Probleme mit Allrad bei 733?!

Magolves1

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Hallo zusammen,

Mir ist bei meinem 733A Bj.81 aufgefallen, dass wenn ich den Allradantrieb ausschalte, es ein "kallendes" Geräusch gibt und sich die Antriebswelle ca. 1/8 Umdrehung geben den Uhrzeigersinn zurückdreht, so als würde sich der Antriebsstrang entspannen!

Mir ist das vorher noch nicht aufgefallen, weil ich für gewöhnlich den Allrad während der Fahrt ein- bzw. ausschalte. Daher jetzt die Frage: Ist das normal? Oder ist das sonst schonmal jemandem aufgefallen?

Könnte das auch damit zusammen hängen, dass meine Vorderreifen schon ziemlich abgefahren sind (habe noch ca. 1cm Restprofil)? Fahre die Kombination vorne 10,5-18 hinten 14.9R30. Als ich den Traktor gekauft habe, war die Kombination bereits montiert, daher hoffe ich, dass das zueinander passt...

Hoffe, es kann mir jemand weiter helfen...

Danke schonmal im Vorraus,

beste Grüsse,

Marco
 
Hallo Marco,

es ist schwierig Dir eine 100%ige Antwort zu geben, da es verschiedene Übersetzungen gegeben hat.

Dein Reifenkombination sollte aber in Ordnung sein.

Wenn Du den Allrad einschaltest, fängt Dein Schlepper dann zu jammern an?  Wann schaltest Du den Allrad zu?

Zur genaueren Feststellung bräuchte man die Übersetzung des Allradantriebes. Du findes oben auf dem Getriebegehäuse welches direkt an das Hauptgetriebe angeflanscht ist und an welchem Du den Allrad einschaltest ( nicht bei 40 Km/H Version ) eine Zahlenkombination, z.B. 41/43 oder so.

Diese Kombination wird benötigt, dann könnte man eine genauere Auskunft geben.

Gruß Uli
 
hallo,

also ich denke da ist alles in Ordnung.Wenn ich bei unserm 1455XL nach der Feldarbeit Allrad ausschalte, ist auch zu merken das sich die VA enspannt. Ob die Kardanwelle dabei zurück dreht habe ich noch nie beobachtet. Denke dieses Entspannen kommt durch die Voreiilung der Vorderräder. Aber ein lautes Geräusch habe ich auch noch nicht wahrgenommen!? Das mit dem entspannen machen auch noch viele andere Schlepper die ich kenne auch z.B Fendt.

Mfg Martin
 
Danke für eure Antworten, nach dem übersetzungsverhältnis schaue ich mal bei Gelegenheit! Den Allrad nutze ich eigentlich nur da, wo ich ohne nicht mehr weiterkomme. Beim fahren gibt‘s dann ein "singendes" Geräusch, was aber meiner Meinung nach normal sein dürfte! Das "klacken" ist auch nicht unbedingt laut, aber ich wüsste nicht, wie ich das sonst beschreiben sollte!Wie weit dürfen denn die Vorderräder abgefahren sein? In der Betriebsanleitung steht, dass es da zu Problemen kommen kann.Grüsse!
 
Hallo Marco,

ich denke auch, dass alles in Ordnung ist. Bei meinem 844 AS ist das auch so und der hat so gesehen keine Mängel oder Schäden.

Gruß Michael
 
Hallo Marco,

wenn Du nur auf schlüpfrigem Untergrund den Allrad zuschaltest, kann Deinem Antriebsstrang eigentlich nichts passieren.

Bei der Berechnung der Getriebebersetzung muß ein gewisser Vorlauf eingerechnet werden, da die Vorderrader beim fahren einer Kurve mehr Strecke zurück legen als die Hinterräder.

Bei der üblichen Getriebeübersetzung in Deinem 733A ist mit der Reifenkombination vorne10,5/18, Hinten14,9/30 alles im Grünen Bereich.

Bei meinem 833 waren von Anfang an 10,5/20 und hinten 14,9/30 montiert, obwohl er hinten mit 16,9/30 eingetragen war.

Hier habe ich Probleme beim einschalten des Allrades auf der Straße bekommen. Der Schlepper fing mit jedem gefahrenen Meter mehr, fürchterlich zu jammern an.

Beim einschalten auf schlüpfrigem Untergrund war das kaum ein Problem.

Ich habe bei uns im Archiv unter Mithilfe von Friedrich Römer und Michael Gayko nachgeschaut, das es in den ABEs zwar eine Reifenkombi 10,5/20 - 16,9/30 oder aber 10,5/18 -14,9/30 gab,

aber keine 10,5/20 - 14,9/30. Dieses gilt für den 833A ebenso wie den 733A .

Nach wechseln der Hinterradbereifung auf 16,9/30 war ich dieses Problem endgültig los und ich kann auch ohne Probleme den Allrad bei Straßenfahrt einschalten.

Es wurde mir aber von Friedrich Römer empfohlen den Allrad möglist nicht bei Straßenfahrt einzusetzen ( nur bei z.B Bergabfahrten mit schwerem Anhänger oder bei Schnee und Eis einschalten), da die Möglichkeit des Verspannens nie ganz ausgeschlossen werden kann.

Gruß Uli
 
Vielen dank, jetzt bin ich ein bisschen beruhigt! Man macht sich halt schon so seine Gedanken... Ein singendes Geräusch von der VA habe ich schon bei mehreren Schleppern beobachtet, das wird wohl mit der hohen Drehzahl des Planetengetriebes der VA zu erklären sein.Ich nehme aber mal an, dass, bevor das Getriebe Schaden nimmt, wohl eher die Allradkupplung verschleißen wird, oder irre ich mich da? Grüße
 
hallo,

ja, kann schon an den hohen Planetendrehzahlen liegen.... insgesamt betrachtet muß das Verhältnis der Vorder-Hinterradübersetzung haargenau mit den Abrolldurchmessern stimmen, und da gibt es dann über die Lebensdauer betrachtet immer Abweichungen.

Das meiste, was Uli geschrieben hat stimmt auch. Bloß mit der Aussage daß die Vorderräder bei Kurvenfahrt einer größere Strecke zurücklegen als die Hinterräder kann ich nicht ganz folgen!.

Eigentlich müsste es heißen daß das "außenlaufende Räderpaar (Vorder-/Hinterrad)"  eine größere Strecke zurücklegt als das innenlaufende. Aber mit Vorder-/Hinterräder hat das nix zu tun!
 
Klar, Kurvenfahrten werden wohl über die Differenziale in den Achsen geregelt... Wichtiger ist wohl, dass Vorder- und Hinterräder bei grader strecke und unterschiedlichen Drehzahlen die gleichen weg zurücklegen!
 
Hallo 383+833 (leider kenne ich Deinen richtigen Namen nicht),

es Stimmt das die Kurvenäusseren Räder eine größere Strecke zurücklegen als die inneren.

Damit erklärt sich auch meine Aussage, das die vorderen Räder, bei Kurvenfahrt, eine größere Strecke zurücklegen als die hinteren.

Fahre ich mit einen Schlepper eine Rechtskurve so legt das rechte Hinterrad die kürzeste Strecke zurück, das linke Vorderrad legt die weiteste Strecke zurück.

Du kannst das sehr leicht bei z.B. Schnee testen. Fahre einmal eine Kurve, dann wirst Du feststellen das Du in der Kurve vier Spuren in den Schnee gedrück hast.

Damit kannst Du feststellen, das nicht nur die einzelnen Seiten, bei einer Kurvenfahrt, eine unterschiedliche Strecke zurück legen, sondern auch Vorderräder zu Hinterrädern.

Übrigens, für den Ausgleich der unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen den Vorderrädern oder den beiden Hinterrädern bei Kurvenfahrt besitzen unsere Schlepper ein Differenzialgetriebe.

Jeweils eines an der Vorderachse und eines an der Hinterachse.

So, und nun? Zum Ausgleich der unterschiedlich zurück gelegten Strecken der Vorderräder zu den Hinterräder bei Kurvenfahrt hat man die Getriebeübersetzung unserer Schlepper so gewähl das eine Voreilung der Vorderräder bewirkt wird, da sonst bei Kurvenfahrt die Hinterräder über die Vorderräder schieben würden.

Von Werk her betrug die eingestellte Voreilung ca.1,5% bis max. 4%. In ganz extremen Fällen bis 5%.

Diese Voreilung der Vorderräder sollte weder unter noch überschritten werden da es sonst zu stärkeren Verspannungen im Getriebestrang kommen kann, was dann auch zu Schäden führen kann.

Gruß Uli
 
Hallo Uli,

Manfred....heiße ich.

so genau hab ichs nun nicht genommen, ich bin von der theoretischen Annahme ausgegangen daß die Hinterräder den Vorderrädern bei Kurvenfahrt jeweils exakt folgen... dh ich habe nur zwei Spuren im Schnee.... von daher war mir Deine Theorie nicht nachvollziehbar....

Gruß,

Manfred
 
Magolves1:
Könnte das auch damit zusammen hängen, dass meine Vorderreifen schon ziemlich abgefahren sind (habe noch ca. 1cm Restprofil)? Fahre die Kombination vorne 10,5-18 hinten 14.9R30.
Hallo,

wieviel Profil haben die Hinterreifen?

Welches Reifenfabrikat? Hier gibt es große Unterschiede beim Durchmesser.

Gruß MP4
 
Also hier mal die Eckdaten: HR: Hersteller Barum, TZ R3, 14.9R30, ca. 4cm RestprofilVR: Hersteller MITAS MPT-01, 10,5-18, ca. 1cm RestprofilGrüsse
 
Hallo Marco,

nochmal, für die exakte Berechnung benötigst Du nicht nur den derzeitigen Umfang der Bereifung sondern auch die Zahnradpaarung der Getriebeverzweigung des Allradantriebes.

Wie vormals schon erwähnt findest Du sie auf dem besagten Gußgehäuse ( z.B. 41/43 ). Ausser dem  die Bezeichnung der Allradachse die in Deinem Schlepper verbaut ist. Mit diesen Daten ist es dann möglich Dir eine 100%ig Auskunft zu geben.

Etwas leichter hast Du es, wenn Du mal auf der rechten Rumpfseite Deines Schleppers nach schaust, so ungefähr unterhalb des Kraftstofftankes. Dort findest Du ein Typenschild auf dem die zulässigen Reifenpaarungen Deines Schleppers stehen.

Sollte hier die Reifenpaarung vorne 10,5-20 und hinten 14,9-30 stehen ist alles in Ordnung.

Eine Erneuerung der Vorderreifen bringt dann sicherlich eine zusätzliche Verbesserung, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Gruß Uli
 
Hallo Uli,Auf dem Gussgehäuse konnte ich keine Angabe finden, liegt vielleicht daran, dass die von der Kabine verdeckt wird?!Dass ich die Reifenpaarung fahren kann, steht auch in der Bedienungsanleitung, jedoch hat MP4 ja angemerkt, dass es von Seiten der Hersteller bei gleicher Reifengröße schon unterschiedliche Durchmesser geben kann!
 
eelekutscher:

diese Unterschiede kannst Du normalerweise vernachlässigen.
Hallo ,

das sehe ich anders.

Durch das fast neue Profil hinten, in Kombination mit verschiedenen Reifenmarken "kann" ein Unterschied von

10cm im Durchmesser (im Vergleich zu abgefahren und anderes Fabrikat) ausmachen.

10cm im Durchmesser macht 31,4 cm bei jeder Radumdrehung aus.

Das müsste man genauer beobachten, wie sich das in diesem Fall auswirkt( Voreilung-Nacheilung)

Der theoretische Duchmesser für 14,9-30 ist 1,41m und für 10,5-18 ist 0,91 cm

Das könnte man mit dem tatsächlichen Durchmesser vergleichen.

Die Diskussion über Zahnradpaarungen usw. finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Das ist eine

gängige Reifenkombination ( die auch eingetragen sein müsste) . Wer sollte daran etwas verändert haben?

Gruß MP4
 
Das klingt von der Erklärung natürlich logisch!Ich habe jetzt allerdings mal einen 733A gesehen, der wirkte wesentlich wuchtiger als meiner! Ich nehme an, dass hat an der Bereifung gelegen? Gibts da noch eine zulässige grössere Bereifung, die auf meine 18 bzw. 30" Felgen passen?
 
Hallo MP4,

Wollen wir mal ein wenig rechnen.

14,9-30 Durchmesser bei Neuprofil  ca.1415mm Profilhöhe 70mm  Reifenumfang  U = D x pi = 4443,1mm

14,9-30 Durchmesser bei 40mm Restprofil 1415-2x30mm=1355mm Reifenumfang U = D x pi =4254,7mm

4443,1mm - 4254,7mm = 188,4mm !!!

10,5-18 Durchmesser bei Neuprofil ca. 905mm Profilhöhe ca. 40mm  Reifenumfang U = D x pi = 2841,7mm

10,5-18 Durchmesser bei 10mm Restprofil 905mm - 60mm = 845mm Reifenumfang U = D x pi = 2653,3mm

2841,7mm - 2653,3mm = 188,4mm !!!

Verhältnis Hinterrad zu Vorderrad  bei Neubereifung                                                     4443,1mm : 2841,7mm = 1,563535912    Verhältnis = 1/1,563535912

Verhältnis Hinterad zu Vorderrad bei abgefahrenen Reifen( zurzeitiger ist Zustand )    4254,7mm : 2653,3mm = 1,603550296    Verhältnis = 1/1,603550295

  Ausser  acht gelassen wurde bei der Berechnugng 1. die Tragfähigkeit der Reifen; 2. die tatsächliche Belastung der Reifen; 3. der Reifenluftdruck; 4. die Radiusveränderung durch das Walkverhalten der Reifen usw.

Abschliesend bleibt:

Diese Unterschiede kannst Du normalerweise vernachlässigen, da Sie Deinem Schlepper nicht schaden.

Im Übrigen ist die Reifenkombination nicht bei allen 733A ein gänigige Reifenkombination und somit auch nicht immer auf dem Typenschild für die zul. Reifenkombinationen zu finden,.

Es kommt eben doch auf den im Werk verbauten Allradabtrieb, und dessen gewählte Zahnradverpaarung an.

Gruß Uli
 
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