste man außen noch eine Kühlschleife um das Silo legen.

Ich meine das kann funktionieren.

Gruß Jürgen
 
Genau, innen. PE Rohr 1“ mit Stockschrauben und Rohrschappeln. Die Erfahrung bringt dann den Füllstand. Die Beschickung mit dem Frontlader und entleeren mit einem alten Mistkran. So könnte es klappen. Ich werde nie dazu kommen aber die Idee ist da. Jetzt kommen erstmal Berater für Photovoltaik, vielleicht ist Heizen mit Strom bald günstiger. Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß Jürgen
 
Moin,

unsere Nachbarn haben Porno Weiden, das Gras wächst ohne Ende...

5 Pferde, reichlich Stroh, der Misthaufen ist gut gepflegt, im Herbst wird auf die Wiese ausgebracht,

sieht aus wie Bombe, reichlich Strohüberschuss.

Dann fährt er mit einem alten Mulcher drüber, sieht besser aus, das lange Stroh ist weg.

Im Frühjahr sieht man nix mehr auf den Wiesen, die wachsen aber super.

Ich habe mich noch nicht getraut, denke mir immer ich versau mir meine Wiesen...der Nachbar hat aber jetzt noch,

Porno Weiden....

Grüße Mathias
 
Moin.

Auch eine Idee. Das muss aber ein besonderer Mulcher sein, mein Dücker macht das nicht.

Ich hab mir jetzt einen alten Amazone Grasshopper zugelegt, vielleicht könnte der das.

Man braucht Humus auf der Weide, eigentlich überall, um die Pflanzen gut zu versorgen. Bei normaler Nutzung nimmt man dem Boden alles weg. Es wäre alles kein Problem wenn man den Mist wie früher 2 Jahre lagern dürfte, dann kann man ihn ohne Probleme streuen und er würde dann auch gut in die Grasnarbe einregnen. Dürfen wir leider nicht mehr.

Ein Häcksler hinten am Miststreuer wäre auch noch eine Möglichkeit........

Gruß Jürgen
 
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