Rotapfel
Aktives Mitglied
Hallo,
ich überarbeite gerade eine D326 Ölsardine. Aktuell ist es der Hydraulikblock, also Hubarmwelle, Regelfühlerstift usw. Was ich dabei gefunden habe kann man leider nur noch als Pfusch auf höchstem Niveau bezeichnen. Unter dem herum gedrehten Hydraulikblock war in der Aussparung für das Tellerrad nach dem säubern eine größere Fläche einer schwarzen Anhaftung. Minimal mit dem Schraubenzieher gekratzt und loser Sand flog herum. Es handelt sich dabei um Gießsand aus der Tempergießerei welcher nicht ordentlich entfernt wurde, insgesamt ein kleines Schnapsglas voll. Das selbe innerhalb des Stellwellenlagers, nur war es dort nicht ganz so viel. So einen Pfusch hatte ich mal bei einer kleinen Chinesendrehbank. Bevor ich sie das erste mal benutzt habe hatte ich die billigen Lager der Hauptspindel gegen SKF Lager getauscht. Dabei wurde ich auch im Getriebeblock fündig, Gießsand in jeder Ecke. Also alles säubern und noch mit ölbeständigem Lack lackiert das sich übersehene Sandkörner nicht lösen können. Wohlgemerkt das war eine billige Chinabank und kein Made in Germany! Hier bei dem D326 waren in einer Baugruppe zwei Teile betroffen, wobei eine gleich noch Auswirkungen auf das Getriebe hat. Damit ist das keine äußerst seltene Ausnahme mehr. Da wird in den Werkstatthandbüchern von IHC ein gedöns gemacht "Arbeiten am Getriebe nur in sehr sauberen Werkräumen" und dann wird der Sand aus Neuss gleich mitgeliefert. Wenn man davon ausgeht das die Gussputzerei bei allen Tempergussteilen so geschlampt hat muß sich niemand wundern das es beizeiten zu hohem Verschleiß oder Totalausfall kommt. Vielleicht liegt hier der Hund begraben weshalb IHC’s angeblich nicht so haltbar wie andere Fabrikate sind. Sollten die Motorenblöcke aus der gleichen Gießerei stammen ist dort mit ähnlichem zu rechnen und es wäre eine Erklärung für so manche Riefe in Kolben, Büchsen und eingelaufene Lager. Schuld ist hier auch nicht nur der Gussputzer sondern auch die Zwischen oder Endmontage die alle Teile ohne Öl und Dreck zu sehen bekommt. Da muß so etwas auffallen, war aber anscheinend egal. Weiter im Text. Die gedrehte Innendichtfläche für den kleinen O-Ring im Stellrohr war nur mit einem Schruppmeißel grob vorgedreht und fertig. Da kann nichts dicht werden und der O-Ring wird auf der rauhen Oberfläche zerrieben. Ich habe die Fläche mit mit einem Fächerstift nachgeschliffen und zur Sicherheit noch eine Nute für einen zweiten O-Ring vorne in die Stellwelle gedreht, das wird jetzt hoffentlich dicht. Mangelnde Ingenieurskunst ist das eine, aber dies sind das sehr grobe Pfuschereien an neuralgischen Bauteilen die so nicht hätten vorkommen dürfen.
Liebe Grüße
Martin Grusenick

Gießsand in der Außsparung vom Tellerrad.


Sandausbeute


Und nochmal Sand, auf zur Beachparty!
Grob geschruppte Dichtfläche.
Zweiter Dichtring vorne an der Stellwelle.
ich überarbeite gerade eine D326 Ölsardine. Aktuell ist es der Hydraulikblock, also Hubarmwelle, Regelfühlerstift usw. Was ich dabei gefunden habe kann man leider nur noch als Pfusch auf höchstem Niveau bezeichnen. Unter dem herum gedrehten Hydraulikblock war in der Aussparung für das Tellerrad nach dem säubern eine größere Fläche einer schwarzen Anhaftung. Minimal mit dem Schraubenzieher gekratzt und loser Sand flog herum. Es handelt sich dabei um Gießsand aus der Tempergießerei welcher nicht ordentlich entfernt wurde, insgesamt ein kleines Schnapsglas voll. Das selbe innerhalb des Stellwellenlagers, nur war es dort nicht ganz so viel. So einen Pfusch hatte ich mal bei einer kleinen Chinesendrehbank. Bevor ich sie das erste mal benutzt habe hatte ich die billigen Lager der Hauptspindel gegen SKF Lager getauscht. Dabei wurde ich auch im Getriebeblock fündig, Gießsand in jeder Ecke. Also alles säubern und noch mit ölbeständigem Lack lackiert das sich übersehene Sandkörner nicht lösen können. Wohlgemerkt das war eine billige Chinabank und kein Made in Germany! Hier bei dem D326 waren in einer Baugruppe zwei Teile betroffen, wobei eine gleich noch Auswirkungen auf das Getriebe hat. Damit ist das keine äußerst seltene Ausnahme mehr. Da wird in den Werkstatthandbüchern von IHC ein gedöns gemacht "Arbeiten am Getriebe nur in sehr sauberen Werkräumen" und dann wird der Sand aus Neuss gleich mitgeliefert. Wenn man davon ausgeht das die Gussputzerei bei allen Tempergussteilen so geschlampt hat muß sich niemand wundern das es beizeiten zu hohem Verschleiß oder Totalausfall kommt. Vielleicht liegt hier der Hund begraben weshalb IHC’s angeblich nicht so haltbar wie andere Fabrikate sind. Sollten die Motorenblöcke aus der gleichen Gießerei stammen ist dort mit ähnlichem zu rechnen und es wäre eine Erklärung für so manche Riefe in Kolben, Büchsen und eingelaufene Lager. Schuld ist hier auch nicht nur der Gussputzer sondern auch die Zwischen oder Endmontage die alle Teile ohne Öl und Dreck zu sehen bekommt. Da muß so etwas auffallen, war aber anscheinend egal. Weiter im Text. Die gedrehte Innendichtfläche für den kleinen O-Ring im Stellrohr war nur mit einem Schruppmeißel grob vorgedreht und fertig. Da kann nichts dicht werden und der O-Ring wird auf der rauhen Oberfläche zerrieben. Ich habe die Fläche mit mit einem Fächerstift nachgeschliffen und zur Sicherheit noch eine Nute für einen zweiten O-Ring vorne in die Stellwelle gedreht, das wird jetzt hoffentlich dicht. Mangelnde Ingenieurskunst ist das eine, aber dies sind das sehr grobe Pfuschereien an neuralgischen Bauteilen die so nicht hätten vorkommen dürfen.
Liebe Grüße
Martin Grusenick
Gießsand in der Außsparung vom Tellerrad.
Sandausbeute
Und nochmal Sand, auf zur Beachparty!
Grob geschruppte Dichtfläche.
Zweiter Dichtring vorne an der Stellwelle.