Rückbau Hydraulikanschluss an Bosch SB1

Calenberger-IHC

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30982 Pattensen
Liebe Foristen,

ich möchte mich gern von meinem Hydraulikanschluss für einen Frontlader trennen. Dieser Anschluss ist mit einer langen Hohlschraube am Bosch Steuergerät SB1 angeschlossen. Wenn ich nun einen Anschluss entnehme, dann brauche ich ja folglich eine kurze Hohlschraube. Lang und kurz sind auch in meiner ETL vermerkt, jedoch keine Maße. 

Was ich bis jetzt herausgefunden habe ist, dass die Schraube eine Schlüsselweite 24 hat. Es könnte beim metrischen Maß eine M18 x 1.5 sein. Wenn das stimmen sollte, benötige ich noch eine Länge.

Könnte mir jemand sagen, ob das soweit stimmt und wenn ja, welche Länge ich kaufen/bestellen muss?

Danke euch.

Gruss Joerg

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Hallo Alex,

danke dir nochmal für den Link. Ein toller Laden, den ich nur empfehlen kann. Ich habe zusätzlich zu den Hohlschrauben noch weitere Dichtringe in unterschiedlichen Größen mitbestellt und alle Ringe kamen seperat verpackt in einer kleinen Tüte mit passender Beschriftung. Also kein durcheinander mehr. Einfach in der Tüte belassen und man muss nicht mehr nachmessen, wenn man mal einen neuen Ring braucht. Super.

Gruss Joerg

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Hallo Joerg,

das freut mich. Ist sozusagen mein Haus und Hof Laden für Hydraulik und die Preise sind in Ordnung.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Hallo Dieter,

dieses Bild hatte ich zusammen mit den ETL-Nr. auch in meiner ETL gefunden. Leider steht da auch nur M18 und sonst nichts. Leider habe ich bei mir im Umkreis noch keinen Händler gefunden, der tatsächlich etwas mit den alten Nummern anfangen kann. Und wenn sie etwas suchen und finden, dann fragen sie mich "M18 x 1,5 x ... ist das richtig?". Darauf habe ich dann keine Antwort, weil ich in der ETL keine genaueren Angaben finde.

Danke dir trotzdem.

Gruss Joerg
 
Hallo Jörg, M18x1,5 ist korrekt. Vorsicht beim Anziehen, die reßen leicht ab. Gruß, Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt
 
Hallo Joerg.

Meine Fragen: wenn Du ja die eine Leitung entfernst, und rechts ja nur eine Leitung ist...

ist dann die Schraubenlänge nicht identisch? Also, hätte man da nicht das Maß nehmen können?

Bisher dachte ich, das dies der Fall ist. Gerade bei Bosch.

Und was machst Du mit den Cu-Dichtringen? Ich habe in meiner Lehre (Wz.-Macher) damals gelernt, das

die vor der Montage ausgeglüht werden sollten, da im Orginalzustand zu hart.

Gruß Stefan
 
Hallo Stefan,

das mit der identischen Schraube stimmt, aber ich habe es bis jetzt immer so gehandhabt, dass ich mir vor der Reparatur die Teile besorgt habe und dann erst begonnen habe. Wenn ich das Hydrauliköl erst einmal abgelassen habe, dann steht der Schlepper erst einmal mehrere Tage und ich kann ihn nicht benutzen, weil ich nur am Wochenende dazu komme zu schrauben. Unter der Woche brauche ich ihn aber immer mal wieder für die Pferde oder unsere Holzkisten.

Und das Öl ablassen, Schraube messen und dann das alte Öl wieder reinkippen ist nicht so mein Fall. Vor allen Dingen weiss man ja nie, ob die Ölablass-Schraube mit der alten Dichtung wieder schließt. Und eine neue Dichtung spendieren und diese dann bei der endgültigen Reparatur gleich wieder wegschmeißen, halte ich für Verschwendung.

Ich habe jetzt schon mehrere Kupferdichtungen getauscht. Ausgeglüht habe ich bis jetzt noch keine. Bis jetzt waren alle so dicht. Ich reinige ordentlich die Flächen, wo die Ringe anliegen und ziehe die Schrauben mit Gefühl an. Wenn sie nicht direkt abdichten, dann kann man später immer noch etwas nachziehen.

So wie Dieter geschrieben hat, sollte die Hohlschraube sowieso nicht mit "Gewalt" angezogen werden, weil sie gern einmal abbricht. Und diesen Rat befolge ich auch.

Da die Kupferdichtungen, die ich jetzt bestellt habe, nach DIN 7603 gefertigt wurden und diese nach Angabe bis 200 Bar ausgelegt sind, erscheint es mir nicht sinvoll, diese durch Ausglühen weicher zu machen. Sollten die nämlich im weicheren Zustand auch noch 200 Bar aushalten, dann könnte ich ja gleich ölresistente Gummidichtringe nehmen. Zumindest mein Verständnis. Vielleicht wurde das früher gemacht, weil man Kupferdichtringe wiederverwenden wollte oder weil die Ringe eine härtere Legierung hatten.

Ich kann mich aber auch irren und die Teile müssen ausgeglüht werden.

Gruss Joerg
 
Moin.

Wenn man Cu verdichtet wird es hart. Wenn man die Ringe wiederverwenden möchte ist es notwendig die Ringe durch Glühen wieder weich machen. Das geht und die Ringe halten dann auch 200 Bar aus.

Gruß Jürgen
 
Hallo Joerg,hallo Jürgen.

@Joerg: ok. das leuchtet mir ein und alles verstanden...hätte ich wahrscheinlich unter den Umständen

dann auch so gemacht.

@Jürgen: richtig. und um Unebenheiten  z.B. auszugleichen. Aber egal; danke für Eure Info.

Viele Grüße

Stefan
 
So danke noch mal für eure tatkräftige Unterstützung. Im Verlauf der Woche und am Wochenende ging alles über die Bühne.

Aus dem Rückbau ist dann doch ein größerer Tausch von Dichtungen und Hohlschrauben geworden, nachdem ich festgestellt hatte, dass es an der einen Stelle immer mal wieder einen Tropfen Öl gab.

Folgenden Ablauf habe ich eingehalten:

- Hydrauliköl über Ablassschraube abgelassen und über Nacht auslaufen lassen

- am Nächsten Nachmittag den Schlepper vorn aufgebockt und wieder über Nacht auslaufen lassen

- Hydraulikleitungen gelöst und nach und nach gereinigt

- Filter gereinigt

- alles retoure inkl. neuer Hohlschrauben und neuer Dichtungen

Das ist das Ergebnis:

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Nach einem Probelauf und 4 Stunden Betrieb am Samstag ist soweit alles dicht, bis auf diese Schraube. Sie ist angeknallt bis Anschlag und trotzdem hängt nach einer Stunde Betrieb immer wieder ein Tropfen Öl an der Überwurfmutter vor der Pumpe.

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Da es ja bei der Mutter keine Dichtung zum Tauschen gab, wäre meine Frage "Was hättet ihr für einen Tipp, um die Mutter dicht zu bekommen?"

Gruss Joerg
 
Sitzt an der Stelle nicht ein Schneidring auf der Leitung? Wirds mit nem neuen Ring wieder dicht? Oder muss das Stück Leitung getauscht werden und dann mit neuem Schneidring? 

Naja, mehr Fragen als Antworten meinerseits...
 
Ja auf dem Rohr sitzt ein konusförmiger Ring, der mit der Mutter gegen den Anschluss von der Hydraulikpumpe gedrückt wird und damit wohl abdichten soll.

Wenn ich den tauschen muss, dann wird wohl das Öl wieder runter müssen oder?

Gruss Joerg
 
IHC Raerin:

Hallo Joerg.

Ja, eine Schneidringverschraubung kann undicht werden. Hat verschiedene Ursachen; angefangen von der falschen Montage

bis Verschleiß.

Sieh mal hier:

www.still-gelenke.de/upload/Doks/Produkte/Parker_Hydraulik/Parker_Ermeto_Handbuch.pdf       Als Überblick (sind aber ~ 800 Seiten) sorry🤣🤣

www.gok-online.de/assets/web/download/technische%20dokumentation/ma_schneidringverschraub_11.pdf

Dies sind nur Beispiele; siehe viell. auch Youtube....

Das ganze Öl brauchst Du nicht ablassen. Achte nur auf Sauberkeit, das kein Dreck oder ähnliches reinkommt.

Du schriebest ja, das Du neue CU-Dichtungen genommen hast. Mich würde es interessieren, ob man die "leicht" zusammendrücken kann

(ich meine in Bezug auf ihre Größe bzw Querschnitt).

Wenn nicht; mach Dir kurz die Arbeit und glühe den Ring (Bunsenbrenner z.B.) und schrecke ihn in Wasser ab.

Gewindedichtung (Loctite etc) würde ich nicht nehmen.

Gruß Stefan

Das mit dem CU-Ring würde ich selber als erstes machen und dann nochmal probieren.
 
Hallo Stefan,

ja es ist über dem Rohr ein Ring, der zusammen mit der Mutter Richtung Hydraulikpumpe gedrückt wird und dann abdichtet. Wahrscheinlich muss ich den wohl mal erneuern. Da aber nur ab und zu ein Tropfen an der Mutter hängt, werde ich die Reparatur auf das Frühjahr verschieben, da ich keine beheizte Werkstatt habe sondern nur ein Carport.

Die Kupferdichtungen haben keine Schwierigkeiten gemacht. Ich habe sie alle direkt aus der Tüte zusammen mit den Hohlschrauben verbaut und wie Dieter geschrieben hat nicht zu fest angezogen. Ich würde sagen mit Gefühl handfest. Alle sind dicht. Die Auflageflächen der Dichtringe habe ich vorher gereinigt und alle Ablagerungen entfernt.

Ich würde nicht sagen, dass sie sich durch meine Anzugskraft verformt hätten.

Gruss Joerg
 
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