Räderkasten D 358 abdichten

Marco 733

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49740 Haselünne
Hallo,

ich bin im Moment dabei den Räderkasten meines 955 abzudichten. Das Problem ist dass der Motor zwischem dem Block und dem Haltblech für die beiden Pumpen undicht ist. Nun meine Frage, wie kann ich das Blech am einfachsten und ohne die Stirnräder zu zerstören abbauen ?

In meiner Galerie lade ich gleich ein paar Fotos hoch, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruß

Marco
 
Hallo Marco, 

dafür müssen die Hydraulikpumpe und Einspritzpumpe, sowie die Nockenwelle und das Zwischenrad ausgebaut werden. Die Schraube vom Zwischenrad hat ein Linksgewinde und ist mit Loctite gesichert. Das Rad kann dann mitsamt dem Träger abgenommen werden. 

Danach musst du die Stoßstangen ausbauen und die Nockenwelle aus dem Block ziehen. Die beiden Schrauben für die Halteplatte der Nockenwelle befinden sich hinter dem Stirnrad und sind durch die Löcher im Rad und durch drehen desselben zu erreichen. Dann musst du die Stößel nacheinander hochdrücken und die Nockenwelle nach vorne rausziehen. Die Stößel dann gleich, wenn diese frei werden aus den Führungen entnehmen, ansonsten fallen sie in die Ölwanne .

Ist etwas aufwändig, aber durchaus machbar .

Gruß Christoph 
 
Hallo Christoph,

ist es evtl. möglich das Nockenwellenzahnrad abzuziehen und sich somit das Ausbauen der Nockenwelle zu ersparen ?

Und muss der Verschleißring, auf dem der Simmering läuft entfernt werden oder kann ich diesen sitzen lassen ?

Gruß

Marco
 
Hallo Marco, das Nockenwellenrad ist aufgeschrumpft! Ferner mußt Du nach entfernen der Kipphebelwelle und Stößel die Stößeltassen anheben um die Nockenwelle heraus zu ziehen. Hierbei kann ein Blech wie in anhängender Zeichnung sehr hilfreich sein. Liebe Grüße vom Paylodoc.eup-1136227697-623f79c9dfaba95c511ce676d7e188cd-1525014565_big.webpeup-1136227697-b6a4465bb247620ff2b7b2a87c7a8e33-1525014909_big.webp
 
Hallo

Das ist eine aufwendige Arbeit die Dichtung hinter dem Blech zu erneuern, zusätzlich zu den erwähnten arbeiten muß du die Ölwanne noch entfernen weil die Dichtung von der Ölwanne im vorderen Bereich vom Stirndeckel zerstört wird.

MfG

Alwin
 
Hallo Marco, 

wie meine Vorposter schon geschrieben haben, kannst du das Nockenwellenrad nicht einfach so ausbauen, da es aufgepresst ist. Die Kipphebelwelle kann man drauf lassen, wenn man die Einstellschrauben an den Kipphebeln ganz zurück dreht und die Kurbelwelle etwas verdreht, sodass alle Stößelstangen genügend Spiel haben. Das Ventilspiel musst du hinterher sowieso neu einstellen. Bzw wäre es ratsam, das Ventilspiel vor dem Ausbau der Nockenwelle zu prüfen, da auch gerne mal eine Stößelstange im Stößelbecher einläuft. Diesen Stößel könntest du dann gleich mit erneuern. Das Blech für die Stößel brauchst du nicht unbedingt. Geht bei schrittweisem herausziehen der Nockenwelle mit einem Helfer ganz gut. Beim Einbau kannst du die Stößel mit Fett etwas in die Führungen "einkleben". Dann bleiben die oben, bis die Nockenwelle wieder drin ist. 

Die Ölwannendichtung kann kaputt gehen, muss aber nicht unbedingt sein. Wenn du die Ölwanne ausbaust, kannst du auch gleich die O-Ringe am Ölsieb erneuern, die werden auch hart sein. Und die beiden Gummikeile hinten an der Ölwanne nicht vergessen, sonst ist das nächste Leck vorprogrammiert. 

Den Verschleißring kannst du auf der Kurbelwelle drauf lassen. Würde aber den vorderen Kurbelwellendichtsatz auch gleich erneuern, falls noch nicht geschehen. 

Gruß Christoph 
 
Hallo,

so ich habe heute die Nockenwelle ausgebaut, ( dazu natürlich wie von euch beschrieben die Kipphebel und Stößel usw. entfernt).

Nun habe ich ein ganz anderes größeres Problem, die Gleitlager der Nockenwelle sind total Schrott ( obere Schicht abgeplatzt ) ich habe gelesen dass diese Lager nur von einer Firma mit entsprechendem Bohrwerk erneuert werden können, habt ihr soetwas schonmal gehabt und wisst somit was soetwas in etwa kostet ?

Gruß

Marco
 
Hallo Marco, 

bei mir waren die Lager zum Glück noch gut. Dafür sind die Hauptlager bei mir kaputt und gerade in der Mache. 

Stell doch mal ein paar Bilder von den Lagern hier rein. Zu den Kosten kann ich leider nichts sagen. Wenn es ordentlich sein soll, musst du den Block wohl komplett ausbauen und zu einem entsprechend ausgestatteten Instandsetzer bringen. Manche haben die Lager wohl schon im eingebauten Zustand aufgerieben, ob das was ist ,kann ich dir nicht sagen. 

Wie viele Stunden hat der Motor denn schon gelaufen? 

Gruß Christoph 
 
Hallo

Nockenwellenlager müssen nach dem Einbau aufgerieben werden. Es gibt Instansetzer die haben Geräte um die Lager bei eingebautem Motor aufzureiben.

MfG

Alwin
 
Hallo,

Bilder werde ich morgen mal reinstellen, den Block auszubauen ist nicht das Problem glaube ich, die Betriebsstunden sind ca. 11000.

Gruß

Marco
 
Moin,

so nun bin ich ein ganzes Stück weiter, der Motor ist zerlegt und der Block wird jetzt am montag zu einem Motoreninstandsetzer gebracht, wo dann die Nockenwellenlager eingebaut und ausgerieben werden.

In meiner Galerie habe ich einige Bilder reingestellt.

Gruß

Marco
 
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