Restaurierung meines IHC 633 (2011 u. 2015) und Umbau auf Allrad (2019)

Hallo Markus

Wieviel haben die Ersatzteile für den Umbau auf Allrad den gekostet. Wäre da nicht sinnvoll gewesen,sich einen Kompletten Schlepper mit Allrad zu kaufen. Oder waren die Ersatzteile günstiger. Dein Bericht ist sehr schön und ausführlich beschrieben.Werde dein Bericht weiter verfolgen.Ich habe selber einen Case IH 833 Komplett mit S3 Kabine Restauriert und mit komplett Fotos dokumentiert.Da geht schon viel Zeit ins Land.
Würde gerne von meinem 833 Bilder reinsetzen, bekomme es mit dem reinsetzen (hochladen der Bildern)nicht hin .

Grüsse aus Hessen 

Markus 🚜
 
Hallo Namensvetter,

ich habe mir auch überlegt, einen Schlachtschlepper zu kaufen. Aber ich habe mich dann für die Einzelteile entschieden. Wilfried Wurst hätte meine alten Teile in Zahlung genommen und für die neuen dann 3000,- Euro Aufzahlung verlangt. Ich habe aber den Schlepper noch nicht zerlegt gehabt. Ich habe dann für alles 4500,- Euro bezahlt und mir die Option des Selbstverkaufs vorbehalten. Ich liste mal auf, was ich alles für den Umbau "eingekauft" habe:

- Getriebe von einem 733 mit 30 km/h, 16/8-Gang (synchronisiert) und Zapfwellendrehzahlen 540/1000, quasi die Luxusversion

- ZF Vorderachse APL 1251 von einem 833

- Kardanwelle

- vollhydraulische Lenkung mit Lenkorbitrol, Konsole und Leitungen

- Tandemhydraulikpumpe

- neue Vorderräder 12.5-18 auf neuen Mefrofelgen 11x18

- Trittbretter, Lenksäulenverkleidung mit Zapfwellenschalthebel

- Kotflügelhalter mit Kotflügeln

Da ich mich aber für eine andere Vorderachsbereifung entschieden habe, wurden die 12.5-18 verkauft.  Für diese und alle meine anderen Teile habe ich gut 2000,- Euro bekommen. Somit haben mich die oben aufgezählten Teile im Einkauf 2500,- Euro gekostet. Das war für mich völlig in Ordnung und es war‘s mir wert. Natürlich kamen noch weitere Kosten für Reparaturen und andere Vorderräder hinzu. Aber hierauf gehe ich am Schluß nochmals ein. Dazu kommt, dass wir schon, bevor wir an den Umbau dachten, eine hydraulische Lenkung verbauen wollten, weil im Frontladerbetrieb das Lenken doch recht schwer ging. Die hätte uns mindestens 900,- Euro (als Lenkhilfe) gekostet. Im "Umbauset" war nun sogar vollhydraulische dabei. Reduziert den reellen Mehrpreis für uns somit auf 1600,- Euro.
 
Doch nun weiter mit dem Bericht. Das Getriebe war fürchterlich dreckig und musste erst mal gereinigt werden. Vorher wurden alle peripheren Teile (Bremspedale, etc.) abgebaut.

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Man sieht erste Fortschritte.....

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Eine Kutterschaufel voll Dreck alleine aus der Kupplungsglocke.

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Nachdem der gröbste Dreck weg war, sind wir mir dem Getriebe in eine Waschanlage gefahren und haben es mit dem Motorhochdruckreiniger gründlich abgedampft. Damit kein Wasser reinkommt, habe ich einen Deckel gebastelt, der als Hydraulikblockersatz aufgeschraubt wurde. Der Rest wurde mit Klebeband abgedichtet.

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Danach sah es deutlich angenehmer aus. Für den Rest kam dann Bremsenreiniger zum Einsatz.

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Damit ich gut an dem Getriebe arbeiten konnte, habe ich mir drei Transportwagen gebaut, die in Höhe und Neigung der Einbausituation in meinem Schlepper entsprachen. Ich wollte das Ganze dann gleich zur besseren Montage mitbenutzen.

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Auf diese Wagen wurde das Getriebe dann mit dem Frontlader montiert.

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Danach begann die Kontrolle aller mechanischen Bauteile, beginnend mit den Bremsen. Die mussten wohl schon mal erneuert worden sein, die Beläge waren noch einwandfrei. Der Gesamtverschleiß war deutlich unter 1mm.

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Habe dann die Simmerringe an den Bremswellen neu gemacht. Wenn man schon gut rankommt.

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Bremswelle ausbauen und prüfen; auch hier alles noch einwandfrei.

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Auch das Handbremsband war noch einwandfrei.

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Nun wurde es mal Zeit, einen Blick in den vorderen Teil des Räderwerks zu werfen. Schaltdeckel ab.

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So, nun sieht man etwas mehr.

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Auch etwas, was mir nicht so gefallen hatte, Flugrost an einigen Zahnräder.

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Das meiste ließ sich problemlos abpolieren.

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Ein paar Rostnarben blieben allerdings bestehen. Die dienen nun zur Aufnahme von zusätzlichem Schmieröl.......

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Trotzdem habe ich diese Problematik damals im Technikforum zur Diskussion gestellt. Hier der link zum Thema:

https://334647.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=rost_an_zahnraeder_733er_getriebe-international_harvester_neuss&action=ubb_show&entryid=1136544332&mainid=1136544332&threadid=1132264171&USER=user_334647

Habe dann eine neue Dichtung angefertigt und die Schalteinheit wieder aufgesetzt.

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Habe dann den seitlichen Deckel vorne auch noch entfernt, um einen Blick auf das Reduziergetriebe und die Zapfwellenumschaltung zu werfen. Alles sah einwandfrei aus.

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Nun wusste ich, dass es wirklich ein synchronisierter Zwischengang ist.

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Dann war da noch das ziemlich hohe Radialspiel am rechten äußeren Achstrichter. Konnte mir das eigentlich nicht erklären. Also Achstrichter weg und Welle raus.

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Die im WHB beschriebene, etwas heftige Methode zum Ausbauen der Welle durch Aufschlagen des ganzen Achstrichters auf ein Hartholzbrett funktionierte tatsächlich einwandfrei.

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Nachdem ich dieses Lager gesehen habe, war mir klar, warum das Radialspiel so hoch war. Der Lagerkäfig war mehr oder weniger nicht mehr vorhanden und mehrere Kugeln fanden sich fein zermahlt im Achstrichter. Da dadurch auch die Lauffläche der inneren Lager in Mitleidenschaft gezogen worden waren, entschloss ich mich zu einem kompletten Tausch aller Lager beider Achstrichter.

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Die Käfigreste.

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Die neuen inneren Lager habe ich preiswert aus alten Lagerbeständen erworben, regulär sind sie ziemlich teuer. Man beachte das Produktionsdatum oben rechts an der Schachtel (1977-08). Die Lager sind älter als das Getriebe.

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Nach dem Zusammenbau ging es dann ans Lackieren des Getriebes. Aber davon später.
 
Bin begeisterter stiller Mitleser! Danke für den tollen Bericht und mein größter Respekt für diese "Schrauberleistung"!

Gruß, Jochen
 
Hallo, sehr schöne Bilder und Respekt vor der geleisteten Arbeit. Ich fahre selbst einen 733A, aber dein Projekt ist eine Nummer

zu groß für mich.

Gruß Thomas
 
Danke, freut mich, wenn‘s gefällt. So soll es ja auch sein.

@Thomas: Schön, dass Du schon einen Allradler hast, dann brauchst Du so eine Arbeit ja auch nicht machen.

Ich möchte diese Aktion mit dem Umbau nicht missen, es hat richtig Spaß gemacht. Und war jetzt nicht wirklich schwer, man tauscht im Prinzip einfach Teile gegen andere aus. Klar, man muss schon wissen, was man tut und wissen, wie‘s funktioniert. Auch muss man manche Sachen passend machen, ein bißchen Improvisationstalent kann nicht schaden. Ich bin weder Kfz-Mechaniker noch Lama. Ich bin Werkzeugmacher und habe später noch meinen Maschinenbautechniker gemacht. Meine jetzige Arbeit als Konstrukteur hat überhaupt nichts mit Landmaschinen zu tun. Ich habe mich allerdings schon immer für Fahrzeugtechnik interessiert und mache seit jeher alle Reparaturen selber, sofern es meine inzwischen knapper gewordene Freizeit zulässt. Für manche Fragen, die während so eines Projekts auftreten, vor allem bei defekten Bauteilen, bekommt man hier im Forum -meistens- schnell hilfreiche Antworten.

Mit diesem Bericht möchte ich auch ein bißchen Mut machen, so einen Umbau zu machen. Ích halte mich nun schon seit 12 Jahren regelmäßig im hier Forum auf und habe immer wieder die aufkommenden Diskussionen über Sinn und Unsinn eines Umbaus auf Allrad mitverfolgt. Meistens waren die abratenden Stimmen deutlich in der Mehrzahl. Mit Ratschläge wie, "lass den Blödsinn bleiben" oder "kauf Dir doch gleich einen Allradschlepper" fängt man dann nicht wirklich viel an. Deswegen habe ich im Vorfeld gar nichts gefragt, sondern einfach gemacht und stelle euch nun hier das Ergebnis vor. Ich habe ja auch schon erläutert, warum ich mich für einen Umbau entschieden habe.
 
So, aber nun weiter mit dem Umbau. Vorbereitungen zum Lackieren.

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Grundieren.

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Dann kam die Farbe ins Spiel.

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Das Getriebe war nun einbaufertig und wurde ins Abseits geschoben. Die Vorderachse war nun dran.

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Die Achsschenkellager ruckelten stark und mussten erneuert werden. Außerdem war je ein Kreuzgelenk der beiden Doppelkreuzgelenke defekt, hatten richtig viel Spiel. Also alles links und rechts abbauen.

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Das Tragbild der Zähne war einwandfrei, das abgelassene Öl aus den Vorgelegen und auch aus dem Differential entsprach ziemlich genau den vorgeschriebenen Füllmengen.

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Der ausgebaute Planetenträger.

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Die Gelenkwellen ließen sich nun leicht herausziehen.

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Gelenk ausgebaut und zerlegt.

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So sahen die Einzelteile der Kreuzgarnitur aus.

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Habe interessehalber die Zapfen vermessen, teilweise waren sie fast drei Zehntel zu klein.

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Habe dann bei zwei neue geordert und diese eingebaut. Gibt leider keine Bilder hiervon.
 
Habe gestern etwas gemacht, da weiß ich gar nicht, ob ich es hier überhaupt erwähnen darf. Ich war

im Allgäu ( => nichts dagegen einzuwenden)

in Marktoberdorf (=> schöner Ort, eigentlich..)

und zwar (=> und das ist eigentlich schon fast ein Frevel)

bei

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Ich hatte die Gelegeheit, an einer fast dreistündigen Werksführung bei Fendt in Marktoberdorf teilzunehmen. Das ist für einen Nicht-Fendt-Käufer eigentlich so gut wie nicht möglich, weil das wohl nur Kunden, ggf. mit Familien vorbehalten ist.

Eines muß ich zugeben, das war schon beeindruckend, wie diese Schlepper und die Einzelteile gefertigt und zusammengebaut werde. Ich war schon bei einigen Automobil- und LKW-Herstellern, aber noch nie in einem Schlepperwerk.  Mir wäre eine Besichtigung in Neuss natürlich lieber gewesen, aber da ist ja leider seit über 20 Jahren nichts mehr los.

Hoffe, man verzeiht mir diesen Fremdgang, bald geht es mit dem Bericht weiter.
 
Ja Sepp, es blieb selbstverständlich beim Schauen. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass der billigste Fendt, ein 207 in Grundausführung 58.000,- Euro kostet. Wenn ich überlege, wieviele geile IHC ich für das Geld bekommen würde................
 
So, habe mal wieder Zeit zum schreiben.

Die Achse wird weiter zerlegt. die Achsschenkellager liefen nur noch ruckelig, also mussten sie ausgetauscht werden. Dazu musste zunächst der Lenkhebel abgebaut werden.

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Als ich den Lenkhebel abgeschraubt habe, um die Einstellschraube zu lösen, bot sich mir folgendes Bild:

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Der Lenkhebel von unten:

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Rost pur, keine Ahnung, wie ich die aufbekommen sollte. Habe den Rost so gut wie möglich abgeklopft, die Sicherungsscheibe mit dem Meisel entfernt und dann mit WD40 geflutet. Das ließ ich nun ein paar Tage einwirken und probierte dann mein Glück. Sollte es nicht klappen, wären die Alternativen mit Sicherheit alle aufwändig.

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Habe dann die 3/4"-Nuss mit einer 1,20m langen Verlängerung genommen, keine Chance, nicht ein bißchen ließ sich die Schraube lösen. Habe dann meinen alten Schlagschrauber bemüht, ebenfalls vergebliich. Ein Rat aus dem  Forum war: Probiers mit Hitze.

Habe diese Ratschläge befolgt. Zuerst stärkeren Schlagschrauber besorgt (ca. 1400 Nm Lösemoment, laut Angabe), kurzen dicken Schlauch an den Kompressor bei 8 bar, mit Heißluftgebläse die Sache erhitzt. Resultat:

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Doch nun, wie bekomme ich die Lagerschalen am besten heraus? Der Bohrungsdurchmesser ist kleiner als der Lagerinnendurchmesser, von innen herausklopfen schied also aus. Auch hier wussten Forumsmitgleder Rat:

"Den Lageraußenring, einfach eine Schweißnaht im Lageraußenring einmal in der Runde ziehen dadurch lößt sich dieser. Nun in den Ring ein Flacheisen schweißen und von innen heraus schlagen."

So, hab ich‘s dann probiert. Ging so gut, daß ich nicht eimal einen Quersteg einschweissen mußte. Den Durchschlag direkt an der Aufschweissung angesetzt und rausgeklopft. Nach gut 10 min waren alle vier Lagerschalen raus.

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Die Simmerringe der Antriebswellen habe ich auch gleich erneuert.

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Nach dem Reinigen und Lackieren der Achse und der anderen Achsteilen ging es an die Montage der neuen Lager.

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Achsschenkel wieder anbauen und Spiel einstellen.

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neue Sicherungsbleche über die Einstellschrauben.

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Gelenkwellen reinstecken.

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Radnaben dran.

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So, nachdem nun die Achse wieder zusammengebaut war, stand dem eigentlichen Umbau nichts mehr im Wege. In den ersten beiden Wochen meines Sommerurlaubes 2019 sollte das Ganze durchgeführt werden. Die Werkstatt wurde vorbereitet.

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Es ist nicht gerade üppig Platz aber man kann immer noch bequem um den Schlepper herumlaufen und arbeiten.

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Alles was möglich war, wurde vor der Werkstatt abmontiert.

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Sohn Nr. 3 war mir beim gesamten Umbau eine große Hilfe und ohne den gnädigen Finanzmimister(in) hätte das Ganze gar nie stattgefunden.

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Der Autohänger als mobiles Zwischenlager von abgebauten Teilen.

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Bereit für die Einfahrt in die Werkstatt.

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Damit der vordere Teil des Schleppers auch nach dem Abbau des Getriebes sicher stehen bleibt, habe ich ein Gestell angefertigt und am Motorblock befestigt.

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Nun konnte die "Trennung" vorgenommen werden.
 
"Damit der vordere Teil des Schleppers auch nach dem Abbau des Getriebes sicher stehen bleibt, habe ich ein Gestell angefertigt und am Motorblock befestigt"

Super Idee!!

Gruß, Jochen
 
Nach einer längeren Pause geht es nun wieder weiter mit dem Bericht.

Die Trennung von Getriebe und Motor

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Das alte Getriebe wurde auf den Hinterrädern beiseite gerollt, vorne gestützt durch den Werkstattkran.

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Der übriggebliebene Rest

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Da ich inzwischen von der Existenz von "Speedy-Sleeve" Reparaturhülsen wusste, wollte ich die Abdichtung der Kurbelwelle hinten (siehe Reparatur Motor) nun richtig machen. Dazu musste die Kupplung raus.

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Dann Schwungscheibe abschrauben

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Nochmal ein Blick auf die Dichtfläche der Kurbelwelle. Es ist wirklich fast unmöglich, hier sicher noch eine Abdichtfläche zu finden

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Hier kommt dann die Reparaturhülse zum Einsatz.

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Mit der beigefügten Schlaghülse wird die Speedy-Sleeve auf den Kurbelwellenzapfen aufgeklopft/geschoben

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Da mich der Kragen nicht störte, habe ich verzichtet, ihn abzuschälen und drangelassen.

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Der Simmerring hat nun wieder eine neue Gleitfläche.

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Leider kann ich den Erfolg der Aktion nicht beurteilen, der Ölverlust ist an der Trennstelle Motor-Getriebe ist eher stärker geworden, als vorher. Ich weiß nicht, ob es von der Kurbelwelle kommt, oder ob bei der Montage eine andere Undichtigkeit entstanden ist. Da werde ich in absehbarer Zeit wohl nochmal ranmüssen. Fürs Erste muss es ein Auffangblechle tun.

Die beiden Ausrücklager mussten vom alten Getriebe ausgebaut und ans neue montiert werden. Die Lager waren in bestem Zustand, ein Tausch war nicht nötig.

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Nun konnte das neue Getriebe auf den Montageböcken an den Motor herangeschoben werden. Dann wurde der vordere Montagebock entfernt, da er mit der -ursprünglich nicht vorgesehenen- Metallbügelabstützung kollidierte. Er wurde durch den Wagenheber ersetzt.

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Dann wurde zusammenfahren und die hinteren Montageböcke durch die Räder ersetzet. Der "neue" Schlepper steht auf eigenen Rädern.

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Hallo,

ein sehr schönes Projekt hast du da am Laufen. Ich lese fleißig mit und freue mich schon auf das Endergebnis.

Das Problem mit der Undichtigkeit zwischen Motor und Getriebe  habe ich bei meinem 824 leider auch.

Ich habe während meiner Restauration auch den KW-Dichtring erneuert, musste aber feststellen dass ich die Ursache dadurch nicht beheben konnte.

Restauration IHC 824 AS Baujahr 72

Da muss ich leider auch nochmal ran. Ich befürchte aber dass es eher an zu großem Spiel der KW liegt.

Hast du das bei deinem mal kontrolliert?
 
Hallo, 

Deine undichtigkeit könnte von 2 kleinen Gummidreiecken kommen, die zwischen Ölwanne, Motorblock sitzen. Es kann sein (ich weis es nicht mehr genau) das diese sich beim demontieren des Aludeckels lösen und nicht mehr richtig abdichten.

Diese müssen dann neu.

Falls ich falsch liege bitte berichtigen ;)

Gruß

Michael
 
Ich hab von diesen Gummikeilen auch schon gehört, aber sitzen die unter dem Aludeckel vom KW-Ring? Weiß das wer?

Bei mir ist das zu lange her.

Meine mal gehört zu haben das die Keile zwischen Ölwanne und Motorblock verbaut sind....
 
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