Reifengröße1046

Zuechter58

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22 Dezember 2012
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Zunächst ein frohes neues Jahr!

Seit einigen Jahren habe ich einen 1046 Bj.08/77.Vorne hat er die Reifengröße 11.2-28 und hinten 18.4-38.Diese Größe hat er unter anderen auch im Brief eingetragen.ImWerkstatthandbuch-Fahrwerk ist diese Größenkombination aber nur für den 946 eingetragen.Wenn ich vorne Statt 11.2-28 die Größe 12.4-28 montieren würde(kann ich günstig bekommen)wäre das noch in den Toleranzgrenzen?Ich hab vor drei Wochen ne mail an Case geschickt aber noch keine Antwort.
 
Bei Marcos Umrechnungstabelle geht es vor allem um passende Felgen.

Bei einer Allrad-Maschine reicht das leider nicht, da spielen Abrollumfang und davon abhängig die Allrad-Voreilung eine wichtige Rolle.

Der Abrollumfang ist immer auch ein wenig abhängig vom Reifenhersteller.

Nimmst Du einen Taurus Point 8 als Maßstab, hat ein 12.4R28 satte 148 mm mehr Abrollumfang als ein 11.2R28.

Das wird Deine Voreilung vermutlich so stark erhöhen, dass es zu bösen Verspannungen im Allrad-Antrieb kommt.

Im Zweifel musst Du selbst rechnen...

Du brauchst nur Dein "Igesamt", das ist die Zahl, die sagt, um wie viel sich Deine Vorderräder schneller drehen als Deine Hinterräder (durch die "Allrad-Übersetzung").

So ein Igesamt könnte z.B. 1,602 lauten, dann drehen sich Deine Vorderräder genau 1,602-mal schneller als Deine Hinterräder.

Wenn Du jetzt mit einer Schnur und einem Maßband den Umfang Deiner Hinterräder ermittelst, den Wert durch das Igesamt Deines Schleppers teilst, kennst Du den optimalen Abrollumfang der Vorderreifen, die Du montieren solltest.

Haben die Reifen, die Du günstig bekommen kannst, deutlich über 3 Prozent mehr an Abrollumfang, solltest Du‘s lassen....

P.S. Um das Igesamt Deines Schleppers zu erfragen brauchst Du mindestens die Fahrgestell-Nr. und den Typ der verbauten Vorderachse (ich vermute mal, dass es den 1046 mit unterschiedlich starken Vorderachsen gab).
 
Der Abrollumfang passt bei Traktoren mit kleineren vorderrädern nie.

Da ist eine Fahrgeschwindigkeits toleranz von bis zu 10 % gewollt, um den sogenannten "Multi-Pass-Effekt" auszunutzen.

Soll heißen, das die Vorderräder schneller drehen. Da dein Schlepper auch mit der Bereifung 11.2-28 und 16.9-38 verkauft wurde, sollte die eine Nummer größer vorne kein Problem sein. Des weiteren sind diese Angaben für Diagonalreifen, welche generell einen anderen Abrollumfang haben. Ich werde noch einmal nachsehen, wie groß der Faktor ist, um den sich die Vorderräder maximal schneller drehen dürfen. Ich habe es lediglich im moment nicht gefunden.

Des weiteren steht die Übersetzung deiner Vorderachse auf deiner Vorderachse auf dem Typenschild

Messen Brauchst du da gar nichts, da wie schon angemerkt wurde, die Abrollradien von Hersteller zu Hersteller sehr verschieden sind. Des weiteren ist dein 1046 keine Maschine, wo der Allradantrieb beim bremsen zugeschaltet wird, also ist die Übersetzung -für die Straßenfahrt und somit für den Tüv- Irrelevant

gruß und schönes Wochenende

Ralf
 
"Der Abrollumfang passt bei Traktoren mit kleineren vorderrädern nie."

Woran soll das liegen?

"Da ist eine Fahrgeschwindigkeits toleranz von bis zu 10 % gewollt, um den sogenannten "Multi-Pass-Effekt" auszunutzen."

Weshalb ist eine Toleranz von 10 % gewollt?

War der Multi-Pass-Effekt nicht ein Verkaufsargument von Mercedes für Unimog und Trac und bezog sich auf gleiche Reifendimensionen vorn und hinten?

"Des weiteren sind diese Angaben für Diagonalreifen, welche generell einen anderen Abrollumfang haben."

Wenn ich nur Diagonal- bzw. nur Radialreifen habe, dürfte sich das aufheben.

Case-IH hat in den 90er Jahren ein Rundschreiben herausgegeben in dem es hieß:

Anzustreben ist ein Vorlauf von 0 bis 3 %, in Ausnahmefällen sind bis zu 6 % bzw. - 3 % zulassig.

"Messen Brauchst du da gar nichts, da wie schon angemerkt wurde, die Abrollradien von Hersteller zu Hersteller sehr verschieden sind."

Gerade deshalb erscheint mir eine Vermessung durchaus sinnvoll!

"Des weiteren ist dein 1046 keine Maschine, wo der Allradantrieb beim bremsen zugeschaltet wird, also ist die Übersetzung -für die Straßenfahrt und somit für den Tüv- Irrelevant"

Ist aber nicht irrelevant für die Lebensdauer des Antriebsstranges.....

Olaf
 
Da schaut man mal ein paar Tage hier nicht ins Forum...

Eigentlich liest man hier sehr überwiegend gscheite Ratschläge!

Aber der Beitrag von Ralf ist grober Unfug!

Er soll mir mal zeigen, wie er mit 10% Voreilung auf Grünland parallel zum Hang fährt.

Mit viel Gegenlenken (und gut hörbaren Verspannungen im Allrad-Anrieb) kriegt er das vielleicht hin, aber die Wiese oder Weide sieht danach aus als wären die Wildschweine drin gewesen!

Weil die heftig radierenden Vorderräder übel die Grasnarbe aufgerissen haben...

Das Igesamt wird von der Allrad-Übersetzung und der Vorderachs-Übersetzung zusammen vorgegeben.

Verschiedene Allrad-Vorderachsen wurden in mehrere Modelle eingebaut..

Von daher ist es zwangsläufig, dass man das Igesamt garantiert NICHT auf der Typenschild der Vorderachse ablesen kann.

Olafs Beitrag dagegen entspricht der Qualität, die wir hier im Forum gewohnt sind, danke schön!
 
schrauber1455:

Der Abrollumfang passt bei Traktoren mit kleineren vorderrädern nie.

Da ist eine Fahrgeschwindigkeits toleranz von bis zu 10 % gewollt, um den sogenannten "Multi-Pass-Effekt" auszunutzen.

Soll heißen, das die Vorderräder schneller drehen. Da dein Schlepper auch mit der Bereifung 11.2-28 und 16.9-38 verkauft wurde, sollte die eine Nummer größer vorne kein Problem sein. Des weiteren sind diese Angaben für Diagonalreifen, welche generell einen anderen Abrollumfang haben. Ich werde noch einmal nachsehen, wie groß der Faktor ist, um den sich die Vorderräder maximal schneller drehen dürfen. Ich habe es lediglich im moment nicht gefunden.

Des weiteren steht die Übersetzung deiner Vorderachse auf deiner Vorderachse auf dem Typenschild

Messen Brauchst du da gar nichts, da wie schon angemerkt wurde, die Abrollradien von Hersteller zu Hersteller sehr verschieden sind. Des weiteren ist dein 1046 keine Maschine, wo der Allradantrieb beim bremsen zugeschaltet wird, also ist die Übersetzung -für die Straßenfahrt und somit für den Tüv- Irrelevant

gruß und schönes Wochenende

Ralf
Ich denk mir meinen Teil, und freu mich auf die Reperaturaufträge die durch die Antriebschäden kommen werden wenn dieser Tip beherzigt wird!
 
Vielen Dank erstmal für eure Antworten.Ich hab mich entschloßen doch bei der alten Reifengröße zu bleiben.Ich hatte letztes Jahr das Vorderachsdifferential zerlegt.Die Teile sahen alle noch sehr gut aus---und das soll auch eine Weile noch so bleiben.
 
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