Schwächstes Glied im Allradantrieb

!! Rubinrot !!

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Hallo,

was mich gerade interessiert ist welches Bauteil / welche Baugruppe im Allradantrieb (beim Schlepper) das schwächste ist, bzw. anderst gesagt was geht zuerst kaputt oder leidet am stärksten wenn der Allrad immer eingeschaltet wäre?

Nicht falsch verstehen, ich weiß schon wann der Allrad raus muss, mir geht es nur um mögliche Defekte bei falscher Handhabung.

Verschleißen einfach nur die Reifen oder sind die Kreuzgelenke schneller ausgeschlagen als ein Reifen "abradiert" ist? Was ist wenn Frontgewichte am Schlepper sind oder ein Frontlader, denn dann kommt ja noch mehr Kraft auf den Antriebsstrang, da die Reifen weniger leicht radieren? Reifenverschleiß wäre ja technisch gesehen nicht so schlimm wie andere Defekte im Antrieb.

Der Vorlauf kann ja eigentlich nur an den Reifen entweichen, aber was leidet am meisten?

Gruß Thomas
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Hubraum statt Spoiler
 
Hallo

Bei älteren Allradachsen ohne Planetenendantriebe war die kurze Steckachse oft das schwächste Glied. Da bei diesen Achsen das Drehmoment an der Steckachse wirkte, bei ALP Achsen wird dagegen das Drehmoment dirket am Rad erzeugt.

m.f.G.IHC633A
 
Hallo,

bei meinem MAN waren die Nadellager der Kreuzgelenke auf der linken Seite, also bei der kurzen Steckachse

deutlich mehr verschlissen als rechts.

Ich vermut, daß die rechte Steckachse ein wenig wie eine Torsionsfeder wirkt, und Spannungsspitzen

abfedert.

Des weiteren ist der Raddruck links etwas größer, weil das Gewicht des Differentials fast ausschließlich dort wirkt.

Um den Antriebsstrang zu schonen, hat der Abtrieb eine Rutschkupplung, dessen Abreißmoment

mit 1200Nm angegeben ist.

Im Abtrieb und im Differential waren kaum Verschleißspuren zu entdecken.

Gruß

Jörg
 
Hallo Thomas,

es kommt auch auf die Wartung und den Umgang mit der Achse an.

Wir haben 2 844 S, beide mit der APL 1351, beide haben ca 6000 std. und beide wurden gebraucht

gekauft. Die APL 1351 hat die Krankheit, dass das Gewinde der Bohrung für den oberen

Gewindebolzen zum Spannen der Achsschenkellager gerne ausnudelt, da der obere Bolzen

bei Vibrationen entlastet werden kann. Hab ich schon bei beiden Schleppern reparieren müssen,

hab die Bolzen dann mit Loctite eingeklebt, seit dem ist alles fest. Desweiteren müssen alle

Kreuzgelenke und das Schiebestück der Kardanwelle regelmäßig geschmiert werden, der Vorbesitzer

von einem unserer 844 hat das anscheinend nicht so genau genommen, sodass ich die Kreuzgelenke

und das Schiebestück wechseln musste. Keine billige Sache, habe die 1351 mit doppelten

Kreuzgelenken, heißt ich brauchte 4 Stück, die haben dann zusammen 625 € gekostet.

Noch nen kleiner Tipp: Der Vorbesitzer hatte wohl die Achsschenkel auch nicht allzu oft

geschmiert, was die Folge hatte, dass der Schmiernippel vom oberen Lager total verrostet war.

Ich drücke einfach nach dem Schmieren noch 3-4 Hübe Fett auf den Schmiernippel oben drauf und

stopfe dann nen Stück Lappen in das Loch von der Kotflügelhalterung, so kommt weder Dreck,

noch Wasser rein.

Gruß Sebastian
 
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