Schwert angelaufen /ausgeglüht

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Hallo,

ich habe in heute Totholz aufgesägt (alles Eiche). Dabei habe ich drei Ketten aufgezogen und diese mit Feile und Tiefenbegrenzerfeile (kombiniert) geschärft. Trotzdem waren die Ketten bereits nach 20 Minuten wieder stumpf. Und dann ist das Schwert auf der Unterseite blau angelaufen und die weiße Farbe ist weg...

Verwendte Säge: Stihl 025, 35 cm Schwert (Stihl); Picco Roll-O-Matic. Die Kettenschmierung (Bio- Haftöl) funkioniert definitv! Die Nuttiefe ist größer als die Kettenglieder, das Rollrad dreht sich ohne Widerstand, die Ketten sind erst 10-15h gelaufen.

Frage A: Muss ich bei trockener Eiche damit rechnen oder läuft was falsch?

Frage B: Ist das Schwert nun hin? Woran erkenne ich das? Und wenn ja, was ist die Empfehlung für ein Schwert (es gibt ein System, bei dem man die Kette schärft, indem man sie in eine Schärfeinrichtung steckt und ein paar Sekunden so laufen läßt - hört sich fast zu einfach an...)?

Dank und Grüße
Hans
 
Hallo Hans,

bei trockener Eiche ist das fast normal dass die Kette und das Schwert stark verschleisst. Das ist ein sauhartes Zeug.

Wenn das Schwert blau anläuft, ist meist die Kette stumpf. War die richtig scharf ?

Das Schwert kannst du wieder entgraten, dann sollte es wieder gehen, Wenn es nicht zu heiss geworden ist.

Holger
 
Hallo,

wenn das Schwert heiß geworden ist und blau angelaufen passiert es oft das sich der Stern zerlegt da wäre ich vorsichtig das noch weiter zu verwenden.

Gruß Jannis
 
das deine Schiene an unter und oberseite gleichmäßig angelaufen ist, ist normal!

Schonmal daran gedacht das die Stege in denen die Treibglieder laufen gehärtet sind ??
 
Danke fuer die Antworten.  Das beruehigt erst einmal. Die Ketten waren scharf, allerdings ließ die alt nach 20 Min. stark nach.  Ich entgrate erst mal das Schwert, lasse die Ketten schleifen und meide die trockenen und in der Tat echt harten Hölzer. 

Gruß Hans
 
Ich lasse keine Ketten mehr schärfen. Ich mache das selber. Wenn der Händler mit der Maschine schärft ist nach dem 4. oder 5. schleifen die Kette weg. Wenn ich manuell schärfe, kann ich 20 - 30 mal oder mehr schärfen. Zudem wird die Kette genau so scharf und es ist viel billiger.

Holger
 
Moin

Das mit dem schärfen sehe ich genauso.

Ich habe noch nie eine Kette zum schärfen gebracht.

Mehr als eine Tankfüllung hast Du dann nicht geschafft, dann war die Kette stumpf.

20 Min harte Eiche mit eventuell etwas Sand und Steine ist ja nun auch kein Spaß.

Passiert ist mir das auch schon öfter. Dann hole ich die Feile raus und weiter gehts.

Das anlaufen der Schwertes kann eventuell auch mit dem ölen zutun haben.

Solltest Du einmal beobachten.

Gruß Sven
 
Von Hand schärfen ist gut, man muß es aber auch können, sonst sollte man es lieber lassen, bzw sich genau zeigen lassen.

Bei trockenem, harten Holz würde ich der Säge mehr Öl als sonst spendiere
Sind Kette und Kettenrad wirklich in Ordnung? Längung Abnutzung....
Ist die Kette richtig geschärft? Winkel, Tiefenbegrenzer, Gleichmäßigkeit....

Wenn dein Schwert blau wird, ist es zu heiß geworden. Das mag durch das trockene Holz zwar aufgetreten sein, aber der Grund liegt in der irgendwo an der Säge.

Ich würde Schwert, Kettenrad und Kette tauschen und die Ölzufuhr regulieren!
 
Die Seiten der Nut sind beim Schwert immer leicht blau, kommt daher weil die Laufflächen der Schienen gehärtet werden .

Was ist das denn für ein Schwert( Hersteller) ? Wenns von Kox und co kommt, kann es schon sein, dass das schnell auf ist. Vor allem bei trockener Eiche

Gruss Martin
 
Hallo,

hatte bei einer toten Ulme das selbe Problem. Damals hatte ich, zu Beginn der Umstellung auf Holzheizung wenig abgelagertes Brennholz. Also entschieden wir uns eine große (Durchmesser ca. 60-70 cm) tote Ulme auf zu arbeiten. Bei den Ästen lief es noch super, aber dann der Stamm KNOCHENARBEIT für Mensch und Maschine. Kette und Schwert heiß geworden d.h. keine Schnittleistung mehr. Also tauchte ich das Schwert zwischendurch öfters ins Kettenoel da bei meiner Säge keine Oelregulierung vorhanden ist (noch nicht).

Habe mir geschworen nie wieder trockenes Holz mit diesem Umfang auf zu arbeiten.

Zum Ketten schärfen, möchte ich auch noch meinen Beitrag abgeben.

Habe mir vor Jahren ein Schärfgerät von Güde zugelegt. Also schärfe ich mir vor jeder Saison meine im Schnitt 5 Sägeketten, so das ich auf genug Reserven zugreifen kann. Im Wald wird bei Bedarf mit der Feile nachgeschärft, wenn nicht gerade mal in den Erdboden gesägt oder mann einen Stein erwischt hat und die Kette total stumpf ist.

Gruß Andreas
 
Hallo

Ich benutze seit 20 Jahren im Wald oder zu Hause im Schraubstock folgendes Gerät, um meine Ketten zu schärfen.

www.youtube.com/watch?v=iZQ0aBOv78I

"Das Pferd Kettensägeschärfgerät CHAIN SHARP CS-X ist hervorragend zum Handschärfen von Sägeketten geeignet. Sägezahn und Tiefenbegrenzer werden in einem Arbeitsgang geschärft."

Bin TOPP zufrieden damit und ach Laien haben den Kniff schnell raus.

Schont den Kettenverschleiss und die Ketten gehen super und vor allen Dingen gerade.

Herbi
 
Hallo Hans

Mir ist das gleiche auch mal passiert, ne alte Eiche im Abraumholz. Die Säge war damals noch neu-also alles in Ordnung.

Ich hab dann eine breitere Kette mit passendem Schwert montiert, ich denke die kann mehr Wärme aufnehmen, bevor sie zu heiß wird,

und bei altem Holz immer mit Gefühl - Pause machen bevor es qualmt, wenn du Kette oder Schwert wechseln musst vrelierst du auch

Zeit.

         Gruß  Norbert
 
Erst einmal vielen Dank für die Antworten.
Anscheinend bin ich beim Sägen von knochentrocknem Holz nicht der Einzige, der damit zu kämpen hatte. :-) Und: Ja, sicher war an den Stämmen / Ästen etwas Sand / Dreck dran. Totholz eben - brennt aber gut und ist preiswert.
Das Schwert (Orginal Stihl) ist entgratet, die Ketten (nicht Stihl) vom Nachbarn maschinell (kostenlos) geschärft und nun geht es weiter.
Das Schärfgerät von Pferd (älters Modell als im Clip) nutze ich auch und bin zufrieden damit - allerdings bin ich bei dem Verschleiss etwas ungläubig geworden, ob das alles so richtig sein kann.
Fazit: Bei trocknem Holz schön langsam machen und ganz oft nachschärfen. Oder?
Grüße
Hans
 
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