Seltsames Phänomen an der Heckhydraulik 523

FuerPapa

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Hallo Forum.

Ich habe gestern mal wieder was seltsames an meinem Trecker entdeckt. Die Heckhydraulik hat immer ein wenig abgelassen, so das sie immer nachgeregelt hat. Innerlich bin ich schon davon ausgegangen den Block irgendwann runter zu nehmen und die Hubkolbendichtung neu zu machen.

Gestern hab ich dann mein Niemeyer RO 165 Mähwerk angebaut. Erst hat er wieder immer nachgeregelt, aber plötzlich war es weg! Er hat die Hydraulik gehalten. Auch wenn ich die Höhe verändert hab hat er trotzdem gehalten. also kann es ja nicht die Hubkolbendichtung sein. Was mir noch aufgefallen ist, ist das die Senkdrossel nicht funktioniert. Und das obwohl ich die Feder und die Kugel schon kontrolliert hab und das alles in Ordnung ist.

Also, wenn ich das mal irgendwann richten möchte, was meint ihr, wo muss ich den Fehler suchen?

Gruß Jürgen
 
Das selbe hatte Ich an meinem 439 auch, mal senkte sich die Hubhydraulik ab, mal hielt sie. Warum auch immer ??????

Fazit: Alles Zerlegt und die Kolbendichtung sowie den Stützring erneuert. Die  Regeleinheit zerlegt und die O-Ringe erneuert sowie an der Senkdrossel und auch am Saugfilter.

Eigentlich keine große und teure Sache, aber eben Zeitintensiv weil der Block komplett runter muss.

In dem Zuge hab Ich Ihn auch innen gleich komplett heiß gekärchert das der ganze Schlamm raus ist. (War nicht wenig) Weil er komplett offen war und man überall schön rankam.

Jetzt: Alle O-Ringe neu, die 2 Wellendichtringe der Hubwerkswelle neu.

Optisch waren alle Ringe nicht grad verschlissen, aber ...... na ja 

Ich weiß es nicht genau, aber Ich vermute der Stützring am Hubkolben hatte etwas Spiel und deswegen hat der Kolben gekippelt und hat Stellenweise durchgelassen. Beim Ausbau ging er leicht zu Bewegen und beim Einbau ziemlich straff.

Meine Erkentniss. Deswegen viel Erfolg bei dem Phänomen

Ingo
 
Hallo

Das ist zu 90 % die Manschette des Hubkolbens, das gibt es das es auf einmal aufhört, dann ist auf Grund von Temperaturveränderungen der Manschette eine 100%  Abdichtung wieder gegeben. Du brauchst aber den Hydraulikblock nicht abnehmen um diese Manschette zu wechseln. Die Senkdrossel muß herausgedreht werden um die Hydraulik zu blockieren. falls du dieses gemacht hast wird wohl der Kugelsitz eine Macke haben.

Die restlichen 10 % können das Sperrblockventil, sitzt im Regelsteuergerät, oder das Lastsicherheitsventil sein, sitzt im Zylinderkopf vom Hydraulikblock. Diese schließen nicht mehr richtig.

MfG

Alwin
 
Vielen Dank.

Die Senkdrossel hatte ich rausgedreht, steht ja so auch in der Betriebsanleitung.

Das Sperrblockventil hatte ich auch schon raus und durchgepustet. 

Als ich die Stellhebelwelle abgedichtet habe, hatte ich den Deckel unter dem Sitz auf. Da konnte man sehr gut in den Block gucken, und es war alles blitzeblank da drin. Kein Schlamm oder soetwas.

Naja, dann werde ich die Hubkolbenmanschette doch mal machen. Verstehe ich nicht, ist doch erst 50 Jahre alt........ ;-)  Auch wenn man den Zylinder bei eingebautem Block raus bekommt, wie bekommt man dann beim Einbau den Stößel wieder in die richtige Position?

Gruß Jürgen
 
Hallo

Den Zylinder brauchst du nicht heraus nehmen, nur die 4 Schrauben vom Zylinderkopf herausdrehen und dann die Unterlenker anheben und fallen lassen. Danach kannst du den Kopf und den Hubkolben abnehmen, Manschette und Stützring erneuern. Manschette in heißem Wasser ca, 1/4 Stunde legen dann kann man ihn wesentlich leichter montieren. O-und Stützring vom Zylindekopf mußst du auch neu machen sowie den kleinen O-ring der in der Flanschseite vom Zylinderkopfsitz nicht vergessen. Wenn du den Zylinderkopf abgebaut hast spanne den im Schraubstock, aber vorsichtig, nicht beschädigen und dann drehst du die beiden Imbusschrauben für das Lastsicherheitsventil und die Senkdrossel nach. Diese lecken wohlmal und so kommst du da am besten dran. Den Hubkolben kannst du wieder einbauen der Stößel ist nicht am Kolben befestigt und zentriert sich von selbst.

Wenn du das Sperrblockventil, welches im Regelsteuergerät sitz, im ausgebautem Zustand von der Hohlschraubenseite her so durchblasen kannst  ist es undicht, hier muß er nähmlich zu 100% abdichten.

MfG

Alwin
 
Danke Alwin für die gute Beschreibung.

Bist Du sicher das der Zylinder im Block verbleibt? Dann ist das ja kein Problem. Inzwischen bin ich Profi im Hydrauliköl ablassen und wieder auffüllen.

Hat da jemand evtl. noch die Ersatzteilnummern für mich? Ich hab einen Lama hier der macht hauptsächlich Deutz, kann aber mit Ersatzteilnummern auch IHC Teile bestellen. Das würde mir sehr helfen.

Gruß Jürgen
 
Hallo.

Hier hatte die Maschine irgendwie einen Doppelpost gemacht, den hab ich gelöscht.

Ich habe nach der guten Beschreibung von Alwin noch einmal in meinem Werkstatthandbuch Hydraulik nachgesehen, dort ist nicht sofort ersichtlich das das zwei Teile sind. Deshalb noch einmal Danke an Alwin.

Dort steht über das Sperrventil, das wenn Probleme auftreten der Schlepper bei stehendem Motor das Anbaugerät absackt und bei laufendem Motor nachregelt. Genau das macht mein Schlepper. Wenn ich den Schlepper abstelle und vergessen hab die Hydraulik abzulassen sackt sie innerhab eines Tages in Ruheposition. Das kann natürlich auch an der Hubkolbendichtung liegen, ist mir klar.

Wenn ich das richtig verstehe wird die Hydraulik ja über dieses Ventil abgelassen, in der Geschwindigkeit geregelt durch die Senkdrossel, richtig? Nun funktioniert ja meine Senkdrossel nicht mehr, obwohl ich die Kugel und die Feder schon kontrolliert hab. Das werde ich nochmal tun, da mit einer funktionierenden Senkdrossel der Fehler ja weiter eingegrenzt werden könnte.

Sprich, Senkdrossel zu und Hydraulik lässt nach = Hubkolbendichtung, Senkdrossel zu und Hydraulik bleibt oben = Sperrventil defekt.

Gruß Jürgen
 
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